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FRANZ KAFKA (1883-1924)

"Juden und Deutsche haben vieles gemeinsam. Sie sind strebsam, tüchtig, fleißig und gründlich verhasst bei den anderen. Juden und Deutsche sind Ausgestoßene... Letzten Endes ist es ein religiöser Grund. Bei den Juden ist es klar. Bei den Deutschen sieht man das nicht so gut, weil man ihnen noch nicht ihren Tempel zerstört hat. Aber das kommt noch... Die Deutschen haben den Gott, der Eisen wachsen ließ. Ihr Tempel ist der preußische Generalstab."


REINHARD KAISER (geb. 1950)

„Das Bewusstsein der Verpflichtung gegenüber den Opfern von Willkürherrschaft und Gewalt, das Bestreben, ihre Würde und ihr Andenken zu schützen, sind ehrenwerte Beweggründe für politische und publizistische Interventionen, für gesellschaftliche Initiativen und Projekte, die die historische Erinnerung lebendig erhalten und den historischen Irrlehren entgegenarbeiten wollen. Doch gegen das Vorhaben, historische Tatsachen mit Gesetzen abzusichern und sie gegen Leugner und Zweifler mit Strafandrohungen zu verteidigen, lassen sich Einwände erheben.“

„Vielleicht täten wir gut daran, uns die Freiheit zuzumuten, die Bestimmungen über das Leugnen und Verharmlosen des Holocaust nach dem Vorbild Großbritanniens und der Vereinigten Staaten, wo es solche Maßregeln nie gegeben hat, fallenzulassen, statt sie in Form eines europäischen Rahmenabkommens über den strafrechtlichen Umgang mit strittiger Historie zu verallgemeinern.“

„Die Geschichte würde die Zeugnisse derjenigen umfassen, die schon schlimmste Verfolgungen und Demütigungen erlebt hatten und, während sie in den Deportationszügen unterwegs waren, auch mit weiterer Entwürdigung und Entrechtung rechneten, jedoch an die Möglichkeit der Vernichtung nicht glauben mochten. Sie würde jenes Nichts-gewußt-haben-Wollen und das Nicht-wahrhaben-Wollen im westlichen Nachkriegsdeutschland und die Wahrnehmungsverzerrungen umfassen, die sich aus dem verordneten Antifaschismus im östlichen Teil Deutschlands ergaben.“

„Die Glaubhaftigkeit des Holocaust nimmt Schaden, wenn man seine Unglaublichkeit tabuisiert.“

„Kann es sein, dass wir diese Lücke in Ermangelung eines besseren Füllstoffs mit dem Leugnungsverbot zu schließen versuchen? Dabei ahnen wir, dass wir es uns mit einem solchen Verbot in gewisser Weise einfach machen - zu einfach: Wir versiegeln das, was uns an dem Geschehenen unbegreiflich bleibt, mit dem Verbot, es zu leugnen, und rauben damit dem Impuls, mehr begreifen zu wollen, einen Teil seiner Kraft.“

„Westliche Gesellschaften betrachten es als ein wesentliches Element ihrer Freiheit, die Wahrheit für sich selbst sorgen zu lassen, statt sie mit Gesetzen und Strafandrohungen zu regulieren. Wahrheiten anzunehmen, ohne sie dem methodischen Zweifel auszusetzen, gilt seit der Aufklärung selbst dann als bedenklich, wenn diese Wahrheiten allgemein für evident und unzweifelhaft gehalten werden. Auch setzen sich Wahrheiten, für die gesetzlicher Schutz in Anspruch genommen oder gewährt wird, seither dem Verdacht aus, sie ständen auf schwachen Füßen, es fehle ihnen an dem, womit sich Wahrheiten am besten behaupten - an Überzeugungskraft.“ (alles von FAZ, 2007)


KAZUO KANI SANJI HASE (1936-2002)

"Sie möchten alle Fragen möglichst mit Ja oder Nein, gut oder schlecht, Recht oder Unrecht klar und deutlich entschieden haben. Etwas unklar lassen, abwarten, bis Natur oder Zeit alles erledigen - das können die Deutschen einfach nicht."


RICHARD COUDENHOVE-KALERGI (1894-1972 )

"Land und Stadt sind die beiden Pole menschlichen Daseins. Land und Stadt zeugen ihre besonderen Menschentypen: den rustikalen und urbanen Menschen."
"Die soziale (christliche) Moral ist ein urbanes Phänomen; denn sie ist eine Funktion des menschlichen Zusammenlebens, der Gesellschaft. Der typische Städter verbindet christliche Moral mit irreligiöser Skepsis, rationalistischem Materialismus und mechanistischem Atheismus. Die Weltanschauung, die daraus resultiert, ist die des Sozialismus: die moderne Großstadtreligion." (Adel, Teil 1, Kap.1)

"Land und Stadt haben beide ihren spezifischen Adelstypus gezeugt: Willensadel steht gegen Geistesadel, Blutadel gegen Hirnadel. Der typische Junker verbindet ein Maximum an Charakter mit einem Minimum an Intellekt - der typische Literat ein Maximum an Intellekt mit einem Minimum an Charakter." (Adel, Teil 1, Kap. 2)

"Gentleman und Bohemien begegnen sich im Bestreben, der öden Häßlichkeit spießbürgerlichen Daseins zu entfliehen: der Gentleman überwindet sie durch Stil, der Bohemien durch Temperament. Der Gentleman setzt der Formlosigkeit des Lebens Form - der Bohemien der Farblosigkeit des Lebens Farbe entgegen.
Der Gentleman bringt in die Unordnung menschlicher Beziehungen Ordnung - der Bohemien in deren Unfreiheit Freiheit." (Adel, Teil 1, Kap. 3)

"In der Großstadt begegnen sich Völker, Rassen, Stände. In der Regel ist der Urbanmensch Mischling aus verschiedensten sozialen und nationalen Elementen. In ihm heben sich die entgegengesetzten Charaktereigenschaften, Vorurteile, Hemmungen, Willenstendenzen und Weltanschauungen seiner Eltern und Voreltern auf oder schwächen einander wenigstens ab. Die Folge ist, daß Mischlinge vielfach Charakterlosigkeit, Hemmungslosigkeit, Willensschwäche, Unbeständigkeit, Pietätlosigkeit und Treulosigkeit mit Objektivität, Vielseitigkeit, geistiger Regsamkeit, Freiheit von Vorurteilen und Weite des Horizontes verbinden. Mischlinge, unterscheiden sich stets von ihren Eltern und Voreltern; jede Generation ist eine Variation der vorhergehenden, entweder im Sinne der Evolution oder der Degeneration." (Adel, Teil 1, Kap. 4)

"Zwei Seelenformen ringen uni Weltherrschaft: Heidentum und Christentum. Mit den Konfessionen, die diese Namen tragen, haben jene Seelenformen nur sehr äußerliche Beziehungen. Wird der Schwerpunkt vom Dogmatischen ins Ethische, vom Mythologischen ins Psychologische verlegt, so wandelt sich Buddhismus in Ultra­Christentum, während Amerikanismus als modernisiertes Heidentum erscheint. Der Orient ist Hauptträger christlicher, der Okzident Hauptträger heidnischer Mentalität: die „heidnischen" Chinesen sind bessere Christen, als die „christlichen" Germanen.
Heidentum stellt Tatkraft, Christentum Liebe an die Spitze der ethischen Wertskala. Christliches Ideal ist der liebende Heilige, heidnisches Ideal der siegende Held. Christentum will den homo ferus in einen homo domesticus wandeln, das Raubtier Mensch in das Haustier Mensch - während Heidentum den Menschen zum Übermenschen umschaffen will. Christentum will Tiger zu Katzen zähmen - Heidentum Katzen zu Tigern steigern.
Hauptverkünder modernen Christentums war Tolstoi; Hauptverkünder modernen Heidentums Nietzsche." (Adel, Teil 1, Kap. 5)

"Unser demokratisches Zeitalter ist ein klägliches Zwischenspiel zwischen zwei großen aristokratischen Epochen: der feudalen Aristokratie des Schwertes und der sozialen Aristokratie des Geistes. Die Feudalaristokratie ist im Verfall, die Geistesaristokratie im Werden. Die Zwischenzeit nennt sich demokratisch, wird aber in Wahrheit beherrscht von der Pseudo-Aristokratie des Geldes...
"Der theokratischen Idee der Identifikation von Politik und Ethik ist das Judentum im Wandel der Jahrtausende treu geblieben: Christentum und Bolschewismus sind beides Versuche, ein Gottesreich zu errichten. Vor zwei Jahrtausenden waren die Urchristen, nicht die Pharisäer und Sadduzäer, Erben und Erneuerer ,mosaischer Tradition; heute sind es weder die Zionisten noch die Christen, sondern die jüdischen Führer des Sozialismus: denn auch sie wollen, mit höchster Selbstverleugnung, die Erbsünde des Kapitalismus tilgen, die Menschen aus Unrecht, Gewalt und Knecht­schaft erlösen und die entsühnte Welt in ein irdisches Paradies wandeln."
"Im Mittelalter herrschte in Europa der rustikale Ritter über den urbanen Bürger, heidnische Mentalität über christlichen, Blutadel über Hirnadel. Die Überlegenheit des Ritters über den Bürger beruhte auf Körper- und Charakterstärke, auf Kraft und Mut." (Adel, Teil 2, Kap. 6)

"Wie der Rhetor der Antike, so steht der Journalist der Neuzeit im Zentrum der Staatsmaschine: er bewegt die Wähler, die Wähler die Abgeordneten, die Abgeordneten die Minister. So fällt dem Journalisten die höchste Verantwortung für alles politische Geschehen zu : und gerade er, als typischer Vertreter urbaner Charakterlosigkeit, fühlt sich meist von jeder Verpflichtung und Verantwortung frei.
Schule und Presse sind die beiden Punkte, von denen aus die Welt sich unblutig, ohne Gewalt erneuern und veredeln ließe. Die Schule nährt oder vergiftet die Seele des Kindes; die Presse nährt oder vergiftet die Seele des Erwachsenen. Schule und Presse sind heute beide in den Händen einer ungeistigen Intelligenz: sie in die Hände des Geistes zurückzulegen, wäre die höchste Aufgabe jeder idealen Politik, jeder idealen Revolution." (Adel, Teil 2, Kap. 7)

"Heute ist Demokratie Fassade der Plutokratie: weil die Völker nackte Plutokratie nicht dulden würden, wird ihnen die nominelle Macht überlassen, während die faktische Macht in den Händen der Plutokraten ruht. In republikanischen wie in monarchischen Demokratien sind die Staatsmänner Marionetten, die Kapitalisten Drahtzieher: sie diktieren die Richtlinien der Politik, sie beherrschen durch Ankauf der öffentlichen Meinung die Wähler, durch geschäftliche und gesellschaftliche Beziehungen die Minister. An die Stelle der feudalen Gesellschaftsstruktur ist die plutokratische getreten: nicht mehr die Geburt ist maßgebend für die soziale Stellung, sondern das Einkommen. Die Plutokratie von heute ist mächtiger als die Aristokratie von gestern: denn niemand steht über ihr als der Staat, der ihr Werkzeug und Helfers-Helfer ist. (Adel, Teil 2, Kap. 8)

Von der europäischen Quantitätsmenschheit, die nur an die Zahl, die Masse glaubt, heben sich zwei Qualitätsrassen ab: Blutadel und Judentum. Voneinander geschieden, halten sie beide; fest am Glauben an ihre höhere Mission, an ihr besseres Blut, an menschliche Rangunterschiede. In diesen beiden heterogenen Vorzugsrassen liegt der Kern des europäischen Zukunftsadels: im feudalen Blutadel, soweit er sich nicht vom Hofe; im jüdischen Hirnadel, soweit er sich nicht vom Kapital korrumpieren ließ. Als Bürgschaft einer besseren Zukunft bleibt ein kleiner Rest sittlich hochstehenden Rustikaladels und eine kleine Kampfgruppe revolutionärer Intelligenz. Hier wächst die Gemeinschaft zwischen Lenin, dem Mann aus ländlichem Kleinadel, und Trotzki, dem jüdischen Literaten, zum Symbol: hier versöhnen sich die Gegensätze von Charakter und Geist, von Junker und Literat, von rustikalem und urbanem, heidnischem und christlichem Menschen zur schöpferischen Synthese revolutionärer Aristokratie." (Adel, Teil 2, Kap. 9)

"Ein Blick, in die Geschichte des jüdischen Volkes erklärt seinen Vorsprung im Kampf um die Menschheitsführung. Vor zwei Jahrtausenden war das Judentum eine Religionsgemeinschaft, zusammen­gesetzt aus ethischreligiös veranlagten Individuen aller Nationen des antiken Kulturkreises, mit einem national-hebräischen Mittelpunkt in Palästina. Damals war bereits das Gemeinsame, Verbindende und Primäre nicht die Nation, sondern die Religion. Im Laufe des ersten Jahrtausends unserer Zeitrechnung traten in diese Glaubensgemeinschaft Proselyten aus allen Völkern ein, zuletzt König, Adel und Volk der mongolischen Chasaren, der Herren Südrußlands. Von da an erst schloß sich die jüdische Religionsgemeinschaft zu einer künstlichen Volksgemeinschaft zusammen und gegen alle übrigen Völker ab...

Die jüdischen Helden und Märtyrer der Ost- und Mitteleuropäischen Revolution stehen an Mut, Ausdauer und Idealismus den nichtjüdischen Helden des Weltkrieges in nichts nach - während sie dieselben an Geist vielfach überragen. Das Wesen dieser Männer und Frauen, die es versuchen, die Menschheit zu erlösen und zu regenerieren, ist eine eigentümliche Synthese religiöser und politischer Elemente: von heroischem Märtyrertum und geistiger Propaganda, revolutionärer Tatkraft und sozialer Liebe, von Gerechtigkeit und Mitleid. Diese Wesenszüge, die sie einst zu Schöpfern der christlichen Weltbewegung gemacht haben, stellen sie heute an die Spitze der sozialistischen.

"Wo viel Licht, da ist viel Schatten. Geniale Familien weisen einen höheren Prozentsatz an Irrsinnigen und Verbrechern auf, als Mittelmäßige; das gilt auch von Völkern. Nicht bloß die revolutionäre Geistesaristokratie von morgen - auch die plutokratische Schieber-Kakistokratie von heute rekrutiert sich vornehmlich aus Juden: und schärft so die agitatorischen Waffen des Antisemitismus.

Tausendjährige Sklaverei hat den Juden, mit seltenen Ausnahmen die Geste des Herrenmenschen genommen. Dauernde Unterdrückung hemmt Persönlichkeitsentfaltung: und nimmt damit ein Hauptelement des ästhetischen Adelsideals. An diesem Mangel leidet, physisch wie psychisch, ein Großteil des Judenturns; dieser Mangel ist die Hauptursache, daß der europäische Instinkt sich dagegen sträubt, das Judentum als Adelsrasse anzuerkennen." (Adel, Teil 2, Kap. 10)

Der Sozialismus, der mit der Abschaffung des Adels, mit der Nivellierung der Menschheit begann, wird in der Züchtung des Adels, in der Differenzierung der Menschheit gipfeln. Hier, in der sozialen Eugenik, liegt seine höchste historische Mission, die er heute noch nicht erkennt: aus ungerechter Ungleichheit über Gleichheit zu gerechter Ungleichheit zu führen, über die Trümmer aller Pseudo-Aristokratie zu echtem, neuem Adel. (Adel, Ausblick)




IMMANUEL KANT (1724-1804)

"Aller Irrtum besteht darin, daß wir unsere Art, Begriffe zu bestimmen oder abzuleiten oder einzuteilen, für Bedingungen der Sachen an sich selbst halten."

"Alles Gute, das nicht auf moralisch gute Gesinnung gepfropft ist, ist nichts als Schein und schimmerndes Elend."

"Alles, was außer dem guten Lebenswandel der Mensch noch tun zu können vermeint, um Gott wohlgefällig zu werden, ist bloßer Religionswahn und Afterdienst Gottes."

"Alle Stärke wird nur durch Hindernisse erkannt, die sie überwältigen kann."

"Arglist ist gerade nur die Denkungsart sehr eingeschränkter Menschen und von der Klugheit, deren Schein sie an sich hat, sehr unterschieden."

"Zur Aufklärung wird nichts erfordert als Freiheit, und zwar die unschädlichste unter allem, was nur Freiheit heißen mag, nämlich die: Von seiner Vernunft in allen Stücken öffentlich Gebrauch zu machen."

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“

"Aufklärung = Die Maxime, jederzeit selbst zu denken.“

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedien ..."

"Daß das, was jemand sich selbst oder einem anderen sagt, wahr sei, dafür kann er nicht jederzeit stehen. Dafür aber kann und muß er stehen, daß sein Bekenntnis oder Geständnis wahrhaft sei; denn dessen ist er sich unmittelbar bewußt."

"Das Geschmacksurteil postuliert nicht jedermanns Einstimmung (denn das kann nur ein logisch allgemeines, weil es Gründe anführen kann); es sinnt nur jedermann diese Einstimmung an."

"Das Genie schlägt bei den Deutschen mehr in die Wurzel, bei den Italienern in die Krone, bei den Franzosen in die Blüte und bei den Engländern in die Frucht."

"Daß große Leute nur in der Ferne schimmern und ein Fürst vor seinem Kammerdiener viel verliert, kommt daher, weil kein Mensch groß ist."

"Das Gebet kann keinen objektiven Erfolg, sondern nur eine subjektive Rückwirkung haben, nämlich Beruhigung und Aufrichtung des Gemüts."

"Das Närrische der Aufgeblasenheit besteht darin, daß derjenige, der andere so wichtig schätzt, daß er glaubt, ihre Meinung gebe ihm einen so hohen Wert, sie gleichzeitig so verachtet, daß er sie gleichsam als nichts gegen sich ansieht."

"Das Recht ist Inbegriff der Bedingungen, unter denen die Willkür des einen mit der Willkür des anderen nach einem allgemeinen Gesetz der Freiheit in Einklang gebracht werden kann."

"Das Recht muß nie der Politik, wohl aber die Politik jederzeit dem Rechte angepaßt werden. Alle Politik muß ihr Knie vor dem Rechte beugen."

"Das Weib wird durch die Ehe frei; der Mann verliert dadurch seine Freiheit."

"Dem Gebete andere als natürliche Folgen beizulegen, ist töricht und bedarf keiner ausführlichen Widerlegung. Man kann nur fragen: Ist nicht das Gebet seiner natürlichen Folgen wegen beizubehalten? Zu diesen natürlichen Folgen zählt man, daß durchs Gebet die in der Seele vorhandenen dunklen und verworrenen Vorstellungen deutlicher gemacht oder ihnen ein höherer Grad der Lebhaftigkeit erteilt werde, daß es den Beweggründen zur Tugend dadurch eine größere Wirksamkeit erteilt."

"Den Tod fürchten die am wenigsten, deren Leben den meisten Wert hat."

"Endzweck des Menschengeschlechts ist die Erreichung der vollkommenen Staatsverfassung."

"Der Egoismus kann logisch oder ästhetisch oder praktisch sein. Der logische Egoist hält es für unnötig, sein Urteil auch am Verstande anderer zu prüfen, gleich als ob er dieses Probiersteins nicht bedürfe. Der ästhetische Egoist ist derjenige, dem sein eigener Geschmack schon genügt. Endlich ist der moralische Egoist der, welcher allen Zweck auf sich selbst einschränkt, der keinen Nutzen worin sieht, als in dem, was ihm nützt."

"Der größte Sinnengenuss, der gar keine Einmischung von Ekel bei sich führt, ist, im gesunden Zustande, Ruhe nach der Arbeit."

"Der Staat ist ein Volk, das sich selbst beherrscht."

"Der Engländer ist im Anfange einer jeden Bekanntschaft kaltsinnig und gegen einen Fremden gleichgültig. Er hat wenig Neigung zu kleinen Gefälligkeiten. Dagegen wird er, sobald er ein Freund ist, zu großen Dienstleistungen aufgelegt."

