de LAGARDE - La MARTINE - LANDMANN - LANGER - LANGENSCHEIDT - LANGENFELD - la ROCHEFOUCAULD - LAO ZI - LANSING - F. LASSALE - LAUB - LAZAR - LAZARE - LEC - LEIBNIZ - LENIN - LENZ - LEONHARD - LERMONTOW - LESHEM - LESSING - LECACHE-LIFSCHITZ - LEWIS - LICHTENBERG - LIEBIG - LIMPACH - LINA - LINCOLN - LINDBERGH - LIPPMANN - v. SCHAUMBURG-LIPPE - LISS - LLOYD GEORGE - LÖDING - LOCKE - LORENZ - LORIOT - LÖW - LOWACK - LÜBKE - LU BUWEI - LUCANUS - LUDWIG - LUEGER - LUHMANN - J. LUKACS - G. LUKACS - LUNACHARSKI - LUTHER - de LOUSTALOT - LYND
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PAUL ANTON BÖTTCHER ("de LAGARDE" 1827-1891)

"Alle Mängel im menschlichen Leben sind keine Veranlassung zu weinerlicher Klage, sondern eine Aufgabe."

"Behüte uns Gott vor den schlimmsten Menschen, die es gibt, den Korrekten."

"Bekanntlich unternimmt der Mensch zehnmal lieber eine Wallfahrt, die er mit den Beinen abmachen kann, als er sich entschließt, die geringste üble Gewohnheit abzulegen, wozu Willen gehört und nicht bloß motorische Nerven.“

"Bildung ist die Fähigkeit, Wesentliches vom Unwesentlichen zu unterscheiden und jenes ernst zu nehmen."

"Das ist unumstößlich gewiß, daß die Zukunft der irdischen Geschicke, die Zukunft Deutschlands, an dem einzelnen Menschen hängt, nicht an den Massen. Alles liegt an den Menschen und an nichts hat Deutschland so großen Mangel wie an Menschen."

"Das Evangelium kennt auf Erden nur ein Göttliches: die Menschenseele. Alles, was existiert, dient der Entwicklung der Menschenseele; sobald es aufhört, als in diesem Dienste stehend zu walten, ist es ein Götze."

"Das Programm eines Konzertes ist nicht das Konzert. So ist das Programm einer politischen Partei nicht die Politik der Partei. Eine politische Partei ist, wenn sie die von ihr erstrebten Ziele nennt, nicht zugleich verpflichtet, auch die Wege zu weisen, auf denen sie zu ihren Zielen hin wandeln wird."

"Das Ideal ist nicht über den Dingen, sondern in den Dingen: wie Gott nicht bloß sonntags von neun bis elf in der Kirche, sondern jederzeit und überall ist und gefunden werden kann."

"Das Ideal ist kein Leckerbissen, sondern tägliches Brot. Daraus ergibt sich für mich die Folgerung, daß die Idealität aus den Dingen des alltäglichen Lebens erwachsen muß."

"Denn ein Volk ist nur frei, wenn es aus lauter Herren besteht, da Freiheit die Achtung der Rechte anderer zu ihrer Bedingung hat und darum das Vorhandensein von Rechten anderer verlangt, um selbst existieren zu können."

"Der wirklich Gebildete hat an seinem Vaterlande mehr als derjenige, der sich nie Rechenschaft darüber zu geben vermag, weshalb sein Vaterland der Liebe und Opfer wert ist. Wer Bach, Mozart, Beethoven, Erwin, Holbein, Goethe, Grimm verstehen kann, liebt Deutschland anders, als wer in Deutschland nur den ihm gewohnten und darum bequemen."

"Der eigentliche Beweis für die Ewigkeit der Seele liegt nicht in Ahnungen, sondern in dem Plane, welcher im Leben jedes die Richtung auf das Gute einschlagenden Menschen sichtbar wird. Diesem Plan nachsinnen, und sich hingeben, das heißt fromm sein und verbürget ewiges Leben."

Deutschland ist die Gesamtheit aller deutsch empfindenden, deutsch denkenden, deutsch wollenden Deutschen: jeder Einzelne von uns ein Landesverräther, wenn er nicht in dieser Einsicht sich für die Existenz, das Glück, die Zukunft des Vaterlandes in jedem Augenblicke seines Lebens persönlich verantwortlich erachtet, jeder Einzelne ein Held und Befreier, wenn er es tut.

"Deutschland kann nur einig werden durch gemeinsame Arbeit, vorausgesetzt, daß diese Arbeit die ganze Nation in Anspruch nimmt."

"Die Kirche Roms hat durch die Einführung des Weihnachtsfestes das Christentum gerettet."

"Die Liebe wächst an der Schönheit und der Güte, die Freiheit vom eigenen Ich und von allem Kleinlichen an der Größe, die Demut an der Kraft: mit anderen Worten, der Mensch, das heißt der Charakter, gedeiht an der Freude über das Göttliche."

"Echte Kultur offenbart sich in der Wertschätzung der Persönlichkeit."

"Ein Charakter ist der Abdruck, den das Ewige in empfänglichen Seelen zurücklässt. Ein Charakter ist nur durch Frömmigkeit zu erwerben."

"Einen Menschen erziehen, heißt, seinen Willen bestimmen; ihn gut erziehen, heißt, seinen Willen gewöhnen, stets nur das Gute zu erstreben."

Es gehört ein Herz von der Härte der Krokodilshaut dazu, um mit den armen ausgesogenen Deutschen nicht Mitleid zu empfinden und - was dasselbe ist - um die Juden nicht zu hassen, um diejenigen nicht zu hassen und zu verachten, die - aus Humanität! - diesen Juden das Wort reden oder die zu feige sind, dies Ungeziefer zu zertreten. Mit Trichinen und Bazillen wird nicht verhandelt, Trichinen und Bazillen werden auch nicht erzogen, sie werden so rasch und so gründlich wie möglich vernichtet.“ (Juden und Indogermanen, 1887)

"Es gibt nur einen Gottesdienst auf Erden, den Kindern Gottes zu dienen. den ungeborenen, den nicht erwachten, den unfertigen, die kranken, den verlorenen: denen, auf deren Stirnen die Klarheit des Himmels leuchtet, und in deren Herzen Gottes Blut warm rollt, wie den scheuen, schwer lebenden, in denen das Licht nur selten aufblinkt: den in Vergnügen und Selbstsucht versunkenen, sogar den am schwersten von allen zu ertragenden, den tugendhaften, den weisen, den korrekten."

"Es gibt Augenblicke im Leben eines Menschen, in welchen er eines Planes gewahr wird, der durch sein Dasein hindurchgeht, eines Planes, den nicht er entworfen hat, dessen Gedanke ihn gleichwohl entzückt, als habe er ihn selbst erdacht."

"Es ist das Glück guter Menschen, daß sie durch ihr bloßes Dasein einen Tempel um sich bauen, indem der Stumpfeste andächtig, der Härteste weich wird."

"Es gibt keine Kraft unter dem Himmel, welche der Menschenseele gleichkäme."

"Es gibt für den Menschen nur eine Schuld, die, nicht er selbst zu sein. Was vom Menschen, das gilt auch von den Nationen."

"Freiheit und Demokratie passen zueinander wie Feuer und Wasser."

"Für eine Idee braucht man keinen Krieg zu führen: Ideen kommen ohne Pulver und Blei durch die Welt."

“Gäbe es wenigstens Verschworene unter uns, einen heimlich offenen Bund, der für das große Morgen sänne und schaffte, und an den, wenn ihn auch in diesen umgekehrten Pfingsttagen die Menge nicht verstehn würde, alle sich anschließen könnten, deren unausgesprochenem Sehnen er das Wort böte.”

"Immer von neuem die Mission seiner Nation erkennen, heißt sie in den Brunnen tauchen, der ewige Jugend gibt; immer dieser Mission dienen, heißt höhere Zwecke erwerben und mit ihnen höheres Leben."

"Je bequemer der Weg eines Mannes ist, desto weniger leistet er. Je schwerere Aufgaben einem Volke gestellt sind, auf eine desto höhere Stufe steigt dies Volk."

Jeder fremde Körper in einem lebendigen andern erzeugt Unbehagen, Krankheit, oft sogar Eiterung und Tod. Die Juden sind als Juden in jedem europäischen Staate Fremde, und als Fremde nichts anderes als Träger der Verwesung... sie sind Bakterien in der geistigen Schöpfung.

"Jeder Mensch hat die Chance, mindestens einen Teil der Welt zu verbessern, nämlich sich selbst."

"Jeder Mensch ist ein besonderer Gedanke Gottes, nicht bloß die Menschheit im Allgemeinen."

"Jeder Mensch ist einzig in seiner Art, denn er ist das Resultat eines nie wieder vorkommenden Prozesses einziger Art: darum ist schlechthin jeder Mensch, der geboren wird, der Anlage nach eine Bereicherung seines Geschlechts, seiner Nation, und darum gibt es für jeden Menschen nur eine Bildung, die ganz speziell auf ihn berechnet und deren Aufgabe sein muß, aus ihm das zu machen, was irgend aus ihm gemacht werden kann."

"Kein Volk schlägt sein Ideal ans Kreuz."

"Macht Ernst mit euren schönen Worten, so wird das Paradies auf Erden sein!"

"Mit dem Anerkennen der Ideale ist etwas getan, aber nicht viel. Was uns nottut, ist der Versuch, mit diesen Idealen praktisch ernst zu machen, das Ideal der Herzen in eine sichtbare Gemeinde zu übersetzen, welche auf nichts aus wäre, als zu sein, und welche in der vollendeten Anspruchslosigkeit eines allein mit dem Ewigen beschäftigten Lebens ohne Worte das Evangelium predigte."

"Möge Deutschland nie seine Größe und sein Glück auf anderen Grundlagen erbauen wollen als auf der Gesamtheit aller seiner zur vollsten Ausbildung der in jedes einzelne von ihnen gelegten Anlagen und Kräfte erzogenen Kinder, also auf so vielen Grundlagen, als es Söhne und Töchter gibt."

"Nicht human sollen wir sein, sondern Kinder Gottes; nicht liberal, sondern frei; nicht konservativ, sondern deutsch; nicht gläubig, sondern fromm; nicht Christen, sondern evangelisch; das Göttliche in jedem von uns leibhaftig lebend, und wir alle vereint in einem sich ergänzenden Kreis. Keiner wie der andere und keiner nicht wie der andere."

"Nur wer im Kleinen seine Pflicht erfüllt, hat ein Recht, im Großen beispielhaft zu wirken."

       "Und auf der höchsten Klippe Rand,
        O goldne Sonne, die mir's zeigt,
        Das Reich, nach dem die Sehnsucht stand,
        Das Reich, in dem die Sehnsucht schweigt,
        Das wahre, ewge Vaterland."

"Was mit den vom Leben erzogenen Seelen werden soll, ist Gottes Geheimnis: Nach dem Tode ist auch noch ein Leben, und die Ewigkeit dauert lange."

"Religion ist persönliche Beziehung zu Gott. Sie ist unbedingte Gegenwart."

"Wie ein Vogel nachts, wenn durch seine Träume die Strahlen des neuen Tages leuchten, im Schlafe mit wenigen klagend-frohe Tönen dem warmen Glanze entgegenfliegt, um danach, den Kopf unter den Flügeln, weiterzuschlafen, so ahnt der Mensch im Erdenleben dann und wann der Ewigkeit Freuden."

"Wir besitzen nur, was wir täglich neu erwerben; wir vermehren unseren Besitz nur, wenn wir durch Abstoßen des verbrauchten Materials früherer Tage seinem Wachstum Platz schaffen."

"Zu Gott gelangt man nicht durch die Furcht, nicht durch das Gefühl der Abhängigkeit, nicht durch den Verstand, nicht durch das Fürwahr halten oder Glauben, sondern nur durch das Bestreben besser zu werden, weil nur dieses auf das Gute hinauswill, das mit Gott eines und dasselbe ist."


ALPHONSE de LAMARTINE (1790-1869)

"Was ist unser Leben als eine Reihe von Präludien zu jenem unbekannten Lied, dessen erste feierliche Note der Tod anschlägt?" (Poetische Meditationen)


SALCIA LANDMANN (1911-2002)

"Völlig lächerlich ist es daher, wenn die wenigen europäischen Juden... in das Wegschrei gegen den angeblichen 'Rassismus' und 'Fremdenhass' dieser Anti-Asylanten einstimmen. Aus Angst, des Rassismus geziehen zu werden, traut sich kein eiziger deutsche deutscher Politiker, die in grotesken Ausmaß pervertierte Asylpolitik zu korrigieren...
Bist du daheim nicht gefährdet? Dann zahlen wir dir die Reise in einen Nachbarstaat neben deiner Heimat, aber mit einem Regime, das dir genehm ist. Bist du aber daheim nicht gefährdet, dann zahlen wir dir die Rückreise.
In jedem Fall gehörst du in deinem Kulturkreis und nicht hierher." ("Der Spiegel", 1/1992)


FRIEDRICH SPEE v. LANGENFELD (1591-1635)

„Kein deutscher Edelmann würde ertragen können, dass man seinen Jagdhund so zerfleischte. Wer soll es da mit ansehen können, dass ein Mensch so vielmals zerrissen wird?“


WILLIAM LANGER (1886-1959)

Die Massenvertreibung ist eines der größten Verbrechen, an welchem wir direkt Anteil haben… In der gesamten Geschichte findet sich nirgends ein so scheußliches Verbrechen aufgezeichnet wie in den Berichten über die Begebenheiten in Ost- und Mitteleuropa. Schon 15 bis 20 Millionen wurden von den Stätten ihrer Vorfahren entwurzelt, in die Qual einer lebendigen Hölle geworfen und wie Vieh über die Verwüstungen Osteuropas getrieben. Frauen und Kinder, Alte und Hilflose, Unschuldige und Schuldige wurden Gräueltaten ausgesetzt, die noch von niemandem übertroffen wurden.“ (1950)


FLORIAN LANGENSCHEIDT (geb. 1955)

"Das Wesentliche im Leben kann man nicht kaufen. Das Glück wohnt nicht imTresor."


FRANÇOIS VI. DUC de LA ROCHEFOUCAULD (1613 - 1680)

"Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen."

"Die Anerkennung ernster Menschen gewinnen wir durch Leistung, die der Masse durch Glück."

"Gern verzeihen wir unsern Freunden die Fehler, die uns nicht betreffen."




LAO ZI (450-345 v.Chr.)

"Alle Frauenkleider sind nur Variationen des ewigen Streites zwischen dem eingestandenen Wunsch, sich zu kleiden, und dem uneingestandenen Wunsch, sich zu entkleiden."

"Alle Welt weiß: Wenn Schönheit schön sein will, wandelt sie sich in Hässlichkeit. Wenn Güte als gut gelten will, wird sie zu Ungutem. So nah sind Sein und Nichtsein."

"Also der Erwachte: Er wirkt, ohne zu reden, er sagt, ohne zu reden. Er trägt alle Dinge in sich zur Einheit beschlossen. Er erzeugt, doch besitzt nicht er vollendet Leben, beansprucht nicht Erfolg. Weil er nicht beansprucht, erleidet er nie Verlust."

"Alle Dinge haben Zeiten des Vorangehens und Zeiten des Folgens, Zeiten des Flammens und Zeiten des Erkaltens, Zeiten der Kraft und Zeiten der Schwäche, Zeiten des Gewinnens und Zeiten des Verlierens. Deshalb meidet der Weise Übertreibungen, Maßlosigkeit und Überheblichkeit."

"Alles, was gelehrt werden kann, ist nicht der Mühe wert, gelernt zu werden."

"Andere erkennen ist weise. Sich selbst erkennen ist Erleuchtung."

"Andere beherrschen erfordert Kraft. Sich selbst beherrschen fordert Stärke."

"An Habe gewinnen heißt an Sein verlieren."

"Auch eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem Schritt."

"Begegne den Menschen mit der gleichen Höflichkeit, mit der du einen teuren Gast empfängst."

