ABBEY - d'ABERON - ACHARD - ADENAUER - ADORNO - AESHYLOS - ALBERT - ALIGER - ANDERS - ANDERSEN - ANNAN - ANTONOW - APFEL - ARISTOPHANES - ARISTOTELES - ARDENNE - ARNDT - v. ARNIM - ARON - ARUB - AQUIN - v. AUE - AUGSTEIN - AUGUSTINUS - AUREL
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EDWARD ABBEY (1927-1989)

„Ein Patriot muss immer bereit sein, sein Land gegen seine Regierung zu verteidigen.“

„Wenn du dich weigerst, ungerechte Steuern zu bezahlen, wird dein Eigentum konfisziert. Wenn du versuchst, dein Eigentum zu verteidigen, wirst du festgenommen. Wenn du dich der Festnahme widersetzt, wirst du niedergeknüppelt. Wenn du dich dagegen wehrst, wirst du erschossen. Diese Maßnahmen sind bekannt als Rechtsstaatlichkeit.“


Lord EDGAR VINCENT D’ABERNON (1857-1941)

„Wenn Karl Martell die Invasion der Sarazenen mit seinem Sieg in der Schlacht bei Tours nicht aufgehalten hätte, so würde heute in den Schulen von Oxford der Koran gelehrt, und die Schüler würden einem beschnittenen Volk die Heiligkeit und Wahrheit der Lehren des Mohammeds verkünden. Wenn es Pilsudski und Weygand in der Schlacht bei Warschau nicht gelungen wäre, den triumphalen Vormarsch der Roten Armee zu stoppen, so hätte dies nicht nur eine gefährliche Wende in der Geschichte des Christentums zur Folge, sondern eine fundamentale Bedrohung der gesamten westlichen Zivilisation. Die Schlacht bei Tours rettete unsere Vorfahren vor dem Joch des Korans; es ist wahrscheinlich, dass die Schlacht bei Warschau Mitteleuropa und ebenso einen Teil Westeuropas vor einer sehr viel größeren Gefahr rettete; der fanatischen sowjetischen Tyrannei.“


MARCEL ACHARD (1899-1974)

„Reue ist der feste Vorsatz, beim nächsten Mal keine Fingerabdrücke zu hinterlassen.“


KONRAD ADENAUER (1876-1967)

"Alles, was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen."

"Sehr geehrter Herr Generaloberst! Einer Anregung nachkommend, teile ich mit, daß die von mir in meiner Rede am 3.12.1952 vor dem Deutschen Bundestag abgegebene Erklärung für Soldaten der früheren deutschen Wehrmacht auch die Angehörigen der Waffen-SS umfasst, soweit sie ausschließlich als Soldaten ehrenvoll für Deutschland gekämpft haben." (Brief vom an Generaloberst der Waffen-SS a.D. Paul Hauser, 1952)

"Mit kleinen Jungen und Journalisten soll man vorsichtig sein. Die schmeißen immer noch einen Stein hinterher."

„Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht.“

"Wir leben alle unter demselben Himmel, aber wir haben nicht alle denselben Horizont".

"Das deutsche Volk wird niemals die Oder-Neiße-Linie als Grenze anerkennen!" (1953, Rede im Bundestag)

"Wir möchten heute vor diesem Hohen Haus im Namen der Regierungen erklären, daß wir alle Waffenträger unseres Volkes, die im Rahmen der hohen soldatischen Überlieferungen ehrenhaft zu Lande, zu Wasser und in der Luft gekämpft haben, anerkennen. Wir sind überzeugt, daß der gute Ruf und die große Leistung des deutschen Soldaten trotz aller Schmähungen während der vergangenen Jahre in unserem Volk noch lebendig geblieben sind und auch bleiben werden. Es muß auch gemeinsame Aufgabe sein, und ich bin sicher, wir werden sie lösen, die sittlichen Werte des deutschen Soldatentums mit der Demokratie zu verschmelzen" (3.12.1952 im Bundestag)


THEODOR W. ADORNO (eigentlich: Theodor Ludwig Wiesengrund, 1903-1969)

"Das sind die netten Leute, die Beliebten, die mit allen gut Freund sind, die Gerechten, die human jede Gemeinheit entschuldigen und unbestechlich jede nicht genormte Regung als sentimental verfemen. Sie sind unentbehrlich durch Kenntnis aller Kanäle und Abzugslöcher der Macht, erraten ihre geheimsten Urteilssprüche und leben von deren behender Kommunikation. Sie finden sich in allen politischen Lagern, auch dort, wo die Ablehnung des Systems für selbstverständlich gilt und damit einen laxen und abgefeimten Konformismus eigener Art ausgebildet hat. Oft bestechen sie durch eine gewisse Gutartigkeit, durch mitfühlenden Anteil am Leben der andern: Selbstlosigkeit auf Spekulation.

Sie sind klug, witzig, sensibel und reaktionsfähig: sie haben den alten Händlergeist mit den Errungenschaften der je vorletzten Psychologie aufpoliert. Zu allem sind sie fähig, selbst zur Liebe, doch stets treulos. Sie betrügen nicht aus Trieb, sondern aus Prinzip: noch sich selber werten sie als Profit, den sie keinem anderen gönnen. An den Geist bindet sie Wahlverwandtschaft und Haß: sie sind eine Versuchung für Nachdenkliche, aber auch deren schlimmste Feinde. Denn sie sind es, die noch die letzten Schlupfwinkel des Widerstands, die Stunden, welche von den Anforderungen der Maschinerie freibleiben, subtil ergreifen und verschandeln.' Ihr verspäteter Individualismus vergiftet, was vom Individuum etwa noch übrig ist."


AESHYILOS (525-456 v. Chr.)

"Furchtbar ist ein Gegner, der die Götter ehrt." (Die Sieben gegen Theben)


MICHAEL ALBERT (1836 – 1893)

"Deiner Sprache, deiner Sitte, deinen Toten bleibe treu! Steh' in deines Volkes Mitte, was dein Schicksal immer sei!"



MARGHARITA ALIGER (1915 – 1992)

          "Auf ihre Frage kann ich nicht antworten,
            doch sage eins: wir haben immer Pech
            Wir haben Schuld, dass wir nur Juden sind,
            wir haben Schuld, dass wir viel kluger sind.

            Wir haben Schuld, dass unsre Kinder
            nach Wissen und Weisheit streben,
            Und wir überall zerstreut sind
            und keine Heimat haben.

            Wir heulen oft und auch sthönen,
            Doch unser Volk trotz Feuer sauber ist.
            Daher: Wort 'Gyde' für immer bleibt Synonym
            Des großen stolzen Wortes "Kommunist.
"

            Es nicht umsonst uns alle hassen
            und vor allem seellosen Bestien
            SS hat alle Juden und die Kommunisten
            wie Vieh in Majdanek geschlachtet."
            (Das Große Wort, 1952)

(Das russische Wort "Schyd"stammt von polnischen Žyd, welches als offizielle Bezeichnung der Juden zugelassen ist. Nicht aber in Rußland, wo dieses Wort dient als niederträchtige Schimfwort für die Juden, und so gut wie "Saujude" bedeutet. Da das Originalgedicht in Russisch geschrieben - dort aber offiziell soll ein Jude als Jewrej heißen. Es ist nicht zu übersehen, dass die Juden sich "viel klüger" bzw. "sauber" als anderen Völker und heimatlos, im Jahre 1952 bezeichnen. In der Tat die Juden haben ihre Heimat bereits vor 5 Jahren gehabt. - Anm. JB).


GÜNTHER ANDERS (1902-1992)

Das Dasein hat keine Eltern, denn es ist ‚geworfen‘; es zerfällt nicht in Geschlechter; es zeugt nicht weiter; es hat keinen Leib. Weder ist es beherrscht noch herrscht es; es ist unpolitisch; es kennt keine Rechte, keine Pflichten; weder Kultur noch Natur; es freut sich nicht; es liebt niemanden und nichts; mit keiner Gruppe solidarisiert es sich; es hat keinen Freund, kurz: es ist ein hoffnungslos amputiertes Dasein, das die wirklichen Fragen, d. h. die wirklichen Schwierigkeiten unseres Daseins schon deshalb nicht beantworten kann, weil es sie gar nicht fragt.“


HANS CHRISTIAN ANDERSEN (1805-1859)

"Nun bekommst du keine Küsse mehr, denn sonst küsse ich dich tot." (Die Schneekönigin)


KOFI ATTA ANNAN (geb. 1938)

"Eine Weltregierung kann in die internen Angelegenheiten jeder Nation militärisch intervenieren, wenn sie deren Aktivitäten missbilligt."


WLADIMIR ANTONOW (20. Jahrhundert)

"Alles deutet darauf hin, dass gewisse Kreise mit dem Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch (Oberbefehlshaber der russischen Streitkräfte) an der Spitze auf einen Krieg gegen Deutschland hinarbeiten. Der Ring ist schon fast geschlossen, es fehlt nur noch der äußere Anlass, den man schon finden wird. Der Zar ist zu schwach, um diese Katastrophe zu verhindern." ("Das Sowjetparadies", Berlin 1931)


HOLGER APFEL (geb. 1970)

"Wer nur noch - völlig unterschiedslos - 'Menschen?, aber keine Deutschen mehr kennt, den kann es auch nicht empören, wenn er in westdeutschen Großstädten verarmte deutsche Rentner in Mülleimern nach Pfandflaschen angeln sieht, während hinter ihnen staatsalimentierte orientalische Großfamilien oder arrogante Wohlstands- Neger daher stolzieren! Für wen das alles nur unterschiedslos 'Menschen? sind, der vermag das schreiende Unrecht dieser Alltagsszene aus der 'Bunten Republik Deutschland' nicht mehr zu erkennen."


PAUL ARDENNE (geb. 1956)

"Das Wichtigste unserer Zeit - die Wirtschaft - ist für die Gegenwartskunst, was der Akt, die Landschaft oder der Mythos des Neuen für den Klassizismus, den Impressionismus und die Avantgarde waren."


ARISTOPHANES (384-322 v.Chr.)

"Aber wer klug ist, der lernt fürwahr vom Feinde gar vielen."

„Denn arm sein sollst du, man will es. Doch deshalb? Das will ich dir sagen: Auf daß du den Züchter und Herren erkennst, dann, wann er mit ‚huß!‘ dich hinanhetzt auf einen der Feinde, du diesem sofort mit blutlechzender Gier an den Hals springt. Denn wollten dem Volk sie den Lebensbedarf nur schaffen, so wär es ein leichtes!“ (Die Wespen)




ARISTOTELES (384-322 v.Chr.)

„Auch das Denke schadet bisweilen der Gesundheit.“ (Nikomachische Ethik)

"Das allgemeine Gesetz ist das Naturgesetz. Es gibt nämlich – wie alle ahnen –, ein von Natur aus allgemeines Recht und Unrecht – auch wo keine Gemeinschaft untereinander bzw. wo keine Übereinkunft besteht. Das ist es, was auch die Antigone des Sophokles offenbar ausspricht, daß es nämlich Recht sei, trotz des Verbotes ... Gott hat alle frei geschaffen und keinen hat die Natur zum Sklaven bestimmt." (Rhetorik)

„Das Recht ist nichts anderes als die in der staatlichen Gemeinschaft herrschende Ordnung, und eben dieses Recht ist es auch, das darüber entscheidet, was gerecht ist.“ (Politik)

„Demokratie entsteht, wenn man nach Gleichheit aller Bürger strebt und die Zahl der Bürger aber nicht ihre Art berücksichtigt.“ (Politeia)

„Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen.“

„Der großgesinnte Menschwird überhaupt nicht oder ungern einen anderen um etwas bitten, dagegen selber Hilfe leisten.“ (Nikomachische Ethik)

"Der Mensch ist seiner Natur nach ein staatsbürgerliches Wesen. Daher trachten auch die, die der gegenseitigen Hilfe nicht bedürfen, nach dem Zusammenleben."