"Der Mangel an Urteilskraft ist eigentlich das, was man Dummheit nennt, und einem solchen Gebrechen ist gar nicht abzuhelfen."

"Der Mann ist geschaffen, über die Natur zu gebieten, das Weib aber, den Mann zu regieren. Zum ersten gehört viel Kraft, zum anderen viel Geschicklichkeit."

"Der Mensch ist das einzige Geschöpf, das erzogen werden muß."

"Der Mensch ist das Tier, das sich vervollkommnen kann."

"Der Mensch kann nicht gut genug vom Menschen denken."

"Der Mensch kann nur Mensch werden durch Erziehung."

"Der Mensch nimmt nicht eher Anteil an anderer Glück oder Unglück, als bis er sich selbst zufrieden fühlt. Macht also, daß er mit wenigem zufrieden sei, so werdet ihr gütige Menschen machen."

"Der praktische Philosoph, der Lehrer der Weisheit durch Lehre und Beispiel, ist der eigentliche Philosoph."

"Der vernünftige Gebrauch der Erfahrung hat auch seine Grenzen. Diese kann zwar lehren, daß etwas so oder so beschaffen sei, niemals aber, daß es gar nicht anders sein könne."

"Der Himmel hat den Menschen als Gegengewicht zu den vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: Die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen."

"Der Glaube einer gottesdienstlichen Religion ist ein Fron- und Lohnglaube (fides mercenaria, servilis) und kann nicht für den seligmachenden angesehen werden, weil er nicht moralisch ist. Dieser muß ein freier, auf lauter Herzensgesinnungen gegründeter Glaube (fides ingenua) sein."

"Der Hochmut ist ein Ansinnen an andere, sich selbst im Vergleich mit uns gering zu schätzen."

"Der Freier könnte eine gute Heirat machen, wenn er nur über eine Warze im Gesicht oder eine Zahnlücke seiner Geliebten wegsehen könnte. Es ist aber eine besondere Unart unseres Attentionsvermögens, gerade darauf, was fehlerhaft an anderen ist, auch unwillkürlich seine Aufmerksamkeit zu heften."

"Der Souverän will das Volk nach seinen Begriffen glücklich machen, und wird Despot; das Volk will sich den allgemeinen menschlichen Anspruch auf eigene Glückseligkeit nicht nehmen lassen, und wird Rebell."

"Der Ziellose erleidet sein Schicksal – der Zielbewusste gestaltet es."

"Die Ärzte glauben, ihrem Patienten sehr viel genützt zu haben, wenn sie seiner Krankheit einen Namen geben."

"Die Bibel ist das Buch, dessen Inhalt selbst von seinem göttlichen Ursprung zeugt. Die Bibel ist mein edelster Schatz, ohne den ich elend wäre."

"Demut ist eigentlich nichts anderes als eine Vergleichung seines Wertes mit der moralischen Vollkommenheit."

"Denken ist die Erkenntnis durch Begriffe."

"Denken ist Reden mit sich selbst."

"Dichtkunst ist ein Spiel der Sinnlichkeit, durch den Verstand geordnet, Beredsamkeit ein Geschäft des Verstandes, durch Sinnlichkeit belebt."

"Dichtkunst ist ein Spiel der Sinnlichkeit, durch den Verstand geordnet."

"Die Empfindung von der Ehre ist am Franzosen Eitelkeit, an dem Spanier Hochmut, an dem Engländer Stolz, an der Deutschen Hoffart und an der Holländer Aufgeblasenheit."

"Die Erziehung ist das größte Problem und das Schwierigste, was dem Menschen kann aufgegeben werden."

"Die Ehre des Mannes besteht darin, was die Leute denken, des Frauenzimmers aber, was sie sprechen."

"Die Frage, ob der Himmel nicht günstiger für uns würde gesorgt haben, wenn er uns alles schon bereitet hätte vorfinden lassen, so daß wir gar nicht arbeiten dürften, ist gewiß mit Nein zu beantworten; denn der Mensch verlangt Geschäfte, auch solche, die einen gewissen Zwang mit sich führen."

"Die Freiheit ist eigentlich ein Vermögen, alle willkürlichen Handlungen den Bewegungsgründen der Vernunft unterzuordnen."

"Die größte Angelegenheit des Menschen ist, zu wissen, wie er seine Stelle in der Schöpfung gehörig erfülle."

"Die Juden sind eine Nation von Betrügern." (Anthropologie in pragmatischer Hinsicht)

"Die Lüge ist der eigentliche faule Fleck in der menschlichen Natur."

"Die Menschen sind insgesamt je zivilisierter, desto mehr Schauspieler."

"Die Menschheit selbst ist eine Würde; denn der Mensch kann von keinem Menschen bloß als Mittel, sondern muß jederzeit zugleich als Zweck gebraucht werden."

"Die ganze Natur ist eigentlich nichts anderes als ein Zusammenhang von Erscheinungen nach Regeln."

"Die Natur hat uns zwar viele Kenntnisse versagt, sie läßt uns über so manches in einer unvermeidlichen Unwissenheit, aber den Irrtum verursacht sie doch nicht.

"Die Pflicht gegen sich selbst besteht darin, daß der Mensch die Würde der Menschheit in seiner eigenen Person bewahre."

"Die Politik sagt: "Seid klug wie die Schlangen!" Die Moral setzt hinzu: "Und ohne Falsch wie die Tauben!"

"Die Sinne betrügen nicht. Nicht, weil sie immer richtig urteilen, sondern weil sie gar nicht urteilen; weshalb der Irrtum immer nur dem Verstande zur Last fällt."

"Die Gesetzgebung geht von dem Prinzip aus, die Freiheit eines jeden auf die Bedingungen einzuschränken, unter denen sie mit jeder anderer Freiheit nach einem allgemeinen Gesetze zusammen bestehen kann."

"Die ungeschriebenen Gesetze und Zwänge der Natur werden letztlich dasjenige Volk belohnen, das sich allen Widerwärtigkeiten zum Trotz erhebt, um gegen Ungerechtigkeiten, Lügen und Chaos anzukämpfen. Das war stets so in der Geschichte und so wirds immer sein. Weder uns noch unseren Nachkommen wird dieser Kampf ums Überleben erspart bleiben."

"Die sogenannten Religionsstreitigkeiten, welche die Welt so oft erschüttert und mit Blut bespritzt haben, sind nie etwas anderes als Zänkereien um den Kirchenglauben gewesen."

"Die Zucht, die der Mensch an sich selbst übt, kann nur durch den Frohsinn, der sie begleitet, verdienstlich und beispielhaft werden."

"Dieser zweideutige Anschein von Phantasterei in an sich guten, moralischen Empfindungen ist der Enthusiasmus, und es ist niemals ohne denselben in der Welt etwas Große ausgerichtet worden."

"Du kannst; denn du sollst."

"Durch das Genie gibt die Natur der Kunst die Regel."

"Durch Verstand sind wir imstande zu erlernen (Regeln zu erfassen), durch Urteilskraft vom Erlernten Gebrauch zu machen (Regeln in concreto anzuwenden), durch Vernunft zu erfinden, Prinzipien für mannigfaltige Regeln auszudenken."

"Ein ernstlich Verliebter ist in Gegenwart seiner Geliebten verlegen, ungeschickt und wenig einnehmend."

"Eine Idee ist nichts anderes als der Begriff von einer Vollkommenheit, die sich in der Erfahrung noch nicht vorfindet."

"Eine jede Lehre, wenn sie ein System, d. i. ein nach Prinzipien geordnetes Ganzes der Erkenntnis, sein soll, heißt Wissenschaft."

"Einsehende Leute, weil die Wahrheit ihr eigentliches Objekt ist und sie nur an dem, was beständig ist, Vergnügen finden, sind jederzeit ehrlich."

"Eltern erziehen gemeiniglich ihre Kinder nur so, daß sie in die gegenwärtige Welt, sei sie auch verderbt, passen. Sie sollten sie aber besser erziehen, damit ein zukünftiger besserer Zustand dadurch hervorgebracht werde."

"Erfahrung besteht aus Anschauungen, die der Sinnlichkeit angehören, und aus Urteilen, die lediglich ein Geschäft des Verstandes sind."

"Erfahrung ist eine verstandene Wahrnehmung."

"Es ist von der größten Wichtigkeit, daß Kinder arbeiten lernen."

"Es kann eher aus einem muntern Knaben ein guter Mann werden als aus einem naseweisen, klug tuenden Burschen."

"Es ist überall nichts in der Welt, ja überhaupt auch außer derselben zu denken möglich, was ohne Einschränkung für gut könnte gehalten werden, als allein ein guter Wille."

"Es hat wohl niemals eine rechtschaffene Seele gelebt, welche den Gedanken hätte ertragen können, daß mit dem Tode alles zu Ende sei, und deren edle Gesinnung sich nicht zur Hoffnung der Zukunft erhoben hätte."

"Faulheit ist der Hang zur Ruhe ohne vorhergehende Arbeit."

"Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung freigesprochen, dennoch gern zeitlebens unmündig ..."

"Freiheit ist die Eigenschaft der Wesen, bei denen das Bewußtsein einer Regel der Grund der Handlungen ist."

"Frankreich ist das Modeland, England das Land der Launen, Spanien das Ahnenland, Italien das Prachtland, Deutschland das Titelland."

"Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind."

"Genie ist das Talent der Erfindung dessen, was nicht gelehrt oder gelernt werden kann."

"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen." ( Nach Horaz: Dimidium facti, qui coepit, habet: sapere aude, incipe)

"Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne." (Kritik der praktischen Vernunft)

"Kann wohl etwas verkehrter sein, als den Kindern, die kaum in diese Welt treten, gleich von der anderen etwas vorzureden?"

"Kann derjenige wohl redlich, kann er wohl tugendhaft heißen, welcher sich gern seinen Lieblingslastern ergeben würde, wenn ihn nur keine künftige Strafe schreckte, und wird man nicht vielmehr sagen müssen, daß er zwar die Ausübung der Bosheit scheute, die lasterhafte Gesinnung aber in seiner Seele nähre, daß er den Vorteil der tugendähnlichen Handlungen liebe, die Tugend selber aber hasse?"

"Konsequent zu sein ist die größte Obliegenheit eines Philosophen und wird doch am seltensten angetroffen."

"Kein größerer Schaden kann einer Nation zugefügt werden, als wenn man ihr den Nationalcharakter, die Eigenheiten ihres Geistes und ihre Sprache nimmt."

"Man kann einräumen, daß, wenn es für uns möglich wäre, in eines Menschen Denkungsart so tiefe Einsicht zu haben, daß jede, auch die mindeste Triebfeder dazu uns bekannt würde, man eines Menschen Verhalten auf die Zukunft mit Gewissheit so wie eine Mond- oder Sonnenfinsternis ausrechnen könnte."

"Man nennt die bloße Übereinstimmung oder Nichtübereinstimmung einer Handlung mit dem Gesetz, ohne Rücksicht auf die Triebfeder derselben, Legalität (Gesetzmäßigkeit), diejenige aber, in welcher die Idee der Pflicht aus dem Gesetze zugleich die Triebfeder der Handlung ist, Moralität (Sittlichkeit) derselben."

"Man nennt einen Menschen böse nicht darum, weil er Handlungen ausübt, welche böse sind, sondern weil diese so beschaffen sind, daß sie auf böse Maximen schließen lassen."

"Menschen, die sich nicht gewisse Regeln vorgesetzt haben, sind unzuverlässig. Man weiß sich oft nicht in sie zu finden, und man kann nie recht wissen, wie man mit ihnen dran ist."

"Metaphysik ist ein uferloses Meer, in welchem der Fortschritt keine Spur hinterlässt und dessen Horizont kein sichtbares Ziel enthält, an dem, um wie viel man sich ihm genähert habe, wahrgenommen werden könnte."

"Moralisch ungläubig ist der, welcher nicht dasjenige annimmt, was zu wissen zwar unmöglich, aber vorauszusetzen moralisch notwendig ist."

"Niemand kann mich zwingen, auf seine Art (wie er sich das Wohlsein anderer Menschen denkt) glücklich zu sein, sondern ein jeder darf seine Glückseligkeit auf dem Wege suchen, welcher ihm selbst gut dünkt, wenn er nur der Freiheit Anderer, einem gleichem Zwecke nachzustreben, die mit der Freiheit von jedermann nach einem möglichen allgemeinen Gesetze zusammen bestehen kann, (d.i. diesem Rechte des Andern) nicht Abbruch tut."

"Nur das fröhliches Herz allein ist fähig, Wohlgefallen am Guten zum empfinden."

"Niemals empört etwas mehr als Ungerechtigkeit. Alle anderen Übel, die wir ausstehen, sind nichts dagegen."

"Nur die Würdigkeit, glücklich zu sein, ist das, was der Mensch erringen kann."

"Ordnung ist die Verbindung des Vielen nach einer Regel."

"Phantasie ist unser guter Genius oder unser Dämon."

"Pflicht ist die Notwendigkeit einer Handlung aus Achtung fürs Gesetz."

"Pflicht, wunderbarer Gedanke, du wirkst nicht durch Überredung oder Schmeicheleien, sondern einfach dadurch, daß du dein nacktes Gesetz in der Seele aufrechthältst und dir stets Achtung, wenn auch nicht immer Gehorsam erzwingst, so daß alle Begierden, wie sehr sie auch insgeheim sich auflehnen mögen, vor dir verstummen müssen."

"Pläne machen ist mehrmalen eine üppige, prahlerische Geistesbeschäftigung, dadurch man sich nie ein Ansehen von schöpferischem Genie gibt, in dem man fordert, was man selbst nicht leisten, tadelt, was man doch nicht besser machen kann, und vorschlägt, wovon man selbst nicht weiß, wo es zu finden ist."

"Recht ist die Einschränkung der Freiheit eines jeden auf die Bedingung ihrer Zusammenstimmung mit der Freiheit von jedermann, insofern diese nach einem allgemeinen Gesetz möglich ist."

"Rechtliche Freiheit: Die Befugnis, keinen äußeren Gesetzen zu gehorchen, als zu denen ich meine Bestimmung habe geben können."

"Religion ist die Erkenntnis aller unserer Pflichten als göttliche Gebote."

"Schmeichler, Ja-Herrn nähren die Ehrsucht und sind die Verderber der Großen und Mächtigen."

"Sparsamkeit in allen Dingen ist die vernünftige Handlung eines rechtdenkenden Menschen."

"Selbst der Schein des Guten an andern muß uns wert sein: Weil aus diesem Spiel mit Verstellungen, welche Achtung erwerben, ohne sie vielleicht zu verdienen, endlich wohl Ernst werden kann."

"Talent zu Einfällen ist nicht Genie zu Ideen."

"Tugend ist die moralische Stärke in Befolgung seiner Pflicht, die niemals zur Gewohnheit werden, sondern immer ganz neu und ursprünglich aus der Denkungsart hervorgehen soll."

"Überhaupt müssen Strafen den Kindern immer mit der Behutsamkeit zugefügt werden, daß sie sehen, daß bloß ihre Besserung der Endzweck derselben sei."

"Unsere innere Empfindung und die darauf gegründeten Urteile des Vernunftähnlichen führen, solange sie unverderbt sind, eben dahin, wo die Vernunft hinleiten würde, wenn sie erleuchteter und ausgebreiteter wäre."

"Unser Zeitalter ist das eigentliche Zeitalter der Kritik, der sich alles unterwerfen muß."

"Verstand ist die Erkenntnis des Allgemeinen. Urteilskraft ist die Anwendung des Allgemeinen auf das Besondere. Vernunft ist das Vermögen, die Verknüpfung des Allgemeinen mit dem Besonderen einzusehen."

"Verbindet man Religion nicht mit Moralität, so wird Religion nur zur Gunstbewerbung."

"Vorurteil: Ein Grundsatz aus subjektiven Ursachen der Sinnlichkeit, welche fälschlich für objektive Gründe des Verstandes gehalten werden.“

"Vorurteile sind vorläufige Urteile, insofern sie als Grundsätze angenommen werden."

"Warum ist die Arbeit die beste Art, sein Leben zu genießen? Weil sie beschwerliche (an sich unangenehme und nur durch den Erfolg ergötzende) Beschäftigung ist und die Ruhe, durch das bloße Verschwinden einer langen Beschwerde, zur fühlbaren Last, dem Frohsinn wird, da sie sonst nichts Genießbares sein würde."

"Was das Übel der Armut vergrößert, ist die Geringschätzung, welche auch nicht durch Verdienste gänzlich kann überwogen werden."

"Was den Amtsadel (wie man den Rang einer höheren Magistratur nennen könnte und den man sich durch Verdienste erwerben muß) betrifft, so klebt der Rang da nicht als Eigentum an der Person sondern am Posten, und die Gleichheit wird dadurch nicht verletzt, weil jene ihr Amt niederlegt, sie zugleich den Rang ablegt und unter das Volk zurücktritt."

"Was Freiheit in praktischer Beziehung ist, verstehen wir gar wohl, in theoreitischer Absicht aber, was ihre Natur betrifft, können wir ohne Widerspruch nicht einmal daran denken, sie verstehen zu wollen." (Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft)

"Was kann, wenn man nahe dran ist, diese Welt zu verlassen, tröstender sein, als zu sehen, daß man nicht umsonst gelebt habe, weil man einige, wenngleich nur wenige, zu guten Menschen gebildet haben."

"Was will ich?" fragt der Verstand. "Worauf kommt es an?" fragt die Urteilskraft. "Was kommt heraus?" fragt die Vernunft.

„Weise Regierungen haben zwar jederzeit eingeräumt, daß vor Alters Wunder geschehen wären, neue Wunder aber nicht erlaubt."

"Wenn die Gerechtigkeit untergeht, so hat es keinen Wert mehr, daß Menschen leben auf Erden."

"Wenn ich die Ränke, die Gewalt und die Szene des Aufruhrs in einem Tropfen Materie ansehe und erhebe von da meine Augen in die Höhe, um den unermesslichen Raum von Welten wie von Stäubchen wimmeln zu sehen, so kann keine menschliche Sprache das Gefühl ausdrücken, was ein solcher Gedanke erregt, und alle subtile metaphysische Zergliederung weicht sehr weit der Erhabenheit und Würde, die einer solchen Anschauung eigen ist."

"Wer nicht arbeitet, verschmachtet vor Langeweile und ist allenfalls vor Ergötzlichkeit betäubt und erschöpft, niemals aber erquickt und befriedigt."

"Wer sich zum Wurm macht, kann nachher nicht klagen, wenn er mit Füßen getreten wird."

"Wer Urteilskraft in Geschäften zeigt, ist gescheit. Hat er dabei zugleich Witz, so heißt er klug."

"Wir sind nicht auf der Welt, um glücklich zu werden, sondern um unsere Pflicht zu erfüllen."

"Wissenschaft hat einen inneren Wert nur als Organ der Weisheit."

"Witz hascht nach Einfällen; Urteilskraft strebt nach Einsichten. Witz geht mehr nach der Brühe, Urteilskraft nach der Nahrung."

"Zwar denke ich vieles mit der aller klarsten Überzeugung, was ich niemals den Mut haben werde zu sagen. Niemals aber werde ich etwas sagen, was ich nicht denke."

"Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der gestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir." (Kritik der praktischen Vernunft)


ALPHONSE KARR (1808-1890)

"Die Freiheit eines jeden hat als logische Grenzen die Freiheit der anderen."


ERICH KÄSTNER (1889-1974)

"Wenn der Fahrplan durcheinandergerät, darf man sich nicht mehr daran halten, sonst stoßen die Züge zusammen. Die Deutschen glauben nicht an das, was sie sehen, sondern an den Fahrplan. Und sie gehorchen ihm noch, wenn sie nicht mehr an ihn glauben. Ihr Gehorsam ist schwachsinnig. Er ist verbrecherisch."


HANS KASPER (1916-1990)

"Barbarei und Zivilisation - Vorgericht und Nachspeise der Kultur."