"Besser als einer, der weiß, was recht ist, ist einer, der liebt, was recht ist; und besser als einer, der liebt, was recht ist, ist einer der Begeisterung fühlt für das, was recht ist."

"Bestehen bedingt: nicht bestehen, verworren bedingt: einfach, hoch bedingt: nieder, laut bedingt: leise, bedingt: unbedingt, jetzt bedingt: einst."

"Das Böse lebt nicht in der Welt der Menschen. Es lebt allein im Menschen."

"Das ist der beste Führer, dessen Leute sagen, wenn er sie ans Ziel geführt hat: Wir selbst haben den Erfolg zustande gebracht."

"Das Volk hungert, weil die Herren zu viel Steuern verzehren."

"Das, was ist, das ist, und erst, wie ich damit umgehe, ist mein Beitrag zum eben."

"Daß er Maß hält, wenn das Werk vollendet ist, daß er sein Selbst zurückstellt und sich dem Ruhm entzieht, darin erweist sich die Weisheit des Erwachten."

"Das Schwache kann das Starke bezwingen. Das Zarte besiegt das Grobe. Jedermann unter der Sonne weiß das. Doch handelt jemand danach?"

"Der Berufene häuft keinen Besitz auf. Je mehr er für andere tut, desto mehr besitzt er."

"Der Edle weiß, ohne irgendwo hinzugehen, sieht, ohne hinzublicken und hat Erfolg ohne eigenes Zutun."

"Derjenige, der andere kennt, ist klug; derjenige, der sich selbst kennt, ist erleuchtet."

"Der Lichtabgrund des Tao ist aller Wesen Mutter. Wer die Mutter erkennt, weiß um seine Gotteskindschaft. Seiner Kindschaft bewußt, ist er auf dem Heimweg. Heimkehrend ist er dem Vergehen enthoben."

"Der Tao [der Gott], den man künden kann, ist nicht das absolute Tao. Der Name, den man nennen kann, ist nicht der Ewige Name."

"Der Weise lebt in der Einfalt und ist ein Beispiel für viele. Er will nicht selber scheinen, darum wird er erleuchtet."

"Der Weise ist nicht gelehrt, der Gelehrte ist nicht weise."

"Der Weise hat keine unumstößlichen Grundsätze. Er paßt sich anderen an."

"Der Weise redet nicht; der Redende weiß nicht."

„Der Weise stellt sein Selbst hintan - und siehe: Es tritt hervor. Er gibt auf sein Selbst - und siehe: Es wird bewahrt."

"Der Tugendhafte ist nicht sprachgewandt, der Sprachgewandte nicht tugendhaft."

"Der Vollendete gleicht dem Wasser: Allen Wesen spendet es willig Erquickung und Segen. Streitlos erfüllt es die Tiefen, die der Mensch flieht, und ist dem Tao am nächsten."

"Des Himmels Sinn ist segnen, ohne zu schaden. Des Berufenen Sinn ist wirken, ohne zu streiten."

"Die alten Weisen, Täter des Tao, brachten den Menschen nicht die Vielfalt des Wissens, sondern lehrten die Einfalt der Weisheit. Denn Vielwisser sind Zielungewisse und schwer zu leiten. Wer die Menschen nur durch Wissensmehrung fördern will, führt sie ins Verderben."

"Die Dinge sind dazu da, dass man sie benutzt, um das Leben zu gewinnen, und nicht, dass man das Leben benutzt, um die Dinge zu gewinnen."

"Die größte Offenbarung ist die Stille."

"Die Sitte ist nur Schein des Sittlichen und Zeichen vom Zerfall."

"Die Wahrheit kommt mit wenigen Worten aus."

"Dinge wahrzunehmen ist der Keim der Intelligenz."

"Drei Schätze wahre ich, die währen: Der erste ist Güte, der zweite Genügsamkeit, der dritte Bescheidenheit. Die Güte macht mich mutig, die Genügsamkeit freigebig, die Bescheidenheit zum Träger des Ewigen."

"Durch einen glücklichen Zufall kann ein Mann die Welt eine Zeitlang, aber dank der Liebe kann er sie für immer beherrschen."

"Durch Leichtfertigkeit verliert man die Wurzeln, durch Unruhe die Übersicht."

"Einer nur entscheidet über Leben und Tod. Wer an seiner Statt richtet und tötet, gleicht einem Blinden, der statt des Zimmermanns die Axt führt und sich selbst verletzt." "Ein Unwetter währt keinen ganzen Tag."

"Es gehört schon eine Menge Mut dazu, schlicht und einfach zu erklären, dass der Zweck des Lebens ist, sich seiner zu erfreuen."

Es ist besser, ein kleines Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu schimpfen.

"Erst am Ende unseres Weges stehen die Antworten."

"Freundlichkeit in Worten schafft Vertrauen. Freundlichkeit im Denken schafft Tiefe. Freundlichkeit im Geben schafft Liebe."

"Gewalt zerbricht an sich selbst."

"Genug zu haben ist Glück, mehr als genug zu haben ist unheilvoll. Das gilt von allen Dingen, aber besonders vom Geld."

"Gnade und Ungnade - Angst machen sie beide."

"Güte in den Worten erzeugt Vertrauen, Güte im Denken erzeugt Tiefe, Güte beim Verschenken erzeugt Liebe."

"Guter Verwalter waltet gewaltlos. Guter Kämpfer siegt kampflos. Guter Überwinder wendet widerstandslos. Guter Zwinger meistert zwanglos."

"Härte und Steifheit sind die Gefährten des Todes, Weichheit und Zartheit die Gefährten des Lebens."

"Ich habe drei Schätze, die ich hüte und hege. Der eine ist die Liebe, der zweite ist die Genügsamkeit, der dritte ist die Demut. Nur der Liebende ist mutig, nur der Genügsame ist großzügig, nur der Demütige ist fähig zu herrschen."

"Ich stehe still, gelassen und wunschlos, wie ein Neugeborenes, das noch nicht lächelt, wie ein Heimatloser, den nichts mehr hält."

"Je mehr Gesetze, desto mehr Diebe."

"Je mehr Verbote, umso ärmer das Volk."

"Kannst du kein Stern am Himmel sein, sei eine Lampe im Haus."

„Klar sieht, wer von Ferne sieht - und nebelhaft, wer Anteil nimmt“

"Nur wer selber ruhig bleibt, kann zur Ruhestätte all dessen werden, was Ruhe sucht."

"Leicht ist es, das noch Ruhende zu lenken, den erst Kommenden zuvorzukommen, das noch Schwache zu beugen, das noch Kleine zu meistern. Darum ordne die Dinge in ihrem Noch-nicht-Sein! Lenke im Keim, was später ungelenk und unlenkbar ist!"

"Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück."

"Neben der edlen Kunst, etwas zu erledigen, gibt es die nicht minder edle, Dinge ungetan zu lassen. Das Aussortieren des Unwesentlichen ist der Kern aller Lebensweisheit."

"Nichtstun ist besser als mit vieler Mühe nichts schaffen."

"Nicht wer nach ihm sucht und ausschaut, sondern wer die Augen schließt, wird des Unsichtbaren gewahr."

"Nur wer sich in Genügsamkeit genügt, hat stets genug."

"Pflichtbewusstsein ohne Liebe macht verdrießlich, Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos, Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart, Wahrhaftigkeit ohne Liebe macht kritiksüchtig, Klugheit ohne Liebe macht betrügerisch, Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch. Ordnung ohne Liebe macht kleinlich, Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch, Macht ohne Liebe macht grausam, Ehre ohne Liebe macht hochmütig, Besitz ohne Liebe macht geizig, Glaube ohne Liebe macht fanatisch."

"Reich ist, wer weiß, dass er genug hat."

"Reisen ist besonders schön, wenn man nicht weiß, wohin es geht. Aber am allerschönsten ist es, wenn man nicht mehr weiß, woher man kommt."

"Ruhe macht Ordnung."

"Sag‘ es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde mich daran erinnern. Beteilige mich, und ich werde es verstehen."

"Schafft ab die Güte, verwerft die Rechtschaffenheit - die Menschen werden wieder einander lieben."

"Schmiegsam und geschmeidig ist der Mensch, wenn er geboren wird, starr, störrig und steif, wenn er stirbt. Biegsam, weich und zart sind Kräuter und Bäume im Wachstum, dürr, hart und stark im Entwerten. Darum gehören Starre und Stärke zum Tode, Weichheit und Zartheit zum Leben."

"Sieht man nicht nach dem, was man begehren könnte, bewahrt man sein Herz vor Verwirrung."

"Stets sorge dass das Volk ohne Wissen und Wunsch sei. Und sorge zugleich, dass die Wissenden nicht zu handeln wagen."

"Ton knetend, formt man Gefäße. Doch erst ihr Hohlraum, das Nichts, ermöglicht die Füllung. Aus Mauern, durchbrochen von Türen und Fenstern, baut man ein Haus. Doch erst sein Leerraum, das Nichts, gibt ihm den Wert. Das Sichtbare, das Seiende, gibt dem Werk die Form. Das Unsichtbare, das Nichts, gibt ihm Wesen und Sinn."

"Um sein Nichtwissen wissen ist das Höchste. Um sein Wissen nicht wissen ist krankhaft."

"Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut."

"Was schrumpfen soll, lass sich erst aufblähen! Was schwach werden soll, war zuvor stark."

"Wahrhafte Führer werden kaum verspürt."

"Wen der Himmel bewahren will, den erfüllt er mit Güte."

"Wer anderer Not löst, ist der Erlöste."

"Wer andere beherrscht ist stark; wer sich selbst beherrscht ist mächtig."

"Wer andere kennt, ist klug. Wer sich selbst kennt, ist weise. Wer andere besiegt, hat Kraft. Wer sich selbst besiegt, ist stark."

"Wer da sagt: schön schafft zugleich: unschön. Wer da sagt: gut, schafft zugleich: ungut."

"Wer gern Recht behält, den überhört man."

"Wer Menschen führen will, muß hinter ihnen gehen."

"Wertvoller Mensch ist streitlos. Streitender Mensch ist wertlos."

"Wer nicht aufs Kleine schaut, scheitert am Großen. Weil der Weise unbefangen das Ende am Anfang sieht, das Große im Kleinen, wird auch das Verfänglichste und Schwerste ihm leicht."

"Wer sich am Ziele glaubt, geht zurück."

"Wer sich rühmt, dem traut man nicht."

"Wer sich auf die Zehen stellt, steht nicht fest."

"Wer nicht genügend vertraut, wird kein Vertrauen finden."

"Wer viele Schätze anhäuft, hat viel zu verlieren."

"Wo unter Menschen die Ehrfurcht schwindet, schwillt die Furcht."

"Wo zwei zusammenstoßen, siegt der Besonnene."

"Wahre Worte sind nicht schön. Schöne Worte sind nicht wahr. Wahre Worte sind nicht angenehm, angenehme Worte sind nicht wahr."

"Was ist ein wahres Geheimnis? Etwas, das für jeden offen da liegt - und der eine erkennt es, der andere jedoch nicht."

"Weisheit waltet durch Nicht-Tun. Woher ich das weiß? Weil es so ist: Je mehr Verwaltung und Verbote, umso mehr Gewalt und Armut. Je mehr Gewalt und Waffen, umso mehr Unruhe und Widerstand. Je mehr Schlauheit und Berechnung, umso mehr Verschlagenheit und Rückschläge. Je mehr Verordnungen, umso mehr Feinde der Ordnung."

"Weiser ist die Weisheit, die schwer errungen werden musste."

"Wenn du erkennst, dass es dir an nichts fehlt, gehört dir die ganze Welt."

"Wenn Tao [Gott] verlorengeht, kommt die Tugend. Wenn die Tugend verlorengeht, kommt die Wohltätigkeit. Wenn die Wohltätigkeit verlorengeht, kommt die Gerechtigkeit. Wenn die Gerechtigkeit verlorengeht, Kommen die Moralregeln."

        Wenn der Meister regiert, ist sich das Volk kaum bewusst, dass es ihn gibt.
        Der Zweitbeste ist ein Führer, den man liebt.
        Der Nächste einer, vor dem man Angst hat.
        Der Schlechteste ist einer, den man verachtet."

"Wer weiß, spricht nicht, wer spricht, weiß nicht."

"Wissen, dass man nichts weiß, das ist das Allerhöchste."

"Wissen, dass man nichts weiß, ist wahre Weisheit. Nichtwissen für Wissen achten ist Leid."

"Zeigt mir einen Mann der Gewalttat, mit dem es ein gutes Ende genommen hat, und ich will ihn zu meinem Lehrer machen."

"Zu grelles Licht gefährdet das Sehen. Übermäßiger Lärm betäubt das Gehör. Zu stark Gewürztes verdirbt den Geschmack. Übergroße Erregung stumpft das Gefühl."

"Zufriedenheit bringt auch in der Armut Glück. Unzufriedenheit ist Armut, auch im Glück."


ROBERT LANSING (1928-1994)

„Prüft den Vertrag und Ihr werdet finden, dass Völker gegen ihren Willen in die Macht jener gegeben sind, die sie hassen, während ihre wirtschaftlichen Quellen ihnen entrissen und anderen übergeben sind. Wir haben einen Friedensvertrag aber er wird keinen Frieden bringen, weil er auf dem Treibsand des Eigennutzes gegründet ist.“ (1919)


FERDINAND LASSALE (1825-1864)

„Ich könnte mein Leben wagen, die Juden aus ihrer jetzigen drückenden Lage zu reißen; ich würde selbst das Schafott nicht scheuen, könnte ich sie wieder zu einem geachteten Volk machen.“ (1848)


GABRIEL LAUB (1828-1998)

"Alle Macht geht von Volke aus und kommt nie wieder zurück."

"Aphorismen sind kleine geistquälende Quälgeister. "

"Der Aphorismus hat vor jeder anderen Literaturgattung den Vorteil, dass man ihn nicht weglegt, bevor man ihn zu Ende gelesen hat."


SHLOMO DOVBER PINCHAS BEREL LAZAR (geb. 1964)

„…In „Leningrad“ vor etwa 50 Jahre ist ein Junge geboren, dessen Nachbarn eine jüdische Familie war- Der Junge war adoptiert, weil er von jungem Bein Respekt vor den Juden zeigte. Er hat gern jüdische Speisen gegessen, und sich mit jüdischen Büchern interessierte. Etwas später wurde er Stellvertreter des Oberbürgermeisters von St. Petersburg. Eines Tages wurde es bekannt – der Bürgermeister wollte nicht eine jüdische Schule zu lassen. Er protestierte dagegen und hat den Oberbürgermeister gefragt: wozu ist gut dieser Verbot? Oberbürgermeister Luschkow antwortete: „Ich bin selbst ein Jude und ich will nicht, dass man mich beschuldigt für Bevorzugung der Juden". Dann Junge hat die volle Verantwortung übernahm und die jüdische Schule wurde zugelassen. Diese Junge hieß Wladimir Putin.

Noch nie ein Führer von Rußland bzw. „UdSSR“ so viel Gutes für die Juden getan. Das ist wirklich beispiellos… Momentan in Rußland ganze Menge von Juden verwalten die Gemeinden, Städte, Gebiete und sogar Regierungsmitglieder. Das ist eine Norm geworden… Nach zahlreichen Treffen von Ariel Sharon mit dem Putin hat er mir vertraulich gesagt: Wie die Juden, und Israelis haben in Kreml den größten Freund – Wladimir Putin.

(27 Februar 2008 sprach Berel Lasar, Ober-Rabbiner vom Rußland, in Oxforder Schabat-Gesellschaft von Juden in Russland und ihrer Zukunft. Er erzählte alles etwas anderes als offizielle und inoffizielle Putins Biographien - Anm. JB)


BERNARD LAZARE (1865-1903)

Wenn die Feindschaft und die Abneigung gegen die Juden nur in einem Lande und in einer bestimmte Zeit bestanden hätte, wäre es leicht, die Ursache dieser Wut zu ergründen. Aber im Gegenteil, diese Rasse ist seit jeher das Ziel des Hasses aller Völker gewesen, in deren Mitte sie lebte. Da die Feinde der Juden den verschiedensten Rassen angehörten, die in weit voneinander entfernten Gebieten wohnten, verschiedene Gesetzgebung hatten, von entgegengesetzten Grundsätzen beherrscht waren, weder dieselben Sitten noch dieselben Gebräuche hatten und von unähnlichem Geiste beseelt waren, so müssen die allgemeinen Ursachen des Anti-Semitismus immer in Israel selbst bestanden haben und nicht bei denen, die es bekämpfen.


