McDONALD - v. MACKENSEN - MACHIAVELLI - MADISON - MAIER - MAHLER - MEIER - MEIER-DORN - Th. MANN - T. MANN - MARKWORT - MANUILSKIJ - MARGOLINA - MARIA-THERESIA - MARTEL - MÁRQUEZ - v. d. MARWITZ - MARX - MAURIAC - MEAD - MENCKEN - MERI - MERKEL - MILL - MILSTEIN - MISHIMA - MITSCHERLICH - MÖBIUS - MÖLLEMANN - MOLIERE - MOLAU - MOLOTOW - v. MOLTKE - MOMMSEN - MONTEFIORE - de MONTESQUIEU - MONTAIGNE - MONTHERLANT - MORGENSTERN - MORGENTHAU - MITTELDORF - HARALD MÜLLER - HEINO MÜLLER - HERTA MÜLLER - H. MÜLLER - J. MÜLLER - MURPHY - MUSIL
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LAWRENCE PATTON McDONALD (1935-1983)

"Der Drang der Rockefellers und ihrer Verbündeten ist es, eine Weltregierung zu kreieren, welche Kapitalismus und Kommunismus vereint - unter ihrer Kontrolle. Meine ich eine Verschwörung? Ja, das tue ich. Ich bin überzeugt davon, dass so ein Plan existiert - [die Eliten] planen es und ihre Absichten sind unglaublich bösartig."(1976)


EBERHARD v. MACKENSEN (1889-1969)

              DIE PREUSSEN

              "Mögt Ihr den preußischen Staat zerschlagen,
                Preußen wird hoch aus den Trümmern ragen.
                Einer schon wollte uns Preußen stehlen,
                Doch Preußen lebt zu tief in den Seelen:

                Preußen ist weder Volkstum noch Rasse,
                Preußen ist Haltung und niemals Masse,
                Preußen ist Pflicht nach Immanuel Kant,
                Preußen ist Treue zu Volk und Land,

                Preußen - dienen der Sache bis in den Tod
                Und Griff zu den Waffen - erst in der Not!" (1938)


CHRISTIAN MAIER (geb. 1929)

„Soll also, muss also nicht endlich Schluß gemacht werden mit den Vorwürfen und ‚Selbstbezichtigungen‘ (wie es gern heißt) wegen der Jahre 1933 bis 1945? - Bei aller – freilich in Hinsicht auf die Einzigartigkeit eingeschränkter Anerkennung dessen was damals geschah:
b>Sollen wir uns das immer wieder sagen und sagen lassen? Und sollen wir es uns von Nationen sagen lassen, die inzwischen selber manches getan haben, was uns als Kriegsverbrechen angerechnet wurde – ohne unbedingt die Schuldigen dafür zu Rechenschaft zu ziehen?
Sollen wir uns von unserer Vergangenheit Beschränkungen auferlegen lassen, so daß etwa Stücke mit staken anti-semitischen Äußerungen auf unsern Theatern nicht gespielt werden dürfen? Dürfen wir nichtauch - und gerade die Jungen unter uns – ‚stolz sein auf unser land‘?“

„Diese neue Weise, die Dinge zu sehen, hat viel für sich. Doch wird man uns aus der "Verantwortung" nicht entlassen. Immer wieder wird es Anlässe geben, bei denen die Erinnerung an den Holocaust hochkommt. Immer wieder ist auch ein neues, tiefes Erschrecken heranwachsender vor den kaum faßlichen Untaten des NS-Regimes zu gewärtigen.

„Was damals geschah, wird – und darf nie, jedenfalls nicht in den Zeiträumen, an die die heute Lebenden denken können, vergessen werde. So bleibt uns die Gegenwärtigkeit der Erinnerung… Verantwortung nötigt uns, diese Geschichte als die unsere anzunehmen. Das Bewußtsein der Verbrechen aber sperrt sich dagegen.“

„Das lehrt die Geschichte der vielen Versuche, dieser Erinnerung zu entkommen. Zunächst in Abwehr und Leugnung, als die Sieger, die Besatzer der eigenen Regierung, dem eigenen Staat jene Untaten zusprachen. Da erstreckten sich kaum auf das, was das groß des Volkes darin gewesen war: nicht auf den Staat, die Wehrmacht, die Nation, die Kirche, die Wirtschaft, die bürgerliche Wohlanständigkeit, die deutschen Tugenden…“

Das die Deutschen dann im Krieg ihre Aufgaben pünktlich, korrekt und tüchtig erfüllen, tapfer waren, ihr Leben aufs Spiel setzten, wird man ihnen im Einzelnen kaum vorhalten können. Wie sollte sie, aufs Ganze gesehen, um des Regimes willen ihr Land im Stich lassen? Sie haben auch darin Zumeist nicht anders – vermutlich auch nicht schlechter – gehandelt als ihre Gegner.“

"Wir werden also zu unserer Geschichte nie wieder ein unbefangenes Verhältnis bekommen. Es nützt nichts, sondern schadet, wenn sich ein Bundeskanzler unter Hinweis auf die Gnade der späten Geburt wieder leicht mit der Geschichte tut, von der gerade Konservative ein Bewußstsein haben sollten."
"Die langen Diskussionen um die Frage, wie wir es mit dem 8. Mai 1945 halten wollen, aber auch die Faßbinder-Debatte sowie die um Strafrechtsänderung (welche wider dem Gedanken der Aufrechnung Vorschub leistete) haben wir allzu deutlich gezeigt, daß wir aus dem Schatten Hitlers noch lange nicht heraus sind.“

„Harmlose Äußerungen konnten tödliche Konsequenzen haben, der Zorn auf Eltern oder Kollegen schon zu Denunziation geraten, wenn man ihm in der falschen Umgebung nur wenig freien Lauf ließ. Die Grenzen zwischen Erlaubtem und Verwerflichen waren angesichts der möglichen Konsequenzen oft kaum erkennbar, dies und jenes mochte sich dicht ineinanderschieben.

Ehrgeiz, Eifer, Wichtigtuerei in einem so sehr auf Ordentlichkeit und Pflichterfüllung ausgerichteten Volk warenstärksten Versuchungen ausgesetzt, die überkommende Maßstäbe auf die Situationen gar nicht angerichtet. Äußerste Anforderungen also an Vernunft, Selbstbeherrschung, Entsagung, an die Fähigkeit zu unabhängigem Urteil, wenn man sich da stets bewähren, wenn man unter Umständen bösen Konsequenzen aus der Wege gehen wollte.“ (Historikerstreit: Verurteilen und verstehen, 1986)


NICCOLO MACHIAVELLI (1469-1527)

„Auch sind die Menschen so einfältig, gehorchen so sehr den Nötigungen des Augenblick, dass der Betrügende immer Einen, der sich betrügen lässt, finden wird.“

"Aus keiner Gefahr rettet man sich ohne Gefahr."

"Aus kleinen Dingen werden große Dinge, und die Gesinnung der Menschen erkennt man auch an den kleinen Dingen."

"Da alle menschlichen Dinge in Bewegung sind und nicht ruhen können, so müssen sie steigen oder fallen; und zu vielem, wozu die Vernunft nicht rät, zwingt uns die Notwendigkeit."