"Behält die Subalternität einmal recht, kostet sie den Triumph aus - unbedacht zugebend, wie wenig selbstverständlich dieser Ausgang war."

"Bevor man den Kopf schüttelt, sollte man sich vergewissern, dass man einen hat."

"Daß vor Gott alle Menschen gleich sind, wie die Bibel lehrt, hat das Missverständnis ausgestreut, auf der Erde seien alle Menschen gleich."

"Die demokratische Wahlperiodizität hat den Nachteil, möglichen Talenten zu wenig Zeit zu lassen, und den vielleicht wichtigeren Vorteil, niemandem Spielraum zu geben, sich ungebührlich in der Macht einzurichten."

"Die Emanzipation des Menschen wird vollkommen sein, wenn ihm Bescheidung von neuem gebietet, in einer natürlichen Hierarchie zu dienen."

"Fällt der Deutsche auf die Nase, schreibt er eine Dissertation über Bodengerüche."


VOLKER KAUDER (geb. 1949)

"Welcher Bundespräsident war kein Nazi? Man weiß, daß der Ex-Bundespräsident Scheel vorher als Nazi Außenminister geworden war. Deswegen konnte doch Werner Nachmann, der Direktor des Kuratoriums der Juden in Deutschland, im Außenministerium die Korrespondenz diktieren, nicht der Außenminister. Wieso konnte er diktieren, wieso konnte er alles erfahren? Bitte, das ist Tatsache.
Dann wurde Scheel Präsident der Bundesrepublik. Warum? Normalerweise bleibt man zwei Legislaturperioden Bundespräsident. Mit Scheel (FDP) machte man eine Ausnahme. Die CDU wollte sich rächen, weil die FDP sich von ihr getrennt und eine SPD/FDP-Regierung gebildet hatte. Also sollte Carstens (CDU) Bundespräsident werden. die Gegenseite ließ sofort durchblicken, daß Carstens offizieller Nazi war. Die CDU gab zurück nach dem Leitsatz Haust du meine Juden, haue ich deinen Juden und verriet, daß auch Scheel ein Nazi war." (Spiegel Nr. 42/2006)


THEODORE NATHAN KAUFMANN (1910-1986)

"Es bleibt nunmehr übrig, den besten Weg, die praktischste und schnellste Art und Weise zu finden, wie dem deutschen Volk die Todesstrafe auferlegt werden kann. Ein Blutbad und eine Massenhinrichtung müssen selbstverständlich von vornherein ausgeschlossen werden. Sie sind nicht nur undurchführbar, wo sie auf eine Bevölkerung von etwa siebzig Millionen angewandt werden sollen, sondern derartige Methoden sind auch mit moralischen Verpflichtungen und sittlichen Gepflogenheiten der zivilisierten Welt unverträglich. Es bleibt also nur noch ein Weg offen, um die Welt für immer vom Deutschtum zu befreien, nämlich der, die Quelle zum Versiegen zu bringen, die diese kriegslüsternen Seelen erzeugt, indem man das Volk daran hindert, seine Gattung je wieder fortzupflanzen." (1941)

"48 Millionen Deutsche sind zu sterilisieren, damit innerhalb von zwei Generationen dasjenige zur vollendeten Tatsache wird, was sonst Millionen Menschenleben und jahrhundertelange Anstrengungen kosten würde: nämlich die Auslöschung des Deutschtums und seiner Träger." (In "Geburtswehen einer neuen Welt")


JARL KAUTSKY (1854-1938)

"Keine Form des Kapitalismus macht die Arbeiter so absolut von ihm abhängig wie ein zentralisierter Kapitalismus in einem Staat ohne funktionierende Demokratie."


JOHANN GEILER v. KAYSERSBERG (1445- 1510)

„Sind denn die Juden besser als die Christen, daß sie nicht arbeiten wollen mit ihrer Hände Werk? Stehen sie nicht unter dem Spruche Gottes: 'Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot verdienen!' Mit Geld wuchern heißt nicht arbeiten, sondern andere schinden in Müßiggang.


WILHELM BODEWIN JOHANN GUSTAV KEITEL (1882-1946 HINGERICHTET)

"Ich betone, daß alle von uns bis zum Frühjahr 1941 durchgeführten vorbereitenden Maßnahmen den Charakter reiner Verteidigungsvorkehrungen für den Fall eines Angriffs durch die Rote Armee trugen. Insofern kann man den ganzen Krieg im Osten gewissermaßen einen Präventivkrieg nennen … Wir beschlossen …, einem Angriff Sowjetrußlands zuvor zukommen und durch einen Überraschungsangriff dessen Streitkräfte zu zerschlagen. Gegen Frühjahr 1941 kam ich zu der festen Überzeugung, daß uns die starke Konzentrierung der russischen Truppen und deren nachfolgender Angriff auf Deutschland in strategischer und wirtschaftlicher Hinsicht in eine außerordentlich kritische Lage bringen könnten … In den ersten Wochen hätte ein Angriff von Seiten Rußlands, Deutschland in eine extrem ungünstige Situation versetzt. Unser Angriff war eine unmittelbare Folge dieser Bedrohung …"


GOTTFRIED KELLER (1819-1890)

"Achte jedes Mannes Vaterland, aber das deinige liebe!"

"Auch was wir aufgeben, müssen wir mit freier Wahl aufgeben, nicht wie der Fuchs die Trauben. "


FRIEDRICH KELLNER (1885-1970)

"Die Welt wird zu Recht erbost sein über diese Unmenschlichkeit, und ein Hass wird brennen, der niemals gelöscht werden kann. Wie lange wird diese Herrschaft des Terrors noch weitergehen?”


HANS KELSEN (1881-1973)

Demokratie ist diejenige Staatsform, die sich am wenigsten gegen ihre Gegner wehrt. Es scheint ihr tragisches Schicksal zu sein, daß sie auch ihren ärgsten Feind an ihrer eigenen Brust nähren muss.“ (Verteidigung der Demokratie. 1932)


THOMAS v. KEMPEN (1380-1471)

"Was der Zeit unterworfen ist, das brauche; was ewig ist, danach strebe."


WALTER KEMPOWSKI (1929-2007)

„Vergleichen kann man sie schon, aber nicht gleichsetzen. Jeder Völkermord hat sein eigenes Gesicht“. (über Vergleich von Systeme und Ideologien)


GEORGE F. KENNAN (1904-2005)

"So wurde die Saat der Ereignisse, welche die westliche Welt in eine neue Katastrophe im Jahre 1939 stürzte, in ihrer Gesamtheit schon in den Jahren 1918-1919 von den Alliierten gesät." (1961)




JOHN FITZGERALD KENNEDY (1917-1963, ERMORDET)

"Alle Probleme, Depressionen, Kriege, Katastrophen, Attentate wurden alle von ihnen geplant, ausgeübt, geplant und umgesetzt von der Internationalen Bankers und ihrem Versuch, eine Zentralbank in jedem Land der Welt zu schaffen, die sie jetzt getan haben, danke auf korrupte Politiker, die gekauft wurden und bezahlt werden. Das ist alles, was Sie über die Geschichte der Welt wissen."

"Die Menschheit muß dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende."

"Meine Damen und Herren, Geheimhaltung ist abstoßend in einer freien und offenen Gesellschaft. Als Volk haben wir eine natürliche und historische Abneigung gegen Geheimgesellschaften und Geheimbünde. Die Nachteile einer übermäßigen Geheimhaltung übersteigen die Gefahren, mit denen diese Geheimhaltung gerechtfertigt wird. Es macht keinen Sinn, einer unfreien Gesellschaft zu begegnen, indem man ihre Beschränkungen imitiert. Das Überleben unserer Nation hat keinen Wert, wenn unsere freiheitlichen Traditionen nicht ebenfalls fortbestehen. Es gibt eine sehr ernste Gefahr, daß der Vorwand der Sicherheit mißbraucht wird, um Zensur und Geheimhaltung auszudehnen.

Ich habe nicht die Absicht, so etwas zu dulden, sofern dies in meiner Kontrolle liegt, und kein Beamter meiner Administration, egal in welchem Rang, zivil oder militärisch, sollte meine Worte hier und heute Abend als eine Entschuldigung interpretieren, Nachrichten zu zensieren oder dezent zu unterdrücken, unsere Fehler zuzudecken oder der Presse und der Öffentlichkeit Tatsachen vorzuenthalten, die sie erfahren sollten.

Wir haben es mit einer monolithischen und ruchlosen weltweiten Verschwörung zu tun, die ihren Einfluß mit verdeckten Mitteln ausbreitet: mit Infiltration statt Invasion, mit Umsturz statt Wahlen, mit Einschüchterung statt Selbstbestimmung, mit Guerillakämpfern bei Nacht, statt Armeen am Tag. Es ist ein System, das mit gewaltigen menschlichen und materiellen Ressourcen eine komplexe und effiziente Maschinerie aufgebaut hat, die militärische, diplomatische, geheimdienstliche, wirtschaftliche, wissenschaftliche und politische Operationen verbindet. Ihre Pläne werden nicht veröffentlicht, sondern verborgen, ihre Fehlschläge werden begraben, nicht publiziert, Andersdenkende werden nicht belobigt, sondern zum Schweigen gebracht, keine Ausgabe wird in Frage gestellt, kein Gerücht wird gedruckt, kein Geheimnis enthüllt.

Kein Präsident sollte die öffentliche Untersuchung seines Regierungsprogramms fürchten, weil aus der genauen Kenntnis sowohl Unterstützung wie auch Opposition kommt, und beides ist notwendig. Ich bitte Ihre Zeitungen nicht, meine Regierung zu unterstützen, aber ich bitte Sie um Ihre Mithilfe bei der enormen Aufgabe, das amerikanische Volk zu informieren und zu alarmieren, weil ich vollstes Vertrauen … (Applaus) …. in die Reaktion und das Engagement unserer Bürger habe, wenn sie über alles uneingeschränkt informiert werden. Ich will die Kontroversen unter Ihren Lesern nicht ersticken, ich begrüße sie sogar. Meine Regierung wird auch offen zu ihren Fehlern stehen, weil ein kluger Mann einst sagte, Irrtümer werden erst zu Fehlern, wenn man sich weigert, sie zu korrigieren. Wir haben die Absicht, volle Verantwortung für unsere Fehler zu übernehmen, und wir erwarten von Ihnen, dass sie uns darauf hinweisen, wenn wir das versäumen. Ohne Debatte und Kritik kann keine Regierung und kein Land erfolgreich sein, und keine Republik kann überleben.

Deshalb verfügte der athenische (altgriechische) Gesetzgeber Solon, dass es ein Verbrechen für jeden Bürger sei, vor Meinungsverschiedenheiten zurückzuweichen, und genau deshalb wurde unsere Presse durch den ersten Verfassungszusatz besonders geschützt [Anmerkung NJ: durch Bushs Ermächtigungsgesetze , der sogenannte 'Patriot Act' längst ausgehöhlt].

Die Pressefreiheit in Amerika wurde nicht durch einen speziellen Verfassungszusatz geschützt, um zu amüsieren und Leser zu gewinnen, nicht um das Triviale und Sentimentale zu fördern, nicht um dem Publikum immer das zu geben, was es gerade will, sondern um über Gefahren und Möglichkeiten zu informieren, um aufzurütteln und zu reflektieren, um unsere Krisen festzustellen und unsere Chancen aufzuzeigen, manchmal sogar die öffentliche Meinung zu führen, zu formen, zu bilden, herauszufordern. Das bedeutet mehr Berichte und Analysen von internationalen Ereignissen, denn das alles ist heute nicht mehr weit weg, sondern ganz in der Nähe und vor der Haustür.

Das bedeutet mehr Aufmerksamkeit und besseres Verständnis der Nachrichten sowie verbesserte Berichterstattung, und es bedeutet schließlich, dass die Regierung auf allen Ebenen ihre Verpflichtungen erfüllen muss, Sie mit unzensierten Informationen außerhalb der engen Grenzen der Staatssicherheit zu versorgen. Und so liegt es in der Verantwortung der Printmedien, die Taten des Menschen aufzuzeichnen, sein Gewissen zu bewahren, der Bote seiner Nachrichten zu sein, damit wir die Kraft und den Beistand finden, auf dass mit Ihrer Hilfe der Mensch zu dem werde, wozu er geboren wurde: frei und unabhängig. (Rede am 27. April 1961 vor Zeitungsverlegern)


PAUL KENNEDY (geb. 1945)

"Selbst wenn der Status und die Funktion des Staates durch transnationale Tendenzen untergraben wird, hat die Verlagerung der Autorität keinen adäquaten Ersatz geschaffen, der ihn als die Schlüsseleinheit in der Reaktion auf globale Veränderungen ablösen könnte." ( In Vorbereitung auf das 21. Jahrhundert, 1993)


IMRE KERTÉSZ (geb. 1929)

„Mich kann man nicht belügen: ich war dort, und dies mag die jüngere, über alle Maßen untalentierte, jedoch umso ehrgeizigere Generation der Holocaust-Schwindler, die vom Sentimentalismus, von der Assimilationsdiktatur und der kommerziellen Gewinnsucht ausgeht, als ungemein geschäftsschädigend ansehen.“


OTTOKAR KERNSTOCK (1848-1928)

"Unsere lieben Toten sind nicht gestorben, sie haben nur aufgehört, sterblich zu sein."


HERMANN KESTEN (1990-1996)

"Die Fortschritte der Medizin sind ungeheuer. Man ist seines Todes nicht mehr sicher."


JOHN MAYNARD KEYNES (1883-1946)

"Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, daß widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden." (1940)

"Die >Liebe zu Geld als besitz - anders als die Liebe zu Geld als Mittel zur Erfüllung persönlicher Wünsche und und Bedürfnisse - wird als das anerkannt, was sie eigentlich ist. Nämlich eine irgendwie ekelerregende Karnkhaftigkeit, einer dieser halbkriminellen, halb krankhaften Veranlangungen, die man mit Schauder an die Spezialisten für Geisteskrankheiten weiterreicht." (Geschichte des Gelde´s)




SØREN AABYE KIERKEGAARD (1813-1855)

"Soviel ich das Leben betrachte, ich kann keine Sinn hineinbringen. Ich nehme an, daß mir ein bösartiger Geist eine Brille auf die Nase gesetzt hat, von deren Gläsern das eine ungeheuer vergrößert, während das andere im selben Maßstab verkleinert."

"Das Tragische liegt nicht darin, daß die Aussage des Orakels zweideutig ist, sondern darin, daß der Heide es nicht zu unterlassen wagt, sich bei ihm Rat zu holen."

"Andere mögen darüber klagen, daß unsere Zeit böse sei; ich klage darüber, daß sie armselig ist. Es gibt keine Leidenschaft mehr. Die Gedanken der Menschen sind dünn und schwach wie ein Spitzengewebe, sie selbst erbärmliche Geschöpfe wie Spitzenklöpplerinnen. Ihre Gedanken sind zu elend, um sündhaft zu sein.“

"Alles kommt zwar wieder, aber auf eine andere Weise."

"Dänemark bildet das Gleichgewicht in Europa. Man kann sich keine glücklichere Existenz denken."

"Das Gute ist dadurch, daß ich es will, und sonst ist es gar nicht: es ist der Ausdruck der Freiheit."

"Das Dämonische ist das Verschlossene und das unfreiwillig Offenbare."

"Das Ewige ist, den blauen Bergen gleich, die Grenze für die Zeitlichkeit, wer aber kraftvoll in der Zeitlichkeit lebt, gelangt nicht zur Grenze."

"Das Gegenwärtige ist das Ewige, oder richtiger das Ewige ist das Gegenwärtige, und das Gegenwärtige ist das Erfüllte."

"Das Geheimnis im Leben ist, daß jeder es selber nähen muß, und das Merkwürdige ist, daß ein Mann es ebenso gut zu nähen vermag wie ein Weib."

"Der Mann freit, aber die Entscheidung liegt beim Weib. Das Weib fühlt sich als die Überwundene, der Mann als Sieger, und doch beugt sich der Sieger vor der Besiegten."

"Das Weib ist das einzig und am meisten Verführerische im Himmel und auf Erden. Wenn man die beiden so vergleicht, ist der Mann etwas sehr Unvollkommenes."

"Das Weib ist noch weniger als die Gottheit ein Einfall eines Männergehirns, ein Traum am Tage, etwas, was man selbst entdeckt hat, um darüber pro et contra zu disputieren. Nein, nur von ihr selbst lernt man, über sie zu reden; und je mehr Lehrerinnen man gehabt hat, umso besser."

"Denn was ist das Weib anderes als ein Traum und doch die letzte Wirklichkeit? So versteht sie der Erotiker und führt sie und wird durch sie geführt im Augenblick der Verführung hinaus aus der Zeit, dahin, wo sie als Illusion eine Heimat hat."

"Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit."

"Ein Genie ist wie das Donnerwetter: Es geht gegen den Wind, schreckt die Menschen und reinigt die Luft."

"Das Große ist nicht, dies oder das zu sein, sondern man selbst zu sein."

"Als geistlos bestimmt ist der Mensch eine Sprechmaschine geworden, und es steht dem nichts im Wege, daß er ebenso gut einen philosophischen Schwulst auswendig lernen kann wie ein Glaubensbekenntnis und ein politisches Rezitativ."

"An sich ist Müßiggang durchaus nicht eine Wurzel allen Übels, sondern ist, im Gegenteil, ein geradezu göttliches Leben solange man sich nicht langweilt."

"Angst ist der Schwindel der Freiheit."

"Der Freiheit Inhalt, intellektuell gesehen, ist Wahrheit, und die Wahrheit macht den Menschen frei."

"Auf dem Lebensweg muß der Blick nach vorne gerichtet sein. Verstehen aber kann man das Leben nur, wenn man zurückblickt."

"Außer meinem übrigen zahlreichen Umgangskreis habe ich noch eine intime Vertraute - meine Schwermut. Mitten in meiner Freude, mitten in meiner Arbeit winkt sie mir und nimmt mich beiseite, auch wenn ich körperlich dableibe. Meine Schwermut ist die treueste Geliebte, die ich je gekannt habe; was Wunder, daß ich sie wiederliebe."

"Beim Mann ist das Wesentliche das Wesentliche und insofern immer dasselbe; beim Weib ist das Zufällige das Wesentliche und so eine unerschöpfliche Mannigfaltigkeit."

"Beten ist nicht sich selbst reden hören, sondern verstummen, so lange schweigen und warten, bis der Betende Gott hört."

"Bewunderung ist glückliche Selbstverlorenheit, Neid unglückliche Selbstbehauptung."

"Darum ist die Natur so groß, weil sie vergessen hat, daß sie Chaos war; und doch kann es ihr auch wieder einfallen, wenn es sein muß."

"Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts verstanden, aber nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden."

"Das Lächerlichste vom Lächerlichen auf dieser Welt sind mir die Leute, die es eilig haben, die nicht schnell genug essen und arbeiten können. Was richten sie aus, diese ewig Hastenden? Ergeht es ihnen nicht wie jeder Frau, die aus ihrem brennenden Haus in der Verwirrung die Feuerzange rettete?"

"Das wahre ethische Individuum ruht mit Sicherheit in sich selbst, weil es die Pflicht nicht außer sich, sondern in sich hat."

"Das Wesen der Freude liegt nicht im Genuß einer Sache, sondern in dem begleitenden Bewußtsein. Wenn mir ein einfacher Geist diente, der mir auf meine Bitte um ein Glas Wasser den kostbarsten Wein in einem Kelch servierte, würde ich ihn entlassen, um ihn zu lehren, daß Freude nicht im Genuß liegt, sondern darin, meinen Willen durchzusetzen."

"Das Zukünftige voraussagen und die Notwendigkeit des Vergangenen verstehen zu wollen ist ein und dasselbe, und es ist nur Modesache, daß einem Geschlecht das eine plausibler erscheint als das andere."

"Der Haß ist die Liebe, die gescheitert ist."