GOTTFRIED WILHELM VON LEIBNIZ (1646-1716)

"Das Übergewicht der Neigungen entschuldigt den Menschen nicht, daß er nicht Herr seiner selbst ist. Er soll seine Kraft gebrauchen lernen, die in der Vernunft besteht."

"Der Zweck der waren Religion soll sein, die Grundsätze der Sittlichkeit tief in die Seele einzudrücken."

"Die Gerechtigkeit ist nichts anderes als die Nächstenliebe des Weisen."

"Wer in göttlichen Dingen nichts glaubt, als was er mit seinem Verstande ausmessen kann, verkleinert die Idee vom Gott."

"Wer seine Schüler das ABC gelehrt, hat eine größere Tat vollbracht als der Feldherr, der eine Schlacht geschlagen."

"Wir sind umso freier, je mehr wir der Vernunft gemäß handeln, und umso mehr geknechtet, je mehr wir uns von den Leidenschaften regieren lassen."


STANISLAW JERZY LEC (1909-1966)

"Autoverkäufer verkaufen Autos, Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen. Und Volksvertreter...?"

"Marionetten lassen sich sehr leicht in Gehenkte verwandeln. Die Stricke sind schon da."

"Viele meiner Freunde sind meine Feinde geworden, viele Feinde fanden meine Freundschaft, aber die Gleichgültigen sind mir treu geblieben."




"LENIN", eig. WOLFF BLANK-ULIANOFF (1870-1924)

1906:
„Ich bin nichts, die Gesellschaft ist alles.“

„Kommunismus ist Atheismus.“

„Pazifismus und abstrakte Friedenspredigt sind eine Form der Irreführung der Arbeiterklasse.“

„Willst du einen Menschen kennen, schau nicht auf seinen Mund, sondern auf seine Hände!“

„Wer die Kapitalisten vernichten will, der muß ihre Währung zerstören.“

„Besonders auffallend ist die Pedanterie aller unserer kleinbürgerlichen Demokraten.“

1907:
"Jedes Recht besteht in der Anwendung von gleichem Maßstab auf ungleiche Individuen."

"Die Wahrheit zu sagen ist ein bourgeoises Vorurteil."(Der Staat und Revolution)

„Es gibt kein anderes Mittel, den Schwankenden zu helfen, als daß man aufhört, selbst zu schwanken.“

1908:
„Sage mir, wer dich lobt, und ich sage dir, worin dein Fehler besteht.“

„Das Urteil eines klugen Feindes baut sich höchst selten auf einem völligen Mißverständnis auf.“

1909:
„Gemeinschaftlich arbeiten ist ohne Ordnung, ohne daß sich alle dieser Ordnung fügen, unmöglich."

1910:
„Klug ist nicht, wer keine Fehler macht. Klug ist der, der es versteht, sie zu korrigieren.“

„Es ist nicht sofort ersichtlich, welche politischen oder sozialen Gruppen, Kräfte oder Größen bestimmte Vorschläge, Maßnahmen usw. vertreten, sollte man stets die Frage stellen: Wem nützt es?“

„Wir dürfen unsere Fehler nicht verheimlichen, weil der Feind das ausnutzen könnte. Wer das fürchtet, ist kein Revolutionär.“

„Alle Arbeiter sind Brüder, und ihr fester Bund ist die einzige Gewähr für das Wohl und das Glück der ganzen Werktätigen und unterdrückten Menschheit.“

„Deutschland wurde in Versailles ein Frieden aufgezwungen aber das war ein Frieden von Wucherern und Würgern, ein Frieden von Schlächtern. Denn Deutschland und Österreich wurden ausgeplündert und zerstückelt. Man nahm ihm alle Existenzmittel, ließ die Kinder hungern und des Hungers sterben. Das ist ein ungeheuerlicher Raubfrieden!“

1914:
„Man kann nicht zugleich in der Gesellschaft leben und frei von ihr sein."

„Es mögen Situationen eintreten, in denen den Interessen der gesamten Menschheit der Vorrang von den Klasseninteressen des Proletariats eingeräumt werden muß.“

„Anarchismus ist umgestülpter bürgerlicher Individualismus.“

1915:
„Maßlose Übertreibung erleichtert das Verständnis.“

"Wir wissen, dass seit Jahrzehnten die Bourgeoisie und die drei Lumpen - die Regierungen von England, Frankreich und Russland - Vorbereitungen getroffen haben, um Deutschland anzugreifen."

1916:
„Über die Möglichkeit von Aktionen reden ist zwecklos, man muß die Möglichkeit durch Taten beweisen.“

Um die bürgerliche Gesellschaft zu zerstören, muss man ihr Geldwesen verwüsten.

"Revolution? Das wird nie etwas mit diesen Deutschen! Bevor die einen Bahnhof stürmen, ziehen sie sich zuvor noch eine Bahnsteigkarte."

1917:
„Nur völlige Klarheit der gegenseitigen Beziehungen kann den Erfolg eines Abkommens zur Erreichung des nächsten gemeinsamen Zieles gewährleisten.“

"Der russische Mensch ist weich, ein Schlappschwanz, eine Memme... Wir haben keine Diktatur, sondern einen Sauhaufen..." 1918:
Eine Lüge wird durch das zu verfolgende Ziel gerechtfertig." (Ob die Bolschewiki die Macht festhalten können)

„Demokratie ist die Vorstufe des Sozialismus.“

"Massenerschießungen sind ein legitimes Mittel der Revolution.

„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“

1919:
„Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Arbeitern - nur eine solche gemeinsame Arbeit wird imstande sein, die ganze Last des Elends und des Schmutzes zu beseitigen.“

1920:
"Die Vereinigten Staaten der Welt (nicht aber Europas) sind jene staatliche Form der Vereinigung und der Freiheit der Nationen, die wir mit dem Sozialismus verknüpfen - solange nicht der vollständige Sieg des Kommunismus zum endgültigen Verschwinden eines jeden, darunter auch des demokratischen, Staates geführt haben wird. Als selbständige Losung wäre jedoch die Losung Vereinigte Staaten der Welt wohl kaum richtig, denn erstens fällt 'Die Interessen des Sozialismus stehen über den Interessen des Rechts der Nation auf Selbstbestimmung.'“ (Der Sieg des Sozialismus ist unausweichlich)

"Erstens: mit dem Sozialismus zusammen, und zweitens könnte sie die falsche Auffassung von der Unmöglichkeit des Sieges des Sozialismus in einem Lande und eine falsche Auffassung von den Beziehungen eines solchen Landes zu den übrigen entstehen lassen." (Über die Losung der Vereinigten Staaten von Europa, 1920)

"Wir, die Bolschewiken-Partei, haben Rußland überzeugt. Wir haben Rußland von Reichen für die Armen, von der Ausbeutern für die Werktätigen, erkämpft. Jetzt gilt es Rußland durch durch uns zu regieren."

(Der Lenin letztes Dokument das er in "Gorki" Datscha bei Moskau auf dem Papier gekratzt, spricht vor allem über die "Überzeugung" der Bolschewiki und nicht der Überzeugung durch das Volk. Diese Überzeugung käme durch Massenterror und Verwüstung Rußlands durch seinen jüdischen Volkskommissaeren wie etwa Swerdlow, Dzerschiskij, Kalin und Trotzki, die bisher blutigster Terror in der Geschichte Menschheits mit über 2 Millionen Opfer der Bevölkerung. Der Art "Überzeugung" nennt man jeder normaler Mensch als Erpressung.
Anstelle der Reichen Beamter Händler und Unternehmer kamen die jüdisch-beloschwistische Kommissare und Armen nicht nur Armen geblieben, sondern noch ärmer geworden und anstelle der angeblichen Ausbeutern doch zum Werktätigen geworden, aber in den Konzentrationslagen von Solowki, Ural und Sibirien geworden. "Noch unter Lenin bis 1924 waren schon über 5 Millionen Sklaven, die man damals versuchte zum Kommunismus zu "überzeugen" - in zehn Jahren danach es waren in von den Juden besetzten Rußland über 20 Millionen "Werktätigen." (Alexander Solschenizyn, "Archipel Gulag") - Anm. JB
)

"Solange wir in einem kleinbäuerlichen Lande leben, besteht für den Kapitalismus in Russland eine festere ökonomische Basis als für den Kommunismus. Das darf man nicht vergessen. Jeder, der aufmerksam das Leben auf dem Lande beobachtet und es mit dem Leben in der Stadt verglichen hat, weiß, daß wir die Wurzeln des Kapitalismus nicht ausgerissen und dem inneren Feind das Fundament, den Boden nicht entzogen haben. Erst dann, wenn das Land elektrifiziert ist, wenn die Industrie, die Landwirtschaft und das Verkehrswesen eine moderne großindustrielle technische Grundlage erhalten, erst dann werden wir endgültig gesiegt haben." (Bauern ist Gefahr für Sozialismus)

"Wie konnte das Wunder geschehen wie der Sieg der Bolschewiki, die ein Viertel der Stimmen besaßen?... Die Bolschewiki haben vor allem deshalb gesiegt, weil sie die gewaltige Mehrheit des Proletariats hinter sich hatten, darunter den bewusstesten , taktikkräftigsten, revolutionärsten Teil." (Die Wahlen zur konstituierenden Versammlung und die Diktatur des Proletariats)

( Die Selbstantwort von Lenin auf die eigene Frage ist grundsätzlich falsch, denn zuvor die Bolschewiki erstütmten die Duma [Parlament] und die Mehrheit (82 Prozent - so Historiker Sergej Melgunow "Wie kamen die Bolschewiki zur Macht ", 1926) der Volksvertreter wurde durch Diktatur, von der Lenin selbst redet, mit Gewalt zum Teil an die Stelle als "Konterrevolutionäre" - (69 Duma-Mitglieder) durch jüdischen Kommisäre ermordet und zum Teil in den ersten GULag Anstalt Solowki am Weißen Meer durch Hunger, Zwangsarbeit und Willkür der Angehörigen der WeTscheKa unter der Leitung von Dzerschinski "ums Leben gekommen" (ca 290 Duma-Abgeordneten). Also was lenin als "das Wunder" bezeichnete, war kein Wunder, sondern Terror der jüdischen Bolschewismus - Anm. JB )

1921:
„Es ist eine alte Wahrheit, dass man in der Politik oft vom Feinde lernen muss.“ (1921)

„Wenn wir für uns Sonderansprüche stellen, werden wir bald glauben, es sei die normale Lage. Nur wenn wir alle Entbehrungen unseres Volkes mittragen, wird uns das dazu anspornen, die Missstände schnellstens zu beseitigen.“

„Schwindler machen immer viel Aufheben und Lärm, und gewisse einfältige Leute halten das für Energie.“

„Die Arbeitsproduktivität ist in letzter Instanz das Allerwichtigste, das Ausschlaggebende für den Sieg der neuen Gesellschaftsordnung.“

„Recht ist, was der proletarischen Klasse nützt.“

„Solange es einen Staat gibt, gibt es keine Freiheit.“

„Kommunismus - das ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung.“

„Die Kapitalisten werden uns noch den Strick verkaufen, mit dem wir sie aufknüpfen.!“

„Das Proletariat hat das Volk kämpfen gelehrt.“

„Das Proletariat wird es zum Siege führen.“

(Leninsche Vorstellung von der Wahrheit ist typisch für jüdische Gruppierung, die sich als "Bolschewiki" (also Mehrheitliche) bezeichneten. Selbst diese, bis heute für den Linken der Welt, Selbstbezeichnung der jüdischen Revoluzzer in Rußland beinhaltet eine dreiste Lüge. In der Schweiz, wo Lenin im Exil lebte, unter die sog. Sozail-Revolutinäre und Parteimitlieder RSDRP [Russische Sozialistische Union der Arbeiterpartei] seit der Niederlage der sog. Ersten Revolution 1905 die RSDRP bestand aus zionistischen Juden, sozail-demokratischen Juden und Sozial-Revolutionäre. Die leninsche Gruppe machte etwa 20 Prozent der "exilrussischen Juden".

1914-1916 Lenin versuchte durch Ausschließung der "liberalen Juden", welche er als "Verräter der Arbeiterklasse" bezeichnete, und die Anhänger von Karl Kautsky, der von Lenin als ein "Renegat" gebrandtmarkt wurde, langsam aber sicher die RSDRP den Rücken gekehrt. Die Mehrheit jedoch gehörte den sog. "mäßigen Juden", die sich doch einen Sozialismus nicht mit "Diktatur und Terror" nicht vorstellen konnten. jedoch dem Lenin ist gelungen einen historischen Betrug in Abwesenheit der demokratischen Sozilaisten in Zimmerwald einen Parteitag zu veranstalten, wo trotzdem hat er dühne Mehrheit mit zwei Stimmen der "nichtentschloßenen Juden" bekam und seitdem sich und seine Anhänger als "Bolschewiki" nannte.

Die ausgestoßenen jüdische Liberalen wurden von Lenin als "Menschewiki" (Minderheitliche) bezeichnet. Als Lenin und seine "Bolschewiki" nach Rußland in einem plombierten Wagen durch Deutschland und Schweden mit der Hilfe von Kaiser Wilhem II nach St. Peresburg gelangen, die erste Aufgabe Lenins war das Rußland von der Menschewiki zu räumen. Das ist aber etwas schief gegangen, denn die Anhängerin der RSDRP Fanni Kaplan, die später die Partei zu Sozial-Revoluzzer gewächselt, versuchte den Lenin zu töten. Lenin wurde nur lecht verletzt, aber diesmal auch viele "Menschewiki" der Lenischer "Terror und Diktatur" doch ernstnehmen mussten. Trotzdem sie alle wurden liquidiert. Denn Leninsche Kommunistische Partei keine Konkurrenz dulden konnte und zwischen 1918 und 1991 allein regierte.

Die einzige Partei, die mit Stolz sich bei jedem Feier als die "Partei der Bolschewiki" nannte - war 70-jährige Lüge. Man kann nur sich wundern, dass Lenin Die Wahrheit für "ein bourgeoises Vorurteil" gehalten und auch die Lüge... durch verfolgende Ziel gerechtfertig hatte. - anm. JB
)


SIEGFRIED LENZ (1926-2014)

"Auf der Bühne der Welt sind wir alle Debütanten."

"Auf Erinnerung zu bestehen kann mitunter schon Widerstand sein - zumindest dann, wenn Vergeßlichkeit großgeschrieben oder aber dekretiert wird."

"Bei den meisten ruft die Erinnerung nichts anderes hervor als Selbstmitleid.

"Der Leser ist ein unbekanntes Wesen, unberechenbar, unkalkulierbar. Man kann ihn nicht gewinnen, indem man ihn - bewußt - mit leicht löslichem Wortzucker bewirtet."

"Die Bestätigung eines Künstlers liegt nicht im Erfolg - der Erfolg ist manchmal nur ein Mißverständnis -, sondern ihm Argwohn, im Mißtrauen, das ihm entgegenschlägt."

"Die Literatur hat nichts von ihrer Funktion eingebüßt, zur Erkenntnis des Menschen in der Zeit beizutragen. Es kommt ihr weniger darauf an, Fragen des Daseins zu lösen, als Fragen an das Dasein zu stellen."

"Die Schöpfung kann an unserer Verachtung und an unserem Egoismus zugrunde gehen."

"Ein Schriftsteller ist ein Mensch, der niemanden zwingt, das zu sein, was er ist."

"Es trifft gewiß zu, daß die Hoffnung eine Gnade ist. Aber fraglos ist sie eine schwierige Gnade. Sie fordert zuweilen unsere Bereitschaft, auch im Scheitern eine Chance zu sehen, in der Niederlage eine neue Möglichkeit. Vielleicht ist die Hoffnung die letzte Weisheit der Narren."