"Der Wille, zusammenzuleben, ist Freundschaft."

„Die Natur macht nichts vergeblich.“

"Die Verwechselung beider Formen, die miteinander überspielen, veranlast einige die Erhaltung und Vermehrung des Geldes ins Unendliche als Endziel der Ökonomik zu betrachten." (Republik 18 u.9)

„Ein Mittel zum Schutze einer jeden Monarchie besteht darin, daß man keinen einzigen Mann groß macht, sondern, wenn es sein muß, nur mehrere, die sich gegenseitig in Schach halten.“ (Politik)

„Eine vollkommene Freudschaft gibt es nur zwischen guten und an Rechtschaffenheit sich gleichstehenden Menschen.“ (Nikomachische Ethik)

„Es geht nicht an, sich zugleich körperlich und geistig anzustrengen. Es liegt nämlich in der natur dieser beiden Anstrengungen, daß sie entgegengesetzt wirken: Die körperliche Anstrengung beeinträchtigt die geistige Arbeit und diese die körperliche Leistungsfähigkeit.“ (Politik)

"Ferner gehört es (zum Wesen der Tyrannis) dahin zu streben, dass ja nichts verborgen bleibe, was irgendein Untertan spricht oder tut, sondern überall Späher ihn belauschen, ... ferner alle Welt miteinander zu verhetzen und Freunde mit Freunden zu verfeinden und das Volk mit den Vornehmen und die Reichen unter sich. Sodann gehört es zu solchen tyrannischen Maßregeln, die Untertanen arm zu machen, damit die Leibwache besoldet werden kann, und sie, mit der Sorge um ihren täglichen Erwerb beschäftigt, keine Zeit und Muße haben, Verschwörungen anzustiften... Ferner aber auch solche hohe Einkommensteuern, wie die in Syrakus auferlegten, denn unter Dionysios hatten die Bürger dieses Staates in fünf Jahren glücklich ihr ganzes Vermögen in Steuern ausgegeben. Und auch beständig Kriege zu erregen, ist der Tyrann geneigt..."

„Freilich muß, wer auf Erkenntnis ausgeht, dies um ihren selbst willen tun. Denn hier winkt seitens der Menschen kein Lohn für darauf verwandte Mühe. (Protreptikos)

„Freundschaft ist eine Seele in zwei Körper.“

„Freundschaft im höchsten Sinne des Wortes mit vielen einzugehen, ist nicht möglich, wie man auch nicht viele zugleich leben kann.“ (Nikomachische Ethik)

„Ich verstehe aber unter Geist die Kraft der Seele, welche denkt und Vorstellungen bildet.“ (Über die Seele)

„In allen Staaten nun gibt es drei Klassen von Bürgern. Sehr reiche, sehr arme und drittens solche, die zwischen beiden in der Mitte stehen. Da also die Voraussetzung gilt, daß das Gemäßigte und das Mittlere das Beste sei, so sieht man, daß auch in bezug auf die Vermögensverhältnisse der mittlere Besitz von allem der beste sei. Ein solcher Vermögensstand gehorcht am leichtesten der Vernunft.“ (Politik)

„Mit ‚adelig‘ bezeichnet man die Abstammung aus einem durch Tüchtigkeit hervorragenden Geschlecht. ‚Edel‘ nennt man jemanden, der nicht aus dieser Art schlägt. Dies trifft vielfach bei den Adeligen nicht zu, sondern meistens sind sie minderwertig.“ (Rhetorik)

„Seine Trefflichkeit, welcher Art sie auch sei, ungehindert üben zu können, ist das eigentliche Glück.“ (Politik)

„Wenn z. B. ein Beamter jemanden schlägt, so darf man ihn nicht widerschlagen, und umgekehrt: Wenn jemand einen Beamten schlägt, so muß er nicht nur geschlagen, sondern außerdem noch bestraft werden.“ (Nikomachische Ethik)

„Wer sich einen Dienst erweisen läßt, steht unter dem, der ihm erweist.“ (Nikomachische Ethik)

„Wer recht erkennen will, muß zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben.“ (Metaphysik)



ERNST MORITZ ARNDT (1769-1860)

           ICH WEISS WORAN ICH GLAUBE

           Ich weiß, woran ich glaube, ich weiß, was fest besteht,
           wenn alles hier im Staube wie Sand und Staub verweht;
           ich weiß, was ewig bleibet, wo alles wankt und fällt,
           wo Wahn die Weisen treibet und Trug die Klugen prellt.

           Ich weiß, was ewig dauert, ich weiß, was nimmer lässt;
           auf ewgen Grund gemauert steht diese Schutzwehr fest.
           Es sind des Heilands Worte, die Worte fest und klar;
           an diesem Felsenhorte halt ich unwandelbar.

           Auch kenn ich wohl den Meister, der mir die Feste baut;
           er heißt der Fürst der Geister, auf den der Himmel schaut,
           vor dem die Seraphinen anbetend niederknien,
           um den die Engel dienen: ich weiß und kenne ihn.

           Das ist das Licht der Höhe, das ist der Jesus Christ,
           der Fels, auf dem ich stehe, der diamanten ist,
           der nimmermehr kann wanken, der Heiland und der Hort,
           die Leuchte der Gedanken, die leuchtet hier und dort.

           So weiß ich, was ich glaube, ich weiß, was fest besteht
           und in dem Erdenstaube nicht mit als Staub verweht;
           ich weiß, was in dem Grauen des Todes ewig bleibt
           und selbst auf Erdenauen schon Himmelsblumen treibt


"Ich meine, ein gewisses Heidentum hätte nie zerstört werden sollen, und jeder Mensch, der es mit seinem Geschlechte gut meint, sollte dahin arbeiten, es wieder lebendig zu machen."

"Wenn die letzten und höchsten Güter von Volk und Vaterland auf dem Spiele stehen, versagen die juristischen Formen und Formeln, die auf Erden gemacht sind; wer zum letzten Kampf fürs Vaterland geht, holt sein Recht vom Himmel."

"Die Juden als Juden passen nicht in diese [deutsche] Welt und in diese Staaten hinein, und darum will ich nicht, dass sie auf eine ungebührliche Weise in Deutschland vermehrt werden. Ich will es aber auch deswegen nicht, weil sie ein durchaus fremdes Volk sind und weil ich den germanischen Stamm so sehr als möglich von fremdartigen Bestandteilen rein zu erhalten wünsche."

"Die deutsche Sprache ist nach allgemeinem Einverständnis eine der wichtigsten der Welt, tief und schwer an Sinn und Geist, in ihren Gestalten und Bildungen unendlich frei und beweglich, in ihren Färbungen und Beleuchtungen der Innern und äußern Welt vielseitig und mannigfaltig. Sie hat Ton, Akzent, Musik. Sie hat einen Reichtum, den man wirklich unerschöpflich nennen kann und den ein Deutscher mit dem angestrengtesten Studium eines langen Lebens nimmer umfassen mag."

           Ein Volk zu sein -
           ein Gefühl zu haben
           für eine Sache...
           das ist die heilige Religion unserer Zeit;
           durch diesen Glauben müßt ihr
           einträchtig und stark sein,
           durch diesen den Teufel und
           die Hölle überwinden.

           Laßt alle die kleinen Religionen
           und tut die Pflicht
           der einzig höchsten,
           und hoch über dem Papst und
           Luther vereinigt euch in ihr
           zu einem Glauben."




HANS HERBERT v. ARNIM (geb. 1939)

"Das Grundübel unserer Demokratie liegt darin, dass sie keine ist. "

Hier ist das Wesentliches von seinem Buch "Die Deutschland Akte (2008) ":

DEMOKRATIE

„Angesichts der Unterdrückung diese schattenweise unserer Demokratie in der öffentlichen Diskussion erscheint es legitim, sie hier besonders hervorzuheben. Ist die Ruhe verborgen, so sagt schon Sprichwort, kann man sie nur richten, indem man sie nach der anderen Seite biegt.“

Demokratie und Rechtsstaatprinzip verlangen Öffentlichkeit von Staat und Verwaltung, Tatsächlich herrscht meist das Gegenprinzip des Amtsgeheimnisses. Daran haben auch die Informationsfreiheitsgesetze nicht viel verändert."

„Wir haben… die paradoxe und zutiefst undemokratische Situation, dass die Mitwirkung des Bürgers an der staatlichen Willensbildung durch Wahlen immer wichtiger geworden ist, gleichzeitig aber die Wahlen immer weniger wert sind, weil der Bürger mit dem Stimmzettel nichts mehr entscheiden kann. Über die fatalen Eigenheiten unseres Wahlrechts wird offiziell wenig gesprochen. Die politische Bildung, der sich die politische Klasse seit Langem bemächtigt hat, hat es bisher wohlweislich versäumt, den Bürgern das tatsächliche Funktionieren unseres Wahlsystems nahezubringen. Darüber zu sprechen verbietet die Political Correctness. Kaum ein Wähler, der sein demokratisches Grundrecht der Wahl ausübt, kennt die Konsequenzen.“

„Direkte Demokratie bedeutet das Recht der Bürger, politische Entscheidungen an sich zu ziehen, die in rein repräsentativen Demokratische Sache des Parlaments sind.“

Die Demokratie lebt von der Erwartung, daß Politik und Gesetzgebung tendenziell ausgewogene und richtige Entscheidungen hervorbringen. Tatsächlich vernachlässigt die Politik unter dem Druck von schlagkräftig organisierten Partikularverbänden leicht die wichtigen allgemeinen Interessen. Volksvertreter sind von der Macht der Lobby völlig unzureichend beschützt. Der Strafbestand der Abgeordnetenbestechung ist rein symbolische Gesetzgebung. Die Abgeordneten haben ihn so eng gefasst, daß er praktisch nie zur Anwendung kommen wird.

Demokratie ist in der Europäischen Union in krasse Weise defizitär. Alle unsere Vorstellungen von der Verantwortlichkeit der Politik gegenüber dem Volk sind hier außer Kraft gesetzt. Würde ein Beitrittskandidat derartige Defizite aufweisen, hätte er nicht die geringste Chance, in der EU aufgenommen zu werden."

„Aus purem Egoismus haben vor allem die politische und wirtschaftliche Klasse in erstaunlicher Kontinuität seit der Gründungsjahren die Weichen falsch gestellt und dringend notwendige Anpassungen unterlassen. Angesicht der Unterdrückung dieser Schattenseite unserer Demokratie in der öffentlichen Diskussion erscheint es legitim, sie hier besonders hervorzuheben. Ist die Rute verbogen, so sagt schon das Sprichwort, kann man sie nur richten, indem man sie nach anderen Seite biegt.“

Widerstand gegen direkte Demokratie kommt allerdings nicht nur von der politischen Klasse selbst, sondern auch von Verfassungsgerichten, deren Mitglieder ihrerseits von der politischen Klasse berufen werden. Sie missbrauchen ihre macht, den Inhalt der Verfassung anschließend zu definieren zum Teil in abenteuerlicher Weise, um den Spielraum für direkte Demokratie klein zu halten.“

„Wir haben nur in sehr eingeschränkten Maße eine Regierung durch das Volk und eine Regierung für das Volk, beide Defizite werden aber durch kunstvolle Fiktionen verdeckt. Was liegt man aber näher, als auf jene Fiktionen ganz zu verzichten, die staatliche Willensbildung wieder stärker an das Volk heranzuführen und dadurch im Ergebnis nicht nur mehr Regierung durch , sondern auch für das Volk zu erlangen?“

„Zusammenfassend muss man feststellen: Die angeblich Volksouveränität ist eine mit dem vollmundigen Behauptungen des Grundgesetzes unvereinbare Lüge, für die es heute keine Rechtfertigung mehr gibt.

DIE VERFASSUNG

Volkssouveränität bedeutet: Die Schaffung der Verfassung als politisch-rechtlicher Grundlage eines Gemeinwesens ist die Sache des Volkes.