"Daß sich nichts Wunderbareres, nichts Lieblicheres, nichts Verführerischeres denken läßt als ein Weib, dafür bürgen die Götter und deren Not, die ihre Erfindungsgabe so schärfte, dafür bürgt wiederum, daß sie alles gewagt und bei der Schöpfung ihres Wesens die Kräfte von Himmel und Erde bewegt haben." "Denn wer mit der Welt streitet, wird groß im Überwinden der Welt, und wer mit sich selbst streitet, wird größer im Überwinden seiner selbst; wer aber mit Gott streitet, wird größer als alle."

"Der Mensch ist eine Synthese des Seelischen und des Leiblichen. Aber eine Synthese ist nicht denkbar, wenn die zwei nicht in einem Dritten vereinigt werden. Dieses Dritte ist der Geist."

"Die Menschen scheinen die Sprache nicht empfangen zu haben, um die Gedanken zu verbergen, sondern um zu verbergen, daß sie keine Gedanken haben."

"Die Menschen sind doch sonderbare Wesen. Sie gebrauchen nie die Freiheit, die sie haben, sondern fordern die, die sie nicht haben: Denkfreiheit haben sie, Redefreiheit fordern sie."

"Jeder Mensch kann, wenn er will, ein paradigmatischer Mensch werden: Nicht dadurch, daß er seine Zufälligkeit abstreift, sondern dadurch, daß er in ihr bleibt und sie veredelt."

"Der Mythos läßt im Äußerlichen geschehen, was innerlich ist."

"Die Angst in der Scham liegt darin, daß der Geist sich fremd fühlt."

"Die eheliche Liebe kommt nicht mit äußeren Zeichen, nicht wie der reiche Vogel in Saus und Braus, sondern sie ist das unverrückbare Wesen eines stillen Geistes."

"Die Gedanken der Menschen sind dünn und zerbrechlich, sie selbst armselige Geschöpfe wie Spitzenklöpplerinnen. Ihres Herzens Gedanken sind zu elend, um sündhaft zu sein."

"Die Götter langweilten sich, darum schufen sie die Menschen. Adam langweilte sich, darum wurde Eva erschaffen. Von diesem Augenblick an, kam die Langeweile in die Welt und nahm zu im genauen Verhältnis zur Menge der Menschen."

"Die Heiligen Drei Könige hatten nur ein Gerücht, um sich daran zu halten - aber es bewegte sie, die weite Reise zu machen. Die Schriftgelehrten wußten ganz anders Bescheid, aber es bewegte sie nicht. Wo war da am meisten Wahrheit, bei den Drei Königen, die inem Gerücht nachliefen, oder bei den Schriftgelehrten, die mit all ihrem Wissen ruhig sitzen blieben?"

"Die Langeweile ist die Wurzel des Bösen. Die Langeweile ist die Wurzel allen Übels, ist das, was man fernhalten muß. Müßiggang ist nicht das Übel. Man kann sogar behaupten: jeder Mensch, der keinen Sinn dafür hat, beweist damit, daß er sich noch nicht zur Humanität erhoben hat."

"Die meisten laufen so sehr dem Genuß nach, daß sie an ihm vorbeilaufen."

"Die Musik ist eine Kunst, über die man ohne einen hohen Grad von Erfahrung keine rechte Meinung haben kann."

"Die romantische Liebe bleibt ständig abstrakt in sich selbst, und wenn sie keine äußere Geschichte bekommen kann, so lauert schon der Tod auf sie, weil ihre Ewigkeit illusorisch ist."

"Die tieferen Naturen vergessen niemals sich selbst und werden niemals etwas anderes, als sie gewesen sind."

"Die Tür zum Glück, zum Heil, zur Rettung, zur Selbstverwirklichung geht nach außen auf."

"Die Verzweiflung der Endlichkeit ist, der Unendlichkeit zu ermangeln."

"Die Verzweiflung ist ein Sichselbstverzehren, doch ein ohnmächtiges Sichselbstverzehren, das nicht kann, was es will."

"Die Zeit verzehrt die Kinder der Zeit; ein Kind der Zeit ist aber auch das Leid, und seine angemaßte Ewigkeit ist nur Betrug."

"Diejenigen, die sich nicht selbst langweilen, langweilen im Allgemeinen die anderen, diejenigen dagegen, die sich selbst langweilen, unterhalten die anderen."

"Durch Arbeit macht sich der Mensch frei; durch Arbeit wird er Herr der Natur; durch Arbeit zeigt er, daß er mehr ist als Natur."

"Ein Belehrender zu sein, bedeutet nicht, daß man sagt: es ist auf diese Weise; es heißt ebenfalls nicht, Aufgaben zu erteilen und ähnliches, nein, ein Belehrender zu sein, heißt letztlich, der zu sein, der lernt."

"Ein Scherz kann das Gleiche wirken wie Ernst und umgekehrt."

"Ein vollkommener Geist läßt sich nicht denken als geschlechtlich bestimmt."

"Ein wenig Schüchternheit schmeichelt der Eitelkeit der Mädchen, weil sie sich dann überlegen fühlen."

"Erst die Verantwortung gibt Segen und wahre Freude."

"Es gehört doch eine große Naivität dazu, zu glauben, daß es etwas helfen würde, in der Welt zu rufen und zu schreien, als ob sich dadurch das Schicksal beeinflussen ließe. Man nehme hin, was es bringt, und enthalte sich aller Weitläufigkeit."

"Es gehört zu den Unvollkommenheiten unseres Wesens, daß wir erst durch den Gegensatzt hindurch müssen, um zu erreichen, was wir erstreben. Erst durch die Sünde hindurch schauen wir die Seligkeit."

"Es gibt eine unermüdliche Geschäftigkeit, die den Menschen aus der Welt des Geistes ausschließt und auf eine Stufe mit den Tieren stellt, die instinktiv immer in Bewegung sein müssen."

"Es ist das Unglück der Christenheit, das Christentum zu einer bloßen Lehre gemacht zu haben. - Das Christentum des Neuen Testamentes existiert gar nicht. Hier gibt es nichts zu reformieren. Es gilt, Licht zu bringen in ein durch Jahrhunderte fortgesetztes, von Millionen (unschuldig oder schuldig) verübtes christliches Verbrechen, wobei man klug, unter dem Namen einer Vervollkommnung des Christentums, nach und nach versuchte, Gott dem Christentum abzuluchsen, und das Christentum gerade zum Geigenteil dessen gemacht hat, was es im Neuen Testament ist."

"Es ist im Ganzen nicht zu glauben, wie erfinderisch die Menschen sind, um Entscheidungen aus dem Weg zu gehen."

"Es ist menschlich, traurig zu sein, es ist menschlich, traurig zu sein mit den Traurigen, aber größer ist es, zu glauben, und seliger, auf den Glaubenden zu schauen."

"Es ist recht merkwürdig, daß die christliche Orthodoxie stets gelehrt hat, das Heidentum liege in der Sünde, während doch das Sündenbewußtsein erst durch das Christentum gesetzt worden ist."

"Es ist wohl festzuhalten, daß ein jeder statt irgendetwas zu lernen, zunächst zu lernen habe, was wesentlich zu lernen ist."

"Es müßte doch wirklich als Unglück zu betrachten sein, wenn man auf eine Art und Weise glücklich wäre, in der sich das eigene Glück in den wesentlichen Dingen von dem aller anderen Menschen abhöbe."

"Gegen Gott haben wir immer Unrecht; dieser Gedanke hält den Zweifel auf und beruhigt seine Besorgnis; er ermuntert und begeistert zum Handeln."

"Gilt in Wirklichkeit als einziger Beweis dafür, über eine Überzeugung zu verfügen, nicht dies: daß die eigenen Existenz sie durch das Handeln zum Ausdruck bringt?"

"Glück hat darum der Mann, der sich nicht mit einem Weib einläßt, sie gehört ihm doch nicht; auch wenn sie nicht einem anderen Manne gehört, denn sie gehört jenem Phantom, das in dem unnatürlichen Umgang weiblicher Reflexion mit weiblicher Reflexion gezeugt ist: der Mode."

"Hoffen heißt: die Möglichkeit des Guten erwarten; die Möglichkeit des Guten ist das Ewige."

"Ich möchte einem solchen Hohlkopf, der die Emanzipation des Weibes predigt, zurufen: Hast du den Mut, so mache sie doch dem Manne gleich, schneid ihr die reichen Locken, die schweren Flechten ab - und dann laufe sie in die Welt hinaus wie eine Wahnwitzige, wie eine Verbrecherin, ein Abscheu der Menschen! Der Mann sei Mann, und das Weib sei Weib: dann gerade kann das Weib dem Manne alles sein."

"Im Religiösen drückt sich im Grunde die Überzeugung aus, daß sich der Mensch mit der Unterstützung Gottes leichter befindet als die gesamte Welt; dies ist der gleiche Glaube, der einem Menschen ermöglicht zu schwimmen."

"In der prachtvollen Domkirche tritt der hochwohlgeborene, hochehrwürdige geheime General-Ober-Hof-Prädikant auf, der vornehmen Welt auserwählter Liebling, er tritt auf vor einem auserwählten Kreis von Auserwählten und predigt gerührt über den von ihm selbst auserwählten Text "Gott hat das in der Welt Geringe und Verachtete auserwählt" - und da ist keiner, der lacht."

"In unserer Zeit bleibt keiner beim Glauben stehen, sondern geht weiter."

"Ist nicht der ein Beter, gar der wahre Beter, der so spricht: Herr, mein Gott, im Grunde gibt es nichts, um was ich dich bitten könnte; selbst wenn du mir zusicherst, mir alle Wünsche zu erfüllen, fiele mir eigentlich nichts ein zu erbitten, außer dem, bei dir bleiben zu dürfen, so nah, wie es in dieser Zeit des Getrenntseins möglich ist, in der du und ich leben, und dann in aller Ewigkeit ganz bei dir?"

"Je mehr Bewußtsein, desto mehr Selbst; je mehr Bewußtsein, desto mehr Wille; je mehr Wille, desto mehr Selbst."

"Je mehr Leute es sind, die eine Sache glauben, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß die Ansicht falsch ist. Menschen, die recht haben, stehen meistens allein."

"Jener, der der Zukunft voller Hoffnung entgegen schaut, läßt die Vergangenheit zu keinem Moment zu Stein werden, wendet er ihr doch dauerhaft den Rücken zu."

"Jesus Christus will nicht Bewunderer, sondern Nachfolger. Der Bewunderer ist die billige Volksausgabe des Nachfolgers."

"Kannst du dich selbst nicht halten, so wirst du auch kaum jemand finden, der dich zu halten vermöchte."

"Kein Unglück, kein Ärger ist so unliebenswürdig, so taub, daß es sich nicht ein wenig schmeicheln ließe. Sogar Cerberus nahm Honigkuchen an, und es sind nicht nur kleine Mädchen, die man betört."

"Keiner kehrt wieder vom Tode, keiner kommt in die Welt herein, ohne zu weinen. Niemand fragt dich, wann du herein willst, niemand, wann du hinaus willst."

"Laß andere darüber klagen, daß unsere Zeit böse sei; ich klage darüber, daß sie armselig ist, denn sie ist ohne Leidenschaft."

"Leben kann man nur vorwärts, das Leben verstehen nur rückwärts."

"Liebe ist ein Verhältnis zu einem anderen Menschen oder zu anderen Menschen, aber sie ist keineswegs und darf keineswegs sein eine eheliche, eine freundschaftliche, eine bloß menschliche Übereinkunft, ein wenn auch noch so treuer und zärtlicher Zusammenhalt zwischen Mensch und Mensch."

"Man muß einem jungen Mädchen seine Freiheit lassen; nur soll man ihr keine Gelegenheit geben, sie zu benutzen."

"Man spricht so viel davon, daß der Mensch ein geselliges Tier sei; im Grunde ist er ein Raubtier, worüber man sich nicht bloß durch die Betrachtung seines Gebisses vergewissern kann. Das ganze Geschwätz von Geselligkeit und Gemeinschaft ist deshalb teils eine vererbte Heuchelei, teils eine ausgesuchte Hinterlist."

"Man unterziehe sich niemals einer Berufsarbeit. Tut man das, so wird man schlecht und recht ein Allerweltsmensch, ein kleines Rädchen in der Maschine des Staatsorganismus."

"Mit dem Essen der Frucht der Erkenntnis ist der Unterschied zwischen Gut und Böse hineingekommen, zugleich aber die geschlechtliche Verschiedenheit als Trieb. Wie dies zugegangen sei, kann keine Wissenschaft erklären."

"Müßiggang ist nichts Übles, ja man muß sagen: Ein Mensch, der für diesen keinen Sinn hat, zeigt damit, daß er sich nicht zur Humanität erhoben hat."

"Neuer Mut, der voller Kühnheit gewagt wird, Mut, der den Willen auf die Schwierigkeit richtet! Sodann reicht die Schwierigkeit auch ihre helfende Hand; ist die Schwierigkeit doch kein murrender Bursche, keiner, der hintertreibt, sonder etwas Allmächtiges mit dem Willen, es besonders gut auszuführen."

"Nicht bloß in der Welt des Handels, auch in der der Ideen veranstaltet unsere Zeit einen wirklichen Ausverkauf. Alles ist für solch einen Spottpreis zu haben, daß es eine Frage wird, ob am Ende überhaupt noch einer bieten wird."

"Nur als der Einzelne ist der Mensch das Absolute, und dieses Bewußtsein wird ihn vor allem revolutionären Radikalismus retten."

"Nur die Wahrheit, die dich erbaut, ist Wahrheit für dich."

"Nur solange man ernstlichen Widerstand zu überwinden hat, ist es schön zu lieben."

"Ohne etwas bei sich zu haben, kommt der Mensch nackt auf die Welt, und ganz gleichgültig, ob die Bedingungen des Daseins sich freundlich vorstellen und alles bereit halten, oder ob er sie voller Mühe selbst herausfinden muß, auf diese oder jene Manier muß sich doch jedermann die Bedingungen für sein Dasein erwerben."

"Physisch betrachtet, wächst der Mensch nie so viel wie in den neun Monaten im Mutterleib, und geistig betrachtet, nie so sehr wie in dem verborgenen Leben der Jugend, in dem er ein göttliches Wachstum entwickelt."

"Schon die Freundschaft ist gefährlich; die Ehe aber ist es noch mehr, denn das Weib ist und bleibt der Ruin des Mannes, sobald er in ein dauerndes Verhältnis zu ihr tritt."

"Wollte einer die Scheidung verlangen, weil seine Frau langweilig ist; wollte einer einen König absetzen, weil er langweilig anzusehen, einen Pfarrer verbannen, weil er langweilig anzuhören, einen Minister stürzen, einen Journalisten hinrichten, weil er rasend langweilig ist, so wäre man nicht imstande, das durchzusetzen. Was Wunder, daß es rückwärtsgeht mit dieser Welt und das Böse immer um sich greift, da die Langeweile immer mehr überhandnimmt und die Langeweile die Wurzel alles Übels ist."

"Schweigen ist nicht allein des Weibes höchste Schönheit, sondern auch ihre höchste Weisheit."

"Unglaube und Aberglaube sind beide Angst vor dem Glauben."

"Unschuld ist Unwissenheit. Sie ist keineswegs das reine Sein des Unmittelbaren, sondern sie ist Unwissenheit."

"Unsere Epoche gestattet nicht, still zu stehen und sich zu vertiefen. Schon bedächtiges Gehen ruft Verdacht hervor."

"Verdächtige immer zuerst dich selbst."

"Vergessen können beruht immer darauf, wie man sich erinnert; aber wie man sich erinnert, beruht wieder darauf, wie man die Wirklichkeit erlebt."

"Verstehen kann man das Leben nur rückwärts - leben muß man es aber vorwärts."

"Viele Menschen ziehen ihre Schlüsse über das Leben wie Schulknaben: sie betrügen ihre Lehrer, indem sie die Antworten aus einem Buch abschreiben, ohne die Addition selbst ausgerechnet zu haben."

"Von einem Grundsatz auszugehen, soll sehr verständig sein, behaupten erfahrene Leute. Ich füge mich dem und behaupte, daß alle Menschen langweilig sind. Sollte jemand so langweilig sein, dem zu widersprechen?"

"Vor allem suche dich zu heilen von einer furchtbaren Krankheit: such Rettung vor deiner Neigung, dich darum zu sorgen, wie du den anderen erscheinst. Sorge dich nur darum, wie du Gott erscheinst - und darum, was Gott für eine Idee von dir hat."

"Was den gewöhnlichen Menschen im guten Sinne macht, das ist die intensive Kraft, mit der von ihm das Menschliche zum Ausdruck gebracht wird."

"Was ist die Jugend? Ein Traum. Was ist Liebe? Der Inhalt des Traumes."

"Was ist ein Dichter? Ein unglücklicher Mensch, dessen Lippen so geformt sind, daß sein Seufzen und Schreien sich in schöne Musik verwandelt, während sich in seiner Seele geheime Qualen verbergen."

"Welche Bedeutung hat die Freundschaft? Gegenseitige Hilfe mit Rat und Tat. Darum schließen zwei Freunde sich eng zusammen, um füreinander alles zu sein, ungeachtet dessen, daß doch ein Mensch gar nichts anderes für den anderen Menschen sein kann als ihm im Wege sein."

"Wenn das Christentum so leicht und gemütlich wäre, wozu hätte Gott in seiner Schrift Himmel und Erde in Bewegung gesetzt, mit ewigen Strafen gedroht?"

"Wenn einer zwanzig Jahre alt ist und nicht erfaßt, daß es einen kategorischen Imperativ gibt: Genieße!, der ist ein Narr, und wer nicht zugreift, der werde ein Herrnhuter."

"Wenn gefühlvolle Menschen, die als solche äußerst langweilig sind, ärgerlich werden, so ist das oft sehr unterhaltsam. Stichelei ist ein besonders herrliches Explorationsmittel."

"Wenn man wirklich darin erfolgreich sein will, einen Menschen zu einer gewissen Stelle hinzuführen, so hat man in erster Linie darauf zu sehen, ihn zu finden, wo er sich befindet, und dort anzufangen."

"Wenn nämlich das, was wir Priester nennen, Priester sein ist - ja, dann sind wir alle Priester."

"Wenn zwei Menschen sich ineinander verlieben und ahnen, daß sie füreinander bestimmt sind, dann gilt es, Mut zu haben und abzubrechen; denn wenn man dabei bleibt, ist nur alles zu verlieren und nichts zu gewinnen. Das scheint ein Paradox zu sein und ist es auch für das Gefühl, nicht aber für den Verstand."

"Wer das Schicksal erklären soll, der muß ebenso zweideutig wie das Schicksal sein."

"Wer immer das Beste hofft, der wird alt, vom Leben betrogen; und wer immer auf das Schlimmste vorbereitet ist, der wird zeitig alt; aber wer glaubt, der bewahrt eine ewige Jugend."

"Wie aber läßt sich das Ästhetische, das sogar für die poetische Darstellung inkommensurabel ist, überhaupt darstellen? Antwort: Indem es gelebt wird."

"Wie ein erfahrener Seemann immer forschend über das Wasser hinblickt und einen Windstoß lang voraussieht, so muß man immer die Stimmungen ein wenig voraussehen. Man muß wissen, wie eine Stimmung auf einen selbst und, mit einiger Wahrscheinlichkeit, auf andere wirkt, ehe man sich ihr überläßt."

"Wie geht es in der Ehe zu? Nach kurzer Zeit merkt zuerst der eine Partner, daß er hereingefallen ist; welch himmelschreiende Treulosigkeit! Aber im Lauf der Zeit kommt der andere Partner zum selben Resultat; und nun wird eine Neutralität arrangiert, in der die beiderseitige Untreue mit Zufriedenheit und Vergnügen verrechnet wird. So hat man die Sache hinter sich, denn eine Scheidung wäre mit zu großen Schwierigkeiten verbunden."