„Da also ein Fürst genötigt ist, sich auf den Gebrauch des Tieres wohl zu verstehen, so soll er von diesen den Fuchs und den Löwen nehmen, weil der Löwe nicht vor den Schlingen sich hüten kann, der Fuchs sich nicht vor den Wölfen sichert. Er muss daher Fuchs sein, um die Schlingen zu erkennen, und Löwe sein, um die Wölfe zu schrecken.

"Da, wo der Wille groß ist, können die Schwierigkeiten nicht groß sein."

"Dabei muß man erwägen, daß es kaum eine Sache von größerer Schwierigkeit und von zweifelhafterem Erfolge gibt, als sich zum Haupte einer neuen Staatsverfassung aufzuwerfen."

"Dem, der zu dienen gewöhnt ist, macht es wenig aus, den Herrn zu wechseln, ja, häufig wünscht er sogar den Wechsel."

"Das beste Mittel gegen einen Anschlag des Feindes ist, das freiwillig zu tun, wozu er dich zu zwingen vorhat. Denn tust du es freiwillig, so kannst du es mit Ordnung zu deinem Vorteil und seinem Nachteil ausführen; tätest du es gezwungenermaßen, so würde es deinen Untergang herbeiführen."

"Das Glück ist mehr auf der Seite des Angreifers als auf der desjenigen, der sich verteidigt."

"Daß wir uns nicht ändern können, hat zweierlei Gründe: Zum einen können wir uns unserer eigenen Natur nicht widersetzen, zum andern ist es unmöglich, einen Menschen, der bei einer bestimmten Art zu handeln Glück gehabt hat, zu überzeugen, daß es gut sein kann, auch einmal anders zu handeln.

"Daß Zeit nicht reicht, den Durst nach Freiheit zu löschen, ist gewiß. Denn häufig hört man, daß in einer Stadt die Freiheit von Männern wiedererkämpft wurde, die sie niemals selbst genossen hatten, sondern sie allein aufgrund der Erinnerung liebten, die sie aus der Zeit ihrer Väter haben, und darum die wiedergewonnene Freiheit standhaft unter jeder Gefahr schützen.2

"Das Laster der Undankbarkeit entspringt entweder aus Geiz oder aus Argwohn."

"Die beste Methode, um Informationen zu bekommen, ist die, selbst welche zu geben."

"Die Fürsten lassen sich leicht dazu bringen, neue Gefälligkeiten denen zu erweisen, denen sie alte Gefälligkeiten erwiesen haben; sie fürchten so sehr durch Verweigern die früheren Wohltaten zu verlieren, daß sie sich immer beeilen, neue zu erweisen, wenn diese begehrt werden."

"Die guten Ratschläge müssen ihren Ursprung in der Klugheit des Fürsten haben - nicht umgekehrt!"

"Die Liebe wird von den Fesseln der Dankbarkeit zusammengehalten, die, wie nun einmal die Menschen leider sind, sofort zerbricht, wenn der Eigennutz im Spiele ist."

"b>Die Menschen glauben, nur dann ihren Besitz sicher zu haben, wenn sie von anderen etwas hinzuerwerben."

"Die Menschen sind entweder liebenswürdig zu behandeln oder unschädlich zu machen, denn wegen geringfügigen Unrechts rächen sie sich."

"Die Menschen beurteilen die Dinge nach dem Erfolg. Jeder sieht, wie du zu sein scheinst, wenige fühlen heraus, wie du bist."

"Die Menschen scheuen sich weniger, einen anzugreifen, der sich beliebt gemacht hat, als einen, den sie fürchten ..."

"Die Menschen verwinden rascher den Tod ihres Vaters als den Verlust des väterlichen Erbes."

"Die Menschen wechseln gern ihren Herrn in der Hoffnung, einen besseren zu bekommen, darin aber täuschen sie sich."

"Die Menschen wechseln nämlich ihre Herren, in dem Glauben, ihre Lage dadurch zu verbessern. Diese Hoffnung läßt sie zu den Waffen gegen ihren Herrscher greifen."

"Die Menschen werden hauptsächlich von zwei Haupttrieben beherrscht: von Liebe und Furcht. Es beherrscht sie also gleichermaßen derjenige, der ihre Liebe gewinnt, wie der, der ihnen Furcht einflößt; ja, meistens findet sogar der, der ihnen Furcht einflößt, mehr Folgsamkeit und Gehorsam als der, der ihnen Liebe entgegenbringt."

"Die Ursache der Zwietracht in Republiken ist größtenteils Muße und Friede, die Ursache der Eintracht Furcht und Krieg."

"Der größte Feind der neuen Ordnung ist, wer aus der alten seine Vorteile zog."

"Der Zweck heilgt die Mittel."

(Meinte Machiavelli in Zusamenhang mit Kampf gegen Tyrannei und jüdischen Lügen. Für den bloßen persönlichen Machterhalt rechtfertigte Machiavelli unmoralischer Mittel nicht. Aber gerade die Tyrannen und sonstigen Diktatoren inclusive organiserten Juden immer wieder beschuldigen Machiavelli "unmoralisch zu sein", denn sie wollen doch nicht ihre eigene Eigenschaft damit zu erkennen. - Anm. JB)

"Doch zeige sich niemand so arm an Verstand, daß er beim Einsturz seines Hauses glaubt, Gott werde ihn retten ohne andere Stütze."

"Eigenschaften werden selten vererbt, sondern verlöschen mit dem Tode ihres Trägers. Deshalb sollte man sich nicht auf die Erbfolge verlassen."

"Es beschwere sich kein Regierender über die Sünden, die sein Volk begeht, denn diese sind nur die Folgen seiner eigenen Nachlässigkeit oder davon, daß er den gleichen Lastern ergeben ist."

Es gibt keinen andern Weg, sich vor Schmeicheleien zu sichern, als wenn die Leute glauben, dass sie dich nicht beleidigen, indem sie dir die Wahrheit sagen.

"Es gibt nichts Klügeres im menschlichen Leben, als wenn man darauf verzichtet, zu drohen und mit Worten zu beleidigen. Denn weder das eine noch das andere entzieht dem Feind die Kraft. Drohungen aber machen ihn vorsichtig, und Beleidigungen steigern seinen Haß."

"Es ist ein allgemeiner Fehler der Menschen, nicht in den Zeiten der Meeresstille mit dem Sturm zu rechnen."

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."

"Es ist in der Tat eine natürliche und gewöhnliche Sache, die Begierde zu Eroberungen: und die Menschen werden immer gelobt und nicht getadelt, die so etwas unternehmen, falls sie es können. Wenn sie es aber nicht können und doch unternehmen, es koste, was es wolle: dann ist es ihr Fehler, und dafür trifft sie der Tadel."

"Es ist nun einmal so, daß man dem glaubt, der Gutes verspricht. Daher kommt es auch, das man den Ärzten soviel Vertrauen schenkt und daß man oft, indem man ihnen glaubt, die eigene Habe verliert."

"Es ist leichter, gehorchen, als befehlen zu lernen."

"Es ist nicht weise, das zu verteidigen, was man ohnehin aufgeben muß. Es ist unklug, immer den Sieg davontragen zu wollen."

"Es ist unmöglich, einen Mann, dem durch seine Art zu verfahren viel geglückt ist, zu überzeugen, er könne gut daran tun, anders zu verfahren. Daher kommt es, daß das Glück eines Mannes wechselt, denn die Zeiten wechseln, er aber wechselt nicht sein Verfahren."