"Jeder Deutsche hat die Freiheit, Gesetzen zu gehorchen, denen er niemals zugestimmt hat; er darf die Erhabenheit des Grundgesetzes bewundern, dessen Geltung er nie legitimiert hat; er ist frei, Politikern zu huldigen, die kein Bürger je gewählt hat, und sie üppig zu versorgen - mit seinen Steuergeldern, über deren Verwendung er niemals befragt wurde. Insgesamt sind Staat und Politik in einem Zustand, von dem nur noch Berufsoptimisten oder Heuchler behaupten können, er sei aus dem Willen der Bürger hervorgegangen."

"Wie aber soll eine solche Verfassung, die auch dazu bringt die Interessen der Bürger, und zwar möglichst vieler Bürger, zu verfolgen, zustande kommen? Wenn sie schon nicht aus dem Willen des Volkes hervorgegangen ist, muss sie jedenfalls, so gestaltet werden, das sie zumindest als aus dem Willen der Bürger hervorgegangen vorgestellt werden kann.“

Da die Verfassung in der Hand der politischen Klasse ist, sind Anpassungen an neue Entwicklungen praktisch unmöglich. Gerade das aber wäre dringen erforderlich. Wesentliche Teile des Grundgesetzes wurden aus früheren Verfassungen übernommen. Inzwischen haben sich die Verhältnisse aber völlig gewandelt, und ganz neue Mächte sich auf den Plan getreten."

„Das Grundgesetz verspricht allen Bürgern die unmittelbare und freie Wahl ihrer Abgeordneten. So steht es jedenfalls auf dem Papier (Art 28, 1-2 und Art 38-1 GG).

„Die Väter des Grundgesetzes hatten sich im Parlamentarischen Rat noch gegen Sperrklauseln ausgesprochen… Heraus hatte der Parlamentarische Rat folgerichtig die Konsequenz gezogen und in dem von ihm am 10. Mai 1949 beschlossenen Gesetz für die Wahl der ersten Deutschen Bundestags keinerlei Sperrklausel vorgesehen.

„…zentrale Voraussetzung für eine gute Verfassung, die Unabhängigkeit des Verfassungsgesetzgebers, liegt in unserer Republik nicht vor. Diejenigen, die die Verfassung beschließen, sind alles andere als neutral. Die Regeln des politischen Kampfes werden bei uns von den Kämpfern selbst, das heißt der politischen Klasse, gemacht. In vielen Fällen fehlt überhaupt eine grundgesetzliche Regelung… Tacheles gesprochen wird nur, wenn es um andere Länder geht.

Die viel beschworene Volkssouveränität, die die Basis unseres ganzen demokratischen Staatsaufbaus darstellt, ist bei genauem Hinsehen nicht weiter als eine Fiktion. Weder beruht das Grundgesetz von 1949 auf Entscheidungen des Volkes, noch hat das deutsche Volk heute über die europäische Verfassung (die nun nicht mehr so heißen darf) mit zu entscheiden – und über Erweiterung der EU schon gar nicht."

ETABLIERTE PARTEIEN

„Das Zusammenwirkung der Berufspolitiker bei der Sicherung ihrer übereinstimmenden Interessen und die daraus resultierende politische Kartellierung sind das zentrale Phänomen, das die Politikwissenschaft heute unter dem Begriff „politische Klasse“ thematisiert. Ehemalige Volksparteien entwickeln sich zu „Kartellparteien“, in denen Berufspolitiker das Sagen haben und deren zentrales Kennzeichen darin liegt, dass sie ihre Position durch Nutzung staatlicher Macht-, Personal- und Geldmittel stetig verbessern und zugleich (fast) unangreifbar machen gegen die Konkurrenz aller möglichen Herausforderer, so dass neue, noch nicht etablierte politische Kräfte praktisch keine Chance haben.

"Die Parteien stellen ja nicht nur das Parlament und die Regierung (was in der parlamentarischen Demokratie völlig in Ordnung ist), sondern nehmen sich auch da Einfluss, wo sie eigentlich nicht zu suchen haben, zum Beispiel in der Verwaltung. Sie beeinflussen die Personalauswahl vielfach bis hinunter zu kleinen beamten und öffentlichen Angestellten. Wenn das Parteibuch aber über die Karriere im öffentlichen Dienst entscheidet, werden immer mehr Beamte, die sich weniger für Politik engagieren als von ihr leben wollten, aus Opportunismus in der Parteien gelockt.“

„Die realen Machtverhältnisse sprechen der geschriebenen Verfassung vielfach Hohn und verändern allmählich auch den Charakter der Parteien selbst."

„Da die Schatzmeister der etablierten Parteien bisher eine wirksame Kontrolle der Parteifinanzen verhindert haben, brauchen Parteien normalerweise nicht zu befürchten, dass Manipulation rauskommen. Die günstige Gelegenheit beim Staat Geld lockerzumachen bei gleichzeitig praktisch fehlende Kontrolle, muss geradezu zu Trickserien verführen. Das gilt besonders, wenn kleine Parteien in die Jahre kommen, wegen der Fünf-Prozent-Klausel kaum noch Chance sehen, in ein Parlament einzuziehen, und ihre Funktionäre vornehmlich um die staatliche Finanzierung willen an der fortdauerenden Existenz der Partei interessiert sind.“

„Die Wirklichkeit wird heute von politischen Parteien, Interessenverbänden, Medien und Großunternehmen dominiert, ohne dass es wirksame Schranken gegen Missbrauch dieser Kräfte gäbe. Das bewirkt eine für unser politisches Gemeinwesen charakteristische Verschleierung der wahren Machtverhältnisse: der vom Grundgesetz konstruierte Staat ist mit allen seinen Organisationen nur die formale Hülle, hinter der die eigentlichen machtvollen Akteure ihr Spiel treiben.“

„Hinzu kommt die Parteibuchwirtschaft. Sie stellt einen gravierenden Missstand des bunderepublikanischen Parteienstaats dar. Aber sie grassiert nun mal. Wer nicht das Parteibuch einer etablierten Partei besitzt, kann vom Zugang zum öffentlichen Dienst oder jedenfalls vom Weiterkommen im öffentlichen Dienst praktisch ausgeschloßen sein.

„Im Übrigen hat die Sperrklausel Fernwirkungen, die weit über die zahlenmäßigen Werte hinausgehen. Parteien, die an der Hürde scheitern, fehlt das öffentlichkeitswirksame Forum des Parlaments. Sie drohen schon deshalb von den Bürgern gar nicht wahrgenommen zu werden.“

„Zahlreiche Missstände in Staat und Politik werden den Partien zugerechnet. Sie wirken, so sagt man, nicht nur an der politischen Willensbildung des Volkes mit, wie es Art. 21 Grundgesetz heißt, sie beherrschen sie.“

DIE WAHLEN

„Die Beteiligung der Bürger an Wahlen sinkt und sinkt. Das dürfte nicht zuletzt Ausdruck wachsender Unzufriedenheit der Bürger mit dem poltischen System und zunehmender Verdrossenheit über Politiker und Parteien sein. Diese pflegen über niedrige Wahlbeteiligung zwar lautlos zu lamentieren. Doch sie vergießen in Wahrheit nur Krokodilstränen.
Wirklich weh tut ihnen die zunehmende Ohne-mich-Haltung der Bürger keineswegs, solange sie sich nur gleichmäßig auf die etablierten Parteien verteilt und keine ernst zu nehmenden neue Parteien auftreten. Die Parteien haben deshalb kein großes Interesse an einer Umkehrung des Trends, selbst wenn sich darin ein Maß an Protest und Unzufriedenheit der Bürger mit den Leistungen der Politik zeigt, das allmählich auch unsere Demokratie selbst gefährdet.“

Die Fünf-Prozent-Klausel gibt die gewaltigen Hürden, die die politische Klasse für neue Parteien errichtet hat, also nur höchst unvollkommen wieder. Die politische Klasse beherrscht das gesamte politische Feld finanziell, organisatorisch, mental und verbal. Die Etablierten haben sich riesige Wettbewerbsvorteile gesichert. Der „politische Markt“ ist nicht offen, sondern geschlossen. Die Politikwissenschaft hat die Dominanz der Etablierten neuerdings auf treffenden Begriff „Kartellparteien“ gebracht und nennt dafür Hauptbeispiele Deutschland und Österreich.“

„Wissenschaftliche Analysen beweisen, dass bei Parlamentswahlen in Deutschland häufig drei Viertel aller Abgeordneten längst vor der eigentlchen Wahl durch Bürger feststehen."

„…Heute gehört dieses [Wahl]Recht zu den demokratischen Selbstverständlichkeiten. In der Praxis unserer Republik werden die Wähler aber darum betrogen, und zwar auf derart raffinierte Weise, dass sie selbst es kaum merken. Da die politische Bildung fest in der Hand der politischen Klasse ist, unterlässt selbst sie die nötige Aufklärung, und auch die Medien lassen sich einlullen.“

DIE POLITISCHE KLASSE

„Es ist der politischen Klasse – mittels ihres Einflusses auf die politische Bildung, das politische Denken überhaupt und auf das Bundesverfassungsgericht - gelungen, die Überzeugung von der angeblichen Notwendigkeit solcher Sperrklauseln so tief im Bewusstsein der Menschen zu verankern, dass ihre Berechtigung ohne Nennung wirklicher Gründe blind vorausgesetzt und ihre Funktion als Schutzwahl des Parteikartells vor Konkurrenz gar nicht mehr wahrgenommen wird.

Die politische Klasse hat die Einrichtungen, die das Denken prägen, insbesondere die gesamte politische Bildung fest in Griff. Die Bundes- und Landzentralen für politische Bildung, die Parteistiftungen und die meisten Volkshochschulen sind in ihrem Hand. Kaum ein Leiter einer größere Schule, der nicht auch parteipolitischen Gesichtspunkten berufen wird, Führungskräfte der öffentlich-rechtlichen Medien werden nach Parteibuch bestellt.“

Die politische Klasse hat unser Wahlsystem in eigener Sache derart pervertiert, dass die Abgeordneten gar nicht mehr vom Volk gewählt werden, wie es das Grundgesetz verlangt. Wen die Parteien auf sicher Plätze setzen – und das oft die große Mehrheit der Abgeordneten -, der ist lange vor der Wahl praktisch schon „gewählt“, bloß eben nicht von den Bürgern. In den so genannten „Hochburgen“ der Union oder der SPD kann die dominierende Partei den Bürgern „ihren“ Wahlkreisabgeordneten diktieren. Und wer Wahlkreis verliert, kommt oft dennoch ins Parlament. Die Parteien „überlisten“ die Wähler, indem sie ihre Wahlkreiskandidaten über die Liste absichern…“

„Die politische Klasse hat die Einrichtungen, die das Denken prägen, insbesondere die gesamte politische Bildung fest in Griff. Die Bundes- und Landzentralen für politische Bildung, die Parteistiftungen und die meisten Volkshochschulen sind in ihrem Hand. Kaum ein Leiter einer größere Schule, der nicht auch parteipolitischen Gesichtspunkten berufen wird, Führungskräfte der öffentlich-rechtlichen Medien werden nach Parteibuch bestellt.

Die politische Klasse hat unser Wahlsystem in eigener Sache derart pervertiert, dass die Abgeordneten gar nicht mehr vom Volk gewählt werden, wie es das Grundgesetz verlangt. Wen die Parteien auf sicher Plätze setzen – und das oft die große Mehrheit der Abgeordneten -, der ist lange vor der Wahl praktisch schon „gewählt“, bloß eben nicht von den Bürgern. In den so genannten „Hochburgen“ der Union oder der SPD kann die dominierende Partei den Bürgern „ihren“ Wahlkreisabgeordneten diktieren. Und wer Wahlkreis verliert, kommt oft dennoch ins Parlament. Die Parteien „überlisten“ die Wähler, indem sie ihre Wahlkreiskandidaten über die Liste absichern…“

DER MITTELSTAND UND GROSSWIRTSCHAFT

„Der Mittelstand gilt als Rückgrat der deutschen Wirtschaft. So wird jedenfalls in Sonntagsreden gefeiert. Tatsächlich aber dominieren Großunternehmen vielfach die Märkte, die Geld und Kreditversorgung sowie die Politik, und die Interessen des Mittelstandes kommen immer wieder zu kurz.