"Will einer von seiner Frau sich scheiden lassen, so ruft man: Der gemeine Mensch, der Schurke! Wie dumm, und was für ein indirekter Angriff auf die Ehe. Entweder hat die Ehe ihre Realität in sich selbst, und dann ist der ja hinreichend gestraft, der ihrer verlustig geht; oder sie hat keine Realität, dann ist es ja ungereimt, ihn dafür auszuschelten, daß er gescheiter ist als andere."

"Will man das mittelalterliche Christentum das klösterlich-asketische nennen, so könnte man das Christentum unserer Zeit das professoral-wissenschaftliche nennen. Mit dem Professor kam die Wissenschaft, und mit ihr kamen die Zweifel, und mit der Wissenschaft und den Zweifeln kam das wissenschaftliche Publikum, und dann kamen die Gründe pro und contra..."

„Wo die Schönheit zu walten hat, bringt sie eine Synthese zu Wege, bei welcher der Geist ausgeschlossen ist."

"Wo einer Christ werden soll, da muß Unruhe sein; und wo einer Christ geworden ist, da wird Unruhe."

"Zu beten bedeutet nicht, daß man sich selbst sprechen hört, sondern daß man das Schweigen erreicht und daß man im Schweigen verharrt, darauf wartet, daß der Beter Gott vernimmt."


WILLIAM LYON MACKENZIE KING (1874-1948)

"Die Wahlversprechen von heute sind die Steuererhöhungen von morgen."


JOSEPH RUDYARD KIPLING (1865-1936)

„Vertraue nur dir selbst, wenn andere an dir zweifeln, aber nimm ihnen ihre Zweifel nicht übel.“


HENRY KISSINGER (geb. 1923)

"Wenn man die Kontrolle über die Nahrungsmittel hat, hat man die Kontrolle über das Volk. Hat man die Kontrolle über das Erdöl, so hat man die Kontrolle über die Nationen. Wenn man die Kontrolle über das Geld hat, kontrolliert man die Welt."

“Alles wird anders sein. Viele werden leiden. Eine neue Weltordnung wird hervortreten. Es wird eine viel bessere Welt für die, die überleben werden.”


MAX KLAR (geb. 1940)

„Wahrer Frieden ist die Frucht milder Gerechtigkeit. Gerechtigkeit im Bezug auf den Zweiten Weltkrieg bedeutet, dass jedes teilnehmende Land zu bekennen und anzuerkennen hat, was auf der jeweiligen Seite geschehen ist.“

„Nur gerechter Friede, der unter Beachtung der wahren Ereignisse in beiderseitigem Verstehen und Respektieren geschlossen wird, kann politischer Radikalität – von der in diesen Tagen wieder so viel die Rede ist – das Wasser abgraben; Verbote helfen da nicht! Revolution folgt, wenn das Fass voll ist und er dann plötzlich fällt – der berühmte Tropfen zu viel.“

Frei wird nur, wer sich die Freiheit nimmt./b> Das ist ein revolutionärer Akt. 1933 wurde Deutschland revolutionär verändert – die Folgen kennen wir. 1989 wurde Deutschland durch den verzweifelten Mut der Mitteldeutschen revolutionär verändert – auch die Folgen kennen wir. Dankbar für das Erreichte gilt es dennoch festzustellen, dass diese Erhebung nur Teilerfolg hatte. Die Hoffnung auf eine vom ganzen deutschen Volk in freier Selbstbestimmung angenommene Verfassung (Art. 146 GG) erfüllte sich nicht.


KLAUSEWITZ ( )

"...Daß der Schandfleck einer feigen Unterwerfung nie zu verwischen ist; daß dieser Gifttropfen in dem Blute eines Volkes in die Nachkommenschaft übergeht und die Kraft später Geschlechter lähmen und untergraben wird“; daß demgegenüber „selbst der Untergang dieser Freiheit nach einem blutigen und ehrenvollen Kampf die Wiedergeburt des Volkes sichert und der Kern des Lebens ist, aus dem einst ein neuer Baum die sichere Wurzel schlägt." (Drei Bekenntnissen)




MANFRED KLEINE-HARTLAGE (geb.1986)

„Der Holocaust wird durch eigens auf ihn zugeschnittene Blasphemiegesetze nicht etwa als das monströse verbrechen gebrandmarkt, das er tatsächlich war, sondern zum Inbegriff des absolut bösen erklärt und damit aus dem Zuständigkeitsbereich der Geschichtsschreibung in den der Theologie überführt; womit jegliche Ideologie und jedes politische Projekt, das man als eine Art anti-Auschwitz Programm verkaufen kann - und wäre ein solcher Anspruch noch so fadenscheinig -, mit einem Heiligenschein ausgestattet wird.“ (Neue Weltordnung, 2011)

Woher kommt es insbesondere, dass die Massenmorde von Kommunisten, deren Opfer die des Holocausts an Zahl um ein vielfaches übertreffen, so wenig historische Beachtung finden – ein Umstand, der normalerweise vom politisch korrekten Diskurs lautstark als „Verhöhnung der Opfer“ angeprangert werden müßte? Die Antwort lautet, dass man unter Verweis auf „Auschwitz“ andere Ideologien diskreditieren kann als unter Verweis auf den „Gulag“: Sie ziehen die Interessen ihres Volkes denen von fremden vor? Das ist Nationalismus und führt zu Auschwitz!” (Neue Weltordnung, 2011)

"Ein Regime, das aus ideologischer Verblendung lernunfähig ist, das deswegen darauf angewiesen ist, die aus seiner eigenen Unfähigkeit und Verblendung resultierenden Krisen und Probleme seinen Kritikern in die Schuhe zu schieben, das die Wahrheit nicht auf seiner Seite hat und es sich deshalb nicht leisten kann, Kritik mit Argumenten zu beantworten, und das deswegen von Propaganda, Lügen und Repression abhängig ist wie ein Drogensüchtiger von seiner Spritze, ein solches Regime ist zum Tode verurteilt, selbst wenn es äußerlich noch intakt zu sein scheint." (Vortrag in Dresden, 2012)

Nicht nur der öffentliche Diskurs über Geschichte von der Gesellschaft auf den Staat, sondern auch vom Nationalstaat auf die europäische Union übertragen, der somit die Zuständigkeit für ein „Geschichtsmanagement“ zuerkannt wird, das in keiner nationalen Verfassung vorgesehen ist, jedenfalls in keiner demokratischen. Totalitäre Staaten freilich haben dieses Recht nach dem Orwellschen Motto ‚Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft‘ stets für sich in Anspruch genommen.“ (Vortrag in Frankfurt, 2012)


HEINRICH v. KLEIST (1777-1811)

“Das Leben, welches wir von unseren Eltern empfingen, ist ein heiliges Unterpfand, das wir unsern Kindern wieder mitteilen sollen. Das ist ein ewiges Gesetz der Natur, auf welches sich ihre Erhaltung gründet.”

“Aber in uns flammt eine Vorschrift – und die muß göttlich sein, weil sie ewig und allgemein ist; sie heißt: Erfülle Deine Pflicht; und dieser Satz enthält die Lehren aller Religionen.”


PETER KLEIST (1904-1971)

Sie müssen sich darüber klar sein, daß dieser Krieg nicht gegen Hitler oder den Nationalsozialismus geht, sondern gegen die Kraft des deutschen Volkes, die man für immer zerschlagen will, gleichgültig, ob sie in den Händen Hitlers oder eines Jesuitenpaters liegt” Mitteilung an einen Beauftragten des deutschen “Widerstandes” während des Krieges (vgl. (Auch du warst dabei)


MICHAEL KLONOVSKY (geb. 1962)

“Je länger das Dritte Reich zurückliegt, desto mehr Hakenkreuze prangen aud deutschen Bühnen."


HILMAR KLUTE (geb. 1967)

“Die Aufrichtigkeit gehört zum großen Kanon unserer auf Konsenz getrimmten Gesellschaft. Dabei ist der Schwindel manchmal notwendig, auf jedem Fall sehr unterhaltsam."

"Wer erkennen kann, dass er einem Unrechtstaat dient und sich nicht wenigstens innerlich davon distanziert bzw. ihn sogar aktiv unterstützt, macht sich moralisch schuldig." (Das Lob der Lüge, 2011)


FRIEDRICH GOTTLIEB KLOPSTOCK (1724-1803)

"Ich sah sie an; mein Leben hing mit diesem Blick an ihrem Leben: Ich fühlt es wohl, und wusst es nicht. Sie sah mich an; ihr Leben hing mit diesem Blick an meinem Leben, und um uns ward's Elysium."

"Wie dem Mädchen, das dem Bade entsteigt, das Gewand anliegt, so sollt' es die Sprache den Gedanken."

"Verstand ist ein Edelstein, der am schönsten glänzt, wenn er in Demut gefaßt ist."

"Verkennt denn euer Vaterland, undeutsche Deutsche! Steht und gafft mit blöder Bewunderung großem Auge das Ausland an! Dem Fremden, den ihr vorzieht, kam's nie ein, den Fremden vorzuziehen. Er haßt die Empfindung dieser Kriechsucht, verachtet euch!"


J. W. KNEESHAW (1891)

„Wären wir das besiegte Volk und hätten solche Bedingungen auferlegt bekommen, so würden wir, statt uns ruhig auf sie zu verpflichten, unsere Kinder auf einen Vergeltungskrieg vorbereiten. Diese Bedingungen von Versailles waren nicht nur ein Anschlag auf Deutschland, Österreich und andere besiegte Nationen, sie waren ein Anschlag auf das ganze Gewebe der Zivilisation.“ (Scarborough, 1920)


VOLKHARD KNIGGE (geb. 1954)

"Das sich seit der Wiedervereinigung in der Bundespepublik mit zunehmender Beschleunigung... ein Prozess der Nationalisierung negativen Gedenkensvollzogen hat. Mit negativen Gedenken ist der Umstand gemeint, das begangene bzw. zu verantwortende Verbrechen im kollektiven Gedächtnis der Deutschendauerhaft aufgehoben werden sollen..."

"Lerne Widerspruch ertragen. Sei nicht kindisch eingenommen von deinen Meinungen."

"Sei nicht zu sehr ein Sklave der Meinungen andrer von Dir! Sei selbständig! Was kümmert dich am Ende das Urteil der ganzen Welt, wenn du tust, was du sollst?"


CHARLOTTE KNOBLOCH (geb. 1925)

"Es waren deutsche Juden, die fast alle demokratischen Entwicklungen auf deutschen Boden initiiert, mitgestaltet, begleitet und gelebt haben. Wir brauchen keine Nachhilfe in Demokratie. Wir benötigen keine Belehrungen über Meinungsfreiheit. Wir sind sehr gut und mit Begeisterung in der Lage, Diskurse nicht nur zu ertragen, sondern auch zu befruchten und zu befördern." (2007)

(Von wegen Demokratie aus jüdischer Sicht. Charlotte Knobloch tatsächlich "initiiert, mitgestaltet, begleitet und gelebt" eine der große Talmudzug gegen der Kritiker der Holocaust-Doktrin in dem sie immer wieder gegen die Meinungsfreiheit für die "Holocaustleugner" bei Mannheimer Prozessen (Günter Deckert, Ernst Zündel, Germar Rudolf, Sylvia Stolz und Horst Mahler) bei der Schauprozessen wegen "Recht der Juden auf Leben und Anerkennung" zu begrenzen. Auch wegen des Bücher von Eva Herman wollte sie unbedingt die Tageschau-Sprecherin vor gericht zu ziehen wegen der Verherrlichung von NS-Administration. Sie belehrte jeder Woche die Deutschen den Holocaust zu akzeptieren in dem jegliche Kritik von Israel und insbesondere Juden in Deutschland sollte bestraft werden. Und letzendlich einfach lecherlich ist die Lüge der Präsidentin des Zentralrates der Nicht-Deutschen in Deutschland was die Diskurse angeht, genau umgekehrt war und leider auch heute bei den "Juden in Deutschland" bleibt: Diskurse zu befürchten und zu vermeiden. - Anm. JB)


NORBERT KNOBLOCH (geb. 1955)

"Der Zustand unserer heutigen Welt ist krank und pervers; alles ist verkehrt und auf den Kopf gestellt: Mediziner und Ärzte zerstören Gesundheit und Leben;
Lehrer und Professoren zerstören Bildung; Wissenschaftler zerstören Wissen;
Polizisten, Staatsanwälte und Richter zerstören Recht und Gesetz;
Banker zerstören Währung und Geld;
Politiker zerstören Freiheit und Staat;
Journalisten zerstören Information, Kritik und Urteil;
Pfarrer und Priester zerstören Religiosität und Spiritualität.
Die Welt ist so, wie sie ist, weil die Mehrheit der Menschen es zuläßt – aus Dummheit, Schwäche, Faulheit und Feigheit: selbstverschuldeter Unmündigkeit. "


JOSEF A. KOFLER

"Das endlose Beschuldigen des deutschen Volkes seit 1945 ist wie das unablässige Schlagen eines erblindeten und gefesselten Körperbehinderten! Den Deutschen hat man durch dauernde falsche Geschichtsdarstellungen alle Argumente zur Verteidigung und Rechtfertigung genommen. So wurden sie geistig gefesselt, verkrüppelt und blind gemacht."

„Nur die Wahrheit ermöglicht Gerechtigkeit und nur diese den Frieden in der Welt. Die Gegner Deutschlands waren am schrecklichen ersten Weltkrieg schuldig! Doch die Sieger kümmerten sich nicht um Wahrheit und Gerechtigkeit. Im Gegenteil, der Waffenstillstandsvertrag und durch den, auf der Lüge, Deutschland habe den I. Weltkrieg ganz allein verschuldet, basierenden Versailler „Friedensvertrag“ (in Wirklichkeit ein Unfriedensdiktat), wurde der Unfrieden erst richtig angeheizt.“

„Deutschland wurde für alle Kriegsschäden verantwortlich gemacht und wurde gezwungen 137 Milliarden Goldmark „Wiedergutmachung“ zu zahlen. Diese Forderungen waren das Vierfache des damaligen Goldbestandes der Welt!“ (Die falsche Rolle mit Deutschland)

„Deutschland, das seit Jahren unter der Hungerblockade litt, musste 180 000 Milchkühe und viel anderes Nutzvieh abliefern. Die oberschlesischen, lothringischen und saarländischen Kohlegruben wurden weggenommen. Trotzdem sollten die Deutschen jährlich 43 Millionen Tonnen Kohle abliefern. Das Versailler Unfriedensdiktat enthielt 440 solch grausamer Absätze. (Die falsche Rolle mit Deutschland)


OSKAR KOKOSCHKA (1886-1980)

"Freiheit ist ein Kaugummibegriff geworden - an jedem Schlagbaum versteht man etwas anderes darunter."




KONFUZIUS (551-479 vor Christi)

       "Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden deine Worte,
        Achte auf Deine Worte, denn sie werden Deine Handlungen,
        Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Deine Gewohnheiten,
        Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter,
        Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal."

"An einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft, sondern seinen Charakter."

"Aus Lügen, die wir glauben, werden Wahrheiten, mit denen wir leben."

"Betrachte den Tod als Heimkehr."

"DER MENSCH HAT DREI WEGE, KLUG ZU WERDEN
        Erstens: durch Nachdenken - das ist der edelste.
        Zweitens: durch Nachahmung - das ist der leichteste.
        Drittens: durch Erfahrung - das ist der bitterste.
"

"Der sittliche Mensch liebt seine Seele, der gewöhnliche sein Eigentum."

“Der Weise kennt keine Verwirrung, der Menschenfreund keine Sorgen und der Tapfere keine Furcht.”

“Der Edle verlangt alles von sich selbst, der Primitive stellt nur Forderungen an andere.”

“Der Edle gewinnt Freunde durch seine kultivierte Gelehrsamkeit. Und mit Hilfe dieser Freunde fördert er seine Menschlichkeit”

"Lernen ist eine Tätigkeit, bei der man das Ziel nie erreicht und zugleich immer fürchten muss, das schon Erreichte wieder zu verlieren.”

"Der Anführer eines großen Heeres kann besiegt werden. Aber den festen Entschluß eines einzigen kannst du nicht wankend machen."

"Der Edle strebt nach Harmonie, nicht nach Gleichheit. Der Gemeine strebt nach Gleichheit, nicht nach Harmonie.”

"Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben."

“Die Natur der Menschen lässt sie einander nah sein, doch die Gebräuche halten sie voneinander fern.”

"Die Zeit heilt nicht alle Wunden, aber sie lehrt uns mit dem Schmerz umzugehen."

“Diskutiere nicht die Angelegenheiten eines Amtes, das nicht dein eigenes ist.”

“Er predigt nur das, was er zuvor schon selbst in die Tat umgesetzt hat.”

"Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."

"Essen und Beischlaf sind die beiden großen Begierden des Mannes."

"Erst in einer Zeit der Unruhe kann man Treue erkennen."

"Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen. So wird dir Ärger erspart bleiben."

“Geschickte Reden und ein zurechtgemachtes Äußeres sind selten Zeichen von Mitmenschlichkeit.”

"Glatte Worte und schmeichelnde Mienen vereinen sich selten mit einem anständigen Charakter."

“Ich habe einmal einen Tag lang nicht gegessen und eine Nacht lang nicht geschlafen, um nachzudenken. Das hat nicht geholfen – besser ist es, stattdessen zu lernen.”

"Ich höre, aber oft vergesse. Ich sehe, aber oft nur glaube. Wenn ich etwas tue, dann stelle ich fest: ich habe Vieles vergessen und an Vieles nur geglaubt."

"Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern."

"Lernen ohne zu denken, ist verlorene Muhe. Denken, ohne etwas gelernt zu haben, ist gefährlich."

"Leuchtende Tage. Nicht weinen, dass sie vorüber. Lächeln, dass sie gewesen!"

“Mach’ Dir keine Sorgen um einen guten Posten, sondern sorge dafür, dass Du etwas hast, mit dem Du ihn verdienst. Mach’ Dir keine Sorgen darüber, dass Dich niemand kennt, sondern trage Sorge, Dich so zu verhalten, dass man Dich kennen wird.”

"Mach’ Dir keine Sorgen darüber, dass die Menschen Dich nicht kennen, sondern darüber, dass Du sie nicht kennst.”

"Man kauft mit Geld, das man nicht hat, Sachen, die man nicht braucht, um damit Leute zu beeindrucken, die man nicht mag."

"Nur die Weisesten und die Dümmsten können sich nicht ändern."

“Selbst einer großen Armee kann man den Führer rauben, aber nicht einmal einem einfachen Mann seinen Willen.”

"Souverän ist, wer den Ausnahmezustand beendet."

"Von Natur aus sind die Menschen fast gleich; erst die Gewohnheiten entfernen sie voneinander."

"Was du liebst, laß frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für immer."

"Wenn man durch Erlasse leitet und durch Strafe ordnet, so weicht das Volk aus und hat kein Gewissen."

"Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu machen."

"Wenn ein Herrscher Gehorsam durch Gesetze und Ordnung durch Strafe erzwingen will, dann wird das Volk skrupellos und wird versuchen, sich den Gesetzen und Strafen zu entziehen. Wird hingegen nach sittlichen Grundsätzen regiert, und die Ordnung durch Aufrichtigkeit und die gewohnten Formen des Umganges erreicht, dann wird das Volk aus Überzeugung folgen."

“Wenn ein Mann von allen gehasst wird, muss man die Gründe dafür überprüfen. Wenn ein Mann von allen geliebt wird, muss man das auch überprüfen.”

"Wenn du die Absicht hast, dich zu erneuern, tu es jeden Tag."

"Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern."

"Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist."

"Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten."

“Wer sich das Alte noch einmal vor Augen führt, um das Neue zu verstehen, der kann anderen ein Lehrer sein.”

Wer Geistern dient, die nicht seine eigenen sind, ist ein Schmeichler. Wer eine Gelegenheit zu rechtschaffenem Tun sieht, sie aber nicht ergreift, der ist ein Feigling.

"Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen."