"Ein Mensch, der eine bestimmte Art zu handeln gewohnt ist, ändert sich nie und muß, wenn die veränderten Zeitverhältnisse zu seinen Methoden nicht mehr passen, scheitern."

"Ein Mensch, der überall nur das Gute will, muß inmitten von so vielen anderen, die das Schlechte tun, notwendigerweise zugrunde gehen."

"Eine Veränderung bewirkt stets eine weitere Veränderung."

"Fortuna ist ein Weib, und wenn man sie unterwerfen will, muß man mit ihr streiten und kämpfen."

"Große Männer nennen Schande das Verlieren, nicht aber den Gewinn durch Trug."

„Glücklich wird der sein, der seine Verfahrungsweise nach der Beschaffenheit der Zeiten abwägt, und eben so, unglücklich der, zu dessen Verfahren die Zeiten nicht stimmen.“

"Handelt man zu spät, so verpaßt man die günstige Gelegenheit; handelt man zu früh, so hat man noch nicht genügend Kräfte gesammelt."

"Ich glaube, daß nur der erfolgreich ist, der seine Handlungsweise mit dem Zeitgeist in Einklang bringt, so wie der erfolglos sein wird, dessen Vorgehen nicht mit den Zeitverhältnissen übereinstimmt."

"
Ich habe meine Lebensweise so eingerichtet, daß ich bereit bin, das Glück zu ergreifen, wenn es kommen sollte, und wenn es nicht kommt, mich in Geduld zu fassen."
"Ich halte es für einen der größten Beweise menschlicher Klugheit, sich in seinen Worten jeder Drohung oder Beleidigung zu enthalten. Weder das eine noch das andere schwächt den Feind, vielmehr machen ihn Drohungen nur vorsichtiger, und Beleidigungen steigern seinen Haß gegen dich und beflügeln ihn, nachhaltiger auf dein Verderben zu sinnen."

"Ich weiß wohl, daß viele unter dem Schein von Anteilnahme uns zum Reden bringen und uns hinterher verhöhnen."

"In Wahrheit verdient den Haß des Volkes jene Art von Autorität, die Einzelne sich anmaßen, nicht aber jene, die sie sich durch Großmut, Geneigtheit und Hochsinn erwerben."

„Jeder sieht, was Du scheinest, wenige fühlen, was Du bist: Und diese Wenigen wagen sich nicht, der Meinung der Vielen, die die Majestät des Staates zum Schutze für sich haben, zu widersetzen.“

"Jeder weiß, wie löblich es ist, wenn ein Fürst sein Wort hält und rechtschaffen und ohne List seinen Weg geht. Gleichwohl zeigt die Erfahrung unserer Tage, daß die Fürsten, die sich aus Treu und Glauben wenig machten und die Gemüter der Menschen mit List zu betören verstanden, Großes vollbracht haben und sich schließlich gegen diejenigen, die redlich handeln, durchgesetzt haben."

"Keiner wird betrogen als der, welcher traut."

"Kluge Männer machen sich immer ein Verdienst aus ihren Handlungen, auch wenn allein die Notwendigkeit sie dazu zwingt."

"Kriege können nicht verhindert werden, man kann sie lediglich zum Vorteil anderer hinauszögern."

"Man kann Haß durch gute ebenso wie durch schlechte Taten auf sich ziehen."

"Man darf nie seine Absicht zeigen, sondern man muß vorher mit allen Mitteln sein Ziel zu erreichen suchen."

"Man darf sich nur im Notfall jemandem anvertrauen, und zwar nur mit Augenblick der Tat."

"Man darf nie glauben, der Feind handle, ohne zu wissen, was er tut."

"Man kann es nicht Tugend nennen, seine Mitbürger ermorden, Freunde verraten, ohne Treu und Glauben sein, ohne menschliches Gefühl, ohne Religion. So kann man wohl zur Herrschaft gelangen, aber keinen Ruhm erwerben."

"Man muß wissen, daß es zwei Arten zu kämpfen gibt: mit den Gesetzen und mit der Gewalt. Die erste Art ist dem Menschen eigen, die zweite den Tieren; da aber die erste oft unzulänglich ist, muß man zuweilen auf die zweite zurückgreifen."

"Man soll den Menschen entweder schmeicheln, oder sie sich unterwerfen."

"Mit einem schlechten Alleinherrscher aber kann niemand sprechen, gegen ihn gibt es kein anderes Mittel als das Eisen."

"Nationen, die man unterworfen hat, muß man entweder glücklich machen oder vernichten."

"Nichts ist so hoffnungslos, daß wir nicht Grund zu neuer Hoffnung fänden.".

"Nichts verbraucht sich selbst so wie die Freigebigkeit, denn indem du sie übst, verlierst du die Fähigkeit, sie zu üben, und du wirst entweder arm oder verächtlich oder, um der Armut zu entgehen, raubgierig und verhaßt."

"Nicht wer als Erster die Waffe ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt."

"Oft täuscht man sich, wenn man glaubt, durch Bescheidenheit den Hochmut bezwingen zu können."

Politik ist die Summe der Mittel, die nötig sind, um zur Macht zu kommen und sich an der Macht zu halten und um von der Macht den nützlichsten Gebrauch zu machen,

"Starke Menschen bleiben ihrer Natur treu, mögen sie auch in schlechte Lebenslagen geraten, ihr Charakter bleibt fest, und ihr Sinn wird niemals schwankend. Über diese Menschen kann nichts Gewalt bekommen."

"Sie sind sehr demütig im Unglück, im Glück unverschämt."(Über die Juden)

"Starke Staaten und ausgezeichnete Männer bewahren in allen Wechselfällen des Schicksals die gleiche Gesinnung und die gleiche Würde."

"Titel geben den Menschen keinen Glanz, sondern die Menschen den Titeln."

"Tust du Gutes, tu es langsam. Tust du Böses, tu es auf einmal."

"Um eine Schlacht zu gewinnen, ist es nötig, dem Heer Vertrauen zu sich selbst und auf den Feldherrn einzuflößen."

"Unsere Sehnsucht wird immer größer, je weniger wir sie befriedigen können."

"Während sich auf anderen Gebieten Irrtümer bisweilen wieder gutmachen lassen, ist dies bei Fehlern, die man im Kriege begeht, unmöglich, weil sie sich sogleich rächen."

"Was die Klugheit und Beständigkeit anbelangt, so behaupte ich, daß das Volk klüger ist und ein richtigeres Urteil hat als ein Alleinherrscher. Nicht ohne Grund vergleicht man die Stimme des Volkes mit der Stimme Gottes."

"Was man auch immer für Vorkehrungen treffen mag, es kommen, wenn die Einwohner nicht zerstreut und getrennt werden, immer der alte Name und die alte Verfassung wieder zum Vorschein."

"Wenn die Menschen einmal nicht aus Not zu kämpfen brauchen, so tun sie es aus Ehrgeiz, denn dieser ist in der Brust eines jeden Menschen so mächtig, daß er ihn nie verläßt, wie hoch er auch steigen mag."

"Wenn die Menschen zehn Dinge ehrenvoll verrichtet haben und dann eines fehlschlägt, hat dieses eine, besonders wenn es wichtig ist, die Kraft, alle übrigen zu vernichten."