Was gehört zum wirtschaftlichen Mittelstand? Der Definitionen sind viele. Qualitativ ist der Mittelstand dadurch gekennzeichnet, daß die Führung des Unternehmens und das Eigentum am Unternehmen in einer Hand liegen. Die mittelständischen Unternehmen profitiert nicht nur von Gewinn, sondern haftet auch persönlich für Verluste bis hin zur Insolvenz des Unternehmens, die für ihn regelmäßig gleichbedeutend ist mit der Vernichtung seiner wirtschaftlichen Existenz…
Der typische Mittelständler ist also genau das Gegenteil des „Funktionärs“, der nicht mit dem Schicksal des Unternehmens (oder auch des ihm anvertrauen Wohls der Bürger in Staat und Verwaltung) auf Gedeih und Verderb verbunden ist und nicht persönlich für Verluste haftet, sondern gelegentlich selbst nach folgenreichen Fehlern mit hohen Abfindungen davonkommt“.

Der Mittelstand macht über 99 Prozent der Zahl der Unternehmen in Deutschland aus. Das verbliebene knappe ein Prozent Großunternehmen erwirtschaftet allerdings sechzig Prozent der Umsätze der deutschen Wirtschaft…“
"Trotzdem spielt der Mittelstand in Politik und Wirtschaft nicht entfernt die Rolle, die seiner Bedeutung entspricht. Im wirtschaftlichen Wettbewerb zieht er oft gegenüber marktbeherrschenden Großunternehmen den Kürzeren. Beim Zugang zu Krediten hat er es meist sehr viel schwerer als die Großwirtschaft, und in der Politik dominiert ohnehin der Einfluss großer Unternehmen, die nicht nur die Wirtschaftsverbände beherrschen, sondern auch jedes für sich in Berlin und Brüssel massiv Lobbying betreiben, was Mittelständler schon wegen ihrer geringe Größe nicht möglich ist.“
„Auch sonst bläst dem Mittelstand vielfach der Wind ins Gesicht
…Am meisten aber leidet der Mittelstad darunter, daß seine Rolle als Unruhe und Motor der ganzen Wirtschaft und das Engagement des Unternehmers, das sich oft auch in einem zeitlich sehr viel intensiver Einsatz äußert, als normalen Arbeitnehmer je zugemutet wird, gesellschaftlich kaum anerkannt wird. Die bis an die physischen und psychischen Grenzen gehende Selbstausbeutung vieler Mittelständler
findet in der Öffentlichkeit kaum Resonanz. Im Gegenteil erfolgreiche Unternehmer, die entsprechende Gewinne machen, oft mit scheelen Blicken von Medien und Politik rechnen.

„Die Wirtschaft pflegt das Hohelied von Leistung, fairen Wettbewerb und Verantwortung lautstark zu singen. Tatsächlich hat sich gerade in der Großwirtschaft ein System der Selbstbedienung von Managern etabliert, in dem die Gehälter und Abfindungen groß- und die Verantwortung kleingeschrieben werden…“
[Beispiele:] „Utz Claassen, Vorstandschef von Energie Baden-Württemberg… Stromkonzern, dem ein Korruptionsprozess wegen der Vergabe von WM-Tickets an Politiker bevorstand, schied im Herbst 2007, sieben Monaten vor Ablauf seines Fünf-Jahres-Vertrages aus. Der 44-Jährige wurde nicht verurteilt und kassiert seitdem eine jährliche Rente von 400.000 Euro.“
„…Klaus Zumwinkel ex-Chef der Deutschen Post…hat den Kurs der Postaktie in die Höhe trieb, zur Einlösungseiner eigenen Aktienoptionen genutzt, was ihm Dezember 2007 auf einen Schlag um 2,24 Mio. Euro reicher machte. Das war derselbe Mann, der kurz darauf eine öffentliche Diskussion über die Moral der Reichen und Mächtigen auslöste, als die Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen Steuerhuterziehung in Liechtenstein ermittelte und er deshalb seine Ämter bei der Post niederlegen musste.“

(Die Liste der Kriminellen in der deutschen Großwirtschaft und der Politik erlaube ich mir etwas zu vervollständigen ohne Anspruch auf Vollstänigkeit, denn die Zahl der kleiner, mittlerer und größten Finanz- und Virschaftsgauner ist dreistellig: Friedrich Karl Flick und Eberhard v. Brauchitsch (Flick-Konzern), Max Streibl (Amigo Affaire), Werner Nachmann (Zentralrat der Juden), Ron Sommer (Telekom), Josef Ackermann (Deutsche Bank), Harald Pöllende - dabei war auch Helmut Schmidt "beteiligt" (GWG Wuppertal), Hermann-Josef Arentz (RWE), Hartmut Mehdorn (Deutsche Bahn), Frank Junker (FAAG/AGB), Albert Osswald und dabei war auch Prof. Wilhelm Hankel "beteiligt" (Hessische Landesbank), Peter Hartz, Oscar Lafontaine, Rudolf Scharping, Manfred Kanther, Josef Fischer, Christian Wulff, Gerhard Schröder (Berufspolitiker) alle diese Personen die Straftaten begangen bei denen gigantische Summen (summa sumarium: mehr als 200 Milliarden vom Firmen und Staat in eigener Tasche gesteckt wurde, einigen davon wurden sogar "verurteilt", aber in paar Wochen entlassen und dabei "Abfindungen" in der Millionenhöhe bekommen haben und auf jedenfalls immensgroßen Renten über 100 der Wirtschafts- und Finanzgauner bis ihrem Tod genießen. - Anm. JB)

DIE EUROPÄISCHE UNION

Die Gemeinschaft [EU] war von Anfang an eine Veranstaltung der Regierungen. Sie entscheiden auf Regierungskonferenzen über die Verträge, d.h. die Grundlagen der EU, und sie haben – auf der Basis der Verträge – im Rat, den nach wie vor das zentrale Organ der Union darstellt – die Macht in der Hand. Mit dem Grundsatz der Gewaltenteilung ist es natürlich vereinbar, wenn die Gesetzgebung schwerpunktmäßig Sache der Exekutive ist.
Der Ministerrat kann für seine Entscheidungen nicht verantwortlich gemacht werden. Bei den nationalen Wahlen, denen sich die einzelnen Mitglieder des Ministerrats in ihren Ländern stellen müssen, stehen nationale Themen ganz im Vordergrund. Zudem ist es für die Bürger völlig undurchsichtig, wer in Europa was entscheidet.

„Das Europäische Parlament wirkt zwar an der Gesetzgebung mit. Kann die Defizite aber nicht heilen. Obwohl es immer wiederals demokratisches Feigenblatt herhalten muss, ist es selbst geradezu ein Sammelbecken demokratischer Mangel.
Drei klassische Funktionen von Parlamenten stehen dem Europäischen Parlament gar nicht zu. Weder kann es eine Regierung wählen, noch entscheidet es abschließend über den Haushalt, noch kann es schließlich Gesetze initiieren."

„Von den insgesamt 99 Abgeordneten, die Deutschland nach Brüssel schickt, können etwa die ersten dreißig Kandidatenauf den länderweise aufgestellten CDU- und CSU-Listen längst vor dem Wahlsonntag sicher sein, ins Parlament einzuziehen. Der Wähler kann ihnen rein gar nichts mehr anhaben.Wo bleibt dann der Grundsatz der Unmittelbarkeit der Wahl der Abgeordneten durch die Bürger, der auch europarechtlich verbürgt ist?

Warum eigentlich dürfen nur die Bürger anderer EU-Staaten über europäische Verfassungsfragen abstimmen und nicht auch die Deutschen? In Sachen Europa ist die direkte Mitbestimmung der Bürger genau so unerlässlich wie in grundlegenden nationalen Fragen.“

„Wegen der Unübersichtlichkeit der europäischen Szene wissen die Wähler in aller Regel auch gar nicht, wie die Parteien in Parlament votiert haben… Der Mangel wird dadurch noch verschärft, dass selbst bei Europawahlen nationale Themen in Vordergrund stehen und regelmäßig die Beliebtheit oder Unbeliebtheit der nationalen Regierungen ganz wesentlich das Ergebnis mitbestimmt. Damit wird natürlich erst recht der Sinn von Europawahlen verfehlt.

MACHTMISSBRAUCH

„Machtmissbrauch soll verhindert werden durch Gewaltenteilung und Grundrechte sowie deren Sicherung durch das Bundesverfassungsgericht. Günstige Bedingungen für gute Politik zu schaffen ist vor allem die Aufgabe des Wahlsystems, das den Kern des verfassungsrechtlichen Demokratieprinzips bildet.

„Sperrklauseln erwiesen sich für die Parteien, die an der Macht sind, von Anfang an als probates Mittel, kleiner Parteien auszuschalten und damit die Wirkung der alliierten Lizensierungspolitik, die nach 1945 zunächst nur wenige Parteienzu den Wahlen zuließ, fortzusetzen.“

„Nur so sind Urteile etwa zur Fünf-Prozent-Klausel im Wahlrecht zur Unmittelbarkeit der Wahl der Abgeordnetenzur Partei Finanzierung, zu den Abgeordnetendiäten und zu Fragen direkter Demokratie zu verstehen.
Zweitens: kann das Gericht nur auf Antrag der unmittelbar Betroffenen tätig werden, nicht aber auf Antrag von Bürgern, die gegen die Selbstbedienung der politischen Klasse vorgehen wollen…
Drittens: kann die politische Klasse Urteile des Gerichts unterlaufen, indem sie mit Zwei-Drittel-Mehrheiten in Bundestag und Bundesrat die Verfassung ändert…“

"Wie absurd dies ist, zeigt auch ein Vergleich mit der Wirtschaft. Kein privates oder öffentliches Unternehmen stellt Personen ein, die es nicht vorhergründlich auf ihre Eignung geprüft hat. Nur das „Großunternehmen“ Bundesrepublik Deutschland mit mehr als achtzig Millionen Einwohnern liefert sein politisches Schicksal Personen aus, die es nicht ausgewählt hat und deren Namen es meist nicht einmal kennt.

„Politiker und Feuilletonisten versuchen zwar immer wieder, dem Volk die Verantwortung für die Auswahl der Politiker zurückspielen. Es heißt dann, wie Deutschen hätten nun mal die Politiker, die wir verdienten, Wir hätten sie gewählt und dürfen deshalb ihre mangelhafte Qualität nicht beklagen."
Diese These wäre aber nur dann begründet, wenn wir unsere Abgeordneten wirklich bestimmen könnten, und dies ist eben nicht der Fall - aufgrund von Wahlregeln, die sich die politische Klasse im eigenen Sekuritätsinteresse auf den Leib geschneidert hat.

Politiker fühlen sich durch die Vorenthaltung von Posten und Geld sehr viel elementare getroffen als durch staatsbürgerliche Appelle. Deshalb würden die vorgeschlagenen Änderungen die Anreize für politische Klasse massiv verstärken, der durch Politikerverdrossenheit und Resignation verursachte Wahlabstinenz der Bürger ernsthaft entgegenzuwirken – und zugleich gern durch Drohen mit Wahlenthaltung ein Instrument in die Hand geben, die politische Klasse zu größerer Bürgernähe und besseren Leistungen anzuspornen.“

„Repräsentation im staatsrechtlichen Sinn meint Herrschaft für das Volk, wobei die Herrscher ihre Legitimation früher von ableiten („von Gottes Gnaden“), heute von unten („im Namen des Volkes“). Zugrunde liegt die Vorstellung von ‚repräsentativen‘, das heißt uneigennützigen und am Wohl der Gemeinschaft orientierten, Amtsträger und Staatsmann, wie sie das Grundgesetz und Landesverfassungen in der Tat postulieren. Partizipation meint dagegen die Mitentscheidung der Beherrschten, d. h. Herrschaft durch das Volk, also Volkssouveränität und Demokratie.