"Geschichte darf nicht zu einem Herbarium werden."

"Heimat entdeckt man erst in der Fremde."

"Ich bekenne, ich brauche Geschichten, um die Welt zu verstehen, - und zwar in gleicher Weise, wie andere womöglich die Formel brauchen, das Dokument."

"Jeder ist auf der Suche nach etwas, dem er gleichen möchte."

"Niemand ist dem Verurteilten näher als sein Richter."

"Überzeugungen sind Krankheiten, die durch Begeisterung übertragen werden."

"Um vorhandene Schuld zu verringern, müssen wir bereit sein, auch fremde Schuld aus uns zu nehmen."

"Vergangenheit hört nicht auf; sie überprüft uns in der Gegenwart."

"Wer für sich in Anspruch nimmt, mündig zu sein, ist zur Unruhe verpflichtet."

"Wer zu handeln versäumt, ist noch keineswegs frei von Schuld. Niemand erhält seine Reinheit durch Teilnahmslosigkeit. "


WOLFGANG LEONHARD (1921-2014)

"Die Arbeit, nicht nur die künsterische, unterscheidet sich von den übrigen Betäubingsmitteln dadurch, dass sie den Katzenjammer vor dem Rausch bringt."

"Die Revolution entläßt ihre Kinder."

"Ein Liberal ist schrittweise und tragisch von Demokraten zum Anhänger eines Polizeistaates mutiert, ohne dabei etwas zu merken."

"Gorbatschow bleibt, bei allen Schwankungen, Zögern und Fehlern, für die geschichtsschreibung der größe Reformer in der 1200-jährigen Geschichte Rußlands."


MICHAIL JURJEWITSCH LERMONTOW (1814-1841)

"Aber wer weiß denn genau, ob er von etwas überzeugt ist oder nicht? Wie oft halten wir eine Täuschung der Gefühle oder eine Verirrung der Vernunft für eine Überzeugung!"

"Alles hat seine Art; vieles spricht man nicht aus, sondern errät es."

"Beendet ist der Weg, die Stunde schlug, es ist Zeit heimzukehren."

"Das ist meine Taktik: um sich irgendwo gut einzuführen, muß man die Leute amüsieren."

"Die Geschichte einer Menschenseele, auch der kleinsten, ist fast fesselnder und nützlicher als die eines ganzen Volkes, besonders wenn sie das Ergebnis der Beobachtungen ist, die ein reifer Geist an sich vornimmt, und wenn sie ohne den eitlen Wunsch, Teilnahme oder Bewunderung zu wecken, geschrieben ist. Die Beichte Rousseaus hat schon den Fehler, daß er sie seinen Freunden vorlas."

"Die Liebe? … ihr flücht'ger Genuß ist der Mühe nicht wert, und ewig lieben ist unmöglich. Im Herzen wird bald jede Spur des Vergangnen verzehrt, Und Freude, wie Gram, ist hier kleinlich und kläglich."

"Ein seltsames Ding ist das menschliche Herz, und das weibliche im besonderen!"

"Ehrgeiz ist nichts anderes als Machthunger."

"Es ist ein großes Unglück, wenn man alles anfängt und nichts zu Ende führt."

"Es ist eine gute Regel, nichts endgültig abzulehnen und an nichts blind zu glauben."

"Flieh der Begeisterung Todesschlingen; Sie ist des kranken Geistes verzücktes Zerrgesicht, Gefesselter Gedanken Ringen."

"Gesang und Liebe sind des Dichters Leben, Das ohne diese grau und öde ganz, Wie mächt'ger Himmel ohne Sternenglanz."

"Lohnt es sich nach alledem noch, zu leben? Doch lebt man – aus Neugier; man erwartet etwas Neues... Es ist lächerlich und ärgerlich!"

"Mädchen haben wir, ich weiß, Ihre Augen sind wie Sterne;
Lieben, ja, das will ich gerne, Doch nicht um der Freiheit Preis.
Wer sich einmal nimmt ein Weib, Geht der ganzen Welt verloren,
Ach, und bald hängt er die Ohren Gibt's wohl lust'gen Zeitvertreib?"

"Man kann die Menschen und ihre schwachen Seiten nicht kennen, wenn man sich sein Leben lang allein mit sich beschäftigt."

"Man muß den Frauen Gerechtigkeit widerfahren lassen, sie haben einen Instinkt für die seelische Schönheit."

"O Eitelkeit, du bist der Hebel, mit dem Archimedes die Weltkugel auszuheben gedachte!"

"Ohne Freude war unsere kurze Liebe. Ohne Trauer wird die Trennung sein."

"Sie haben mich gepeinigt, weil ich zu denken wagte, sie haben mich gesteinigt, weil ich mein Denken sagte."

"Viele ruhige Ströme beginnen als tobende Wasserfälle, doch keiner springt und schäumt bis ans Meer hinan. Diese Ruhe ist jedoch häufig das Zeichen einer großen, wenngleich verborgenen Kraft." "Was für grausame Folgen kann eine geringfügige Begebenheit mitunter haben!"

"Was ungewöhnlich angefangen hat, muß ebenso enden."

"Weder Ruhm noch Glück hängen von Wissenschaften ab, weil die glücklichsten Menschen die Unwissenden sind, und Ruhm und Erfolg – um sie zu gewinnen, muß man nichts als geschickt sein!"

"Wir vergeben fast immer, wenn wir verstehen."

"Wo es nicht besser wird, da wird es schlechter, und vom Schlechten zum Guten ist es wiederum auch nicht weit."

"Zufällig hassen wir und zufällig lieben wir, kein Opfer bringen wir der Liebe noch der Wut, in unsren Seelen ist geheimer Frost verblieben, loht Feuer auch in unsrem Blut." (Alles aus seinem Buch: Ein Held unserer Zeit, 1839)

                  ADE, MEIN RUSSLAND

                  Leb wohl, du ungewaschen Rußland,
                  du Land der Sklaven, Land der Herrn,
                  ihr himmelblauen Uniformen,
                  auch du Volk, dienst do doch zu gern.

                  Vielleicht werd' dort im Kaukasus
                  ich deinen Paschas bald entgehn,
                  Den Ohren, welche alles hören,
                  den Azgen, welche alles sehn.

                  EIN WEISSES SEGEL

                  Ein weißes Segel ist zu sehen
                  Allein in blauem Dunst des Meer'.
                  Was sucht es in der weiten Ferne?
                  Was treibt vom Heimatland es her?

                  Die Wellen sürmen, pfeift der Wind,
                  Der Mast auf'm Schifflein quietscht und bückt,
                  O, leider sucht es sich kein Glück
                  Und auch nicht vor Glück es flieht.

                  Da oben scheint die Sonne hell
                  Und unten liegt das blaue Meer.
                  Doch Sturm sucht es sich, ein Rebell!
                  Als ob im Sturm die Ruhe war'!

"Und jetzt, hier in dieser langweiligen Festung, frage ich mich oft, wenn meine Gedanken das Vergangene durchlaufen: warum ich jenen Pfad nicht betreten, den das Schicksal mir eröffnet hatte und wo stille Freuden und Seelenruhe meiner warteten . . . Nein, ich hätte ein solches Loos nicht lange ertragen können!
Ich bin wie ein Matrose, der auf einer Korsaren-Jacht geboren und auferzogen wurde; seine Seele ringt sich in Stürmen und Kämpfen los, aber am Ufer welkt und schwindet er dahin; ob der schattige Hain ihm winke und der friedliche Sonnenschein ihm entgegenlächle; er geht den ganzen Tag auf den Kieseln am Meeresstrande, und lauschet dem einförmigen Gebrause der rollenden Wogen und schaut hinaus in die nebelige Ferne, ob er nicht in jenem matten Punkte, der von dem grauen Gewölk und der dunkelblauen Meeresfluth absticht, das erwünschte Segel entdecke, das, anfangs dem Flügel des Sturmvogels ähnlich, nach und nach aus dem Schaume des Wogendranges hervortaucht und mit festem Laufe dem einsamen Hafen sich nähert. (Ein Held unserer Zeit, "Taman" - Letzter Satz, 1840)


MOSHE LESHEM (geb. 1962)

"Israelis und amerikanische Juden sind sich darin vollkommen einig, dass das Gedenken an den Holocaust eine unabdingbare Waffe darstellt - die erbarmungslos gegen ihren gemeinsamen Feind eingesetzt werden muss... Die jüdische Organisationen und Individuen arbeiten deshalb ohne Unterbrechung daran, die Welt an den Holocaust zu erinnern. In Amerika ist die endlose Verewigung der Erinnerung an den Holocaust bereits ein Unternehmen, das 100 Million Dollar pro Jahr verschleißt, die teilweise von der Regierung gesponsert werden." (Balaam's Fluch)


DORIS LESSING (1919-2012)

"Apropos Gehen: wohin sollten wir gehen, wenn nicht nach innen?"

„Bush und seine Bande sind schon sehr primitiv.“

"Da draußen ist die Welt, und sie ist mir so egal, dass ich eine Woche lang noch nicht einmal die Zeitungen gelesen habe. Ich holte die Zeitungen von der Woche und breitete sie um mich herum auf dem Fußboden aus. Während der Woche hatten sich die Dinge entwickelt - hier ein Krieg, da eine Kontroverse. Es war, als hätte man mehrere Fortsetzungen einer Filmserie verpasst, konnte aber trotzdem das, was in ihnen passiert war, aus der inneren Logik der Geschichte ableiten. Ich fühlte mich gelangweilt und matt, weil ich wusste, dass ich, ohne die Zeitungen überhaupt gelesen zu haben, allein aus politischer Erfahrung, eine ziemlich gute Prognose über die Ereignisse der Woche hätte stellen können. Das Gefühl von Banalität, der Ekel vor der Banalität, vermengte sich mit meiner Angst" (Das goldene Notizbuch, 1978)

"Daß die Menschen so ungern sich mit dem befriedigen, was sie vor sich haben."

"Denk falsch, wenn du magst, aber Denk um Gottes Willen für dich selber."

"Der Adel der Menschheit besteht aus ihren Siegen über das Leiden. Wir sind durchdrungen vom Glanz des Leidens und können uns Glück nur als Langeweile eines Vorstadtsonntags vorstellen."

"Der wahre Wert des Menschen kann bei keiner Wahrheit verlieren."

"Die Gesellschaft akzeptiert die Liebe zwischen einer älteren Frau und einem jungen Mann nicht. Entweder man macht sich darüber lustig oder man reagiert mit Boshaftigkeit."

"Die Menschen sind nicht immer, was sie scheinen."

Ich denke, die USA sind eine hysterische Nation. Jede Idee, welche auch immer, verzerren sie ins Extreme. Political Correctness ist bei ihnen zu einer Religion geworden...

"Ich will nicht übertreiben, aber Stalin hätte Hitler noch einiges lehren können. Etwas anderes kann ich den Juden selbst schlecht verzeihen: Zwischen 1948 und 1959, in den so genannten schwarzen Jahren, hat Stalin mit voller Absicht Juden in allen kommunistischen Ländern der Sowjetunion ermorden lassen, und niemand scheint sich daran zu erinnern. Wie viele waren es? Ich weiß nicht, vielleicht weiß es niemand. Jüdische Historiker sollten sich damit beschäftigen. (2007)

„Im Grunde bin ich der Meinung, dass ein Schriftsteller seiner inneren Wachstumskurve folgen und auf das Beste hoffen sollte.“

"Man muss nur sagen, der und der ist ein Faschist, und das ist das Ende jeder Vernunft; danach kann man nicht mehr klar denken."

"Man sollte niemals ein Buch lesen, bloß weil es auf irgendeiner Bestsellerliste steht oder weil es einem zeitgenössischen Trend entspricht. Richtiges Lesen ist Bürsten gegen den Strich."

"Mich erstaunt, daß sie wie eine Art Gifthauch über uns hängt. Woher kommt es, daß die gesamte sogenannte zivilisierte Welt wie ein Hündchen auf dem Rücken liegt und mit den Beinen nach politischer Korrektheit strampelt? Warum? Wer überredet uns dazu? Ein Haufen Hysteriker in den USA will uns weismachen, was politisch korrekt ist und was nicht. Leider mögen wir unsere "Abwechslung". Eine kurze Zeit lang hatten wir den Kommunismus, er entschwand durchs Fenster. Der Faschismus war dahin, und eine Periode der Freiheit begann, und was tun wir nun? Wir legen uns wieder Handschellen an und liefern uns der politischen Korrektheit aus." (2007)

""Political correctness ist die natürliche Fortsetzung der Parteilinie. Hier sehen wir wieder einmal, wie eine selbsternannte Gruppe von Wächtern ihre Ansichten anderen aufzwingt. Es ist ein Erbe des Kommunismus, aber sie scheinen es nicht zu sehen." (Nobelpreisrede, 2007)

„Tony Blair ist ein kleiner Politiker aus einem kleinen Land. Blair ist ein Blumenkind aus den sechziger Jahren, einer von denen, die an Mantras glaubten und einem gedankenlosen Optimismus anhingen. Alles wird besser. 'All you need is love' ist Hirnloser Idealismus.“

"Wer mit kommunistischem Parteidenken vertraut ist, erkennt das. Es dreht sich um stillschweigende Verbote, die schlimmer sind als offene Verbote. Die politische Korrektheit spekuliert darauf. (2006)

Wir sind hypnotisiert vom Holocaust wegen seines Horrors. Aber andere schlimme Dinge passierten ebenfalls, und wir haben entschieden, sie nicht wahrzunehmen. Der Holocaust überschattet alles." (2011)


BERNARD LECACHE-LIFSCHITZ (1895-1961)

"Es ist unsere Sache, die moralische und kulturelle Blockade Deutschlands zu organisieren und diese Nation zu vierteilen. Es ist unsere Sache, endlich einen Krieg ohne Gnade zu erwirken." (Le droit de vivre, 1938).

„Unsere Sache ist, Deutschland, dem Staatsfeind Nr. 1, erbarmungslos den Krieg zu erklären.“


EBERHARD LISS (geb. 1941)

"An Unwahres können wir glauben, aber Wahres können wir wissen."

"Beeindruckende Zufälle festigen ideologischen Wunderglauben."

"Beim induktiven Lernen aus beobachtbaren Einzelfällen für angenommene Gesetzmäßigkeiten werden Kenntnisse von erfassten Beziehungen situationsbedingt erworben, die für assoziierte Voraussagen nutzbar sind und empirische Regeln bestimmen."

"Bisher Unerforschtes ist zu respektieren als 'Unerklärliches' - aber nicht als theologisch mystifiziertes 'Gotteswerk'."

"Die erforschbaren 'Naturgesetze' basieren auf evolutionär bewährten Relationen der komplexen Welt(en) mit veränderlichen Strukturen, die modellgemäß darstellbar sind entsprechend ausgebildeten (kognitiv-logischen) Begriffstrukturen als Vorstellungen in Gehirnen."

"Die Kenntnis bisheriger Regelmäßigkeiten komplexer Systeme genügt nicht zur Voraussage neuer Eigenschaften ihrer variablen Strukturen."

"Die kognitive Erfassung 'allgemeiner' Beziehungen zwischen speziellen Fakten (als 'wesentliche' Relationen von Sachverhalten) gelingt aber nur schrittweise mit notwendigen Korrekturen und ohne die absolute Wahrheit über die Welt zu erfahren."

"Die Menschen würden sich besser verstehen und vertragen, wenn sie ihre subjektiven Ansichten und unterschiedlichen Gesichtskreise besser in übereinstimmung bringen könnten. Sie müssten hierzu mehr Gemeinsamkeiten ihres Denkens und Wissens suchen - und finden."

"Die Möglichkeit von "vermuteten" Dingen kann nicht widerlegt werden, weil die Nichtexistenz von irgendetwas niemals absolut beweisbar ist."

"Ein 'Ahnungsloser' weiß zu wenig, um richtig zu verstehen und einsichtig handeln zu können."

"Ein Glaube an die postulierte Gewissheit von geprüftem Wissen ist nur dann praktikabel, wenn alle verfügbaren Quellen zur Wahrheitsfindung kritisch ausgeschöpft worden sind."