"Wenn du stark bist, dann beginne, wo du stark bist. Wenn nicht, beginne dort, wo du eine Niederlage am leichtesten verschmerzen kannst."

"Wenn ich alle Dinge richtig betrachte, so komme ich zur Überzeugung, daß in den Fällen dringender Gefahr Freistaaten beständiger sind als Alleinherrscher."

"Wenn wir bei unserem Handeln zögern, ist es lähmend; überstürzen wir etwas, so droht Gefahr."

"Wer dauerhaften Erfolg haben will, muß sein Vorgehen ständig ändern."

Wer auf das Volk baut, baut auf Sand.

"Wer betrügt, der wird stets jemand finden, der sich betrügen läßt."

"Wer ein schlechtes Gewissen hat, glaubt leicht, man spreche von ihm. Er kann ein in völlig anderer Absicht gesprochenes Wort hören, darüber den Kopf verlieren und glauben, es gehe ihn selbst an."

"Wer eine Zeit lang gütig schien und nun, um etwas zu erreichen, hart werden will, muß es mit den gehörigen Übergängen tun und die Gelegenheiten so wahrnehmen, daß er, bevor er infolge der Veränderung seines Wesens die alten Freunde verliert, schon so viele neue gewonnen hat, daß seine Macht keine Einbuße erleidet, sonst wird er durchschaut und geht ohne Freund zugrunde."

"Wer einer Republik eine Verfassung zu geben hatte, tat immer klug daran, Vorsorge für den Schutz der Freiheit zu treffen. Dies ist eine der notwendigsten Einrichtungen; von ihr hängt es ab, ob die bürgerliche Freiheit von längerer oder kürzerer Dauer ist."

"Wer eine Stadt erobert, die gewohnt war, frei zu sein, und sie nicht zerstört, mag sich darauf gefaßt machen, von ihr zugrunde gerichtet zu werden. Denn der Name der Freiheit und die alte Staatsverfassung dienen stets als Vorwand für Aufstände und werden weder im Lauf der Zeit noch durch Wohltaten in Vergessenheit geraten."

"Wer sich mit einem halben Sieg begnügt, handelt allzeit klug; denn immer verliert, wer einen Sieg bis zur Vernichtung des Gegners anstrebt."

"Wer sich zum Alleinherrscher erhebt und Brutus nicht tötet, oder wer einen Freistaat gründet und die Söhne des Brutus nicht hinrichten läßt, wird sich nicht lange halten."

"Wer seine Bequemlichkeit für die anderer aufgibt, verliert die seinige, ohne daß man ihm dafür dankt."

"Wer zu Unrecht jemand beleidigt, gibt anderen Anlaß, ihn zu Recht zu beleidigen."

"Will man jemand einen Gefallen erweisen, so ist es besser, dies ohne Aufforderung zu tun."

"Wo man weniger weiß, argwöhnt man am meisten."

"Wo von selbst, auch ohne Gesetz, gut gehandelt wird, ist das Gesetz nicht nötig. Wenn aber diese gute Gewohnheit aufhört, ist sogleich das Gesetz notwendig."

"Zwischen dem Leben, wie es ist, und dem Leben, wie es sein sollte, ist ein so gewaltiger Unterschied, daß derjenige, der nur darauf sieht, was geschehen sollte, und nicht darauf, was in Wirklichkeit geschieht, seine Existenz viel eher ruiniert als erhält."

"Zieh viele darüber zu Rate, was du tun sollst, aber teile nur wenigen mit, was du ausführen wirst."


JAMES MADISON (1757-1936)

„Die Geschichte hat gezeigt, dass die Geldwechsler jede Form von Misshandlung, Intrige, Betrug und Gewaltmittel gebraucht haben, um ihre Kontrolle über das Geld und dessen Ausgabe zu behalten.”


SONJA MARGOLINA (geb. 1950)

"Auch in den internationalen Beziehungen leidet Deutschland unter dem Täter-Reflex. Während die anderen europäischen Staaten die EU als Instrument für die Fortsetzung ihrer nationalen Interessen in einer anderen Form verstehen, sieht Deutschland darin eine Aufhebung der nationalen zugunsten der angeblich europäischen Interessen. Die altruistische Einstellung hat zur Folge, daß Deutschland selbst seinen Partnern ideologische Argumente für die eigene Ausbeutung liefert: Zu bereitwillig werden in Frankreich und England antideutsche Klischees eingesetzt, wenn es darum geht, die "deutschen Interessen" in ihre Schranken zu verweisen. Das läuft nach dem Motto: Wenn die Deutschen sich plötzlich um ihre nationalen Interessen kümmern, erwachen in ihnen die Nazis. (…) Allerdings kann man nationale Interessen kaum überzeugend vertreten, wenn man die Nation ex negativo als Tätergemeinschaft versteht und sich selbst der Zugehörigkeit zu ihr schämt." (Zeitschrift "Merkur", Heft 8, August 1999)

"Der Jude ist kein Phantombild... seine Selbstwahrnehmung beginnt mit dem 'Anderssein'. Das liegt in erster Linie in der Kontinuität der 'Außerwahlheit', die nach dem Verlust über religiösen Unmittelbarkeit in ein Überlebensheitsgefühl und einem Narzißmus säkularisiert wurde. Das heißt, ein Jude fühlt sich anders nicht aufgrund seiner Erfahrungen mit den Nichtjuden, sondern auch wegen jener über die Kultur vermittelnden Zielsetzung 'etwas anders und besonderes zu sein".

"Die Tragödie des Judentums bestand darin, daß es keine politische Option gab, um der Rache der geschichtlichen Sünde der Juden - ihre exponierte Mitwirkung am kommunistischen Regime - zu entgehen. Der Sieg des Sowjetregimes hatte sie zeitweilig gerettet, die Vergeltung stand noch bevor."

Die Trotzkis machen Revolutionen, die Bronsteins zahlen dafür.

"Für jene Nichtjuden, die ausreisen wollen, aber keine Möglichkeit haben, sind jüdische Papiere, eine jüdische Braut oder entfernte Verwandte ein Schatz. In der Sowjetunion leben ungefähr acht Millionen Menschen, die nach israelischen Gesetzen berechtigt wären, als Juden nach Israel zu kommen. Allein diese Tatsache zeigt, wie absurd und künstlich heute Vorstellungen von einer Blutsverwandtschaft sind. Der moderne Staat kann sich doch nicht durch eine Blut-und-Boden-Ideologie legitimieren."

"Einmal abgesehen von den aus einer derart massiven Emigration für Israel entstehenden sozialen und politischen Problemen, entleert die Aufnahme von Nichtjuden aus der Sowjetunion den Sinn des Zionismus und ist gleichbedeutend mit dem Ende Israels als nationalem jüdischem Staat."

"Kaum einem jüdischen Kind ist nicht beigebracht worden, daß Juden von Geburt an gute Menschen sind, daß sie intelligenter und begabter sind als die Goyim. Und es ist nicht selten, daß die so erzogenen Kinder nicht selbst, sondern z. B. Antisemiten verantwortlich machen, wenn ihnen ein Mißgeschick widerfährt..." (Ende eine Lüge - Judentransfer, 2002)

"Mit der Beschneidung werden die Einwanderer formell zu Juden erklärt. Was sich nicht beschneiden läßt, ist eine siebzig Jahre währende Vergangenheit, in der diese Menschen aufgewachsen und erzogen worden waren."