Abhilfe kann nur das Volk selbst schaffen: Nur der wirkliche Souverän besitzt das Recht und die Kraft, dem angemaßten Souverän seine illegitim usurpierte Macht wieder zu entreißen. Ohne Revolution kann nur im Wege von Volksbegehren und Volksentscheid geschehen.

16 THESEN:

Die Essenz des Buches lässt sich in 16 Thesen zusammenfassen, die zum Schluss noch einmal die Grundgedanken verdeutlichen sollen, die das ganze Buch durchziehen:

„(1) Die eigentlichen Macher in unserem Gemeinwesen sind nicht der Staat, die Parteien, die Verbände, die Unternehmen und die Medien als Ganze, sondern hauptberufliche Akteure innerhalb dieser Organisationen. Sie besitzen gewaltige geliehene Macht und einen großen Handlungsspielraum, unterliegen aber nur eingeschränkter Kontrolle und keiner persönlichen Haftung. Die enorme Tragweite ihrer Entscheidungen steht im umgekehrten Verhältnis zu ihrer mangelnden Verantwortlichkeit. Dagegen haben die Bürger und die einfachen Mitglieder der Parteien und Verbände - trotz aller Beschwörung von Demokratie - in der Praxis wenig zu sagen. Das gilt auch für (Klein-) Aktionäre von Großunternehmen, Gebührenzahler von Fernsehanstalten und Konsumenten aller Art.

(2) Jene Akteure handeln - entgegen ihrer Selbstbeschreibung - oft nicht im öffentlichen Interesse, sondern in ihrem eigenen. Das berufliche Ethos bestimmter Professionen bildet nicht immer ein ausreichendes Gegengewicht und besteht auch nicht überall.

(3) Am klarsten wurde das Problem in der Politik erkannt. Deshalb suchen die geistigen Väter der demokratischen Verfassung den Egoismus von Staatsfunktionären durch mehrere wohldurchdachte Vorkehrungen unter Kontrolle zu bringen: durch Bindung der Politik an die Verfassung, durch Gewaltenteilung, politischen Wettbewerb und die Verantwortlichkeit der Parteien und Politiker gegenüber den Wählern.

(4) Doch die Verfassung unserer Republik ist nicht im Himmel oder von Philosophen gemacht, sondern von denen, die sie eigentlich zähmen soll, den Berufspolitikern. Diese haben in ihren Parteien nicht nur ein jahrzehntelanges Training genossen, wie man politische Kämpfe erfolgreich besteht und Macht und Posten erwirbt. Sie sitzen auch mitten im Staat an den Hebeln der Macht und können dort ihre Interessen in Gesetze, öffentliche Haushalte und selbst in die Verfassung einfließen lassen.

(5) Berufspolitiker bilden im Bewusstsein ihrer gemeinsamen Interessen und ihrer Gestaltungsmacht - über Fraktions- und Föderalismusgrenzen hinweg - eine „politische Klasse“.

(6) Diese hat die grundlegenden Normen, nach denen politische Macht erworben und gesichert wird, und die Institutionen, in denen sie ausgeübt wird, im Laufe der Jahrzehnte im eigenen kurzsichtigen Interesse immer mehr verfälscht: Verfassung, Gewaltenteilung und politischer Wettbewerb werden unterlaufen. Scheinwahlen und überzogene Politikfinanzierung herrschen vor, Missbräuche bei der Beamten- und Richterernennung sind an der Tagesordnung. Aus Volkssouveränität ist die Souveränität der politischen Klasse geworden, deren Verantwortlichkeit gegenüber den Wählern aufgehoben ist. Das hat sie zum neuzeitlichen absoluten Herrscher gemacht und die Richtung der politischen Willensbildung, die in der Demokratie eigentlich von unten nach oben verlaufen sollte, umgedreht.

(7) Mangels Volkssouveränität und mangels Wahl der Abgeordneten durch die Bürger fehlt dem gesamten politischen System die demokratische Legitimation. Diese wird als politische Formel nur vorgeschoben und dient dazu, die Monopolmacht der politischen Klasse zu camouflieren. Die pervertierten Institutionen lähmen die Handlungsfähigkeit der Politik. Wenn Demokratie Regierung durch das Volk und für das Volk ist, haben wir in Wahrheit gar keine.

(8) In der deutschen Verwaltung und Gerichtsbarkeit ist zwar immer noch ein gewisses Berufsethos verbreitet, doch das bröckelt und kann ihre Angehörigen, auf Lebenszeit abgesichert und versorgt, nicht mehr zuverlässig unter Kontrolle halten. Spezialistenmentalität und eigene Interessen tendieren nach außen zu dirigistischen Maßnahmen, nach innen wuchern Ausdehnungstendenzen.

(9) Viele Verbände und Kammern bieten Druckposten für ihre Funktionäre, die ohne wirksame Kontrolle ihrer Mitglieder vor allem ihr eigenes Fortkommen im Sinn haben. In ihrer Summe drohen Lobbyisten wegen der einseitigen Organisationskraft von Interessen die Fähigkeit der Politik, das Gemeinwohl und die Zukunft zu sichern, erst recht zu lähmen. Die Leitbilder des Pluralismus und das Korporatismus, die einen Ausgleich der Interessen versprechen, halten einer Nachprüfung nicht stand.

(10) Die Medien, besonders das Fernsehen, sind zu einer alles durchdringender Macht aufgestiegen. Doch vielfach gieren politisch korrekte Meinungsmacher in vordergründiger Personalisierung und unkontrollierter Selbstverwirklichung vor allem nach Einschaltquoten und versäumen dabei ihre wichtigste Aufgabe: Mängel und Schwachstellen unseres Systems zu thematisieren.

(11) Manager von Großunternehmen, die für Verluste nicht haften und vertraglich nur relativ kurzfristig gebunden sind, haben sich einen Selbstbedienungsladen geschaffen, indem die Verantwortung klein- und die Bezüge großgeschrieben werden. Selbst wer wegen völligen Versagens ausscheiden muss, wird bisweilen noch mit gigantischen Übergangsgeldern und Abfindungen belohnt.

(12) Die Akteure greifen systemwidrig auf andere Bereiche über: Politiker auf Verwaltung, Justiz, Medien und Wirtschaft; Manager, Verbandsfunktionäre und Medien auf Politik und Verwaltung. Dadurch stärken die einzelnen Akteure zwar ihre Position, beeinträchtigen aber erst recht das Funktionieren von Staat und Gesellschaft.

(13) Auch Berufsfunktionäre können allerdings die Belange ihrer nominellen Auftraggeber nicht allzu sehr vernachlässigen und deren Werte und Normen nicht völlig ignorieren. Sie pflegen sich deshalb als gemeinnützige Diener zu präsentieren, die nur am Wohl der Bürger bzw. ihres Unternehmens interessiert seien. Ihre wahren Motive und Verhaltensweisen, die sich öffentlich nicht rechtfertigen lassen, müssen sie verdecken. Wort und Tat fallen auseinander. Eine Doppelmoral, die den öffentlichen Diskurs vergiftet, ist die Folge. Die von Eigeninteressen getragene Ideologie infiziert oft auch die veröffentlichte Meinung.

(14) Der Doppelzüngigkeit entspricht eine gewaltige Diskrepanz von Soll und Ist. Zwischen dem von Bürgern und öffentlicher Meinung geforderten Bild und dem mängelbehafteten tatsächlichen Zustand unserer Republik besteht eine riesige Kluft. Zu ihrer Überbrückung werden Potemkin'sche Dörfer errichtet und Begriffe ideologisch verfälscht. Die Täuschung gelingt zwar nicht immer und schon gar nicht auf Dauer, sie trägt aber umso mehr zur allgemeinen Verdrossenheit bei.

(15) Trotz aller Camouflage-Versuche stechen die Mängel unserer Systeme zunehmend ins Auge, seitdem die Ressourcen immer knapper und die Herausforderungen größer werden. Angesichts der Anforderungen des demografischen Wandels und der Globalisierung lässt sich die Frage immer schwerer unterdrücken, wie lange wir uns derart funktionswidrige Systeme noch leisten können.

(16) Letztlich gibt es in der Demokratie nur eine Kraft, die in der Lage ist, die politische Klasse zu begrenzen und in eine adäquate Ordnung einzubinden: das Volk selbst. Gelingt es, die Bürger zu politisieren, die Elemente der direkten Demokratie zu nutzen und zu verbessern und durch grundlegende Reformen mehr Herrschaft durch und für das Volk, also echte Demokratie, herzustellen, können auch andere Bereiche leichter unter die Kontrolle der Gemeinschaft gebracht.“


RAYMOND ARON (1905-1983) "Die Schwäche West-Europas ist die Angst, und da es Angst hat, hat es keinen ernsthaften politischen Willen."


STEPHAN ARUB (geb. 1990)

          ÜBERALL IST TEUFELLOS

           Die Staaten sind geldlos,
           Die Schulden zahllos,
           Die Steuern sind endlos,
           Die Regierungen ratlos,

           Die Politik ist ziellos,
           Die Verwirrung maßlos,
           Die Gesetze fruchtlos,
           Die Aufklärung ist hirnlos,

           Die Sitten zügellos,
           Die Sparsamkeit ist sinnlos,
           Die Teuerung namenlos,
           Die Gewinnsucht ist bodenlos,

           Der Schwindel grenzenlos,
           Die Zeiten sind trostlos,
           Überall ist der Teufel los! (Politische Poesie, 2013)


GUNNAR ASTRA (1943-1989)

"Ein Freund ist jemand, der gerade dann an meine Tür klopft, wenn mich alle Welt verlassen hat."


HARTMANN von AUE (1139-1220)

"Solange ein Mensch nicht zum Tode bestimmt ist, kann ihn schon ein kleiner Kunstgriff retten."


JAKOB AUGSTEIN (geb. 19...)

(1) "Mit der ganzen Rückendeckung aus den USA, wo ein Präsident sich vor den Wahlen immer noch die Unterstützung der jüdischen Lobbygruppen sichern MUSS, und aus Deutschland, wo Geschichtsbewältigung inzwischen eine militärische Komponente hat, führt die Regierung Netanajhu die ganze Welt am Gängelband eines anschwellenden Kriegsgesands."

(2) "DIE ATOMMACHT ISRAEL GEFÄHRDET DEN OHNEHIN BRÜHIGEN WELTFRIEDEN - dieser Satz hat einen Aufschrei ausgelößt. Weil er richtig ist Und weil ein Deutscher ihn sagt, ein Schriftsteller, ein Nobelpreisträger, weil Günter Grass ihn sagt. Dafür muss man Grass danken. Er hat es auf sich genommen, diesen Satz für uns alle auszusprechen."

(3) "Israel wird von dem islamischen Fundmentalisten in seiner Nachbarschaft bedroht. Aber die Juden haben ihre eigenen Fundamentalisten. Sie heißen nur anders: Ultraorthodoxe oder Haredim. Das ist keine kileine, zu vernachlässigende Splittergruppe. Zehn Prozent der sieben Millionen Israelis zählen dazu... Diese Leute sind aus dem gleichen Holz geschnitzt wie ihre islamistischen Gegner. Sie folgen dem Gesetzt der Rache. (4)

"Das Feuer brennt in Lybien, im Sudan, im Jemen, um Ländern, die zu den ärmsten der Welt gehören. Aber die Branstifter sitzen anderswo. Die zornigen jungen Männer, die amerikanische - und neuerdings auch deutsche Flaggen verbrennen, sind ebenso Opfer wie die Toten von Bengasi und Sanaa. Wem nützt solche gewalt? Immer nur den Wahnsinnigen und den Skurpellosen. Und dieses Mal auch - wie benebei - den US-Republikannern und der iraelischen Regierung."