"Ein ideales Lebensziel ist das "Verstehen lernen" durch Erkenntnisse zur Wissensverbesserung zwecks Wahrheitsfindung, d. h. das Gewinnen von Einsicht in natürliche Zusammenhänge mit Respekt vor dem Leben."

"Ein unerwartetes Ereignis kann negativ oder positiv überraschen, - unsere Bewertung des Unvorhersehbaren als un-/glücklicher Zufall beruht darauf, dass seine kausale Bedingtheit für uns unersichtlich ist."

"Etwas besser zu wissen als die anderen, - was diese nicht verstehen, - ist selten von Vorteil und wirkt häufig störend."

"Für zielstrebiges Denken und Handeln erforderlich ist kontextgerechtes Orientierungswissen über Sachverhalte zusätzlich zu verfügbarem Faktenwissen über Tatsachen."

"Geglaubt werden kann eine postulierte Gewissheit für 'bisher bewährte' Kenntnisse von erfassten Beziehungen der Wirklichkeit, - aber nur so lange diese empirisch konsolidiert werden und dadurch trotz Kritik bestehen bleiben."

"Glauben ist kein Wissen und betrifft mental Angenommenes als unbewiesene Behauptung (Postulat, Axiom), die unwiderlegt auch Hoffnung vermitteln kann."

"Humanistische Lebenserfahrung und aufklärende Wissenschaft sind realitätsnäher als jeder dogmatische Glaube an fiktive Behauptungen, die unüberprüft als wahr akzeptiert werden sollen gemäß tradierten Religionen oder politischen Ideologien."

"Je mehr wir über unsere Welt wissen, desto mehr staunen wir über ihre begreifbare Komplexität."

"Mangelhaftes Wissen und geringes Denkvermögen sind Gründe für Unverstand und falsche Meinungen, auch für Aberglaube und Fanatismus."

"Nutzbare Kenntnisse des Erfahrungswissens entsprechen Beziehungen abstrakter Begriffsstrukturen für erinnerbare Vorstellungen oder empirische Voraussagen, mit denen handlungsorientierte Interpretationen ermöglicht werden."

"Schon früh erfanden fantasievolle Menschen für das Unerklärliche fiktive Begründungen, - auch mindestens einen Verursacher, den sie als Gott verehrten oder aus Angst fürchteten."

"Überprüfbare Theorien und anfechtbare überzeugungen verhelfen zu der vorläufigen Gewissheit von erlernten Regeln, die notwendig sind für intelligentes Verhalten zwecks Selbsterhaltung in einer sich ungewiss verändernden Welt."

"Unser begrenztes Wissen ist unvollständig und nur relativ wahr ohne Gewissheit."

"Wahrheitssucher forschen nach prinzipiellen Erkenntnissen zur Beantwortung von bisher offenen oder neu gestellten Fragen."

"Wahrheitssuche durch wissbegieriges Fragen erheitert oft die Schmalspurdenker und empört sogar - die Dogmatiker."

"Wenn viel wissende Menschen alles wüssten, was sie nicht wissen, erst dann wären sie allwissend."

"Wer denkt, dass er genügend weiß, um prognostisch zu verstehen, was in der Welt passiert, dem fehlt die Einsicht, dass für theoretische Voraussagen das Unvorhersehbare nicht berücksichtigt werden kann."

"Wer denkt, dass sein Wissen wahr ist, glaubt mehr als er weiß."

"Wer kritisch nachdenkt, findet Zweifelhaftes."
"Wer sich vor mühsamer Wahrheitssuche scheut, dem fällt Glauben leichter als Denken."

"Wer viel weiß, kann nur dann selbstbestimmt leben, wenn er sich selbständig versorgt."

"Wer wenig weiß, kann nur dann unbeschwert leben, wenn er fremdbestimmt versorgt wird.

"Wer wissen will, was wirklich wahr ist, kommt in Konflikt mit pragmatischen Denkgewohnheiten und ideologischen Theorien."

"Wertvollstes Fachwissen ist nutzlos, wenn es nicht gebraucht wird."

"Wir glauben zu wissen, wenn wir vermutete Vorstellungen für wahr halten."

"Wir verallgemeinern und vermuten zu viel, weil wir zu wenig wissen."

"Wissenschaftliche Wahrheitsfindung ist schrittweise möglich durch rationale Kritik beim Erkenntnisstreben im Kampf gegen irrationale überzeugung und Selbsttäuschung."


WYNDHAM LEWIS (1882-1957)

"Was von Herrn Hitler erwartet wird, ist, daß er Deutschland im Bund der monopolistischen Staaten aufgehen läßt. Die friedliebenden Nationen sind stärker bewaffnet als Sie es sind, Herr Hitler, und sie haben unbegrenzte Hilfsquellen zu ihrer Verfügung und werden Ihnen fraglos den Krieg erklären, wenn Sie sich nicht ihrem Willen unterwerfen und mit diesem Gerede von einem 'souveränen Staat' fortfahren"




GEORG CHRISTOPH LICHTENBERG (1742-1799)

"Als der brave Mann tod war, so trug dieser den Hut, der den Degen so wie er, der ließ sich so frisieren, jener ging wie er, aber der redliche Mann wie er wollte keiner mehr sein."

"Bei dem Frauenzimmer fällt der Sitz des Point d'honneurs mit dem Schwerpunkt zusammen, bei den Mannspersonen liegt er etwas höher in der Brust um das Zwerchfell herum. Daher bei Mannspersonen die elastische Fülle in jener Gegend bei Unternehmung prächtiger Taten, und eben daher das schlappe Leere daselbst bei der Unternehmung kleiner."

"Beobachtungen zur Erläuterung der Geschichte des Geists dieses Jahrhunderts. Die Geschichte eines Jahrhunderts ist aus den Geschichten der einzelnen Jahre zusammengesetzt. Den Geist eines Jahrhunderts zu schildern kann man nicht die Geister der hundert einzelnen Jahre zusammenflicken, unterdessen ist es dem der ihn entwerfen will allemal nützlich auch die letzteren zu kennen, sie können ihm immer neue Punkte darbieten seine steten Linien dadurch zu ziehen."

"Daß die großen Herrn sich den Regen noch nicht eigen gemacht haben ist ein Glück, mit den Gewittern könnten sie es tun."

"Das Gute ist deswegen so schwer in allen Wissenschaften und Künsten zu erreichen weil ein gewisser festgesetzter Punkt erreicht werden soll; etwas nach einer vorgesetzten Regel schlecht zu machen wäre ebenso schwer, wenn es anders alsdann noch den Namen des Schlechten verdient."

"Der Deutsche liegt im Charakter so zwischen dem Franzosen und Engländer in der Mitte, daß unsere Romanen-Schreiber leicht einen von diesen beiden schildern, wenn sie einen Deutschen nur mit etwas starken Farben malen wollen."

"Der eigentliche Mensch sieht wie eine Zwiebel mit vielen tausend Wurzeln aus, die Nerven empfinden allein in ihm, das andere dient diese Wurzeln zu halten, und bequemer fortzuschaffen, was wir sehen ist also nur der Topf, in welchen der Mensch (die Nerven) gepflanzt ist."

"Der gewöhnliche Kopf ist immer der herrschenden Meinung und der herrschenden Mode konform."

"Der Mann zu sein, der so absolut in Deutschland herrschen könnte wie ich auf meinem Schreibtische, wünsche ich mir nie, ich würde gewiß nur Dintenfässer umwerfen, und durch Aufräumen die Sachen nur noch mehr verwirren."

"Der Mensch vergibt sich nichts ohne etwas zu erwarten, daher das Sammeln des Lohns im Himmel, Geißelung und dergleichen. Die Philosophie des gemeinen Mannes ist die Mutter der unsrigen, aus seinem Aberglauben konnte unsre Religion werden, so wie unsere Medizin aus seiner Hausmittelkenntnis. Er tat etwas ohne Belohnung vorauszusehen, er erhielt sie aber auch ohne sich eines kurz vorhergängigen Verdienstes bewußt zu sein, was war natürlicher als eine Verbindung zwischen jenem Verdienst und dieser Belohnung zu finden? Was konnte für den Religionsstifter wichtiger und was der Gesellschaft nützlicher sein? So wurde der Mensch aus Eigennutz uneigennützig und was ihm das Glück ohnehin zugeführt hätte wurde ihm als eine Bezahlung angerechnet, die ihn noch mehr verpflichtete."

"Der Pöbel ruiniert sich durch das Fleisch das wider den Geist, und der Gelehrte durch den Geist dem zu sehr wider den Leib gelüstet."

"Der Pöbel wünscht sich Gold und Chargen und würde sich betrogen finden wenn er sie hätte. Unter den Großen ist es nun auch Mode geworden, die Quelle und den Strohsack dem Bauern zu beneiden, mancher würde sich auch in diesem Zustand betrogen finden. Der Dichter versteht aber ein Ideal wird man sagen, wer weiß aber ob nicht der Bauer sich den Zustand des Großen auch idealisiert."

"Der Stolz des Menschen ist ein seltsames Ding, es läßt sich nicht sogleich unterdrücken, und guckt, wenn man das Loch A zugestopft hat, ehe man sichs versieht zu einem andern Loch B wieder heraus und hält man da zu, so steht er hinter dem Loch C usw."

"Die Bauern (Deutsche) saßen da und waren ungestört frei, eine schöne Gelegenheit, wenn es von einem reisenden Deutschen in England wäre gesehen worden, uns von neuem die Freiheit, Großmut und Gott weiß was der Engländer mit einem Beispiel zu belegen."

"Die englischen Genies gehen vor der Mode her und die deutschen hinten drein."

"Die Katholiken bedenken nicht, daß der Glauben der Menschen sich auch ändert, wie überhaupt die Zeiten und Kenntnisse der Menschen. Hier zunehmen und dort stille stehn ist den Menschen unmöglich. Selbst die Wahrheit bedarf zu andern Zeiten wieder einer andern Einkleidung um gefällig zu sein."

"Die Mädchen hören euch vielleicht gerne zu, wenn ihr auf euren Lauten eure Phantasien vorklimpert, wenn es ihnen aber zu tun ist zwischen Geist und Fleisch Friede zu stiften, so werdet ihr nie zum Kongreß gelassen."

"Die Menschen können nicht sagen, wie sich eine Sache zugetragen, sondern nur wie sie meinen, daß sie sich zugetragen hätte."

"Die oft schon gemachte Betrachtung, daß einem jeden das Seine am besten gefällt, ließe sich noch einmal recht lebhaft und mit vieler Philosophie behandeln."

"Die Sand-Uhren erinnern nicht bloß an die schnelle Flucht der Zeit, sondern auch zugleich an den Staub in welchen wir einst verfallen werden."

"Die Steine und Mineralien dienen nur von Füßen getretten zu werden, und den Tieren und Pflanzen gleichsam unterwürfig zu sein, sagt Buffon. Allein wo liegt der Quell der Kräfte der jene bewegt? Und würde eine Laus, wenn sie Vernunft hätte, nicht ebenso von Fleisch und Blut urteilen?"

"Diogenes ging in einem schmutzigen Aufzug über die prächtigen Fußdecken in den Zimmern des Plato. Ich trette, sagte er, den Stolz des Plato mit Füßen; ja, erwiderte Plato, aber nur durch eine andere Art von Stolz."

"Die Vergnügen der Einbildung sind gleichsam nur Zeichnungen und Modelle, womit die armen Leute spielen, die sich die andern nicht anschaffen können."

"Du fragst mich Freund welches besser ist, von einem bösen Gewissen genagt zu werden oder ganz ruhig am Galgen zu hängen?"

"Ein Mann, der sich in einem engen Felde mit Aufmerksamkeit und Nachdenken beschäftigt hat, wird, wo es nicht auf Geschmack sondern auf Verstand ankommt, gewiß außer diesem Feld gut urteilen, wenn ihm der Fall gehörig vorgestellt wird, da der andere der vielerlei weiß nirgends recht zu Hause ist. Wenn sich eine mannigfaltige Kenntnis heutzutage nicht so leicht aus Büchern erwerben ließe, ohne andere Anstrengung, als allein des Gedächtnisses, so ließe sich noch eher etwas dafür sagen, da aber dieses gewiß immer der Fall ist, so ziehe ich schon aus diesem Grund eine geringe aber deutliche Kenntnis vor."

"Er redete oft an Orten sehr frei wo jedermann eine heilige Miene annahm, dafür predigte er aber die Tugend wiederum an Orten, wo sie sonst kein Mensch predigte... Er spricht mit dem Maule wie der Franzose, mit Handlungen wie der Engländer, mit den Achseln wie der Italiäner oder mit allen dreien, wie der Deutsche." (Über uns Deutschen)

"Es gibt eine Art Vögelchen, die in die dicksten hohlen Bäume Löcher hacken, sie trauen ihren Schnäbeln so viel Kraft zu, daß sie allemal nach jedem Hieb auf die entgegengesetzte Seite des Baumes gehen sollen um zu sehen, ob der Streich nicht durch und durch gegangen sei."

"Es gibt eine gewisse Art von Büchern, und wir haben in Deutschland eine große Menge, die nicht vom Lesen abschrecken, nicht plötzlich einschläfern, oder mürrisch machen, aber in Zeit von einer Stunde den Geist in eine gewisse Mattigkeit versetzen, die zu allen Zeiten einige Ähnlichkeit mit derjenigen hat, die man einige Stunden vor einem Gewitter verspürt. Legt man das Buch weg, so fühlt man sich zu nichts aufgelegt, fängt man an zu schreiben, so schreibt man eben so, selbst gute Schriften scheinen diese laue Geschmacklosigkeit anzunehmen, wenn man sie zu lesen anfängt. Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß gegen diesen traurigen Zustand nichts geschwinder hilft als eine Tasse Kaffee mit einer Pfeife Varinas."

"Es gibt etwas in uns, das beinah so schwer abzulegen ist als der alte Adam, das uns immer zum Künstlichen und dem dem Künstlichen so nahe verwandten Schlechten treibt, und was ist das? Antwort wir werden nicht angehalten individua im Denken zu werden. Wir lesen zu früh, gesetzt es seien auch die alten Schriftsteller, wie soll man ein Kind verhindern, daß es nicht bloß lernt, wie Herder sagt, denken was die Alten dachten, sondern so denken wie sie dachten..."

"Es ist lächerlich zu behaupten, daß man zuweilen zu gar nichts recht aufgelegt sei, ich glaube der Augenblick da man sich stark genug fühlt einen Haupttrieb, nämlich den Trieb zur Wirksamkeit und zum Handeln zu unterdrücken, dieses ist der Augenblick da man vielleicht geschickt wäre, die seltsamsten und größesten Dinge zu unternehmen. Es ist dieses eine Art von Entgeisterung worin die Seele eben so viel ungewöhnlich Kleines sieht, als in jenen Begeisterungen ungewöhnlich Großes, und wie diese letztere Art Zustand mit jenen verwegenen Aussichten der Astronomen verglichen werden kann, so läßt sich hingegen die erstere mit den Bemühungen eines Leeuwenhoek zusammenhalten."

"Es gibt Leute, die glauben, alles wäre vernünftig, wenn man es mit einem ernsthaften Gesicht tut."

"Es gibt zwei Wege das Leben zu verlängern:
erstlich daß man die beiden Punkte geboren und gestorben weiter von einander bringt und also den Weg länger macht, diesen Weg länger zu machen hat man so viele Maschinen und Dinge erfunden, daß man wenn man sie allein sähe unmöglich glauben könnte, daß sie dazu dienen könnten einen Weg länger zu machen, in diesem Fache haben einige unter den Ärzten sehr viel geleistet.
Die andere Art ist, daß man langsamer geht und die beiden Punkte stehen läßt, wo Gott will, und dieses gehört für die Philosophen, diese haben nun gefunden, daß es am besten ist daß man zugleich botanisieren geht, zickzack, hier versucht über einen Graben zu springen und dann wieder herüber, wo es rein ist, und es niemand sieht, einen Purzelbaum wagt und so fort."