„Wenn für das Zarenregime der Offizier, der adlige Beamte oder Kanzleivorsteher in Uniform typisch waren, so wurde der nicht selten gebrochen Russisch sprechende jüdische Kommissar mit Lederjacke und Mauserpistole typisch für das Erscheinungsbild der revolutionären Macht.


HORST MEIER (geb. 1954)

"Der Volksverhetzungsparagraph: Ein hilfloser Versuch, den Historikerstreit mit juristischen Mitteln autoritativ zu entscheiden" (taz, 5.2.1996)


HORST MAHLER (geb. 1936)

"Das Fremde ist das Salz in der Suppe - aber wer mag eine versalzene Suppe?"

"Das Leben der Völker ist mit Demokratie im Sinne von Stimmenzählerei unvereinbar."

"Das Machtzentrum des Dollarimperialismus - der vor einigen Jahren die hübschende Bezeichnung Globalismus angenommen hat - ist das von Juden beherrschte Bankensystem der USA."

"Es gibt kein Argument, mit dem es einem freien Volk, insbesondere den „unbescholtenen Generationen“ verwehrt werden könnte, immer aufs Neue die Frage nach der geschichtlichen Wahrheit zu stellen. Ein Gesetz, das diese Frage mit schweren Strafdrohungen unterdrückt, ist Unrecht und nichts anderes als Besatzerwillkür." (Landesgericht Stuttgart 38 Ns 6 Js 88181/98)

"Ihr Wille darf nicht verwechselt werden mit dem Geflecht der Willkür der Einzelnen, das sofort zugrunde ginge, würde es nicht von einem übergreifenden (transzendenten) Willen des Gemeinwesens getragen, der sich in lebenserhaltendem Handeln ausdrückt, das nicht das Handeln von subjektiven Geistern (menschlichen Individuen) ist."

"Völker sind geistige Wesenheiten, Leben."

"Weil es die Jüdische Weltverschwörung wirklich gibt, werden weltweit alle, die darüber sprechen und schreiben von den Medien, die fast ausnahmslos unter direktem oder indirektem Jüdischen Einfluß stehen, als Verschwörungstheoretiker und Antisemiten verfemt."

Die Juden, die - ohne Bürger des Deutschen Reiches zu sein - sich nach dem 5. Mai 1945 auf Deutschem Boden niedergelassen haben, sowie deren Nachkommen halten sich hier widerrechtlich auf und werden das Deutsche Reich nach Wiederherstellung seiner Handlungsfähigkeit - wie die anderen Ausländer auch - verlassen müssen. Bezüglich der Juden und ihrer Nachkommen, die die Reichsbürgerschaft erlangt hatten, könnte man der Reichsregierung eine Modifikation des Fichte-Plans nahelegen: Nach dem jetzt deutlich voraussehbaren Untergang des staatsähnlichen Gebildes Israel (ich rechne hier mit einem Zeitraum von fünf Jahren) läßt sich mit der Islamischen Nation möglicherweise ein Abkommen erreichen, das unter strenger Aufsicht die Rückkehr der in der Welt verstreuten Juden in das Land zwischen Mittelmeer und Euphrat ermöglicht. Das ist es, was die Juden sich über Jahrtausende erhofft hatten.“ (An Stephan Weinmann, 2003)

„Wem die nachfolgenden Überlegungen wie ein Fausthieb in die Magengrube fahren und die Luft wegbleibt, der atme - wenn sich der Krampf wieder löst - einmal tief durch und frage sich: "Warum eigentlich nicht?" - Das hilft.

Den Juden dabei behilflich zu sein, in ihr "gelobtes Land" zurückzukehren, bedeutet nicht, "den Jüdischen Geist mit Waffen zu bekämpfen." Jeder Jude hat das Recht, seine Jüdische Gesinnung beizubehalten. Juden sind - wie Johann Gottlieb Fichte das richtig gesehen hat – „Angehörige eines Feindstaates in unserem Staat. Ihre Anwesenheit im Deutschen Reich wäre mit einem 'Gesetz über die Rechtsstellung der im Reich aufenthältlichen organisierten Reichsfeinde' zu ordnen. Oberster Grundsatz müßte sein, den Feinden des Reiches die Ausreise nach Kräften zu erleichtern verbunden mit einem Rückkehrverbot. Daß Feinde des Reiches keinen Zugang zu öffentlichen Ämtern haben dürfen, ist selbstverständlich. Sie sind auch ausgeschlossen von allen Berufsfeldern und Tätigkeiten, die auf die Bewusstseins- und Meinungsbildung der Deutschen Volksgenossen Einfluß haben können. Jegliche reichsfeindliche Betätigung wäre zu verbieten.

Der menschenfeindliche Jüdische Kultus wäre konsequent aus der Öffentlichkeit zu verbannen. Die Herabstufung privater Kreditverträge zu Naturalobligationen (nicht einklagbare Verbindlichkeiten), wirft die Juden aus dem Wuchergeschäft und nimmt ihnen die Macht des Geldes.

„Andererseits müßten Übergriffe Deutscher Volksgenossen gegen Juden als Selbstvergessenheit mit schwersten Strafen geahndet werden. Für jeden Deutschen Volksgenossen ist es eine Ehrenpflicht, die Würde, das Leben, die Gesundheit, die Freiheit und das Eigentum der Juden im Rahmen der Reichsgesetze zu achten und zu schützen. Das Reich steht in der Pflicht, die mit einem tragischen Schicksal verbundenen Leistungen des Judentums für die Herausbildung der Freiheit des Einzelnen bewußt zu machen und den Judaismus als notwendige aber jetzt endlich aufzuhebende Entwicklungsstufe unserer eigenen Geistigkeit aufzuzeigen.“

Von besonderem Gewicht wird die Erkenntnis sein, daß es dem Judentum, in dessen Zentrum der Auserwähltheitsgedanke steht, wesenhaft unmöglich ist, die anderen Völker als Personen anzuerkennen und ein moralisches Verhältnis zu ihnen aufzubauen. Das ist keine Bosheit, sondern aus Jüdischer Sicht die den Völkermord rechtfertigende Wahrheit und aus unserer Sicht eine - hoffentlich heilbare - Geisteskrankheit (moralische Unzurechnungsfähigkeit), die unser Mitleid verdient.“

In der Jüdischen Rabulistik müssen wir die giftige Frucht des in Feigheit geführten Jüdischen Freiheitskampfes gegen den blutrünstigen Despoten Jahwe erkennen. (Den Weg der Tapferkeit gegen Jahwe hatte Jesus von Nazareth gewählt, indem er die Gesetze jenes Gottsatans aufhob.) Im Ringen des Absoluten Geistes mit sich selbst um Selbsterkenntnis ist es dem Deutschen Geist zugefallen, mit dem Christentum das Judaistische Erbe anzutreten, um dieses als Material für die Darstellung des Selbstbewusstseins der Freiheit, das Germanischen Ursprungs ist, zu be- und zu verarbeiten.