(5) "Gaza ist ein Ort aus der Endzeit des Menschlichen. 1,7 Millionen Menschen hausen da, zusammengepfercht auf 360 Quadratkilometern. GAZA IST EIN GEFÄNGNIS. EIN LAGER. Israel brütet sich dort seine eigene Gegner aus.

(Ende 2012 veröffentliche der sog. Simon Wiesenthal Center (SWC) in Los-Angeles und in Wien jährliche "Zehn-Spitzen"-Liste der "Anti-Semiten" (also Politiker, Historiker, Journalisten, Schriftsteller und Mündiger Bürger). Zum ersten Mal dort auf dem Rang 9 der deutsche Journalist, Chefredaktuer von SPIEGEL ONLINE Jakob Augstein platzierte. Seit meheren Jahren nach 1945 nur die einzige Jornalistin, Eva Herman wurde nebenbei "anti-Semitismus" verdächtigt gewesen, sonst drei Politiker: Philipp Jeninger (Bundestagspräsident), Martin Hohmann (CDU-Politiker), Jürgen Möllemann (FDP-Politiker, der Kurz nach "Skandal" ermordet wurde), ein Gen. Reinahard Günzel - die Politiker und Armeegeneral - wurden, wie auch Eva Herman, aus der Öffentlichkeit entfernt, wegen ihrer anti-Israelischen, also nicht wirklich "anti-jüdischen" kritischen Vermerkungen. Diese Reihe nun wurde etwas erweitert durch Nobelpreisträger Günter Grass, bekannten Schriftsteller, die mit Paar Zeilen Israelpolitik kritisiert. Zum Unterschied von den obigen Personen man kann den betagten Schriftsteller nicht aus der Öffentlickeit entfernen, weil er keine politische bzw. medien Stellen gehabt oder nun hatte.

Der Augstein dagegen schon von Anfang an erlaubte sich kritischen Meinungen nach dem Muster von Das Bild, FAZ, Die Welt oder auch Der Spiegel - wo man immer wieder auf zwei Stuhlen sitzen versucht - die kleine Minderheit der "intelligenten Bürger" ab und zu ins Ohr flüstert. Das Thema Juden in Deutschland ist eigentlich als Provokation durch "Zentralrat der Juden in Deutschland" die sog. "Anti-Semitismus" stets nährt, weil die Juden genau wissen: in Deutschland gibt es keine "Juden", sondern Deutsche Bürgeregal welcher Herkunft.

Die israelische Provokation mit den Juden in Deutschland prima funktioniert: immer wieder jemand wird entdeckt der schlecht über die Juden spricht und deswegen sofort als "Anti-Semit" gebrandmarkt wird. Dadurch der "Zentralrat" (jübrigens: typische Bezeichnung der jüdischen Behörden in der UdSSR 1917-1991 die dort immer wieder an Unverständnis des Völkes stolperte um neue frische Kräfte für Zwangsarbeit im GULAG, dadurch sicher versorgt. Man dürfte jede andere Nationalität wie etwa: Russen, Ukrainer, Bewohner Sibirien beliebig beleidigen, aber nicht die Bürger der jüdischen Herkunft. Die Juden in der UdSSR immer wieder sich als "Sowjetische Bürger" gern bezeichnete und quasi "logisch" die sonstigen Russen, Ukrainer usw. wurde dadurch "antisowjetisch" zu sein verdächtigt. Damit inszenierte man dort stets "antisowjetische Tätigkeit" die durch sog. "Volksgerichte" automatisch als "besonders gefährliche anti-sowjetische Elemente" zu den Freiheitsentzug zwischen 7 und 15 Jahren verurtelt worden waren.

Das gleiche Bild haben wir auch in Nachkriegsdeutschland mit der Verfolgung wegen der Volksverhetzung, Anti-Semitische Äußerungen und letzendlich wegen der Holocaustleugung. Der Fall vom betagten Rechtanwalt Horst Mahler erinnert an typisch "sowjetische" Gerichtpraxis mit summa summarum 15 Jahren Haft nur wegen der Kritik der Sonderrechte der "Juden in Deutschland". Nun bisher in der BRD, es keine so große KZ-Netz, wie in der "UdSSR" gibt und nicht einmal ein Sibirien um eine volle Isolation wie dort, in Deutschland zu schaffen. - Anm. JB
)




THOMAS von AQUIN (1225-1274)

"Durch das Weinen fließt die Traurigkeit aus der Seele heraus."

"Aus Früherem muß man die Begründung für spätere Entscheidungen schöpfen; daher ist die Kenntnis der Vergangenheit für die Richtigkeit zukünftiger Entscheidungen unverzichtbar." (Summa Theologica“ II, 2, 49)




Hl. AUGUSTINUS v. HIPPO (354-430)

„Abergläubische Handlungen oder die Benutzung von magischen Gegenständen, z.B. Amuletten sind an sich wirkungslos, stellen aber eine Art Kommunikationsmittel mit Dämonen dar und bewirken den stillschweigenden Abschluss eines Dämonenpakts durch den Willen des Ausübenden und die dem Dämon gegebenen Zeichen." – (De doctrina christiana)

„Besser ist es, mit Strenge zu lieben, als mit Milde zu hintergehen.“

„Besser gläubiges Unwissen als anmaßendes Wissen.“

„Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen. Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.“

„Der Gehorsam ist ein erhabener Vorzug, dessen nur die vernünftige Kreatur fähig ist.“

„Die Seele ernährt sich von dem, worüber sie sich freut.“

„Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.“

„Die Zeit kommt aus der Zukunft, die nicht existiert, in die Gegenwart, die keine Dauer hat, und geht in die Vergangenheit, die aufgehört hat zu bestehen.“

"Du willst, dass es Freude bereitet, dich zu loben, denn du hast uns zu dir hin geschaffen und ruhelos ist unser Herz, bis es ruht in dir." (Confessiones 1,1)

„Es ist ein großer Unterschied, ob eine Begierde, weil man die Hoffnung aufgegeben hat, begraben wird, oder ob sie, weil man gesund geworden, vertrieben wird.“

"Gänzliche Enthaltsamkeit ist für viele leichter als weise Mäßigung.“

"Gib mir Keuschheit und Enthaltsamkeit - aber jetzt noch nicht." – (Confessiones 8,7, 17)

„Gott ist wie ein Arzt: Er hört nicht auf den Wunsch des Kranken, er hört nur auf die Forderungen der Gesundheit.“

„In dir muss etwas brennen, was du in anderen entzünden willst. Nur wer selbst brennt, kann Feuer in anderen entfachen.“

„Irren ist menschlich, aber aus Leidenschaft im Irrtum zu verharren ist teuflisch.“

„Kein Staat kann ohne Recht, kein Recht ohne Staat bestehen.“

"Mensch, lerne tanzen, sonst wissen die Engel in Himmel nichts mit die anzufangen."

"Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande" – (De civitate die IV, 4, 1)

"Solange wir leben, kämpfen wir, solange wir kämpfen, ist es ein Zeichen, dass wir nicht unterlegen sind und der gute Geist in uns wohnt. Und wenn dich der Tod nicht als Sieger antrifft, soll er dich wenigstens als Kämpfer finden."

„Soviel in dir die Liebe wächst, soviel wächst die Schönheit in dir. Denn die Liebe ist die Schönheit der Seele.“

„Wandle das Herz, und das Werk wird sich wandeln! Reiß aus der Begierde, pflanze ein die Liebe! Wie nämlich die Begierde die Wurzel allen Übels ist, so ist auch die Liebe die Wurzel alles Guten. Warum also murren die Menschen unter sich oder führen Streitgespräche, indem sie sagen: Was ist das Gute? Wenn du doch nur wüßtest, was das Gute ist!"

"Was also ist Zeit? Wenn mich niemand danach fragt, weiß ich es; will ich es einem Fragenden erklären, weiß ich es nicht." (Confessiones XI, 14)

„Was sind Staaten anderes als große Räuberbanden, wenn es in ihnen keine Gerechtigkeit gibt.“

„Wenn später einmal, warum nicht jetzt? Und wenn nicht jetzt, wie später dann einmal?“

„Wo der Verstand versagt, dort besteht das Glaubensgebäude.“


DAS GESETZ DER GNADE
"Aber wie groß ist Gottes Erbarmen über die Geräte des Erbarmens, die er zur Herrlichkeit voraus zubereitet hat! Selbst auch die erste Altersstufe des Menschen, die Kindheit, die ohne jeden Widerstand dem Fleisch ergeben ist, und die zweite, die frühe Jugend, wo die Vernunft diesen Kampf noch nicht aufgenommen hat und fast allen fehlerhaften Neigungen preisgegeben ist, weil in diesem Alter, trotzdem man da bereits sprechen (fair) kann und demnach die infantil offenbar schon überschritten hat, der Geist noch zu schwach ist, das Gebot zu erfassen, ich sage, selbst diese Altersstufen, auch wenn man auf ihnen bereits das Leben beendigt, werden durch Gottes Erbarmen, falls sie die Sakramente des Mittlers empfangen haben, nicht nur den ewigen Strafen nicht zugeführt, sondern haben nach dem Tode nicht einmal irgendwelche läuternde Peinen zu erdulden; denn sie sind nun aus der Macht der Finsternis in das Reich Christi versetzt.

Die geistige Wiedergeburt allein reicht hin, nach dem Tode die Schuld unschädlich zu machen, welche man sich nebst dem Tode durch die leibliche Geburt zugezogen hat. Sowie man aber die Altersstufe erreicht, die das Gebot erfasst, und sich dem Geheiß des Gesetzes unterwerfen kann, ist der Kampf mit den Leidenschaften aufzunehmen und herzhaft zu führen, damit diese Zeit nicht zu Sünden verleite, die die Verdammung nach sich ziehen.

Und die Leidenschaften lassen sich ja auch leichter besiegen und zur Nachgiebigkeit bringen, solang sie noch nicht durch gewohnheitsmäßigen Sieg erstarkt sind; haben sie sich einmal an Sieg und Herrschaft gewöhnt, so kostet es Mühe und Not genug, sie zu überwinden. Wirklich und ernstlich kommt es dazu nur durch innere Freude an der wahren Gerechtigkeit; die wahre Gerechtigkeit aber liegt im Glauben an Christus: denn wenn zum befehlenden Gesetz nicht auch der helfende Geist hinzutritt, so wächst, eben durch das Verbot, das Verlangen nach der Sünde und steigert sich bis zum Siege, so dar auch die Schuld der Übertretung hinzutritt.

Mitunter werden übrigens allzu auffällige Leidenschaften auch hintangehalten lediglich durch andere, verborgene Leidenschaften, die man für Tugenden hält, vorab durch Hochmut und eine verderbliche Selbstgefälligkeit. Dann erst also darf man die Leidenschaften für überwunden erachten, wenn sie durch die Liebe zu Gott überwunden werden, und solche Liebe gewährt nur Gott, und zwar als freies Geschenk und allein durch den Mittler zwischen Gott und den Menschen, durch den Menschen Christus Jesus, der unseres sterblichen Daseins teilhaft geworden ist, um uns seiner Gottheit teilhaft zu machen.

So glücklich aber sind nur ganz wenige, daß sie vom Beginn der eigentlichen Jugendzeit an keine die Verdammung nach sich ziehenden Sünden begingen, sei es durch Laster oder Untaten oder durch Hingabe an irgendein heil- und gottloses Irrsal, sondern dank reichlicher Geistesgnade alles unterdrücken, was sie durch Fleischesergötzen in Knechtschaft zu bringen droht.