"Es ist ein Vorurteil unsers Jahrhunderts in Deutschland, daß das Schreiben so zum Maßstab des Verdienstes gediehen ist. Eine gesunde Philosophie wird vielleicht dieses Vorurteil nach und nach vertreiben."

Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden.

"Es kann nicht alles ganz richtig sein in der Welt, weil die Menschen noch mit Betrügereien regiert werden müssen."

"Es sind sehr wenige Dinge von denen wir uns durch alle 5 Sinne Begriffe erwerben können."

"Gäbe es nur lauter Rüben und Kartoffeln in der Welt, so würde einer vielleicht einmal sagen, es ist schade daß die Pflanzen verkehrt stehen."

"Große Leute fehlen auch, und manche darunter so oft, daß man fast in die Versuchung gerät sie für kleine zu halten."

"Heutzutage machen drei Pointen und eine Lüge einen Autor."

"Ich habe einmal in Stade eine Ruhe mit einem heimlichen Lächeln in dem Gesicht eines Kerls erblickt, der seine Schweine glücklich in eine Schwemme gebracht hatte worein sie sonst ungern gingen, desgleichen ich nachher nie wieder gesehen habe."

"Ich kann es wohl begreifen aber nicht anfassen und umgekehrt."

„Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll.“

"Ich starb sehr jung, ohnerachtet ich väterlicherseits mit dem Tode ziemlich nahe verwandt war, ich ward nur 15 Jahr alt und mein Vater war ein Arzt." (Grabschrift)

Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

"Ich will dir keinen Schatten machen kleines Tierchen (es war eine Spinne), die Sonne gehört dir so gut als mir."

"In den Romanen gibt es tödliche Krankheiten, die im gemeinen Leben nichts weniger als tödlich sind, und umgekehrt im gemeinen Leben tödliche, die es in Romanen nicht sind."

"Ist denn kein Unterschied zwischen Gerechtigkeit und Schinderei?"

"Ja die Nonnen haben nicht allein ein strenges Gelübde der Keuschheit getan, sondern haben auch noch starke Gitter vor ihren Fenstern."

"Jeder Mensch hat auch seine moralische backside, die er nicht ohne Not zeigt, und die er so lange als möglich mit den Hosen des guten Anstandes zudeckt."

"Jemand wollte einmal seinen Fliegen in der Stube den Zucker abgewöhnen, und das hat ihn über ein halbes Pfund Zucker gekostet, und doch kamen noch immer welche, die ihn nicht verschmähten."

"Man folgert vielleicht zu geschwind aus der weisen Einrichtung in den Kunsttrieben der Tiere ein höchst weises Wesen, es darf nur weiser sein als wir."

"Man muss sich die Menschen nach ihrer Art verbindlich machen, nicht nach der unserigen."

Man sollte nie so viel zu tun haben, daß man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat.

"Mit größerer Majestät hat noch nie ein Verstand still gestanden."

"Nicht Größe des Geistes sondern des Windes hat ihn zu dem Manne gemacht."

"Nichts kann mehr zu einer Seelenruhe beitragen, als wenn man gar keine Meinung hat."

"Sie tun die Taten und wir übersetzen die Erzählungen davon ins Deutsche."

"So wie Julius Caesar einen Brief schreiben und zugleich etliche diktieren konnte, so hatte er die Gabe einen Takt zu tretten und in einem andern Magentropfen in einen Löffel zu zählen."

"Tue nicht allzufein, damit nicht ein natürlich Feinerer zuweilen merkt, daß du würklich so bist, wie du ihn gerne finden wolltest."

"Unsere Gelehrten verfallen in den Fehler der Krämer in den kleinen Städten, sie kaufen nicht an der Stelle, wo es wächst, sondern lassen sich es lieber erst von einem Engländer oder Franzosen vorsagen. Das ewige Unsern-Lands-Leuten-bekannt-Machen, warum suchen wir unsern Landsleuten nicht den Geist einzuprägen selbst zu versuchen, und immer auf das Bessermachen zu denken?"

"Vergangener Schmerz ist in der Erinnerung angenehm, vergangenes Vergnügen auch, künftiges Vergnügen wieder, auch gegenwärtiges, also ist nur der zukünftige und gegenwärtige Schmerz, was uns quälet; ein merkliches Übergewicht von Seiten des Vergnügens in der Welt, das noch dadurch vermehrt wird, daß wir uns beständig Vergnügen zu verschaffen suchen dessen Erhaltung wir in vielen Fällen mit ziemlicher Gewißheit voraussehen können; hingegen der noch künftige Schmerz weit seltner vorausgesagt werden kann."

"Was einem das Liegen auf dem rechten Ellenbogen ist, nachdem man eine Stunde auf dem linken gelegen."

"Was jeder für ausgemacht hält, verdient oft am meisten, untersucht zu werden."

"Wenn ein Buch und ein Kopf zusammenstoßen und es klingt hohl, ist das allemal im Buch?"

"Wenn er seinen Verstand gebrauchen sollte, so war es ihm als wenn jemand, der beständig seine rechte Hand gebraucht hat, etwas mit der linken tun soll."

"Wenn jemand auf die Ärzte, auf Advokaten oder die elenden Philosophen loszieht, so lachen die Vernünftigen unter denselben mit. Allein wenn man auf einen schlechten Geistlichen loszieht, deren es doch gewiß mehrere gibt als schlechte Leute in irgendeiner Fakultät, deswegen weil es schwerer ist ein guter zu sein, so werfen selbst gute Männer unter ihnen mit Eifer und Verfolgung um sich."

"Wenn jemand etwas sehr gerne tut, so hat er fast immer etwas in der Sache was die Sache nicht selbst ist. Dieses ist eine Bemerkung, die eine tiefsinnige Untersuchung durch den nützlichen Erfolg belohnen würde."

"Wenn man nun einmal in der Welt anfangen wollte, das bloß Nötige zu tun, so müßten Millionen Hungers sterben."

"Wer hört Entschuldigungen, wenn er Handlungen hören kann?"

"Wie leicht Eigenliebe, ohne daß wir es merken, die Triebfeder mancher uns von derselben ganz independent scheinenden Handlung sei, können wir daraus sehen, daß Leute das Geld lieben können als Geld ob sie gleich nie Gebrauch davon machen."

"Wir können beim Anblick einer Sache uns nicht enthalten wenigstens etwas von der Sache zu urteilen, auch dieses tun wir bei Menschen, darauf hat einer eine Physiognomik gebaut."

"Wir können gar nichts von der Seele sehen wenn sie nicht in den Mienen sitzt, die Gesichter einer großen Versammlung von Menschen könnte man eine Geschichte der menschlichen Seele nennen mit einer Art von chinesischen Zeichen geschrieben. Die Seele legt, so wie der Magnet den Feilstaub, so das Gesicht um sich herum und die Verschiedenheit der Lage dieser Teile bestimmt die Verschiedenheit dessen, das sie ihnen gegeben hat. Je länger man Gesichter beobachtet, desto mehr wird man an den sogenannten nichtsbedeutenden Gesichtern Dinge wahrnehmen, die sie individuell machen."

"Wir Protestanten glauben nunmehr in sehr aufgeklärten Zeiten in Absicht auf unsere Religion zu leben. Wie wenn nun ein neuer Luther aufstünde? Vielleicht heißen unsre Zeiten noch einmal die finstern. Man wird eher den Wind drehen oder aufhalten können, als die Gesinnungen des Menschen heften."

"Wir schrieben einander die verbindlichsten Briefe, er lobte meinen Fleiß und ich nannte ihn den Stolz der Deutschen. So schwänzelten wir einen ganzen Sommer gegen einander, bis in den September, da der Herr Hof-Rat auf einmal den Schwanz fallen ließ. Ich dachte gleich damals er würde nun beißen und habe gegen einige meiner Freunde diese Vermutung in klaren Worten geäußert. Er biß würklich, es ging aber nicht durch."

"Wir wollen so leben, als wären wir unsere eigenen Schauspieler."


JUSTUS FREIHERR v. LIEBIG (1803 - 1873)

"Das Geheimnis aller Erfinder ist, nichts für unmöglich anzusehen."


ERICH LIMPACH (1899-1965)

"Der Wert eines Staates bemisst sich in der Hauptsache nach dem Grade der in ihm ausgeübten Gerechtigkeit."

„Es wäre gut, wenn ihr bedenkt: Die Freiheit wird euch nicht geschenkt, ihr müsst sie euch erwerben. Wer ihr nicht dient zu jeder Frist, wer ihren ew’gen Wert vergisst, der wird in Ketten sterben.


JURI LINA (geb. 1941)

„Obwohl die jüdischen „Revolutionäre“ und Henker es vorzogen, unter Decknamen zu leben, fanden die gewöhnlichen Russen bald heraus, wer ihr Land mit eiserner Hand regierte. Die jüdischen Parteien „Bund“ und „Po’alei Zion“ blieben unbehelligt, als 1920 alle anderen Parteien verboten wurden.“

„Im Dezember 1928 fusionierten sie mit der Kommunistischen Partei. Nicht eine einzige Synagoge wurde wie die Kirchen zerstört oder in öffentliche Toiletten oder Lagerhäuser umgewandelt. Nicht ein einziger Rabbi wurde gekreuzigt. Während 1922 viele Kirchen in Moskau abgerissen wurden, entstand eine neue Synagoge mit Platz für zweitausend Menschen. Insgesamt wurden 60 000 Kirchen zerstört. Die jüdischen Henker pflegten „Lang lebe der rote Terror!“ (Unter Zeichen von Scorpion, Stockholm, 1979)


ABRAHAM LINCOLN (1809-1865, ERMORDET)

"Die Banker hinter mir fürchte ich mehr, als die Armee der Südstaaten vor mir."

"Die Welt hat nie eine gute Definition für das Wort Freiheit gefunden.
"

„Eine Sache ist erst erledigt, wenn sie gerecht erledigt ist“.

"Ich trete heute so wenig wie jemals früher dafür ein, denn man Neger zu Wählern oder Geschworenen macht, sie für geeignet erkläre, Ämter zu führen oder weiße Frauen zu heiraten; es gibt eine physische Verschiedenheit zwischen der weißen und der schwarzen Rasse, die es, wie ich glaube, für immer ausschließen wird, daß die beiden Rassen auf dem Fuße sozialer und politischer Gleichheit miteinander leben. Und da sie nicht in Gleichheit leben können, aber doch zusammen bleiben, muß es Über- und Unterordnung geben, und ich trete ebenso wie jeder andere dafür ein, daß die übergeordnete Stellung der weißen Rasse zugesprochen werde." (Wahlrede, 1860)

"Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk einen Teil der Zeit, aber man kann nicht das ganze Volk die ganze Zeit täuschen."

"Nichts, was nicht gerecht geregelt wurde, wurde geregelt."

"Wer anderen die Freiheit vorenthält, hat sie selber nicht verdient."


CHARLES LINDBERGH (1902-1974)

"Der Juden größte Gefahr für die USA liegt in ihrem breiten Besitz an und Einfluß auf Film, Presse, Radio und Regierung." (Rede am 11.09.1941)


FRIEDRICH CHRISTIAN Prinz zu SCHAUMBURG-LIPPE (1906-1983)

„Wir Deutsche unterscheiden uns von fast allen Großmächten dieser Erde vor allem dadurch, daß wir niemals in fremden Ländern, also auf internationaler Basis, Revolutionen entfachten und Bürgerkriege anzettelten, oder auch nur fremde Völker durch großangelegte, internationale Verhetzung mürbe zu machen versuchten.“


WALTER LIPPMANN (1889-1974)

"... daß außer der notwendigen Besetzung des feindlichen Staates und der Aburteilung der führenden Schicht des besiegten Volkes in Kriegsverbrecherprozessen, als die wichtigste Absicherung des Sieges nur gelten kann, wenn die Besiegten einem Umerziehungsprogramm unterworfen werden. Ein naheliegendes Mittel dafür [ist], die Darstellung der Geschichte aus der Sicht des Siegers in die Gehirne der Besiegten einzupflanzen. Von entscheidender Bedeutung ist dabei die Übertragung der „moralischen“ Kategorien der Kriegspropaganda des siegreichen Staates in das Bewußtsein der Besiegten. Erst wenn die Kriegspropaganda der Sieger Eingang in die Geschichtsbücher der Besiegten gefunden hat und von der nachfolgenden Generation auch geglaubt wird, dann erst kann die Umerziehung als wirklich gelungen angesehen werden." (Die Welt v. 20.11.1982)


DAVID LLOYD-GEORGE, Earl of DWYFOR (1863-1945)

"Der Beweis von Heldentum liegt nicht im Gewinnen einer Schlacht, sondern im Ertragen einer Niederlage".

''Wir haben ein schriftliches Dokument, das uns Krieg in zwanzig Jahren garantiert. Wenn Sie einem Volk Bedingungen auferlegen, die es unmöglich erfüllen kann, dann zwingen Sie es dazu, entweder den Vertrag zu brechen oder Krieg zu führen. Entweder wir modifizieren diesen Vertrag und machen ihn für das deutsche Volk erträglich oder es wird, wenn die neue Generation herangewachsen ist, es wieder versuchen.'' (1919 zum Versailler Vertrag)

"Gerade bin ich zurückgekommen von einem Besuch in Deutschland... Ich habe nun Deutschlands berühmten Führer gesehen, auch die großen Veränderungen, die er verursacht hat. Was immer einer denkt von seinen Methoden – und diese sind bestimmt nicht jene eines parlamentarischen Landes -, kann doch kein Zweifel darüber bestehen, daß er eine wunderbare Veränderung im Geist der Menschen, in ihrem Benehmen untereinander, in ihrer sozialen und ökonomischen Selbstdarstellung bewirkt hat... Es ist nicht das Deutschland des ersten Jahrzehnts nach dem Weltkrieg, das zerbrochen, niedergeschlagen, niedergedrückt, mit einem Gefühl von Unvermögen und Furchtsamkeit dahinlebte. Es ist jetzt voll von Hoffnung und Vertrauen und einem erneuten Gefühl von Bestimmung, sein eigenes Leben selbst zu lenken, ohne Einwirkung irgendwelcher Kräfte außerhalb seiner Grenzen. Das erste Mal in Deutschland nach dem Weltkrieg ist generell ein Sinn für Sicherheit unter den Menschen eingezogen. Es ist ein glückliches Deutschland. Ich habe es überall gesehen und kennengelernt." (Daily Express, 17.09.1936)

"... dass die Signatarmächte des Vertrages von Versailles den Deutschen feierlich versprachen, man würde abrüsten, wenn Deutschland mit der Abrüstung vorangehe. Vierzehn Jahre! lang hatte Deutschland auf die Einhaltung dieses Versprechens gewartet ... In der Zwischenzeit haben alle Länder ... ihre Kriegsbewaffnung noch gesteigert und sogar den Nachbarn Geldanleihen zugestanden, mit denen diese wiederum gewaltige Militär-Organisationen dicht an Deutschlands Grenzen aufbauten. Können wir uns dann wundern, daß die Deutschen zu guter Letzt zu einer Revolution und Revolte gegen diese chronischen Betrügereien der großen Mächte getrieben werden?" (29.11.1934)


GEORG LÖDING

„Bist du verliebt in das, was die Menschen auf Ewigkeit zerstört hat?"

„Nur in einer Kultur, die frei von Scham und Schuld ist, bin ich als Mensch frei, ohne Vorwürfe Fehler machen zu können! Dies ist nur in der Agape-Kultur möglich!"


JOHN LOCKE (1632-1724)

"Die natürliche Freiheit des Menschen bedeutet, dass er frei ist von jeder höheren Gewalt auf Erden und nicht dem Willen oder der gesetzgebenden Gewalt eines Menschen untersteht, sondern allein das Gesetz der Natur zu seinem Rechtsgrundsatz erhebt."

"Zustand vollkommener Freiheit, innerhalb der Grenzen des Naturgesetzes seine Handlungen zu lenken und über seinen Besitz und seine Person zu verfügen, wie es einem am besten scheint – ohne jemandes Erlaubnis einzuholen und ohne von dem Willen eines anderen abhängig zu sein."