„Der Wesenskern des Christentums ist die Selbstzweckhaftigkeit des Einzelnen als Ausdruck seiner Einheit mit Gott. Im Einzelnen wird Gott erkannt und verehrt. Daraus folgt als dialektischer Gegenstoß der Kosmopolitismus in Gestalt des Allmenschheitsgedankens, der das Wesen des Katholischen Universalismus ist. Der Einzelne steht in einem direkten Bezug zum abstrakten Gott, wie er in der Germanischen Mythologie als "Allvater" vorgestellt ist.

„Gott ist noch nicht als in verschiedenen Völkern daseiend erkannt. Darin wirkt noch das Moment des Monotheismus. Das ist die Einseitigkeit - und damit die Endlichkeit der Christusidee, die des Gedankens des Volksgeistes als solchen noch entbehrt. Die Selbstbehauptung als Volk - mit allen Mitteln, ist dem Christentum fremd. Diese Seite macht es anfällig für die Jüdische Strategie der Vernichtung der Nationen. Es ist diese orientalische Selbstbehauptungsschwäche des Evangeliums, die der Formel: "Christentum ist Judentum für Nichtjuden" eine gewisse Berechtigung verleiht. Gott aber ist der EINE nur als die vielen Volksgeister und konkret nur als die in sich bewegte und hervorbringende Einheit von Gottvater, Menschensohn (Welt) und Heiliger Geist. Der Einzelne ist in Einheit mit Gott nur vermittelt durch den daseienden Gott, der als die vielen Völker in der Welt gegenwärtig ist (wahrhafter Polytheismus).“


Die grausige Gestalt des Judaismus ist der hässlichen Raupe vergleichbar, aus der - nach der Verpuppung - schließlich der prächtige Falter hervorgeht. Wer die Raupe zertritt, wird nie des Falters ansichtig werden. Wir müssen im Gleichnis sogar noch einen Schritt weitergehen: Wir müssen uns als den Falter begreifen, der aus der judaistischen Raupe hervorgegangen ist. Im Begriff liegt es, daß die jetzt in Aufhebung begriffene Geistesgestalt des Judaismus als "Merkposten" ein Sein in den selbstbewussten Volksgemeinschaften zurückbehält. An ihm haben wir die Gelegenheit, unsere Dankesschuld gegenüber dem Judentum abzutragen. Deren Erfüllung kann nichts anderes sein, als die Hege und Pflege des Residualvolkes der Juden in Reservaten - man darf diese durchaus "Ghetto" nennen - in denen sie ihre Selbstheit unter sich ausleben dürfen. Die Juden sind uns dann - auch wenn sie in Feindseligkeit uns gegenüber verharren - nicht mehr gefährlich.“ (Debatte mit Stephan Weinmann, 2003)


EMIL MAIER-DORN (1908-1986)

"England und Frankreich haben den Krieg erklärt. Nicht Deutschland, sondern England und Frankreich haben die Friedensvorschläge zurückgewiesen und nicht nur auf Fortsetzung, sondern auch auf seiner Ausweitung bestanden. Die englischen und französischen Imperialisten wollten diesen Krieg in einen Weltkrieg verwandeln..."


THOMAS MANN (1875-1955)

"Das Schlimme ist, dass heute die Welt aus Wespennestern besteht und man das Hineintreten kaum vermeiden kann, wenigstens nicht, wenn es einem ein bißchen um Wahrheit und Gerechtigkeit zu tun ist."

"Man ist in Deutschland allzu bereit, sich offenkundig zum Bösen zu bekennen, solange es so aussieht, als wollte diesem die Geschichte recht geben."


TORSTEN MANN (geb. 1976)

„Der durchschnittliche westliche Bürger bezieht sein Weltbild und seine politische Meinung über die Berichterstattung der Massenmedien. Gegenwärtig wird er dazu erzogen zu glauben, die frühere Konfrontation zwischen West und Ost, die dem Gegensatz zwischen konservativ und „progressiv“ entsprach, gehöre mit dem Untergang des Ostblocks der Vergangenheit an.“

„Der Westen habe politisch gegen den Osten gesiegt, heißt es. Heute steht der Kampf zwischen den zivilisierten Staaten und einer terroristischen Religion auf der Tagesordnung der Weltpolitik. War der Kampf gegen die Religion früher nur für kommunistische Systeme charakteristisch, so solidarisieren sich heute Ost und West im Kampf gegen den Islam(ismus). Die revolutionäre Linke ist als Feindbild des Westens hingegen vollständig verschwunden.“

„Vergleicht man jedoch die gesellschaftlichen Verhältnisse zu Be¬ginn der Konfrontation wischen Ost und West mit den heutigen Umständen, dann fällt auf, daß die konservative westliche Gesellschaftsordnung der 1950er Jahre als klerikal, reaktionär, als repressiv, als patriarchal gilt, während wir uns heute gesellschaftlich als »befreit« betrachten. Verlieh der so genannte Kapitalismus dem Westen in den 1950er Jahren ein sprichwörtliches Wirtschaftswunder, gesunde Familien und hohe Geburtenzahlen, so steht dieser Kapitalismus heute zunehmend öffentlich in der Kritik.“

„Ist es angesichts dieses Wertewandels nicht merkwürdig, wie sehr die gegenwärtige Sichtweise über die 1950er Jahre der damaligen sowjetischen Propaganda ähnelt, vor allem angesichts der Tatsache, daß der revolutionäre Ostblock den politischen Kampf gegen den konservativen Westen ja angeblich verloren hat und er zu Beginn der 1990er Jahre untergegangen sein soll? Ist es nicht merkwürdig, daß zusammen mit der öffentlichen Meinung in Westeuropa auch die Politik der Europäischen Union immer sozialistischere Formen annimmt… „

„Dass der Kommunismus in den Jahren 1989 bis 1991 nicht untergegangen ist, wie heute allgemein geglaubt wird, kann jedoch nur schlüssig nachgewiesen werden, wenn man jene strategischen Weichenstellungen betrachtet, welche die Führer der kommunistischen Bewegung bereits in den 1950er Jahren getroffen haben. Jede kurzfristigere Betrachtung der kommunistischen Politik führt zwangsläufig in die Irre.“

„Deshalb ist es nötig, sehr weit in der Geschichte zurückzugehen, um zu verstehen, was die Terroranschläge Osama Bin Ladens mit der sich gegenwärtig abzeichnenden Weltwirtschaftskrise oder mit der Neuausrichtung der Europäischen Union nach Osten zu tun haben. Nur so fügen sich nahezu alle aktuellen weltpolitischen Ereignisse in ein Gesamtbild, dessen Form erahnen lässt, dass die verborgene marxistische Strategie kurz vor ihrer unheilvollen Vollendung steht, kurz vor der Errichtung einer Neuen Weltordnung unter dem Diktat einer sozialistischen Weltregierung auf dem Gerüst der Vereinten Nationen.“ (Weltoktober, 2008)


DMITRIJ MANUILSKIJ (1883-1959)

"Der Kampf aufs Messer zwischen dem Kommunismus und Kapitalismus ist unvermeidlich. Gewiss, heute sind wir noch nicht stark genug anzugreifen. Unser Augenblick wird in 30 oder 40 Jahren kommen! Um zu siegen, brauchen wir ein Element der Überraschung. Die Bourgeoisie muß eingeschläfert werden. Eines Tages werden wir damit beginnen, die theatralischste Friedensbewegung zu entfachen, die jemals existiert hat. Die kapitalistischen Länder, stupid und dekadent, werden mit Vergnügen an ihrer Zerstörung arbeiten. Sie werden auf den Leim der Gelegenheit zu neuer Freundschaft kriechen. Und sobald sich ihr Schutzgürtel entblößt, werden wir sie mit unserer geballten Faust zerschmettern!" (Rede an der Tagung des Kommintern in Moskau 1920)


MARIA THERESIA (1717-1780)

"Ich kenne keine ärgere Pest für den Staat als diese Nation, wegen ihrer Sucht, durch Betrug, Wucher und Geldvertrag die Leute in den Bettelstand zu bringen."