CARL THEODOR KÖRNER (1791-1813)

"Das Leben gilt nur großen Männern viel; im Staube kriechen heißt ja: so nicht leben. - Das Leben gilt nichts, wo die Freiheit fällt."

"Der Liebe erster Ruf ergreift die Mädchenseele mädchenhaft, wie sie den Jüngling jugendlich begeistert, daß er nach Kampf und kühner Tat verlangt."

"Die Rache ist ein Erbteil schwacher Seelen. Ihr Platz ist nicht in dieser starken Brust."

"Deutsches Volk, du herrlichstes von allen, deine Eichen stehn, du bist gefallen."

"Deutsches Volk, du konntest fallen, aber sinken kannst du nicht!"

"Es ist das Höchste von des Dichters Rechten, daß er da redet, wo die Menge schweigt."

"Schneller, wie die Welle steigt und fällt, treibt uns das Schicksal auf dem Meer des Lebens."

"Was gibt uns die weite unendliche Welt für des Vaterlands heiligen Boden?"

"Wer sich das Göttliche will und das Höchste im Leben erfechten, scheue nicht Arbeit und Kampf, wage sich kühn in den Sturm!"

"Wer das Leben liebt und den Tod nicht scheut, geht fröhlich hin durch die sinkende Zeit."

"Wer feig des einen Tages Glück versäumt, er holt's nicht ein, und wenn ihn Blitze trügen."

"Wohl mag's ein schönes Gefühl sein, edle Seelen mit Liebeslust und Frühling zu verklären; doch den Gefallnen, den in Staub Getretnen mit rettender, mit engelreiner Hand hinauf in der Vergebung Licht zu tragen, das ist heiliges göttliches Gefühl, was sich des Himmels Bürgerrecht begründet."

              "Noch sitzt Ihr da oben, Ihr feigen Gestalten.
                Vom Feinde bezahlt, dem Volke zum Spott.
                Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten,
                dann richtet das Volk, dann Gnade Euch Gott!"


KARL-RUDOLF KORTE (geb. 1958)

" 34 Jahre vergingen , bis sich über 100 deutsche Schriftsteller aus beiden Teilen Deutschland erneut an einem Tisch setzen, um über Deutschland und den Frieden in der Welt zu Diskutieren... Es ist kein Zufall, daß trotz zeitliche Distanz das gleiche Thema die Kongresse beherrschte. Doch wo liegen darüber hinaus konkret die literarischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der späten 40er und frühen 80er Jahre in bezug auf die Deutsche Frage? Verbergen sich hinter den erneuten deutsch-deutschen Literatenversammlungen tiefer liegenden Parallelitäten zur Entscheidungsphase der Bundesrepublik Deutschland?

Folgenden "SECHS THESEN sollten das literarische Szenario präsentieren:"

1. These: Die Schriftsteller begreifen sich als "bessere Patrioten"

..."Das bekenntnis zur Kulturnation symbolisierte das Bindeglied über alle Zonengrenzen hinweg. "Ja, wir glauben an die unvergängliche Gemeinschaft derer, die die deutsche Sprache sprechen."..."Das Gemeinsame im Trennenden beider Zeitperioden liegt jedoch im politischen und sozialen Engagement der Schriftsteller, die damit die für die deutsche Historie so verhängnisvolle Spaltung von Geist und Macht offensiv überwinden wollen. Das innere Reich der gemütspflege, die Literatur der "machtgeschützen Innerlichkeit" kontarstiert mit den politischen Manifesten der Autoren von heute..."

2. These: Das sagenhafte Schwarzenberg symbolsiert den Traum vom anderen Deutschland.

..."Immer wieder überwinden Grenzspringer die mauer in beiden Richtungen, ohne das zu finden, was sie eigentlich suchen. Heimatlosigkeit ist die Folge der Bewußtsseinsspaltungen der "Mauer im Kopf" es sind Aussteiger, Genzgänger, Provokateure, die das andere Deutschland von morgen suchen: so findet sich Nietzsches Charakteristik der Deutschen auch in der Literatur bestätigt: "Sie sind von vorgestern und vor übermorgen - sie haben noch nicht Heute."

3. These: Die Literaten drängen Deutschland in die Mittlerrolle.

..."die Ausrichtung der Minirepublik auf eine deutsche Symbiose von Sozialismus und Demokratie ist typisch für literarische Debatte in Deutschland... Wenn sie nur wollen, haben die Deutsche reelle Chance zur Veränderung. "nur wenn wir uns nicht selbst aufgeben (so Schriftstellermanifest von 1947) - Nein , wir wollen nicht, daß wir besetzt werden... und es ist Zeit...daß wir... anfangen, uns selber zu regieren... ohne einen fremden Herren" (so Wolfram in "Schwarzenberg")... Die Deutsche Frage wird zum Privatissimum der Deutschen: Die Teilnahme der Supermächte bedarf der expliziten Einladung..."

4. These: Die Schriftsteller leiden noch immer an Deutschland.

..."Ich leide unter dem Zustand des Großen Verbündeten" (Günter Grass auf Berliner Begenung 1983),... Peter Schneider: "In ihrem Trennungschmerz gleiche sie einem Liebhaber, der nicht so sehr der Gelobten, sondern dem starken Gefühl nachtrauert, das er einmal hätte." Deutsche Schriftsteller leiden jedoch, als dritten Aspekt, auch immer an der deutschen Vergangenheit, an den historischen Schuld. Deshalb formuliert Martin Walser: "...man erwartet, dass ich mein Deutschtum mit Fassung trage, wie man Leiden erträgt" (Händedruck mit Gespenstern. 1983)

"So leiden die Schriftsteller noch immer an Deutschland, ohne Aussicht auf baldige Heilung."

5. These: Die Deutsche Frage dient den Schriftstellern heute noch als Kulisse des deutschen Dramas.

..."Ist das der Sonderzug nach Pankow?" Kein Zweifel: Im neuen weißen Gewändenzog die Fragestellung erneut in Deutschland ein. Der Kostüm ist jedoch auffallend mehrteilig. Schrieben die Autoren der Gründerjahre noch konkret gegen die Spaltung an und für eine Woedervereinigung der Zonen, so ist die Einheit der Nation heute nur noch ein Teilaspekt der neudeutschen Fragestellung... Die alte Deutsche Frage dient nur noch als Kulisse des deutschen Dramas, das heute viel komplexer die Nationalen Identitätsprobleme im Rampenlicht präsentiert. Fast hat man den Eindruck, daß wir er mit einem neuen Kapitel deutscher Selbst-Dramatisierung zu tun haben, dem atomare Holocaust nur als Alibi, als Wagnersches Bühnenbild dient."

6. These: Die Literaten entdecken in den Nischen der DDR das echte Deutschland.

Aus der Deutschen Frage sind deutsche Fragen geworden, die ebenso unbefriedigend beantwortet sind wie zu früheren Zeiten... Was sich Ende der 60er Jahre bereits zaghaft andeutete, eskaliert zu Beginn der 80er: Wohin gehen die Deutschen diesmal ohne die strahlenden Leitideen der Vergangenheit?... Je mehr die... Konvergenz herausgearbeitet, desto häufiger stellt sich die Frage nach dem echten, dem ursprünglichen Deutschland und damit der Suche nach dem neuen Unterschieden...


(Die sechs Thesen von Corten stammen aus dem Buch "Nachdenken über Deutschland" (1985) wo er mit 10 anderen Autoren, die geistiger Zustand der Deutschen unter die Lupe nehmen und zwar kurz vor Zusammenbruch des Kommunismus und damit vebundenen Teilwiedervereinigung zwischen BRD und "DDR". Jedoch der geistiger Zustand der Deutschen wurde zum Opfer der zwei eigentlich Fremdmächten: der menschenfeidlichen Staatsgebilde der jüdischen Bolschweiki und quasi zivilisierten USA, die sich nach keiner besseren Allianz gesucht als das Land der Russen, die gerade kurz vor dem 2. Weltkrieg und auch kurz nach diesen Krieg (1937-1941 und 1945-1952) - Millionen von Menschen durch den Terror der NKWD und Skalvenarbeit im GULag vernichtete. In folgedessen Deutschland wurde geteilt zwischen USA und die "UdSSR" und ein Unterschied dabei wurde nur ein enzige: Die USA hat das gewagt in Namen der Demokratie und die "UdSSR" in Namen des Sozialismus Diktatur mit seinem schönen propagandistischen Anhang "Proletariat" war und bleibt für jeden normalen Mensch nicht anders als Feigenblatt der Tyrannei. Nach dem Zerstörung und Besatzung Deutschlands 1944-1946 durch USA und UdSSR beiden Deutschlands vor Oder-Neisse deutsche Osten wurde von den Deutschen freigemacht und zwischen Polen, Tschechei und der UdSSR geteilt- konnte man eigentlich nicht mehr von Deutschen allgemein sprechen - weil Anspruch auf die "deutsche Deutschen" könnten nur die Westdeutschen, also in der BRD, die "neue Deutschenlie0en sich relativ schnell umerziehen zur "DDR-Deutschen" die erst nach Stalins Tod 1953 rebellierten und als Strafe endgültige Teilung durch Mauerm (also in Berlin) und Tausenden Grenzgebiete nach Beispiel der "UdSSR" wurde physisch mit Niemandsland ,mit Stacheldraht, Spiral Bruno und gepflegte durch "Volksramee" der DDR von der BRD getrennt. Also Mitteldeutschland (DDR) nur dann Kontakt mit anderen Deutschland erlaubte, wenn dieser diene der Propaganda Zwecken des Sozialismus. Dieser "Sozialismus" war nur formell als Marx-Sozialismus existierte, sonst war eine Kopie der Stalinismus. unter diesen Umständen nur die Striftsteller akzeptiert worden waren, die o. g. Zweck diente.

Westlich von Oder-Neisse-Linie gleichzeitig nach 1949 eine Illusion "der demokratischen Sozialismus" durch die Alleirten geduldet wurde, wenn dieser im Grunde den "Anti-Faschismus" diente. Deswegen die o. g. Thesen war zu Unterpfand des noch denkfähigen Schrifstellertum wie etwa Heinrich Böll und nach Westen flüchteten DDR-Schriftsteller, die nicht soweit in ihren literarischen Werken gehen sollten. Der Konsens zwischen BRD-Administration und Literaren zwar etwas milder als in der "DDR", also nicht so ultimativ war, vielleicht wegen der Tarnung der USA als demokratischer Staat und eben Sozial-demokratischen SPD-Politiker, die sich auch gern als Anti-Faschisten schmeicheln ließen.

Also, was dieser Vergleich verschweigert, eine historische Literatur nicht mehr als solche offiziell anerkannt wurde und sogar nach dem Geburt von "Holocaust" (1979) nicht mehr als sachlich-wissenschaftliche Literatur bis Fall der Berliner Mauer (1986) sondern als "nationalistisch" und "rewanschistisch" durch etablierten Kogorten der Grünen bezeichnet. Auch bis heute kann man die Literatur 1945-2015 nicht als solche bezeichnen, den die Freiheit der Deutschen immer noch nicht da. Es kommt doch politische Literatur, die Umständen in dem immer noch nicht freien und souveränen Staat der Deutschen, etwas kritisiert. Aber sachlich kritisiert werden nicht von Literaten, sondern von Historiker und den Bürger, die ihren Geschichte über die Willkür oder sonstigen repressiven Maßnahmen in der BRD mindestens für einen Kreis der Mitbürger informieren. Das ist in der Tat keine Literatur, sondern die Beschwerden. Also die Deutsche Frage(n) aus privaten Sicht und nicht nationalen Überzeugungen momental erlebt eine Stagnation, die noch nicht in der deutsche Geschichte vorkam. -Anm. JB
)


AUGUST FRIEDRICH FERDINAND v. KOTZEBUE (1761-1819)

„Wahrheit ist eine widerliche Arznei; man bleibt lieber krank, ehe man sich entschließt, sie einzunehmen.




PETER KRASNOW (1869-1947) HINGERICHTET

"Glauben Sie mir, Gott sieht alles!... Werden Sie glücklich!... Vergessen Sie, oder denken Sie wenigstens zeitweilig nicht an Ihren großen Kümmer... Gott wird Ihnen dabei helfen. Leeren Sie jetzt den Becher des Glückes und denken Sie weder an die Vergangenheit noch an die Zukunft. Die Vergangenheit können Sie nicht zurückrufen, Sie können sie nicht mehr ändern... Die Zukunft liegt nicht in unserer Hand. Es wird alles so werden, wie Gott uns schickt. Vergiften Sie nicht Ihr Leben mit den qualvollen Gedanken an Ihre unglückliche Heimat. Sie können ihr nicht helfen. Das ist Schicksal. Unser ganz Reichtum liegt jetzt in unserer Liebe und unserer Gesundheit..."

"Wir Russen haben in diesen Jahr so unendlich großes Leid ertragen müssen: Krieg Revolution und Bürgerkrieg und schließlich Verbannung. Jeder von uns hat so viel Schreckliches und Scheußliches in seiner Seele zurückbehalten: Blut, Qual, Tod lieber und teurer Menschen. Hier sitzen wir warm, satt und verhältnismäßig zufrieden, aber die Hauptsache ist doch Hier sind wir frei! Um uns schlägt der Puls eines reichen, geordneten Lebens - aber dort-werden die Menschen von den Bolschewiken, diesen hergelaufenen Gewalthabern, zur Menschenfresserei verdammt, und alles Gute und Starke, alles Russische wird vertilgt und durch Hunger und Krankheit ausgerottet. Wir leiden unter den Qualen der Heimat. Wir neigen uns vor ihr und lieben die Heimat noch mehr, gerade wegen ihrer Leiden. Nicht das Leiden lieben wir, sondern lieben und bedauern die Leidenden selbst ... Wollen ihnen helfen. Und da ist es uns schrecklich, daß man uns nicht versteht und uns nicht glaubt "

„Aber das eine hindert doch das andere nicht... Das Leben genießen?" Oh, wie gern würde ich es! Aber wie kann man es genießen, wenn es dort drüben so aussieht? Wenn ich an unser Glück denke, dann glaube ich immer, daß es nur eine Fata Morgana ist... Daß es eines Tages zu Asche zerfallen und sich in Rauch auflösen wird."Ich führchte auch hier (In Berlin - Anm. JB) die Macht der Lüge. Ja, derselben Lüge, die der Teufel offenbar auf ganzen Welt ausgesät hat und überalll zu so abscheulichen Ausbrüchen führt - Was wird werden, wenn diese schreckliche Lüge auch zwischen und treten wird? ("Der Endlose Hass", Berlin, 1938)




KARL KRAUS (1874-1936)

"Als die Sonne tagelang mit den Wolken balgte, war's wie der Kampf zwischen dem gelben Panther und dem schwarzen Stier. Der Spannung solchen Schauspiels können die Wahrheiten des Barometers nichts anhaben."

"An einem Familientreffen sind nicht nur die schuld, die es ausrichten, sondern auch die, die es nicht verhindern."

"An einem wahren Porträt muss man erkennen, welchen Maler es vorstellt."

"Auch die Keuschheit würde lieber zugeben, dich vor zwei Jahren erhört als vor zwanzig abgewiesen zu haben.

"Bei gleicher Geistlosigkeit kommt es auf den Unterschied der Körperfülle an. Ein Dummkopf sollte nicht zu viel Raum einnehmen."

"Bei manchen Schriftstellern steht das Werk für die Persönlichkeit. Bei anderen steht die Person vor dem Werk. Man muss sie sich hinzudenken, ob man will oder nicht. Jedes Achselzucken der Ironie, jede Handbewegung der Gleichgültigkeit."

"Bildung ist das, was die meisten empfangen, viele weitergeben und wenige haben."

"Dass Bäcker und Lehrer streiken, hat einen Sinn. Aber die Aufnahme der leiblichen oder geistigen Nahrung verweigern, ist grotesk. Wenn es nicht etwa deshalb geschieht, weil man sie für verfälscht hält. Die lächerlichste Sache von der Welt ist ein Bildungshungerstreik. Ich stimme schon für die Sperrung der Universitäten; aber sie darf nicht durch einen Streik herbeigeführt werden. Sie soll freiwillig gewährt, nicht ertrotzt sein."

"Das Christentum hat die erotische Mahlzeit um die Vorspeise der Neugier bereichert und durch die Nachspeise der Reue verdorben."

"Das Feigenblatt des Neides ist sittliche Entrüstung."

"Das Leben ist eine Anstrengung, die einer besseren Sache würdig wäre."

"Das Talent ist ein aufgeweckter Junge. Die Persönlichkeit schläft lange, erwacht von selbst und gedeiht darum besser."

"Das Wort Familienbande hat einen Beigeschmack von Wahrheit."

"Der Autor, der fremde Kostüme ausklopft, kommt dem stofflichen Interesse von der denkbar bequemsten Seite bei. Der geistige Leser hat deshalb das denkbar stärkste Misstrauen gegen jene Erzähler, die sich in exotischen Milieus herumtreiben."

"Der Gedanke ist das, was einer Banalität zum Gedanken fehlt. "

"Der Historiker ist nicht immer ein rückwärts gekehrter Prophet, aber der Journalist ist immer einer, der nachher alles vorher gewusst hat."

"Der Liberale trägt kein Bedenken, gegen den Tyrannen die Argumente des Muckers anzuführen."

"Der Mangel an Individualitäten, die uns vorwärtsbringen, erklärt sich am Ende daraus, dass hier so viele Kutscher Individualitäten sind."

"Der Nationalismus ist ein Sprudel, in dem jeder andere Gedanke versintert."

"Der Sport ist ein Sohn des Fortschritts, und er trägt schon auf eigene Faust zur Verdummung der Familie bei."

"Der Teufel ist ein Optimist, wenn er glaubt, daß er die Menschen schlechter machen kann."

"Der Scharfsinn der Polizei ist die Gabe, alle Menschen eines Diebstahls für fähig zu halten, und das Glück, dass sich die Unschuld mancher nicht erweisen lässt."

"Die deutsche Sprache ist die tiefste, die deutsche Rede die seichteste."

"Die Echtheit in der Kunst vom Schwindel zu unterscheiden, mag schwer fallen. Den Schwindel erkennt man höchstens daran, dass er die Echtheit übertreibt. Die Echtheit höchstens daran, dass sich das Publikum von ihr nicht hineinlegen lässt."

"Die Effektschauspieler sind von den Defektschauspielern verdrängt worden."

"Die Gedankenfreiheit haben wir. Jetzt brauchen wir nur noch die Gedanken."

"Die Hässlichkeit der Jetztzeit hat rückwirkende Kraft."

"Die Intelligenz eines Weibes mobilisiert alle Laster, die zu weiblicher Anmut versammelt sind."

"Die Mittelmäßigkeit revoltiert gegen die Zweckmäßigkeit."

"Die Mystiker übersehen manchmal, dass Gott Alles ist, nur kein Mystiker."

"Die Nächstenliebe ist nicht die beste, aber immerhin die bequemste."

"Die Österreicher werden aus Schaden dumm."

"Die Sprache entscheidet alles, sogar die Frauenfrage. Dass der Name eines Weibes nicht ohne den Artikel bestehen kann, ist ein Argument, das der Gleichberechtigung widerstreitet. Wenn es in einem Bericht heißt, »Müller« sei für das Wahlrecht der Frauen eingetreten, so kann es sich höchstens um einen Feministen handeln, nicht um eine Frau. Denn selbst die emanzipierteste braucht das Geschlechtswort."

"Die Sprache ist die Mutter, nicht die Magd des Gedankens."

"Die stärkste Kraft reicht nicht an Energie heran, mit der manch einer seine Schwäche verteidigt."

"Die wahre Metaphysik beruht in dem Glauben, dass einmal Ruhe wird. Der Gedanke an eine Auferstehung der Fleischer widersteht ihr."

"Die Weiber sind nie bei sich und wollen darum, dass auch die Männer nicht bei sich seien, sondern bei ihnen."

"Die Zeitung in Deutschland ist immerhin eine Bedürfnisanstalt. Hier suchen sie durch Goldfische von dem eigentlichen Sinn der Verrichtung abzulenken."