KONRAD LORENZ (1903-1989)

"Es sind die Verschiedenheiten der Kulturen, die für die Höherentwicklung der Menschheit maßgeblich gewesen sind."




"LORIOT" eigtl. BERNHARD VICTOR von BÜLOW (1923-2011)

"Alle reden von Flugzeugentführern, Kidnappern, Grippe, Arbeitslosigkeit, Alkoholismus und Drogenmißbrauch. Aber niemand spricht von Mutterschaft."

"Ballspiele dienen der Körperertüchtigung - beim Fußball kennt man das Ergebnis nach 90 Minuten, während es beim Fasching bis zu neun Monate auf sich warten läßt."

"Bei den diesjährigen Leichtathletikmeisterschaften der Zierpflanzen siegte eine südbadische Kletterrose um Nasenlänge und wurde noch vor dem Singen der Nationalhymne disqualifiziert: Sie war mit Kunstdünger gedopt!"

"Der Mensch ist das einzige Wesen, das im Fliegen eine warme Mahlzeit zu sich nehmen kann."

"Die berufliche Frage ist bei mir eigentlich nie ganz gelöst worden."

"Die Eintagsfliege wird bereits zwölf Stunden nach ihrer Geburt von ihrer Midlife-Crisis erwischt. Das muß man sich mal klarmachen!"

"Der Muttertrieb ist gefährlicher als die Atombombe."

"Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos."

"Die Rechtschreibreform ist vollkommen in Ordnung . . . wenn man weder lesen noch schreiben kann."

"Die Scheidung ist die Korrektur eines tragischen Irrtums."

"Eine glückliche Ehe ist eine, in der sie ein bisschen blind und er ein bisschen taub ist."

"Eine vollendete Gastgeberin erkennt man daran, daß sie alle bevorzugt und niemanden benachteiligt."

"Es ist der Reiz des Lebens, daß man nicht alles für selbstverständlich hält, sondern noch bereit ist, sich zu wundern."

"Es ist sonderbar, aber Eltern sind auch Menschen, und sie sind, was die Herstellung und Aufzucht von Nachwuchs betrifft, so was wie ungelernte Arbeiter."

"Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur blasen kann."

"Europa ist eine wunderbare Idee, nur sind die Völker längst nicht so weit. Sie werden eifersüchtig in die Töpfe der Nachbarn sehen und sich übervorteilt fühlen. Aus einem Europa befreundeter Staaten wird eine zänkische, mißgünstige Großfamilie werden."

"Frauen, die unter sich sind, brauchen keine Männer. Das macht sie stark. Männer sind früher oder später auf Frauen angewiesen. Das macht sie schwach."

"Freunden des Bleigießens ist zu raten, bei weiterer Verknappung des wertvollen Schwermetalles auf die einheimischen Gemüsemärkte auszuweichen. Schon Petersilie enthält viel Blei für Spiel und Spaß."

"Heiterkeit ist ohne Ernst nicht zu begreifen."

"Humorlose wirken älter. Der Humor erhält vielleicht nicht jung, aber wach."

"Ich lasse mir von einem kaputten Fernseher nicht vorschreiben, wann ich ins Bett zu gehen habe."

"Ich liebe Politiker auf Wahlplakaten. Sie sind tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen."

"In einigen Generationen wird es genügen, sich grunzend zu verständigen."

"Jeder Säugling sollte sich so früh und so gründlich wie möglich mit einem Fernsehgerät beschäftigen, denn später hat er ja auch nichts anderes."

"Jemand, der immer lustig ist, ist was Unerträgliches".

"Komisch ist alles, was scheitert."

"Komische Ideen entstehen mit gerunzelter Stirn und nach innen gedrehtem Blick."

"Les snobs sont des mauvaises copies d'un original mal compris."(Snobs sind schlechte Kopien eines mißverstandenen Originals.)

"Man kann eine Beziehung nur unter der Voraussetzung eingehen, daß sie eigentlich nicht funktionieren kann."

"Mit siebzig muß man damit rechnen, aus biologischen Gründen vertragsbrüchig zu werden."

"Politische Agitation nützt überhaupt nichts, wenn sie dem Zuschauer mit der Faust auf die Nase haut. Da wird er bockig und läßt sofort das Visier herunter. Man muß ihn aber mit offenem Visier erwischen."

"Schadenfreude ist ein typisch deutsches Wort - für mich die mieseste Äußerung des Humors."

"Von der Kirchensteuer, die ich zahle, könnte ich mir einen eigenen Pastor halten."

"Zweckmäßig wäre es, wenn der Name draufstünde."


KONRAD LÖW (geb. 1931)

"Sind wir auf dem Weg zu einer neuen Moral? ferner: Was sagt die neue Moral zum Ehebruch, zur Ehescheidung, zur Abtreibung, zum Inzest, zur Präimplatationsdiagnostik bis hin zur freidlichen und kriegerischen Nutzung der Atomkraft? Es gibt sie nicht, die "neue moral"; nur kleinere oder größere Gruppen deklarieren ihre Auffassung als Moral, machen sich selbst zum Moses des Sinai." (Die Frage aller Fragen, 2013)


ORTWIN LOWACK (geb. 1942)

"Man verbrennt heute keine Ketzer mehr, das ist immerhin ein wesentlicher Fortschritt gegenüber der Zeit Martin Luthers" (1991)


HEINRICH LÜBKE (1894-1972)

Wie lange werden Sie uns noch beschimpfen, nach allem, was wir für Sie zahlen?“ (zum israelischen Botschafter Asher Ben Nathan, 1961)


LÜ BUWEI (300-236 v. Chr.)

"Es gibt wohl viele, die Liebe für ihre Toten empfinden, aber wenige sind, die es verstehen, ihre Toten auf die rechte Weise zu lieben." -

"Es liegt in der Natur des Menschen langes Leben zu lieben und vorzeitigen Tod zu scheuen, Sicherheit zu lieben und Gefahr zu scheuen, Ehre zu lieben und Schande zu scheuen, Ruhe zu lieben und die Mühsal zu scheuen."

"Gründlich das Leben zu kennen ist des Weisen wichtigste Aufgabe. Gründlich den Tod zu kennen ist der Weisheit letzter Schluss."

"Je länger einer tot ist, desto ferner stehen ihm die lebend Hinterbliebenen."

"Männer von sittlicher Klarheit kennen die Pflichttreue bis zum Tod. Wer die Pflichttreue bis zum Tod kennt, der wird nicht mehr verwirrt werden von Gewinn und Schaden, Leben oder Untergang."

"Wenn das Ohr sich nicht mehr an den Tönen freuen kann, wenn das Auge sich nicht mehr an der Schönheit freuen kann, der Mund die Leckerbissen nicht mehr genießt, so ist das ebenso schlimm wie der Tod."

"Wer sich nicht um des Lebens willen zwingen lässt, wie sollte den Gewinn zwingen, wer sich nicht durch den Tod abschrecken lässt, wie sollte den Schaden abschrecken können?"


MARCUS ANNAEUS LUCANUS (39-65 A.D.)

"Der Tod ist losgelöst vom Schicksal; die Erde nimmt alles auf, was sie hervorgebracht hat." (Der Bürgerkrieg)


EMIL LUDWIG (1881-1948)

"Hitler will nicht den Krieg, aber er wird dazu gezwungen werden und zwar bald. Das letzte Wort liegt wie 1914 bei England." (1934)


KARL LUEGER (1844-1910)

"Der Anti-Semitismus ist ein sehr gutes Agitationsmittel, um in der Politik hinaufzukommen. Wenn man aber einmal oben ist, kann man ihn nimmer brauchen, denn er ist ein Pöbelsport." (1906)


NIKLAS LUHMANN (1927-1998)

"Menschenbilder, sowas Grausliches. Also der Mensch interessiert mich nicht, wenn ich das so hart sagen darf." (1991)

"Erziehung ist eine Zumutung, Bildung ein Angebot." (Bildung und Weiterbildung, 1997)

"Durch Schrift wird Kommunikation aufbewahrbar, unabhängig von dem lebenden Gedächtnis von Interaktionsteilnehmern." - (1984)

"Denn wenn man nicht sagen kann, dass man nicht meint, was man sagt, weil man dann nicht wissen kann, dass andere nicht wissen können, was gemeint ist, wenn man sagt, dass man nicht meint, was man sagt, kann man auch nicht sagen, dass man meint, was man sagt" (1988)

"Die 'invisible hand' hatte, schon im 17. Jahrhundert, eine Fortschrittsgarantie symbolisiert. Nachdem sie zunehmend unter Arthrose zu leiden begann, übernahm das Desiderat des wirtschaftlichen Wachstums selbst diese Funktion… Den Politikern und der öffentlichen Meinung wird folglich suggeriert, Wirtschaftswachstum sei notwendig, sei eine Bedingung gesellschaftlicher Stabilität." - (1988)

"Jedes Reden wiederholt das Schweigen." (Reden und Schweigen, 1989)

"Die Kommunikation hat keinen eigenen Zweck, keine immanente Entelechie. Sie geschieht, oder geschieht nicht. Das ist alles, was man dazu sagen kann." - (2001)

"Kommunikation ist unwahrscheinlich. Sie ist unwahrscheinlich, obwohl wir sie jeden Tag erleben, praktizieren und ohne sie nicht leben würden." - (2002)

"Zu den wichtigsten latenten Funktionen der Werbung gehört es, Leute ohne Geschmack mit Geschmack zu versorgen..."Aber gerade Bürokratie ist bekanntlich ein System mit sehr geringer Störempfindlichkeit." (2004)


JOHN LUKACS (geb. 1924)

"Als Folge von Pearl Harbor erklärte Hitler einige Tage später den Vereinigten Staaten den Krieg. Viele halten dies für seinen größten Fehler. In Wahrheit hatte er keine Wahl: Im Atlantik herrschte seit Monaten ein unerklärter Krieg zwischen amerikanischen und deutschen Seestreitkräften, und zu dem Zeitpunkt konnte Hitler seinen Vertrag mit Japan nicht einfach verletzen." (Der Spiegel, 4, 1999)


GEORG LUKÁCS (1885-1971)

„Zur Hölle mit der bürgerlichen Demokratie! Zur Hölle mit der parlamentarischen Republik… Proletariat zu den Waffen!... eine neue Weltordnung nur durch Gewalt zustande kommen.“ (1919)


ANATOLI LUNATSCHARSKI (1875-1933)

"Unsere jetzige Aufgabe ist die Zerstörung der Familie und die Ablösung der Frau von der Erziehung ihrer Kinder. Wenn wir in unseren Gemeinschaftshäusern gut vorbereitete Abteilungen für Kinder organisiert haben, ergibt es sich zweifellos, dass die Eltern ihre Kinder von allein dorthin senden werden, wo sie durch medizinisch und pädagogisch qualifiziertes Personal überwacht sind. Dadurch werden zweifellos Ausdrücke wie meine Eltern oder unsere Kinder immer weniger gebraucht werden und durch Begriffe wie die Alten, die Kinder, die Säuglinge ersetzt werden.“ (1919)




MARTIN LUTHER (1483-1546)

"Allein der Glaube, der sich auf Gott verlässt, kann vor dem Siege das Triumphlied singen und ein Freudengeschrei machen, ehe die Hilfe da ist."

„Also da der Mahometh durch den Lügengeist besessen und der Teufel durch seinen Alkoran die Seelen ermordet, den Christenglauben zerstört hatte, und mit dem Schwert die Liebe zu morden angreift.”

"Anfechtung ist die notwendige Kehrseite des Glaubens. Wer nicht angefochten wird, kann auch nicht glauben."

"Arbeiten soll und muss man. Aber des Hauses Fülle soll man nicht seiner Mühe, sondern allein der Güte Gottes zuschreiben."

"Auf böse und traurige Gedanken gehört ein gutes, fröhliches Lied und freundliche Gespräche."

"Aus einem leeren Beutel Geld zählen, aus den Wolken Brot backen, das ist unseres Herrgotts Kunst allein. Dennoch tut er's täglich. Er macht aus nichts alles."

"Bei uns ist alle Tage Ostern, nur dass man einmal im Jahr Ostern feiert."

"Bin ich nicht gut, so ist doch Christus gut. Bin ich nicht Gottes Diener, so ist er doch Gottes Diener."

"Christ lag in Todesbanden, für unsre Sünd gegeben, der ist wieder erstanden und hat uns bracht das Leben. Des wir sollen fröhlich sein, Gott loben und dankbar sein und singen Halleluja."

"Das Gesetz Moses geht nur die Juden an. Was Gott zu David geredet hat, geht mich nichts an – wir sind das Volk nicht, zu dem er redet."

"Christum predigen ist gar ein schwer und gefährlich Amt. Hätt ich's etwan gewußt, so wollt ich mich nimmermehr dazu hergegeben haben, sondern gesagt mit Mose: Sende, wen Du willst!"

"Christus will, dass alle Menschen selig werden, das ist, in welchem Stande sie auch sind. Darum sehe ein jeder zu, wie er in das "alle" kommt."

"Christus, da er den Menschen ziehen wollte, musste Mensch werden. Sollen wir Kinder ziehen, so müssen wir auch Kinder mit ihnen werden."

"Da jammert Gott in Ewigkeit mein Elend Übermaßen; er dacht an sein Barmherzigkeit, er wollt mir helfen lassen; er wandt zu mir das Vaterherz, es war bei ihm fürwahr kein Scherz, er ließ's sein Bestes kosten."

"Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen; auf ihn mein Herz soll lassen sich und seiner Güte trauen, die mir zusagt sein wertes Wort; das ist mein Trost und treuer Hort, des will ich allzeit harren."

"Darum hat uns Gott die Gemeinde gegeben, damit wir nicht allein sind im Kampf gegen den Teufel."

„Darum wisse Du, lieber Christ, und Zweifel nicht dran, daß Du, nähest nach dem Teufel, keinen bittern, giftigern, heftigern Feind habest, denn einen rechten Jüden, der mit Ernst ein Jüde sein will. Es mögen vielleicht unter ihnen sein, die da glauben, was die Kühe oder Gans glaubet; doch hänget ihnen, allen das Geblüt und die Beschneidung an. Daher gibt man ihnen oft in den Historien schuld, daß sie die Brunnen vergiftet, Kinder gestohlen und gepfriemet haben, wie zu Trient, Weissensee usw. Sie sagen wohl nein dazu; aber es sei oder nicht, so weiß ich wohl, daß es am vollen, ganzen, breiten Willen bei ihnen nicht fehlet, wo sie mit der Tat dazu kommen konnten, heimlich oder offenbar. Deß versiehe Dich gewißlich und richte Dich darnach.“

"Denn ich bekenne und weiß aus der Schrift zu beweisen, dass alle Menschen allzumal in Sünde geboren, leben und sterben und des ewigen Todes schuldig sein müssen, wenn nicht Jesus Christus uns zur Hilfe gekommen wäre und solche Schuld und Sünde auf sich genommen hätte."

"Denn man dient Gott auch durch Nichtstun, ja, durch keine Sache mehr als durch Nichtstun. Deshalb nämlich hat er gewollt, dass vor anderen Dingen der Sabbat so streng gehalten werde. Sieh zu, dass du das nicht verachtest."

"Der charakteristische Gegenstand der Theologie ist der Mensch, der der Sünde schuldig und verworfen ist, und Gott, der den sündigen Menschen rechtfertigt und errettet. Was außerhalb dieses Gegenstandes in der Theologie erfragt und erörtert wird, ist Irrtum und Gift."

"Der Heilige Geist schafft einen neuen Mut, dass der Mensch vor Gott fröhlich wird und Liebe zu ihm gewinnt und den Leuten mit fröhlichem Gemüte dient."

"Der innerliche Mensch ist mit Gott eins, fröhlich und lustig um Christi willen, der ihm soviel getan hat."

"Der Leib ist uns nicht deshalb gegeben, dass wir sein natürliches Leben ertöten. Gott ist nicht ein Mörder, sondern ein Schöpfer, aus dem nur Leben fließt."

"Der Mensch weiß am wenigsten von der Demut, wenn er wahrhaftig demütig ist."