HELMUT MARKWORT (geb. 1936)

"Jetzt steht fest, daß vor der ganzen (Wehrmachts-) Ausstellung gewarnt werden muß. Warum hat kein deutscher Historiker die vielen Fehler und Täuschungen aufgedeckt? Die Antwort geben Geschichtsprofessoren nur, wenn unsereiner verspricht, seinen Namen nicht zu nennen: Jeder Historiker hat sofort gesehen, wie schlampig und suggestiv die Ausstellung eingerichtet war, aber wer hat schon Lust, sich öffentlich fertig machen zu lassen? Die Verfolger Andersdenkender haben es weit gebracht." (FOCUS-Tagebuch 43/1999)


RENÉE MARTEL (geb. 1947)

"Am 2. Mai brach der von Korfanty aufgezogene dritte Aufstand in Oberschlesien aus. Es begann eine entsetzliche Schreckensherrschaft. Die Mordtaten vervielfachten sich. Die Deutschen wurden gemartert, verstümmelt, zu Tode gepeinigt, ihre Leichen geschändet. Dörfer und Schlösser wurden ausgeraubt, in Brand gesteckt, in die Luft gesprengt. Die im Bild in der offiziellen Veröffentlichung der deutschen Regierung 1921 festgehaltenen Vorfälle überschreiten an Grausamkeit die schlimmsten Vorgänge, die man sich vorstellen kann." (Les frontières orientals de l`Allemagne, 1930)


GABRIEL GARCÍA MÁRQUES (geb. 1927)

"Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lache, weil es so schön war." (100 Jahre Einsamkeit)


JOHANN FRIEDRICH ADOLF v. der MARWITZ (1723-1781)

"Wähle Ungnade, wo Gehorsam keine Ehre bringt-"


KARL MARX (1818-1883)

"Ein Gespenst geht um in Europa - das Gespenst des Kommunismus."

"Deutschland wünscht Einheit, und England wünscht ihm Zersplitterung; Deutschland will selbständig sein, und England strebt danach, es industriell zu unterjochen..."

„Der Koran und die auf ihm fußende moselmanische Gesetzgebung reduziert Geographie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist 'harby' d. h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen. In diesem Sinne waren die Seeräuberschiffe der Berberstaaten die heilige Flotte des Islam" (Marx-Engels Werke, Band 10)

"Das Judentum konnte keine neue Welt schaffen; es konnte nur die neuen Weltschöpfungen und Weltverhältnisse in den Bereich seiner Betriebsamkeit ziehn, weil das praktische Bedürfnis, dessen Verstand der Eigennutz ist, sich passiv verhält und sich nicht beliebig erweitert, sondern sich erweitert findet mit der Fortentwicklung der gesellschaftlichen Zustände." (Zur Judenfrage)

"(...) man nehme den Juden aus Portugal, Deutschland, Polen, England oder sonst wo her, er ist überall derselbe, weder Portugiese noch Deutscher, weder Pole noch Engländer. Er ist der echte und unverfälschte Jude geblieben, den nichts beherrscht als der Racetypus. Der Jude gibt den Kern seiner nationalen Eigentümlichkeit ebenso schwer auf, als es ihm vermöge seiner geistigen Elastizität leicht wird, sich in das Kleid jeder beliebigen Nationalität zu hüllen und bis zu einem gewissen Grade sich die fremde Nationalität formell anzueignen. Aber seine Denkweise bleibt in jedem Kleide und unter jedem Himmelsstrich dieselbe; jüdischer Sinn und jüdisches Blut sind unzertrennlich geworden, weshalb das Judentum nicht allein als Religion und Kirche, sondern ganz vorzüglich als der Ausdruck einer Raceneigentümlichkeit die eingehendste Betrachtung verlangt: die Taufe macht den Juden nicht zum Germanen ..."

"Suchen wir das Geheimnis des Juden nicht in seiner Religion, sondern suchen wir das Geheimnis der Religion im wirklichen Juden. Welches ist der weltliche Grund des Judentums? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz. Welches ist der weltliche Kultus des Juden? Der Schacher. Welches ist sein weltlicher Gott? Das Geld." (1848)


FRANCOIS MAURIAC (1885-1970)

"Der Bau von Luftschlössern kostet nichts, aber ihre Zerstörung ist sehr teuer".


MARGARET MEAD (1901-1978)

"Nicht die politischen Lehren Hitlers haben uns in den Zweiten Weltkrieg gestürzt. Anlass war diesmal der Erfolg seines Versuches, eine neue Wirtschaft (ohne Gold- Standard und internationale Börse, Red.) aufzubauen. Die Wurzeln des Krieges waren Neid, Gier und Angst."

"Wer glaubt, dass Volksvertreter das Volk vertreten, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten"

"Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann. Tatsächlich sind das die einzigen, die das je getan haben."


HENRY H. MENCKEN (1880-1956)

"Der ganze Zweck praktischer Politik besteht darin, die Bevölkerung in Alarmstimmung zu halten, so dass sie nach Sicherheit schreit, indem man sie ununterbrochen mit einer Reihe imaginärer Kobolde in Angst versetzt."

"Der Unterschied zwischen einem moralischen Menschen und einem Menschen von Ehre ist, dass der letztere eine erlöse Tat auch dann bereut, wenn sie funktioniert hat und er nicht erwischt worden ist."

"Jeder anständige Mensch schämt sich der Regierung, welcher er unterstellt ist."

"Keiner ist je dadurch bankrott gegangen, dass er die Intelligenz des amerikanischen Volkes unterschätzt hat."

"Reichtum ist jedes Einkommen, das mindestens 100 Dollar im Jahr über dem Einkommen vom Mann der Schwester der Ehefrau liegt."


LENNART MERI (geb. 1929)

"Deutschland ist eine Art Canossa-Republik geworden, eine Republik der Reue. Aber wenn man die Moral zur Schau trägt, riskiert man, nicht ernst genommen zu werden. Als Nichtdeutscher erlaube ich mir die Bemerkung: Man kann einem Volk nicht trauen, das sich rund um die Uhr in intellektueller Selbstverachtung übt. Um glaubwürdig zu sein, muß man auch bereit sein, alle Verbrechen zu verurteilen, überall in der Welt, auch dann, wenn die Opfer Deutsche waren oder sind. Für mich als Este ist es kaum nachzuvollziehen, warum die Deutschen ihre eigene Geschichte so tabuisieren, daß es enorm schwierig ist, über das Unrecht gegen die Deutschen zu publizieren oder zu diskutieren, ohne dabei schief angesehen zu werden - aber nicht etwa von den Esten oder den Finnen, sondern von den Deutschen selbst." (Berlin, 1995)


ANGELA MERKEL (geb. 1954)

"Es ist Aufgabe der Politik, das Bedrohungsgefühl in der Bevölkerung zu stärken." (03.02.2003 im Präsidium der CDU)