"Ein Blitzableiter auf einem Kirchturm ist das denkbar stärkste Misstrauensvotum gegen den lieben Gott."

"Ein frecher Kulturwitz hat die 'journalistische Hochschule' ausgeheckt. Sozialer Ernst müsste eine journalistische Gewerbeschule verlangen."

"Ein heutiges Kind lacht den Vater aus, der ihm von Drachen erzählt. Es ist notwendig, dass das Gruseln ein obligater Gegenstand wird; sonst lernen sie es nie."

"Ein Hausknecht bei Nestroy wird mit der Last des Lebens fertig und wirft die Langeweile zur Tür hinaus. Er ist handfester als ein Professor der Philosophie."

"Ein Reichtum, der aus hundert Hintergründen fließt, erlaubt es der Presse, sich an hohen Feiertagen den Luxus der Literatur zu leisten. Wie fühlt sich diese, wenn sie als goldene Kette auf dem Annoncenbauch eines Protzen glänzen darf?"

"Eine gewisse Psychoanalyse ist die Beschäftigung geiler Rationalisten, die alles auf der Welt auf sexuelle Ursachen zurückführen, mit Ausnahme ihrer Beschäftigung."

"Eine neue Erkenntnis muss so gesagt sein, dass man glaubt, die Spatzen auf dem Dach hätten nur durch einen Zufall versäumt, sie zu pfeifen."

"Einen Aphorismus zu schreiben, wenn man es kann, ist oft schwer. Viel leichter ist es, einen Aphorismus zu schreiben, wenn man es nicht kann."

"Es gibt nur eine Möglichkeit, sich vor der Maschine zu retten. Das ist, sie zu benützen. Nur mit dem Auto kommt man zu sich."

"Es gibt seichte und tiefe Hohlköpfe."

"Es gibt Wahrheiten, durch deren Entdeckung man beweisen kann, dass man keinen Geist hat."

"Es kann mehr Mut und Temperament dazugehören, einen Kärrner anzugreifen als einen König."

"Es müsste ein geistiger Liftverkehr etabliert werden, um einem die unerhörten Strapazen zu ersparen, die mit der Herablassung zum Niveau des heutigen Schrifttums verbunden sind. Wenn ich wieder zu mir komme, bin ich immer ganz außer Atem."

"Früher waren die Dekorationen von Pappe und die Schauspieler echt. Jetzt sind die Dekorationen über jeden Zweifel erhaben und die Schauspieler von Pappe."

"Gedanken sind zollfrei. Aber man hat doch Scherereien."

"Herr, vergab ihnen, denn sie wissen, was sie tun!"

(Satirische Parodie vom 1929 auf Lukas Evangelium, in dem Chrustus kurz vor seine Kreuzigung den Vater im Himmel gebeten habe. Denn heute die politische Klasse mit ihrer Globalisierung und politischen Korrektheit die Nationen zerstören und zwar ganz offen dabei verkünden, daß sie es WISSEN was sie tun - Anm. JB)

"Heutzutag ist der Dieb vom Bestohlenen nicht zu unterscheiden: Beide haben keine Wertsachen bei sich."

"Ich verlange von einer Stadt, in der ich leben soll: Asphalt, Straßenspülung, Haustorschlüssel, Luftheizung, Warmwasserleitung. Gemütlich bin ich selbst. "

"Im Sagenkreis des Deutschtums wird dereinst ein großes Durcheinander entstehen zwischen Kyffhäuser und Kaufhäuser."

          IM ANFANG WAR DIE PRESSE

          Im Anfang war die Presse und dann erschien die Welt.
          Im eigenen Interesse hat sie sich uns gesellt.
          Nach unserer Vorbereitungsieht Gott, daß es gelingt,
          und so die Welt zur Zeitunger bringt
          Sie lesen, was erschienen, sie denken, was man meint.
          Noch mehr läßt sich verdienen,wenn etwas nicht erscheint. (1911)

"In den 'Letzten Tagen der Menschheit' sagt am Schluss der allmächtige Gott nach dem Desaster: "Ich habe es nicht gewollt."

"Interessante Frauen haben vor den Frauen voraus, dass sie denken können, was uninteressante Männer vor ihnen gedacht haben."

"Kein Zweifel, der Hund ist treu. Aber sollen wir uns deshalb ein Beispiel an ihm nehmen? Er ist doch dem Menschen treu und nicht dem Hund."

"Krank sind die meisten. Aber nur wenige wissen, dass sie sich etwas darauf einbilden können. Das sind die Psychoanalytiker."

"Lichtenberg gräbt tiefer als irgendeiner, aber er kommt nicht wieder hinauf. Er redet unter der Erde. Nur wer selbst tief gräbt, hört ihn."

"Man kann eine Schauspielerin entdecken, wenn man sie die natürlichste Situation, in die ein Weib geraten kann, darstellen lässt."

"Man kann über eine Null ein Buch schreiben, der man mit einer Zeile zu viel Ehre erwiese."

"Mir wern kan Richter brauchen, um zu entscheiden, dass Wien schöner ist als Berlin. Aber das ist ja gerade das Unglück."

"Nach Ägypten wär's nicht so weit. Aber bis man zum Südbahnhof kommt."

"Phantasie macht nicht Luftschlösser, sondern Luftschlösser aus Baracken."

"Preußen: Freizügigkeit mit Maulkorb. Österreich: Isolierzelle, in der man schreien darf."

"Psychologie ist so müßig wie die Gebrauchsanweisung für Gift."

"Revisoren über Shakespeare-Schlegel! Die Flügel, die ein Wort bekommen hat, ihm brechen, das vermag nur ein philologisches Gewissen."

"Satiren, die der Zensor versteht, werden mit Recht verboten."

"Sexuelle Aufklärung ist insoweit berechtigt, als die Mädchen nicht früh genug erfahren können, wie die Kinder nicht zur Welt kommen."

"Stilblüten sammeln sollte nur, wer ein Liebhaber ist. Sie auszujäten zeugt von einem schlechten Geschmack, von einem, der da wünscht, dass in der Zeitung nur korrekte Phrasen wachsen. Stilblüten sind die glücklichen Ausnahmen, denen wir in der Wüste der Erkenntnis begegnen."

"Unter den vielen deutschen Dingen, die jetzt auf -ol ausgehen, dürfte Odol noch immer wünschenswerter als Idol sein. "

"Vielleicht ginge es besser, wenn die Menschen Maulkörbe und die Hunde Gesetze bekämen, wenn die Menschen an der Leine und die Hunde an der Religion geführt würden. Die Hundswut könnte in gleichem Maße abnehmen wie die Politik."

"Weil beim Mann auf Genuss Verdruss folgen muss, muss folgen, dass beim Weib auf Treue Reue folgt."

"Wenn die Eltern schon alles aufgebaut haben, bleibt den Kindern nur noch das Einreißen."

"Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten."

"Wenn ich manche Leute zurückgrüße, so geschieht es nur, um ihnen ihren Gruß zurückzugeben."

"Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen?"

"Zum Teufel mit dem Geschwätz über die sexuelle Aufklärung der Jugend! Sie erfolgt noch immer besser durch den Mitschüler, der im Lesebuch das Wort 'Horen' anstreicht, als durch den Lehrer, der die Sache als eine staatliche Einrichtung erklärt, die so wichtig sei und so kompliziert wie das Steuerzahlen." (1927)

"Zwei haben nicht geheiratet: sie leben seit damals in gegenseitiger Witwerschaft."


CHRISTIAN Graf v. KROCKOW (1927-2002)

„Politik ist der Kampf um die Veränderung oder Bewahrung bestehender Verhältnisse.“


MATTHIAS Graf v. KROCKOW (geb. 1949)

"Wir klettern nicht mehr auf hohe Gipfel, sondern befinden uns in der rheinischen Tiefebene."


OTTOKAR KERNSTOCK (1848-1928)

"Unsere lieben Toten sind nicht gestorben, sie haben nur aufgehört, sterblich zu sein."


HERMANN KESTEN (1990-1996)

"Die Fortschritte der Medizin sind ungeheuer. Man ist seines Todes nicht mehr sicher."


HERMANN KNITTEL (1891 - 1970)

"Der so genannte Fortschritt besteht in der Hauptsache darin, daß man ein altes Bedürfnis gegen zehn neue eintauscht."


JONATHAN KOZOLl (geb.1936)

"Kämpfen Sie nur in Schlachten, die groß genug sind um das Blatt zu wenden, und klein genug, um sie gewinnen zu können."


PIERRE KREBS (geb. 1946)

"Solange der Hammer von Thor die Kultur unserer Völker auf dem Amboß ihrer gemeinsamen Eigenart geformt hat, haben Überlegungen über Sinn und Endzweck des Lebens nur Geister beschäftigt, die gern sonst über das Geschlecht der Engel zu palaverngeneigt waren - aus dem einzigen Grund, daß ein gesunden Abstammungsinstinkt, fußend auf den Erbgesetzen des Stammes, allein schon genügt, dem Leben und seinen Endzweck einen Sinn zu verleihen."

"...seit 1945 _ Grundzäsur, ob man es will oder nicht, für alle Katastrophen, die die Erde seitdem befallen - ist es nicht mehr Thor, der das Schicksal unserer Völker hüzet. Es ist Rumpelstilzchen, eine Hauptfigur aus einem Grimm-Märchen, jener diabolische Zwerg, der die Heirat zwischen einer Müllerin und ihrem Königausheckt, weil er das Geheimnis besitzt, aus Stroh Gold herstellen zu können. Er stellt aber der Müllerin eine einzige Bediengung: Sie muß seinen Name erraten, sonst wird sie ihm ihr Kind opfern lassen - die Nachkommenschaft des Volkes, anders gesagt. Man sieht: Unsere alten Märchen sind eine wahre Fundgrube, wenn man sie zu lesen weiß. In der Tat: Rumpelstilzchen, hut versteckt in den Koffern des US-Army, ist gegen den Gott des Blitzes und des Donners ausgetauscht worden... Rumpelstilzchen ist es, die ethnische Zukunft unserer Völker verdirbt und zersetzt. Rumpelstilzchen ist es, der unsere Länder in einem Hühnerhof verwandelt hat und unsere Völker wie Geflügel züchtet. Eunuchen schon im Gesit, eine Hammelerde, die sich widerstandlos auf dem Schafott des ethnischen Holocaust führen läßt."

Der Religionwissenschaftler Bernhard Kummer hatte terffend verstanden: "Wer das Artgesetz unserer Seele besser kennt als wir selbst, kann uns führen, wohin er will." Rumpelstilzchen hat sich dieses Wissen zu eigen gemacht, und seitdem führt es uns, mit unserem Einverständnis, in Schlachthöfe des ethnischen Todes."

"Das System handelt nach Derrida, dem jüdischen Philosophen, der die Welt zu demntieren versuchte: erst dekonstruiert zuerst die Sprache, und danach die Traditionen, die Institutionen und die Gesetzeverbal zu zerstören, Vorstufen einer radikalen Dekonstruktion unserer indentitären Grundbestimmungen, um schließlich widerstandlos die schlichte und einfache Ausrottung der Völker un der Kulturen herbeizuführen."

"Die Neueroberung der Ideen verlangt deshalb eine Neueroberungender Begriffe und eine Rückaneignung ihrer Bedeutungen, weil man die Instinkte nicht erwecken kann, ohne zuvor die mentalen Verirrungen, die den Geist orientierungslos gemacht haben, aufzulösen - genau wenig, wie man die Welt neuordnen kann, ohne zuvor die Konzepte selbst in Ordnung gebracht zu haben. Dies bedingt, also einen ständigen Gegenangriff auf alle Terrorisierungen der Polical Correctness. Letztere ist nicht anderes als die Kriegslist eines Feindes, der genau weiß, daß , je mehr die Sprache eines Volkes pervertiert wird, desto mehr auch sein Gesit verfälscht und seine Widerstandkraft geschwächt werden."

"Esrt um 1968 verlor Deutschland den Krieg endgültig, als die erste amerikanisierte Generation die Väter anzuprangen begann... "Die Opfer finanzieren die Täter, zahlen also freiwillig ihren Henkern den höchsten Lohn für ihren Marsch zum Schaffot." (Namensbeispiele: Verheugen, Gerhard Schröder, die Linken, Grünen usw.)

"Nicht der
Mit "Die Rasse bedutet alles" Disraeli hat recht behalten: Biologie,Zytologie, Psychologie, Genetik haben ihn glänzend bestätigt, während die multirassische Wahnleere, die nicht anderes ist als der Ausdruck einer zutiefst rassenverachtenden, weil rassenvernichtenden Gesellschaft, den Genozid der Völker Europas plant und Stück für Stück verwirklicht. Die völkische Eigenart aber ist Natur- und Lebensgesetz. Um sie zu töten, muß man schon tief in das Fundament der natur eingraben. Werden dann die tiefen Instinkte des Volkes wieder wach, sobald das Messer der henker seine Adern berühren wird? Hier liegt unsere erste Chance! Die Chance, daß die Welt weiter multikulturell bleibt nach Maßgabe des homogenen Gleichgewichts der Kulturen und Völker."

"Die Europäische Vision eines geeinten eurosibirischen Kontinents ist keine Utopie. Die römischen und skandinavischen Götter sind verwandt. Die Griechische, die lateinischeb, die slavischen oder die germanischen Sprachen drücken jede auf ihre Weise eine ähnlich Geistesart aus. Die Mannigfaltigkeit in der Einheit innerhalb des gleichen Sakralen bilden den Angelpunkt des indoeuropäischen Erbes."

"Geben wir uns aus diesem Grund, ohne zu zögern, dieses endlose Debattieren über Detailfragen auf, wo und wie und wann das Reich entstehen kann - das sind Beschäftigungen für die Nachzeit der Neugeburt!. Was wir brauchen, sind klare Leitlinien, unbeugsame Prinzipien, kompromißlose Werte, eine unerschütterlicher Glaube an unsere Kultur und an unser Volk. Das sind die unverzichtbaren Bedingungen des Sieges! Denn eines wissen wir: Ewig bleiben wir nur solange, wie wir das gesetz der enthlischen Einheit unablässig bewahren." (Gedanken schießen weiter als Kanonen, 2006)


JIDDU KRISHNAMUTRI (1895-1886)

"Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein."


ELISABETH KÜBLER-ROSS (1926-2004)

"Diejenigen, die gelernt haben, den Tod zu erkennen, statt ihn zu fürchten und zu bekämpfen, werden für uns zu Lehrmeistern des Lebens."


MICHAEL KÜHNEN (1955-1991)

"Völker und Rassen kann nur der achten, der sie in ihrer Eigenart anerkennt und umgekehrt verdient nur der Achtung, der sich zu seiner Eigenart bekennt und sie im Lebenskampf verwirklicht und entfaltet!" (1983)


GUNTHER KÜMEL (geb. 1941)

"Denn wen man auch fragt, jeder kennt einen "GUTEN TÜRKEN", der sein Land, die Türkei hochhält, zu seiner Kultur steht und zu seine Religon. FRAGIDA (PEGIDA Frankfurt) geht also nicht gegen die Menschen. Auch der Islam ist für unser Land kein Problem, denn dem Deutschen ist es normalerweise egal, zu welchen Gott der Nachbar betet. Wir haben schon genug Probleme damit, an unseren christlichen Gotte zu denken.

Die ISLAMISIERUNG ist schon viel eher ein Problem. Denn anständigen Deutschen stehen ebenfalls zu ihrer Kultur und lebensweise, und wir lassen uns nicht die Kultur unserer Gäste überstülpen. Also wo liegt dann eigentlich das Problem, die Ursache unseres Unbehagens? OFFENBACH ist eine liebenswürdiges deutsches Städtchen. Aber fährt man dort im Bus, dann sieht man höchstens zwei, drei Deutsche, der Rest besteht aus Gästen. In vielen Städten fühlen wir uns als FREMDE IM EIGENEN LAND, in den Fremdenviertel können wir gar nicht gehen, in manchen Schulen gibt es kein eiziges deutsches Kind mehr! Uns sogar im organisierten Verbrechen haben die Fremden längst die Überhand.

Das Problem besteht also nicht in den Menschen, nicht in ihrer Kultur. DAS PROBLEM IST DAS PROGRAMM DER MASSENEINSIEDLUNG FREMDER durch die deutsche Regierungen. FRAGIDA kritisiert also die Regierung, nicht die fremden Gäste! Die Migranten sind ebenfalls Opfer der Siedlungspolitik, denn auch sie werden entnationalisiert! Das Motiv der Regierungen und der Medien ist mir nicht klar, denn ich weiß ja nicht, wem die Medien gehören, oder wem die Regierung tributpflchtig ist!

Das Grundgesetz sagt klar, daß der Souverän des Staates das DEUTSCHE VOLK ist, alle Politik isr es so einzurichten, daß der "...Nutzen des Deutschen Volkes gemehrt, Schaden von ihm gewendet werde..."

FRAGIDA verteidigt also das Grundgesetz gegen die Regierung, gegen die illegale Grundgesetzwidrige SIEDLUNDSPOLITIK.

DA DRÜBEN stehen die die grundgesetzfeidliche Kräfte, die gawalttätigen Milizen des Bürgemeister dieser Stadt! Mit den Mitteln des Bürgerkrieges gehen sie gegen das GRUNDGESETZ, gegen FRAGIDA, gegen die POLIZEI und gegen das VOLK vor! Und die Medien sind Instrumente mit der wirklich bemerkenswerten Ausnahme des COIMPACT Magazins und der COMPACT-Bewegung! Deren MOTTO ist der MUT zur WAHRHEIT!" (d. h. bei der Begida-Veranstaltung in Frakfurt/M. an der Katharinennkirche die Polizei musste die Bügerliche legale Versammlung gegen die Störer und Gewalt der Linken schützen, indem Hunderte von Polizisten von dem roten Mob die Bürger mit lebendigen Mauer zwei Versammlungen trennen musste. - Anm. JB)

Ich schlage als als GRUNDSÄTZE vor:

1. Wir wenden und gegen die SIEDLUNGSPOLITIK der Regierungen.
2. Wir verlangen gemäß dem Grundgesetz eine VOLKSABSTIMMUNG über das zulässige Ausmaß fremder Siedlung.
3. Wie verlangen eine VOLKSABSTIMMUNG über eine menschenwürdige RÜCKFÜHRUNG der Gäset, die über dieses festgestellte Ausmaß hinaus eingesiedelt wurde.


Nach den Zahlen des Bundesamtes für Statistik verlassen wir über die Jahre ohnehin jährlich so viele Fremde die BRD, wie neue eingesiedelt werden.

Das Rezept des Altbundeskanzlers HELMUT SCHMIDT von vor Jahren würde also völlig ausreichen, das gesamte Problem unter Vermeidung menschlicher Härten zu lösen. Helmut Schmidt sagte schon 1973: "Ab Jetzt kommt mir kein Türke mehr über die Grenze!"


"Liebe Mitbürger!

Ich wende mich an die vernünftigen Menschen auf der anderen Seite der Front: Ich freue mich, daß Sie so zahlreich gekommen sind, um anzuhören, was wir zu sagen haben. Jemand hat euch irregeführt und betrogen, und so denkt ihr, wir wären Feinde. WIR wissen aber, daß WIR NICHT eure Feinde sind! entlich müssten wir nämlich alle miteinander auf derselben Seite stehen! Denn durch die Zuwanderung werden nicht nur die Deutschen entnationalisiert, sondern auch die Zuwanderer.Der Zuwanderer ist ein Opfer der heimtückischen Siedlungspolitik der herrschenden Kräfte.

Es sind die „Feldmänner" (Anspielung auf Oberbürgemeiste Namen Feldmann - Anm. JB) , die euch falsch informiert haben. Das Blockieren einer Demonstration, Gewalt gegen Andersdenkende oder Polizei, das Beschießen mit Gegenständen und Böllern, das sind doch eigentlich schwere STRAFTATEN, und Feldmann weiß das. Er hat euch hierher bestellt, damit ihr gegen uns eine Art Krieg führt. Ihr sollt einen Krieg in diesem Land beginnen, einen Bürgerkrieg. Heute werft ihr Böller, morgen Steine, übermorgen Granaten.