"Der ohn Sünden war geboren, trug für uns Gottes Zorn, hat uns versöhnet, dass Gott uns sein Huld gönnet. Kyrie eleison."

"Der Teufel mag uns verklagen, als wären wir die allerschlechtesten Menschen, wir werden dennoch die Gerechten sein."

"Der Tod ist eigentlich nur die Angst vor dem Tode."

"Die Bibelübersetzung ist eine große Mühe. Wir haben viel Öl dabei verbraucht. Es werden aber etliche sein, die es werden besser wollen wissen denn wir, aber nicht besser machen. Sie werden mich bei einem Wort fassen wollen, wo ich es umgekehrt bei hundert könnte, wenn sie selbst übersetzten."

“Die Fürsten und Obrigkeiten sitzen dabei, schnarchen und haben das Maul offen, lassen die Juden aus ihrem offenen Beutel und Kasten stehlen und rauben und nehmen, was sie wollen … Wenn ein Dieb 10 Gulden stiehlt, muss er hängen …Wenn aber ein Jude 10 Tonnen Goldes stiehlt und raubt durch seinen Wucher, so ist er den Fürsten lieber als Gott selbst.”

"Die Kirche braucht eine Reformation. Diese Reformation ist aber nicht die Angelegenheit nur des Papstes noch der Kardinale. Es ist eine Angelegenheit der ganzen Christenheit, oder noch besser, Gottes allein. Nur er weiß die Stunde der Reformation."

"Die rechte Sonne ist allein Gottes Wort, das uns den ewigen Tag gibt, zu leben und fröhlich zu sein. Wohl dem, der solch Licht gerne sieht. Maulwürfe und Fledermäuse haben's nicht gern."

"Die Sünde hat nur zwei Orte, wo sie ist. Entweder ist sie bei dir, dass sie dir auf dem Halse liegt, oder sie liegt auf Christus, dem Lamm Gottes. Wenn sie nun dir auf dem Rücken liegt, so bist du verloren; wenn sie aber auf Christus ruhet, so bist du frei und wirst selig. Nun greife zu, welches du willst."

"Ehren ist etwas viel Höheres als Lieben. Man präge es darum den jungen Leuten ein, ihre Eltern an Gottes Statt vor Augen zu haben und also zu bedenken, dass sie dennoch Vater und Mutter sind, von Gott gegeben, auch wenn sie gering, arm, gebrechlich oder wunderlich wären."

"Ein Christ ist ein solcher Mensch, der gar keinen Hass noch Feindschaft wider jemand weiß, keinen Zorn noch Rache in seinem Herzen hat, sondern eitel Liebe, Sanftmut und Wohltat."

"Ein feuriger Schild ist Gottes Wort, darum dass es bewährter und reiner ist denn Gold, das im Feuer nichts verliert und geht ihm nichts ab, sondern es besteht, bleibt und überwindet alles. Also wer dem Wort Gottes glaubt, der überwindet alles und bleibt ewig sicher gegen alles Unglück."

"Friede gilt mehr denn alles Recht, und Friede ist nicht um des Rechtes willen, sondern Recht um des Friedens willen gemacht. Darum, wenn ja eines weichen muss, so soll das Recht dem Frieden und nicht der Friede dem Rechte weichen."

"Glaube heißt, dass einer durch ein unmöglich Ding hindurchbrechen soll. Er geht hinein ins Meer, als wenn kein Wasser da wäre, in den Tod, als wenn kein Tod da wäre."

        "Glaub keinen Wolf auf Wilder Heid
        auch keinem Juden auf seinen Eid
        glaubt keinem Papst auf sein Gewissen
        Du wirst von allen dreien beschissen"

"Gute fromme Werke machen nimmermehr einen guten frommen Mann, sondern ein guter frommer Mann macht gute fromme Werke. Böse Werke machen nimmermehr einen bösen Mann, sondern ein böser Mann macht böse Werke."

"Ich glaube und weiß, dass die Schrift uns lehret, dass die mittlere Person in Gott, nämlich der Sohn, allein wahrhaftiger Mensch geworden ist, von dem heiligen Geist ohne eines Mannes Zutun empfangen und von der reinen, heiligen Jungfrau Maria als von rechter natürlicher Mutter geboren."

"Ich kann es nicht lassen, ich muß mich sorgen um das arme, elende, verlassene, verachtete, verratene und verkaufte Deutschland, dem ich ja kein Arges, sondern alles Gute wünsche, als ich schuldig bin meinem lieben Vaterland."

„Ich weiß wohl, daß sie solches und alles leugnen; es stimmt aber alles mit dem Urteil Christi daß sie giftige, bittere rachgierige, hämische Schlangen, Meuchelmörder und Teufelkinder sind, die heimlich stechen und Schaden tun, weil sie es öffentlich nicht vermögen.“

"Ich will meinen treuen Rat geben.
ERSTLICH, daß man ihre Synagogen oder Schulen mit Feuer anstecke und, was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, daß kein Mensch einen Stein oder Schlacke sehe ewiglich. Und solches soll man tun unserm Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, daß wir Christen seien und solch öffentlich Lügen, Fluchen und Lästern seines Sohnes und seiner Christen wissentlich nicht geduldet noch gewilligt haben. Denn was wir bisher aus Unwissenheit geduldet haben (ich habs selbst nicht gewußt), wird uns Gott verzeihen; nun wirs aber wissen und sollten darüber frei vor unserer Nase den Juden ein solches Haus schützen und schirmen, worin sie Christum und uns verleumden, lästern, fluchen, anspeien und schänden, wie droben gehört, das wäre ebensoviel, als täten wirs selbst und viel ärger, wie man wohl weiß.
Moses schreibt, daß, wenn eine Stadt Abgötterei triebe, man sie mit Feuer ganz zerstören und nichts davon übriglassen sollte. Und wenn er jetzt lebte, so würde er der erste sein, der die Judenschulen und -häuser ansteckte, Denn er hat gar hart geboten, sie sollen nichts zu-noch abtun von seinem Gesetze, und es sei Abgötterei, Gott nicht gehorchen. Nun ist der Juden Lehre jetzt nichts andres als eitel Zusätze der Rabbinen und Abgötterei des Ungehorsams, gleichwie bei uns unter dem Papsttum die Bibel unbekannt geworden ist.

ZUM ZWEITEN: daß man ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre, denn sie treiben ebendasselbe darin, das sie in ihren Schulen treiben. Dafür mag man sie etwa unter ein Dach oder Stall tun wie die Zigeuner, auf daß sie wissen, sie seien nicht Herren in unserm Lande, wie sie rühmen, sondern in der Verbannung und gefangen, wie die ohne Unterlaß vor Gott über uns Zeter schreien und klagen.

ZUM DRITTEN: daß man ihnen alle Betbüchlein und Talmudisten nehme, worin solche Abgötterei, Lügen, Fluch und Lästerung gelehrt wird.

ZUM VIERTEN: daß man ihren Rabbinen bei Leib und Leben verbiete, hinfort zu lehren, denn solches Amt haben sie mit allem Recht verloren, weil sie die Juden mit dem Spruch Moses’ gefangenhalten, wo er gebietet, sie sollen ihren Lehrern bei Verlust Leibes und der Seelen gehorchen, wahrend doch Moses klar beisetzt: was sie dich lehren nach dem Gesetz des Herrn. Solches übergehen die Bösewichter und brauchen des armen Volks Gehorsam zu ihrem Mutwillen wider das Gesetz des Herrn, gießen ihnen solches Gift, Fluch und Lästerung ein.

ZUM FÜNFTEN: daß man den Juden das Geleit und Straße ganz und gar aufhebe, denn sie haben nichts auf dem Lande zu schaffen, weil sie nicht Herrn noch Amtleute noch Händler noch desgleichen sind; sie sollen daheim bleiben. Ich lasse mir sagen, es solle ein reicher Jude jetzt mit zwölf Pferden reiten und wuchert Fürsten, Herren, Land und Leute aus, daß große Herren scheel dazu sehen. Werdet ihr Fürsten und Herrn solchen Wucherern nicht die Straße ordentlicherweise verlegen, so möchte sich etwa eine Reiterei wider sie sammeln, weil sie aus diesem Büchlein lernen werden, was die Juden sind und wie man mit ihnen umgehen und ihr Wesen nicht schützen solle. Denn ihr sollt und könnt sie auch nicht schützen, ihr wolltet denn vor Gott alles ihres Greuels teilhaftig sein. Was daraus Gutes kommen möchte, das wolltet wohl bedenken und verhüten.

ZUM SECHSTEN: daß man ihnen den Wucher verbiete und ihnen alle Barschaft und Kleinod an Silber und Gold nehme und zur Verwahrung beiseitelege. Und dies ist die Ursache: alles, was sie haben, haben sie uns gestohlen und geraubt durch ihren Wucher, weil sie sonst kein andres Gewerbe haben. Solches Geld sollte man dazu brauchen (und nicht anders), wenn ein Jude sich ernstlich bekehrte, daß man ihm davon vor die Hand hundert, zweihundert, dreihundert Gulden je nach der Person gebe, womit er ein Gewerbe für sein arm Weib und Kindlein anfangen möge und die Alten und Gebrechlichen damit unterhalte, denn solch böse gewonnenes Gut ist verflucht, wenn man’s nicht mit Gottes Segen zu gutem nötigem Gebrauche wendet.

ZUM SIEBENTEN: daß man den jungen starken Juden und Jüdinnen in die Hand gebe Flegel, Axt, Karst, Spaten, Rocken, Spindel und lasse sie ihr Brot verdienen im Schweiß der Nase. Denn es taugt nicht, daß sie uns verfluchte Gojim im Schweiß unseres Angesichts wollten arbeiten lassen, und sie, die heiligen Leute, wolltens hinter dem Ofen mit faulen Tagen und Feisten verzehren und darauf lästerlich rühmen, daß sie der Christen Herrn wären von unserm Schweiß, sondern man müßte ihnen das faule Schelmenbein aus dem Rücken vertreiben." (Über Juden und ihren Lügen)

"Kinder sind unser größter Schatz. Alles werden wir einmal in dieser Welt zurücklassen; aber unsere Kinder hoffen wir mit in den Himmel zu nehmen."

"Nur ein neuer Mensch kann ein neues Lied singen. Der neue Mensch aber ist der Mensch der Gnade, der geistliche und innerliche Mensch vor Gott."

"Man kann den Leuten in einer Viertelstunde weit mehr predigen, als sie in zehn Jahren tun werden."

"Reichtum ist das geringste Ding auf Erden und die allerkleinste Gabe, die Gott dem Menschen geben kann. Darum gibt unser Herrgott gemeiniglich Reichtum den groben Eseln, denen er sonst nichts gönnt."

„Schreiben doch ihre Talmud und Rabbinen, das Töten sei nicht Sünde, wenn man keinen Bruder in Israel tötet; und wer einem Heiden (d.h. Christen) den Eid nicht hält, der tut keine Sünde; vielmehr seien Stehlen und Rauben, wie sie durch den Wucher an den Gojim tun, ein Gottesdienst; denn sie meinen, daß sie das edle Blut und beschnittene Heilige sind, wir aber Verfluchte Gojim, und so können sie es nicht grob genug mit uns machen, noch sich an uns versündigen, weil sie die Herren der Welt, wir aber ihre Knechte, ja ihr Vieh sind! - Auf solcher Lehre beharren auch noch heutigen Tages die Juden und tun wie ihre Väter: verkehren Gottes Wort, geizen, wuchern, stehlen, morden, wo sie können, und lehren solches ihre Kinder für und für nachzutun.“

"Seit tausend Jahren ist kein Bischof so begabt gewesen, als ich, und ich rühme mich dessen, denn der Gaben Gottes soll man sich rühmen." (Tischrede)

„Sie haben solch giftigen Haß wider die Gojim (Nichtjuden) von Jugend auf eingesoffen von ihren Eltern und Rabbinern und saufen noch in sich ohne Unterlaß, daß es ihnen durch Blut und Fleisch durch Mark und Bein gangen, ganz und gar Natur und Leben worden ist. Und so wenig sich Fleisch und Blut, Mark und Bein können ändern, so wenig können sie solchen Stolz und Neid ändern; sie müssen so bleiben und verderben.“ (Handbuch der Judenfrage)

"Sollen wir der Juden Lästerung nicht teilhaftig werden, so müssen wir geschieden sein und sie aus unserm Lande vertrieben werden. – Wir haben sie zu Jerusalem nicht geholet. – Mögen sie ziehen in ihr Land – wir wollen gern Geschenk dazu geben, daß wir sie loswerden."

„Summa, ein Jude steckt so voll Abgötterei und Zauberei als neun Kühe Haare haben, das ist unzählig und unendlich, wie der Teufel, ihr Gott, voller Lügen ist.“

"Vernunft und Erfahrung lehren, wie man Weib und Kinder regieren, Kühe aus- und eintreiben solle und was sonst die leibliche Nahrung betrifft. Dies ist alles der Vernunft Gabe und Geschenk. Darüber darf man nicht die Heilige Schrift um Rat fragen."

"Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen."

"Was der Mensch liebt, das ist sein Gott. Denn er trägt es in seinem Herzen, er bewegt es Tag und Nacht in sich, er schläft mit ihm und wacht mit ihm, es sei, was es sei, Reichtum oder Geld, Vergnügen oder Ehre."

„Was soll mir nun der Juden Messias? Ich wollt sagen: Lieber Herr Gott, behalt deinen Messias oder gib ihn dem, wer ihn haben will, mich aber mache dafür zur Sau.“

"Wenn auch Kaiser und Könige wie die Blümlein dahinfallen, so kann doch das Reich Christi durch keine Macht zerrüttet oder verwüstet werden, weil es so hoch und tief gegründet ist."

"Nur, wer sich entscheidet, existiert."

“…wenn der jüngste Tag nicht kommt, so wird doch der Türke bald kommen und mit uns so umgehen, daß wir sagen werden: Hier war mal Deutschland.” (1537)

"Wenn du am Abend schlafen gehst, so nimm noch etwas aus der Heiligen Schrift mit dir zu Bett, um es im Herzen zu erwägen und es - gleich wie ein Tier - wiederzukäuen und damit sanft einzuschlafen. Es soll aber nicht viel sein, eher ganz wenig, aber gut durchdacht und verstanden. Und wenn du am Morgen aufstehst, sollst du es als den Ertrag des gestrigen Tages vorfinden."

"Wenn nun Gott jetzt oder am Jüngsten Tage mit uns Christen also wird reden: Höres tu es, Du bist ein Christ und hast gewusst, dass die Juden meinen son und mich öffentlich gelästert und geflucht haben, du aber hast ihnen Raum und Platz dazu gegeben. Sage mir, Was wollen wir hie antworten?" (Von Juden und ihren Lügen)

"Wenn sie uns leihen, dann nicht von ihrem eigenen Hab und Gut, sondern von den Gütern der Herren und deren Untertanen. Sie stehlen und rauben durch Wucher. Und damit unsere hohen Herren den Wucher bezahlen können, nehmen die Herrschaften von ihren Untertanen. Das heißt, die Untertanen müssen ihr Geld geben und sich für die Juden schinden lassen, damit diese im Lande bleiben, getrost und frei lügen, lästern, fluchen und stehlen können.”

"Wie ein Schuster einen Schuh machet und ein Schneider einen Rock, also soll ein Christ beten. Eines Christen Handwerk ist Beten!"

"Zu der brüderlichen Vergebung gehört auch, dass der Bruder, dem ich vergeben soll, seine Fehler bekenne; denn die Sünde, welche nicht bekannt wird, kann ich nicht vergeben."


ARMAND ELISÉE de LOUSTALOT (1762-1790)

«Les grands ne nous paraissent grands que parce que nous sommes à genoux. Levons-nous!» (Die Großen sind ja gar nicht groß, solange wir von ihnen knien. Erheben wir uns!)


ROBERT STAUGHTON v. LYND (1992-1970)

"Es ist leichter, eine Lüge zu glauben, die man hundertmal gehört hat, als eine Wahrheit, die man noch nie gehört hat."



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