Die meisten nehmen vielmehr, für das Verständnis des Gesetzes einmal herangereift, erst nachdem sie den übermächtigen Leidenschaften erlegen und Übertreter des Gesetzes geworden sind, ihre Zuflucht zur Gnadenhilfe, um durch sie auf dem Wege umso bittererer Reue und umso heißeren Kampfes Sieger zu werden, nachdem sie ihren Geist zuerst Gott unterworfen und ihn so dem Fleische übergeordnet haben.

Wer immer also den ewigen Strafen entgehen will, muß nicht nur getauft, sondern auch gerechtfertigt werden in Christo und so wirklich vom Teufel zu Christus übergehen. Auf reinigende Strafen rechne man aber nur vor jenem letzten furchtbaren Gerichte. Doch hat man auch für das ewige Feuer sicher verschiedene Abstufungen anzunehmen, wonach es je nach dem Maße der Mißverdienste für die einen leichter, für die anderen strenger sein wird, sei es, daß seine Gewalt und Hitze je nach der verdienten Strafe für jeden eine andere ist, oder daß es zwar gleichmäßig brennt, aber nicht als gleichmäßige Pein empfunden wird.“




MARK AUREL (121-180)

"Akademische Bildung verringert nicht die Neigung zu Vernunftwidrigkeiten, sondern potenziert sie."

"Allem stimme ich zu, was mit dir, o Kosmos, übereinstimmt. Nichts kommt mir zu früh oder zu spät, was dir zur rechten Zeit kommt. "

"Alles beruht auf der Meinung."

"Alles geht in einem Tage dahin, sowohl der Rühmende als auch der Gerühmte."

"Alles, was einem gemeinsamen Anteil hat, strebt zum Verwandten."

"Alles, was uns zustoßen mag, ist so gewöhnlich und bekannt, wie die Rose im Frühling und die Frucht zur Erntezeit. Dahin gehören also auch Krankheit und Tod, Verleumdung und Nachstellung und was sonst noch die Toren erfreut oder betrübt."

"Bei dem unvernünftigen Wesen ist eine naturgemäße Handlungsweise immer auch eine vernunftmäßige."

"Bald - und du hast alles vergessen. Bald - und alles hat dich vergessen."

"Betrachte einmal die Dinge von einer anderen Seite, als du sie bisher sahst, denn das heißt ein neues Leben beginnen."

"Betrachte die ganze Natur, wovon du nur ein winziges Stücklein bist, und das ganze Zeitmaß von welchem nur ein kurzer und kleiner Abschnitt dir zugewiesen ist, und das Schicksal, wovon das deinige nur ein Bruchteil bildet."

"Blicke in dein Innerstes! Da drinnen ist eine Quelle des Guten, die niemals aufhört zu sprudeln, solange du nicht aufhörst nachzugraben."

"Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab."

"Das Leben eines Menschen ist das, was seine Gedanken daraus machen."

"Das Leben eines Menschen ist gefärbt von der Farbe seiner Vorstellungskraft."

"Das Leben ernte, gleich der fruchtreichen Ähre! Die eine reift, die andere welkt schon dahin."

"Dem Gesetz deiner Natur gemäß zu leben, kann niemnd dich hindern; dem gesetze der gemeinsamer Natur zuwider kann nichts dir zustoßen."

"Den Irrenden belehre mit Wohlwollen und zeige ihm seine Fehler. Kannst du das aber nicht, so klage dich selber an, oder auch nicht einmal dich selber!"

"Den wirklichen Wert eines Menschen mißt man an der Arbeit der er nachgeht."

"Denke daran, daß das, was dich wie an unsichtbaren Fäden hin- und herzeht, in deinem Inneren verborgen ist."

"Denke dir die Gesamtheit des Daseins, von dem du nur ein winziges Glied ausmachst, und das ganze Zeitmaß, von welchem nur ein kurzer und kleiner Abschnitt dir zugemessen ist, und das Schicksal, wovon das deinige nur einen Bruchteil bildet."

"Denke lieber an das, was du hast, als an das, was dir fehlt!"

"Denke nicht so oft an das, was dir fehlt, sondern an das, was du hast."

"Denke an jene Feld- und Hausmaus, und wie erschrocken diese hin- und herläuft"

"Der Außenwelt zu zürnen wäre töricht. Sie kümmert sich nicht darum."

"Der König ist das lebendige Gesetz."

"Der Tod ist ebenso wie die geburt ein Gehemnis der Natur, diese eine Zusammensetzung aus denselbsen Grundstoffen, jener eine Auflösung in sie. - Überhaupt nichts, dessen man sich zu schämen hätte; denn es widerstreitet nicht mit dem begriff eines vernünftigen Wesens und ebensowenig der Art und Weise seine Einrichtung."

"Der Tod ist ein Ausruhen von den Widersprüchen der sinnlichen Wahrnehmungen, von den Aufregungen der Triebe, von den fortwährenden Arbeiten der Denkkraft und von der Dienstbarkeit gegen den Fleisch."

"Der Weise hat seinen Mund im Herzen."

"Der Zorn und Kummer, den wir durch die Handlungen der Menschen empfinden, sind härter für uns als diese Handlungen selbst, über die wir uns erzürnen und betrüben."

"Der zur Verachtung des Todes erweckendste gedake isz der, daß selbst diejenigen, welche Sinnenlust für ein Gut und Unlust für ein Übel erklären, ihn doch verachtet haben,"

"Die Allnatur bildet aud er körperliche Gesamtmasse, wie aus Wachs, nald ein Pferd, bald schmiltz sie es wieder ein und verwendet seinen Stoff mit zur Hervorbringung eines Baumes, dann eines Kindes, dann wieder eines anderen Wesens. Jedes derselben hat jedoch nur auf sehr kurze Zeit Bestand. Einem Kistchen aber ist ebenso gleichkültig, auseinandergelegt, als zusammengesetzt zu werden."

"Die Aufgabe des Lebens besteht nicht darin, auf der Seite einer Mehrzahl zu stehen, sondern dem inneren Gesetz gemäß zu leben."

"Die beste Art sich zu rächen: nicht Gleiches mit Gleichem vergelten."

"Die Fähigkeit, glücklich zu leben, kommt aus einer Kraft, die der Seele innewohnt."

"Die Kunst, zu leben, hat mit der Fechskunst mehr Ähnlichkeit als mit der tanzkunst, insofern man auch unvorhergesehene Streiche gerüstet sein und unerschütterlich feststehen muß"

"Die Kunst zu leben hat mit der Fechtkunst mehr Ähnlichkeit als mit der Tanzkunst, insofern man auch auf unvorhergesehene Streiche gerüstet sein muß."

"Die Menschen sind füreinander da. Also belehre oder dulde sie."

"Die Seele hat die Farbe deiner Gedanken."

"Die Seele gleicht einer vollkommenen Kugel, insofern sie sich weder nach irgeneiner Seite hin ausdehnt, noch in sich selbst zurückzieht, weder suích verflüchtigt, noch einsinkt, sondern von einem Lichte umstrahlt wird, bei dem sie die Wahrheit von allem und folglich auch die ihr selbst befindliche erblickt."

"Diese gegnstand da, was ist er an und für sich hach seiner eigentümlichen Einrichtung? Was ist er seinem Wesen und seinem Stoffe nach? Welches ist seine wirkende Kraft? Was tut er inder Welt, und wie lange dauert er fort?"

"Die sich gegenseitig verachten, das sind gerade diejenigen, welch einander zu gefallen streben und die sich untereinander hervortun wollen, sich voreinander bücken."

"Die Unzufriedenheit über irgendein Geschehnis ist schon ein Abfall von der Natur, die in ihren Teilen das Wesen der Einzeldinge in sich fasst."

"Die Vernunftlose Tiere und überhaupt Gegenstände der Sinnenwelt behandle als vernünftiger Mensch, weil sie keinen Vernunft haben, hochherzig und edel, die Menschen aber, weil sie Vernunft haben, behandle mit geselliger Liebe; bei allem aber rufe die Götter an! Übrigens kümmere dich nicht darum, wielange du noch so handeln darfts; denn selbst drei solcher Stunden sind hinreichend!"

"Die Welt ein ewiger Wechsel, das Leben ein Wahn!"

"Diejenigen, die nicht mit Aufmerksamkeit den Bewegungen ihrer eigenen Seele folgen, geraten notwendig ins Unglück."

"Dringe in das Innere der Menschenseele ein, und du wirst sehen, vor was für Richtern du dich fürchtest und was für Richter sie über sich selbst sind."

"Durchschaue ihre Seelen und achte darauf, nach was für Dingen die Klugen trachten und was für Dinge sie meiden."

"Ebenso verdient der Umstand unsere beachtung, daß auch Erscheinungen, welche sich Naturerzeugnissen zufällig beigesellen, für uns etwas Reizendes und Anziegndes haben. So fallen uns die Risse und Spalten, welch sich hin und wieder am gebackenen Brot zeigen, obgleich sie der Absicht des Bäckers einigermaßen zuwider sind, doch in einem gewissen Grade angenehm auf und erregen in eigentümlichen Weise die Eßlust. Ebenso ist es bei den Feigen, die zur Zeit ihrer volkommenen Reife aufbrechen, und bei den überzeitigen Oliven, wo gerade die Annäherung auffassen, so fürchte nicht, darüber irgend eine gemeinnützige Handlung zu unterlassen!"

"Ein guter Mensch ist zuverlässiger als eine steinerne Brücke."

"Eine kleine Spinne ist stolz darauf, wenn sie eine Fliege erjagt hat, jener, wenn er ein Häschen, dieser, wenn er in seinem Netzt eine Sarfelle, eine anderer, wenn er Schweinchen oder Bören, und noch eine anderer, wenn er Sarmanten fängt. Sine denn aber diese, wenn man dabei die Treibfelder untersucht, nicht insgesamt Rüuber?"

"Ein Fluß, der aus dem Werdenden hervorgeht, ein reißender Strom ist die Zeit. Kaum war jeglichen Ding zum Vorschein gekommen, so ist es auch schon wieder weggeführt, ein anderes herbeigetragen, aber auch das wird weggeschwemmt werden."

"Ein hervorragendes Mittel der Verteidigung: Sei deinem Angreifer nie ebenbürtig."

"Einsamkeit suchen die Menschen auf ländlichen Fluren, am Meeresufer, in den Bergen. Doch einer wie beschränkten Ansicht entspringt dieser Wunsch! Kannst du dich doch, so oft du nur willst, in dich selbst zurückziehen. Gibt es doch nirgends eine stillere und ungestörtere Zufluchtsstätte als die Menschenseele."

"Ergib dich nicht der Stimmung dessen, der dich beleidigt,und folge nicht dem Weg, auf den er dich schleppen möchte."

"Es gibt für dich drei verhältnisse: eines zu dem dir anliegnden Behälter, eine anderes zu der göttlichen Kraft, durch deren Wirksamkeit allein alles widerfährt, ein drittes zu deinen Zeitgenossen."

"Es ist dumm, sich über die Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum."

"Es ist so leicht, unwillkommene und unliebsame Gedanken zurückzuweisen und schon hat man seine Ruhe wieder."

"Es wäre lächerlich, und wir wären Fremdlinge auf der Welt, wollten wir über irgendein Ereignis im Leben staunen."

"Führe jede Tat deines Lebens so aus, als ob sie deine letzte sei."

"Gebet der Athener: 'Gib bald Regen, lieber Zeus; gib Regen den Fluren und Auen der Athener!' Entweder muß man gar nicht beteb oder auf dieser Art, so ungekünstelt und feimütig."

"Geh immer den kürzesten Weg. Der kürzeste Weg ist der naturgemäße, das heißt, in allen Reden und Handlungen der gesunden Vernunft folgen. Ein solcher Entschluß befreit dich von tausend Kümmernissen und Kämpfen, von jeder Verstellung und Eitelkeit."