Bürgerkrieg, Streit und Gewalt, das ist die Normalität in jedem Land, in dem verschiedene Völker leben. Die Türkei selbst ist ein Beispiel dafür, Jugoslawien, die USA mit ihren dauernden Schießereien und viele andere. WER konnte ein Interesse daran haben, daß Mitteleuropa zu so einem Problemgebiet wird? WER inszeniert die zerstörerische Siedlungspolitik, wer steuert die Feldmänner?

Ein US-Präsident sagte 1945 zu Stalin, das eigentliche Kriegsziel der USA wäre die Zerstörung der Geschlossenheit des Deutschen Volkes. Und der Pate der EU-Tyrannei, ein Graf Kalergi, wollte ebenfalls einen gewaltigen Zustrom von Fremden, um die europäischen Völker zu zerstören. Das war der Ursprung. Als ich noch Student war, da waren die einzigen Fremden in diesem Land die Besatzungssoldaten.

Deutschland war nach dem Krieg eine Wüste, aber lange, bevor die ersten Gastarbeiter kamen, haben die deutschen Frauen den Schutt weggeräumt, Häuser wurden gebaut, das Antlitz der Städte wiederhergestellt. Erst als sich Deutschland erholt hatte, kamen die ersten Gastarbeiter. Erst 1961, als die deutsche Wirtschaft aus allen Nähten platzte, wurde auf Druck der USA dem Wunsch der türkischen Militärregierung entsprochen, Türken ins Land zu lassen. Schon 11 Jahre danach, vor über vierzig Jahren, gab es einen absoluten Anwerbestop der deutschen Regierung, damals waren nur einige Hunderttausend Türken in Deutschland.

WIR SEHEN EIN PROBLEM, und das möchten wir mit Ihnen besprechen. Sie können dieses Problem sofort erkennen, wenn Sie sich für einen Moment lang vorstellen, die Hauptstadt Ihres Heimatlandes, Ankara oder Mekka oder eine andere Hauptstadt, wäre plötzlich zur Hälfte von christlichen Griechen bewohnt, und Ihre Kinder müssten in Klassen unterrichtet werden, in denen nur noch 1-2 einheimische Kinder sitzen.

Nun, n in einem normalen Land ein Problem auftaucht, dann redet man miteinander und findet Lösungen. Für jedes Problem findet sich eine Lösung. für dieses Problem gibt es ja schon seit über vierzig Jahren eine wirklich einfache Lösung. Bürgerkrieg kann aber niemals eine Lösung sein! (Die Rede am Katharinenkirche in Frankfurt/M., am 02.02.2015)


BÉLA KUN (1886-1938, in Moskau Hingerichtet)

„Unsere blutige Arbeit ist, Christus zu kreuzigen. Aber diese sündhafte Arbeit ist zugleich unsrer Berufung… Wir Kommunisten nehmen also die Sünden der Welt auf uns, um dadurch die Welt zu erlösen.“ (Notizen aus Budapest, 1919)


DIRK KUNERT (geb. 1949)

"Am 19. Juli 1935 teilte US-Botschafter Bullit aus Moskau seinem Außenminister Hull mit: „Diktator Stalin würde Verträge nur erfüllen, wenn sie seinen Zwecken dienten, seine Streitkräfte mobilisiere er nur aus Raubgier, er habe die scheußlichsten Verbrechen, ja Liquidierung von Millionen `Klassenfeinden` auf dem Gewissen. Massenmord sei für ihn Mittel der Politik. Stalin würde niemals von seinem Entschluss ablassen, den Kommunismus bis ans Ende der Welt auszubreiten. Die Bolschewisten bewirken Unruhe und Chaos in der kapitalistischen Welt, in der Hoffnung, dass Elend und Not die kommunistische Revolution herbeiführen werde. Nichts dürfe getan werden, was ihren militärisch-industriellen Komplex stärken könne.” (Ein Weltkrieg wird programmiert)

"Auf einer Pressekonferenz am 23. Juli 1937 erklärte Roosevelt die Sicherheit der Vereinigten Staaten für bedroht. Seine publizistischen Meinungsmacher hatten bereits seit Herbst 1936 „die Unvermeidbarkeit des Krieges” heraufbeschworen. „Die USA bildeten die Hauptverteidigungslinie gegen die so genannten Aggressor-Nationen. Die amerikanische Öffentlichkeit wurde psychologisch und emotional systematisch auf den bevorstehenden Konflikt vorbereitet."

„Friede, Freiheit und Sicherheit von neunzig Prozent der Welt werden durch die restlichen zehn Prozent in Gefahr gebracht, die mit dem Niederbrechen der internationalen Ordnung und Gesetze drohen... Es scheint unglücklicherweise wahr zu sein, dass sich die Epidemie einer Welt-Gesetzlosigkeit ausbreitet. Wenn eine Seuche sich ausbreitet, so billigt die Gemeinschaft einträchtig eine Quarantäne der Erkrankten, um die Gesundheit der Gemeinschaft gegen die Ausbreitung der Seuche zu schützen.”

Doch nicht Massenmörder Josef Stalin war mit seinem bolschewistischen System, das sämtliche Grundsätze der Humanität im eigenen osteuropäischen und asiatischen Kontinent mit brutalem Terror ausgerottet hat – bis 1937: dreißig Millionen politische Mordopfer!! –und die übrigen Völker der Welt mit diesen „Segnungen des Sozialismus beglücken” wollte, ausersehen, in Quarantäne genommen zu werden. In Quarantäne sollten ausnahmslos das Deutschland Adolf Hitlers, Italien und Japan genommen werden.

Dies waren ausgerechnet jene Länder, die sich aus Selbsterhaltung und zur Verteidigung der menschlichen Kulturwerte gezwungen sahen, sich zur Abwehr des Bolschewismus im Antikomintern-Pakt zusammenzuschließen. Am 16. Dezember 1937 schlug Roosevelt dem britischen Botschafter Sir Ronald Lindsay vor, gemeinsam mit Großbritannien Vorbereitungen für Blockade- und Quarantäne-Maßnahmen gegen Japan und Deutschland zu treffen. Lindsays Einwand, dies könnte Krieg provozieren, verwarf der Präsident mit dem „Argument”: „Es gibt eine neue Doktrin und Technik für das, was Kriegszustand bedeutet.”

In einem privaten Brief an Lord Elibank, einem einflussreichen Politiker in England, schrieb Roosevelt Anfang Februar 1938: „Er wirke mit Leib und Seele darauf hin, die amerikanische Öffentlichkeit dazu zu erziehen, sich einem Kreuzzug gegen Hitler anzuschließen.


Die in den Vereinigten Staaten herrschende allgemeine Stimmung drückte im Januar 1939 der bekannte Radiopriester Father Coughlin in einer Rundfunk-Rede aus, als er sagte: „Ich frage Euch, sollen wir uns in irgendeinen europäischen Krieg einlassen, um die Welt reif zu machen für Stalin und den Antichrist?

Er zitiert einen Aufruf des Brooklyn Tablet:

1. Amerika darf seine traditionelle Neutralität nicht aufgeben und sich nicht in einen fremden Krieg einmischen.

2. Wir dürfen uns nicht in dieses Blut-Geschäft einlassen und Geld daraus ziehen, dass Männer, Frauen und Kinder hingeschlachtet werden. Wir dürfen uns nicht der macht- und geldgierigen Rüstungsindustrie unterwerfen, die jubelt bei der Hoffnung, jemand möchte die Nation wieder in den Krieg führen.

3. Wir dürfen nicht zum Werkzeug der Internationalen werden, die uns in den letzten Krieg getrieben haben und nun erwarten, Amerika würde nun Deutschland, Italien, Spanien und Japan bekämpfen.”


Von einem angeblich beabsichtigten Angriff Hitlers gegen irgendeinen Nachbarn, geschweige denn den amerikanischen Lebensraum, wusste Father Coughlin nichts zu berichten, jedoch von zahlreichen Kriegstreibern im eigenen Land, die in fremden Kontinenten kriegerische Händel suchten. Um ihn mundtot zu machen, wurde „die geheime Macht” gegen ihn eingesetzt. Gegen die Hearst-Presse, die ihm den Sender zur Verfügung gestellt hatte, wurde solange ein konzentrierter wirtschaftlicher Boykott durchgesetzt, bis seine Stimme ausgeschaltet war.

Auch die ihm noch verbliebene Zeitschrift „Social Justice” musste ihr Erscheinen einstellen – im freien, friedlichen Amerika! Später, nach dem Krieg, berichtete er, dass er ursprünglich Anhänger F. D. Roosevelts gewesen sei, bis zu dem Tage, als er „authentisch erfuhr, dass er zehn Millionen Dollar zum Kampf der Freimaurer gegen die katholische Kirche Mexikos gestiftet hatte”

Senator Hamilton Fish im National Broadcasting Company Network am 5. April 1939: „Wenn Hitler und die Nazi-Regierung Memel oder Danzig wiedergewinnen, die Deutschland vom Versailler Vertrag entrissen worden waren, und wo die Bevölkerung zu neunzig Prozent aus Deutschen besteht, warum ist es notwendig, Drohungen und Denunziationen aus zu stoßen und unser Volk in Kriegsstimmung zu setzen? Ich würde nicht das Leben eines einzigen amerikanischen Soldaten einsetzen für ein halbes Dutzend Memels oder Danzigs. Wir haben doch selbst den Versailler Vertrag für nicht akzeptabel erachtet, weil er auf Habgier und Hass begründet war, und solange seine ungleichen Wertmaßstäbe und Ungerechtigkeiten existieren, solange gibt es Kriegsentschlossenheit für die Befreiung... Ich klage die Administration an, Kriegspropaganda und Hysterie zu entfesseln, um den Fehlschlag und den Zusammenbruch der New Deal Politik zu verdecken, mit zwölf Millionen Arbeitslosen und einem zerstörten Geschäftsvertrauen. Alle Kommunisten sind sich darin einig, uns zugunsten Sowjetrusslands in einen Krieg gegen Deutschland und Japan zu drängen.


KLAUS KUNZE (geb. 1953)

"Der Liberalismus musste zwangsläufig totalitär werden, sobald eine wachsende und nicht mehr ohne weiteres beherrschbare Zahl seiner Untertanen mit ihren Interessen in Konflikt zu den Interessen derjenigen kam, welche durch den liberalen Status quo bevorzugt werden."

"Die liberale Auffassung vom Staat als großem Betrieb führt zur Öffnung der Grenzen und zur Privatisierung wichtiger Lebensbereiche wie demjenigen der öffentlichen Sicherheit. Sie widerspricht aber den Bedürfnissen vieler Bürger. Die Beispiele ließen sich beliebig vermehren. Dem Pochen von immer mehr Bürgern auf gegen den Liberalismus gerichteten persönlichen und nationalen Interessen kann dieser nur noch damit begegnen, dass er es als ketzerisch brandmarkt, seine Abweichler stigmatisiert oder als Neonazis dämonisiert."

"Der Kultus der Staatsreligion Liberalismus mit seinen von Pastoren angeführten Lichterketten und Betroffenheitsriten, seinen Tabuzonen und Exorzismen wird sich allerdings nur halten können, wenn es dem Liberalismus gelingt, die Anzahl seiner Gegner rechtzeitig durch Masseneinwanderung in die Minderheit zu drängen und weiterhin sozial und politisch auszuschalten.

"Geistesfreiheit war immer Partisanentätigkeit. Totalitarismus ist nicht nur, wo man ihn vermutet. Dürfte ein weltanschaulich neutraler Staat eine politische Staatsreligion haben? Deutschland hat wieder eine. Machiavelli nannte es das Schicksal aller Freistaaten: Wenn er außerhalb seiner Grenzen keinen Feind hätte, so würde er ihn im Innern finden. Andersdenkende werden stigmatisiert, wo Ideen zu Ideologien werden. Fanatiker benutzen ihre selbstgeschaffenen Normen nicht, sondern unterwerfen sich ihnen und dienen ihnen als etwas Heiligem. Ob der andere dann Ketzer heißt oder Arbeiterverräter, Volksschädling oder Extremist, das ist nur eine Frage des Zeitgeschmacks."

"Die Macht hat, wer die Regeln regelt. Deren wichtigste sind die Herrschaftsideologien. Nur wer sie durchschaut, ist frei für eine fällige Rückbesinnung auf sich selbst und seine Interessen. Was bleibt uns nach dem Ende aller Illusionen? Welche Ordnungsideen können wir unseren Kindern für das kommende Jahrhundert an die Hand geben?"

"Erst wenn die Fegefeuer einer fremdbestimmenden Moral gelöscht sind, dürfen wir uns frei nennen. Autonom sein heißt dann: Wir werden uns selbst das Maß unserer Dinge sein." (Mut zur Freiheit - Ruf zur Ordnung, 1995)

Wer für Ordnung eintritt, kann nur zwei philosophische und damit staatspolitische Richtungen einschlagen... Die ersten: die Normativisten, glauben an die Einordnung des Menschen in einen von einer metaphysischen Ordnung erfüllten Kosmos..."

Die einen verweisen für den Ursprung einer angeblichen metaphysischen Seinsordnung auf ein transzendentes Jenseits. Andere vermuten eine im "wahrhaften Wesensgrund" des Diesseits enthaltene: eine immanente Ordnung. Deren Einzelwerte sind ihre Ideale: Ihnen dienen sie wie etwas Heiligem. Als lästige Quälgeister verlangen sie allen anderen Menschen ab, denselben Göttern zu opfern. Ihr penetranter Idealismus will alle Menschen nach seiner Façon selig machen.

"Der Dezisionist (von lat. dezision = Entscheidung- JB) ist dagegen Realist: Er dient keinen Idealen. Die für ihn geltenden moralischen Normen schafft er sich selbst "voluntaristisch": also kraft seines Willens. Er hält sie sich unterworfen und benutzt sie. Ordnung findet er nützlich, glaubt aber nicht an ein allem Sein innewohnendes, darum universal verbindliches Sollen. Jede gesellschaftliche Werteordnung bedarf einer Person, die sie stiftet. Der Dezisionist hört auf keine Gebote aus einem Jenseits und fühlt sich keiner "Natur seines Seins" unterworfen. Keine soziale Ordnung stellt sich von selbst ein. Er muß Ordnung daher stets neu durch eine bewußte Willensentscheidung selbst schaffen und erhalten."

"Der Gedankenkosmos des Normativisten ist die Metaphysik: das "Wesen der Dinge", angebliche "Dinge hinter den Dingen" oder das wahre, ewige "Sein an sich". Theologen der mittelalterlichen Scholastik meinten, gesicherte Aussagen über die göttliche Ordnung machen zu können. Neuzeitliche Denker brachten ihre Glaubensgewißheiten ins Wanken. Spätestens mit den Religionskriegen relativierten widerstreitende Theologen ihre Ansprüche auf letzte Weltdeutungen wechselseitig..."

"Auch in der beginnenden Aufklärung mühte sich die abstrakte Vernunft vergeblich ab, aus der menschlichen Natur moralische Gewißheiten zu gewinnen: Damals löste das Naturrecht die Theologie ab und wurde zur herrschenden normativen Lehre. Es kann sich alles Naturrecht nur mit einem Zirkelschluß halten, indem es aus einem angeblich "natürlichen" Sein ein normatives Sollen folgert. "Die Natur" läßt sich aber weder für noch gegen normative Prinzipien ausspielen. Wenn etwa die Soziobiologie sie beobachtet, vermag sie zwar festzustellen, welche kausal wirkenden genetischen Programme die Tiere und uns Menschen beherrschen..."

"Gegen die ideologiekritischen Argumente der Dezisionisten können Normativisten keinen zwingenden Beweis führen. Trotzdem soll die normative Ordnung auf Biegen und Brechen gerettet werden mit einer grandiosen Glaubensakrobatik: Moralische Gebote dürften keinesfalls ins Belieben des einzelnen gestellt werden. Sie seien auch - um Himmels willen! - nicht von Menschen erfunden oder gemacht: "Hiergegen spricht in erster Linie, daß sie Deutungs­versuche des transzendenten Sollens sind, daß also das Sollen es ist, das den Menschen zum Sinnentwurf seines Daseins in Anspruch nimmt, so daß er sich ihm gar nicht ent­ziehen kann." Damit wird klar: Das Sollen selbst ist es, das uns "im Gewissen verpflichtet."

"Den Dezisionisten beeindruckt eine Metaphysik nicht, die ihre Gewißheiten immer nur aus dem Hut zaubern kann wie einen deus ex machina. Für ihn sind Seinsordnungen bloße Hirngespinste. Er lehnt es ab, seine intimsten Wünsche und Hoffnungen in die Wundertüte der Metaphysik zu stecken und als Glaubenswahrheiten wieder hervorzuzaubern. Wenn es überhaupt eine metaphysische Ordnung gebe, sei diese jedenfalls für Menschen nicht erkennbar und beweisbar, eben weil sie transzendent wäre. Wie eine fata morgana flimmert sie beständig am Horizont des Denkens. Wenn wir uns ihr aber nähern und zupacken wollen, verflüchtigt sie sich. Sollte sie überhaupt eine Realität außerhalb unserer Köpfe sein, dann ist sie jedenfalls deshalb für uns praktisch bedeutungslos."

Hinter der Frage: "Ist dem Menschen aufgegeben, sich für eine Normenordnung zu entscheiden?", steckt aber die Falle eines normativen Sollens. In diese Falle tappt der Dezisionist, wenn er militant wird: Ein Willensmensch wie Nietzsche etwa begnügt sich nicht mit seiner persönlichen Entscheidung nach Belieben. Für ihn gibt es sie doch: jene normative Ordnung, der sich niemand entziehen kann. Sie steckt im Menschen: Sein innerstes Wesen selbst sei sein Wille - also soll er wollen!

"Wer sogar sein eigenes Leben und die tiefsten Beweggründe seines Handelns zur beliebigen Disposition stellt, verzichtet damit auf aktive Teilnahme am Leben und auf die kalkulierte Anwendung von Ideen als Waffen in der polemischen Auseinandersetzung. Das kann er nicht ohne logische Aporien durchhalten: Wenn sowieso alles relativ ist, ist die Relativität zwar nicht als falsch widerlegt, aber doch selbst relativ. Dürfen wir dann nicht wenigstens einmal am Geist der Relativität sündigen, indem wir etwas absolut setzen?" (Die gedanken sind frei)

"...Kein Intellekt ist so erhaben, das Sein in seiner Einheit objektiv zu erfassen und zu deuten. Selbst wer vorurteilsfrei rein positive Wissenschaft betreiben will, schleppt doch zwangsläufig seine methodischen Vorverständnisse und metaphysischen Prämissen mit. Indessen hat diese ernüchternde Einsicht eine tröstende Hintertür: Indem sie hinter allem und jedem menschlichen Denken metaphysische Entscheidungen erkennt, warnt sie zwar vor letzten Gewißheiten, erteilt aber der bewußten Entscheidung für einen Wert Generalpardon. Die offene Hintertür entläßt uns in die Entscheidungsfreiheit, wenn diese auch nur eine 'von Skeptikern geschenkte, also unsichere Narrenfreiheit' ist.

„Es bleibt mit der Idee der preußischen, der absoluten Republik das Modell eines streng disziplinierenden Machtstaates, das nur zur Zeit nicht aktuell ist, eines Staates, den man nicht liebt und nach dem sich sicherlich auch nur wenige sehnen, der aber dereinst einmal die Ultima ratio sein könnte, wenn die Alternative zu ihm nur noch das Chaos ist.“(Der totale Parteienstaat)


REINER KUNZE (1933)

"Heimat ist für mich überall dort, wo ein Mensch ist, zu dem ich kommen kann, ohne gefragt zu werden, weshalb ich da bin, und wo ich bei einer Tasse Tee schweigen darf."


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