"Gelbsüchtige finden den Honig bitter, Hundswütige das Wasser scheuußlich, Kinder ein Ball schön. Was ereiferst du dich also? Oder meinst du, daß der irrtum weniger Einfluß habe, als die Galle beim Gelbsüchtigen oder das Gift beim Gundswütigen?"

"Gleichwie bei einem vereinten Körperganzen die einzelnen vernunftbegabten Wesen zu einander. Auch sie sind zum Zusammenwirken eingerichtet. Diese Erwägung wird unso größeren Eindruck auf dich machen, wenn du oft zu dir selbst sagst: 'ich bin ein Glied der gesamtheit von vernunftwesen'. Erkläst du dichaber nur für einen Teil des ganzen, so liebst du Menschen noch nicht von Herzen, so erfreut dich das Wohltun noch nicht aus reiner Überzeugung. Du übst es bloß als etwas, das sich geziemt, nicht aber für dich selbst eine Wohltat ist."

"Hast du Vernunft? 'Ja, freilich'. Waru gebrauchst du sie also nicht? Denn wenn sie das ihrige tut, was willst du noch weiter?"

"Ich habe mich stets gewundert, warum jeder sich selbst am meisten liebt, aber seines Nachbarn Meinung über sich höher schätzt als seine eigene."

"In kurzem wird die allwaltende Natur alles, was du siehst, verwandeln und aus seinem Stoff andere Dinge schaffen und aus deren Stoff wiederum andere, damit die Welt immer verjungt werde."

"Ich tue meine Pflicht, alles Übrige kümmert mich nicht; denn dies ist entweder unbeseelt oder vernuftlos oder verwirrt und des Weges nicht kundig."

"Jeder ist nur soviel wert wie das Ziel seines Strebens."

"Jenes eilt ins Dasein, dieses aus dem Dasein und von dem, was im Werden begriffen ist, ist manches schon wieder verschwunden."

"Laß den Wahn schwinden, dann ist auch das 'Wehe mir!' geschwunden. Mit dem 'Wehe mir!' aber auch das Weh."

"Laß dich das Zukünftige nicht anfechten! Du wirst, wenn es nötig ist, schon hinkommen, getragen von derselben Geisteskraft, die dich das Gegenwärtige beherschen läßt."

"Liebe das, was dir widerfährt und zugemessen ist; denn was könnte dir angemessener sein?"

"Mache dich von deinen Vorurteilen los, und du bist gerettet."

"Mache den Einbildungen ein Ende! Hemme den Zug der leidenschaften! behalte die Gegenwart in deinem Gewalt! Mache dich mit dem, was die oder anderen begenet, vertraut. Trenne und zerlege jeden gegenstand in seine Ursache und deinen Stoff! Gedenke der letzten Stunde! Den Fehler, welchen jemand begangen hat, belaß an der Stelle, wo er begangen worden ist!"

"Man soll die Feinde lieben, nicht weil sie schon Brüder sind, sondern damit sie Brüder werden."

"Manche Leute verstehen unter Verschwiegenheit, daß sie die ihnen anvertrauten Geheimnisse nur hinter vorgehaltener Hand weitererzählen."

"Mancher, der einem andern Dienste erwiesen hat, ist sogleich bei der Hand, sie ihm in Rechnung zu stellen."

"Möge jemand tun oder sagen was er will, mir gebührt es jedenfalls, rechtschaffen zu sein; wie wenn das Gold oder der Smaragd stets sagen würden: 'Tue oder sagen einer, was er will, ich muß Smaragd sein und meine farbe behaupten."

"Mürrische Leute haben mürrische Hunde, gefährliche Leute haben gefährliche."

"Nach dem Unmöglichen streben ist wahnsinnig, unmöglich aber, daß die Lasterhaften anders als lasterhaft handeln."

"Nachsicht ist ein Teil der Gerechtigkeit."

"Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern daß man nie beginnen wird, zu leben."

"Nimm die Dinge nicht so, wie si deien Beleidiger beurteilt oder von dir beurteilt haben will; sieh dieselben vielmehr so an, wie sie in Wahrheit sind."

"Oft tut auch der Unrecht, der nichts tut. Wer das Unrecht nicht verbietet, wenn er kann, der befiehlt es."

"Richte dein Nachdenken auf das, was gesprochen wird; versenke deinen Geist in die Betrachtung der Begebenheiten und ihrer Ursachen!"

"Sage dir immer: ich kann wenn noch so einsam, an allen Orten glücklich sein; denn glücklich ist, wer sich selbst ein glückliches Los bereitet, dies ist: gute Gemütsstimmung, gute Neigungen, gute Handlungen."

"Schäme dich nicht, dir helfen zu lassen! Denn dir ist, wie dem Krieger bei Sturmlaufen, nur vorgeschrieben, deine Pflicht zu tun. Wie nun, wenn du deines lahmen Fußes wegen nicht allein imstande bist, die Mauerzinne zu ersteigen, dies aber mit Hilfe eines anderen dir möglich wäre."

"Schändlich ist es, wenn deine Seele müde ist, bevor dein Leib müde ist."

"Sei Herr deiner selbst und bleibe guten Mutes in gesunden wie in bösen Tagen."

"Sei wie ein Fels, an dem sich beständig die Wellen brechen! Er bleibt stehen, während sich rings um ihn die angeschwollenen Gewässer legen."

"Siehst du nicht, wie die gewöhnlichen Künstler sich bis auf einem gewissen Grad nach dem Geschmack der Ungebildeten richten, jedoch nichtdestoweniger an den Vorschriften ihrer Kunst festhalten und doch diesen nicht anzuweichen wagen? Ist es nicht erstaunlich, daß der Baukünstler und der Arzt vor den Gesetzen seiner Kunst mehr Au´chtung hat, als der Mensch vor den Gesetzen seine Kunst mehr Achtung hat, als der Mensch vor den Gesetzen seiner Venunft, die er doch mit den Götter gemein hat?"

"Sie verachten einander und schmeicheln einander; sie wollen anderen den Rang ablaufen und kriechen doch voreinander."

"So oft du am Fehler eines anderen Anstoß nimmst, ziehe dich gleich in dein Inneres zurück und überlege, welche ähnlichen Fehler du begehst: du hältst z.B. dein Geld, Vergnügungen, eitlen Ruhm und dergleichen für Güter! Sobald du dies bedenkst, wird dein Zorn schnell nachlassen, zumal wenn es dir noch einfällt, dass jener Mensch gezwungen ist so zu handeln. Denn was kann er tun? Vermagst du's aber, befreie ihn doch von diesem Zwang!"

"So wie die Gedanken sind, ist auch der Charakter; denn die Seele wird von Gedanken geprägt."

"Sokrates nannte die Meinungen der Menge Gespenster, Schreckgestalten für Kinder."

"Solltest du einmal durch die gewalt der Umstände in eine Art von Gemütsunruhe versetzt werden, so ziehe dich doch rasch auf dich selbst zurück! Laß dich nicht über Gebühr aus dem takte bringen! Denn wofern dur stets wieder zu einer harmonischen Srimmung der Seele zurückkehrst, wirst du ihrer immer mächtiger werden."

"Suche von den Dingen, die du hast, die besten aus und bedenke dann,wie eifrig du nach ihnen gesucht haben würdest, wenn du sie nicht hättest."

"Traurig ist es, wenn in einem Leben die Seele eher ermüdet, als der Leib ermüdet ist."

"Tu nicht, als wenn du Tausenden von Jahren zu leben hättest. Der Tod schwebt über deinen Haupte. Solange du lebst, solange du kannst, sei ein rechtschaffener Mensch."

"Unser Leben ist das, wozu unser Denken es macht."

"Verachtet mich jemand?Das ist seine Sache! Ich will nur kein Mensch sein, der Verachtung verdient."

"Vergiß nicht - man benötigt nur wenig, um ein glückliches Leben zu führen."

"Verlangt etwa die Sonne die Dienste des Regens, Äskulap die Dienste der Fruchtspendieren zu leisten? Und die gestirne - wirken sich nicht allesamt, trotz ihrer Verschiedenheit, auf ein Ziel hin?"

"Verzweiflung befällt zwangsläufig die, deren Seele aus dem Gleichgewicht ist."

"Von Schmerze. Ist er unerträglich, so führt er aus dem leben; dauert er fort, so läßt sich ertragen. Durch Sammlung in sich selbst bewahrt dabei die denkende Seele ihre Heiterkeit, und die in ihr herrschende Vernunft erleidet so keine Verschlimmerung. Die von Schmerz beschädigen Glieder mögen darüber, wenn sie können, den Anspruch tun."

"Vom Tode. Sei er eine Zerstreuung oder Auflösung in die Atome oder einer Vernichtung, ein Auflöschen oder eiene Versetzung."

"Was dem Schwarm nicht nützt, das nützt auch der einzelnen Biene nicht."

"Was dem Staate nicht schädlich ist, beschäftigt auch den Bürger nicht. Bei jeder vermeintlichen Beschädigung wende folgende Regel an: Wird der Staat nicht dadurch beschäftigt, so schadet's auch mir nicht; wenn aber der Staat beschädigt wird, so soll ich doch dem Schadenstifter nicht zürnen, vielmehr ihm zeigen, worin sein Versehen bestehe."

"Was du bekommst, nimm ohne Stolz an, was du verlierst, gib ohne Trauer auf."

"Was immer dir widerfahren mag, seit ewig war es dir bestimmt."

"Was stirbt, kommt darum noch nicht aus der Welt. Wenn es nun hier bleibt, so verwandelt es sich auch hier und wird in seine Grundstoffe aufgeklst, welche es mit der Welt und mit dir gemein hat. Auch diese werden verwandelt und murren nicht."

"Wenn du besonders ärgerlich und wütend bis; erinnere dich; daß das Leben nur einen Augenblick währt."

"Wenn du deine Pflicht tust, muß es dir gleichgültig sein, ob dich die Leute schmähen oder preisen."

"Wenn du dir selber ein Freude machen willst, dann denk an die Vorzüge deiner Mitmenschen."

"Wie du beim Sterben gelebt zu haben wünschest, so solltest du jetzt schon leben."

"Wie lächerlich und weltfremd ist der, der sich über irgendetwas wundert, was im Leben vorkommt."

"Wie schnell doch alles entschwindet! In der Welt die Menschen selbst, im Lauf der Zeit ihr Gedächtnis!"

"Wir sind zur Gemeinschaft geschaffen, wie Füße, wie Hände, wie die untere und die obere Zahnreihe."

"Wohlsein heißt einen guten Genius haben oder gut sein. Was machst du aber hier, Einbildung? Geh, um der Götter willen, wie du gekommen bist, denn ich brauche dich nicht! Du bist gekommen nach deiner alten Gewohnheit. Ich zürne dir nicht: nur geh fort!"

"Wünsche nie etwas, das der Wände und Vorhänge bedürfte."

(Ganz gewiss, meine Auswahl der philosophischen Gedanken ist der persönlicher Natur ohne Anspruch eines Richer der Geschichte und Menschheit zu sein. Ich halte die Gedankengeschichte, die ich hier präsentiere, auf keinem Fall für ultima verba, denn meine Begeisterung insbesondere über Historisches, mehr oder minder in der Tiefe der Vergangenheit liegt, erkenne ich doch durch meine eigene Seele, und somit verrate den anderen, was mir an nähesten wert erscheint zu sein. Eigentlich ich lege weniger wert auf die Gegenwart, die noch dazu nicht nur mich betrifft, sondern allen denkenden Deutschen, die sich in den Gegenwart nich bequem fühlen.

Mark Aurel für mich ist ein der größten Denker der menschlichen Geschichte, der eigentlich doch "mit sich selbst spricht" - ein der intersanntesten Bücher von ihm auch so heißt "Selbstgespräche". Und was ist die Philosophie? Ein Dialog mit sich selbst, den aus der Seele und Vernunft veranstaltet bzw. inszeniert ist. - Anm. JB
)


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