"Wir haben unsere Demokratie auf den Lehren aus der Geschichte aufgebaut. Dazu gehört unverrückbar die Anerkennung der Singularität des Holocaust. Diese Anerkennung war und ist die Voraussetzung dafür, daß wir frei und souverän sein können. Aus diesem Verständnis der Einzigartigkeit des Holocaust erwächst eine ganz spezielle Beziehung Deutschland zu Israel: Wie stehen nachdrücklich zu einem jüdischen und demokratischen Staat Israel. Und gerade wir Deutschen müssen uns immer wieder vor Augen führen, in welcher existenziell gefährlichen Situation Israel sich befindet... Daraus folgt, daß wir grundsätzlich für die Anliegen Israels eintreten... Deutschland muss eine Politik machen, die im Zweifelfalle für die Belange Israels eintritt und keine Neutralitätsbetrachtungen zuläßt. Israel ist eine Demokratie - die palästinensische Administration ist das nicht. Die Existenz Israels gehöre zu deutscher Staatsraison." (11.12.2003, Interview in "Die Welt")

"Eigentlich läuft alles ganz Prima, aber trotzdem brauchen wir mehr Überwachung" (November 2006)

Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt!” (Die Rede in Hamburg, 2011)

Jeden Tag machen sich gleichzeitig auch viele Menschen Gedanken über die Zukunft unseres Landes und unserer Gesellschaft, sie machen sich Gedanken über ihre persönliche Zukunft, über die Zukunft ihrer Kinder. Sie haben Träume, Hoffnungen, Ideen – wie ich auch.

Täglich können die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes Entscheidungen und Überlegungen von mir und anderen Politikern lesen, hören, sehen – in Zeitungen, im Radio, im Fernsehen, auf öffentlichen Veranstaltungen, in meiner Neujahransprache, in meinem wöchentlichen Videopodcast, im Internet. Ich habe also außergewöhnlich viele Möglichkeiten mitzuteilen, was mich bewegt, welche Entscheidungen die Bundesregierung aus welchen Gründen trifft und vieles mehr.

Das ist wichtig, das alles ist unverzichtbar. Doch das alles reicht nicht mehr – zu bandbrechend sind die Herausforderungen unserer Zeit, zu fest erscheinen dagegen die Strukturen politischen Handelns. Deshalb habe ich mich entschlossen, den Dialog über Deutschlands Zukunft zu starten. Denn diese Dialog gibt umgekehrt nun mir neue Möglichkeiten, zuzuhören, Ideen aufzunehmen, nachfragen zu können und so gewonnenen Erkenntnisse in die Welt des politischen Handels mitzunehmen.“ (Dialog über Deutschlands Zukunft, 2012)


JOHN STUART MILL (1806-1909)

"Alle Irrtümer, die ein Mensch wider besseren Rat und Warnung bgehen kann, sind bei weitem nicht so schlimm wie verhältnisse, in denen andere ihn zu etwas zwingen können, das sie für gut halten."

"Ich füge hinzu, dass in dem gegenwärtigen Zustand der Welt – so paradox die Behauptung auch sein mag – die Bereitschaft, ohne Glück auszukommen wohl am ehesten geneigt ist, so viel Glück zu bewirken, wie überhaupt nur erreichbar ist. "

"Öffentliche Meinungen über Themen, die dem Verstand schwer zugänglich sind, sind oft richtig, aber selten oder nie die ganze Wahrheit."

"Wahrheiten, die nicht ständig hinterfragt werden", schließlich „nicht länger als Wahrheit wirken, weil sie durch Übertreibung zur Unwahrheit werden“.

"Wir können nie sicher sein, dass die Ansicht, die wir zu unterdrücken suchen, falsch ist; auch wenn wir sicher sein könnten, wäre die Unterdrückung immer noch ein Übel."


URI MILSTEIN (geb. 1940)

"Adolf Hitler hatte Ende der 1930er Jahre keinerlei Interesse an einem Weltkrieg, ja nicht einmal an einem Krieg gegen Polen. Vielmehr sorgte er sich - und zwar zu Recht -, daß sich die Streitmächte Großbritanniens und Frankreichs, sobald diese sich den Sand des Pazifismus, den ihnen die bolschewistische Propaganda in die Augen streute, heraus gewischt hatten, gegen die Westgrenze des Deutschen Reiches werfen würden und daß dann zugleich die Rote Armee der UdSSR gegen die deutsche Ostgrenze marschieren würde."


ALEXANDER MITSCHERLICH (1908-1982)

"Seit alters her mangelt es in Deutschland an der Vorliebe für die pragmatische Humanität. Statt dessen werden hochfahrende Entwürfe über die Bestimmung des Menschseins sehr geschätzt."


YUKIO MISHIMA (1925-1970, FREITOD)

"Absolute Reinheit ist möglich indem man sein Leben in eine Gedichtzeile verwandelt, die mit einem Blustrahl geschrieben ist"

„Der loyale Gefolgsmann verwirklicht nicht seine eigene Existenz, sondern die seines Fürsten.“

„Sei darum voll entschlossen, diese Ziele zu erreichen, ohne im mindesten zu schwanken, selbst wenn die Lehren Buddhas oder der Götter dem entgegenstehen.“


PAUL MÖBIUS (1853-1907)

"Nimmt man an, die Feministen hätten ihr Ziel erreicht, und die Weiber hätten sich aller männlichen Berufszweige und Rechte bemächtigt, so würde im günstigsten Falle das Ergebnis unnütz sein. Denn die Weiber würden höchstens dasselbe, was die Männer schon vorher geleistet haben, noch einmal leisten. Aber die Zahl der Arbeiter wäre verdoppelt und der Wert der Arbeit vermindert. Das wäre schon schlimm genug, aber ein geringes Übel gegen die weiteren Folgen. Denn es würde zunächst die Geburtenzahl enorm sinken, weil die Eheschließungen viel seltener würden, und in der Ehe wenig Kinder erzeugt würden."

"Jetzt drängen die meisten Mädchen zur Ehe, weil sie ihrem Instinkte folgen, und weil sie versorgt sein wollen. Werden sie zum Nachdenken angestachelt, und können sie ohne Mann ihr Auskommen finden, so wird ihre naive Selbstsucht zur raffinierten Selbstsucht, und gerade die Klügsten werden ehescheu. Auch kann das mannähnliche Weib den Mann viel weniger verlocken, als das Natürliche.“


JÜRGEN WILHELM MÖLLEMANN (1945-2003, ERMORDET)

Wer Ariel Scharon kritisiert, wird von bestimmten Leuten in Deutschland in die Ecke des Anti-Semitismus gestellt. Das verbitte ich mir auf das Schärfste. Ich fürchte, dass kaum jemand den Anti-Semiten, die es in Deutschland gibt, leider, die wir bekämpfen müssen, mehr Zulauf verschafft hat als Herr Scharon und in Deutschland ein Herr Friedman mit seiner intoleranten und gehässigen Art. Überheblich. Das geht so nicht, man muss in Deutschland Kritik an der Politik Scharons üben dürfen, ohne in diese Ecke geschoben zu werden.“ (16. 05.2002, Heute Journal)

"Wer anderer Leute Länder besetzt, muß wissen daß die sich wehren. Es stehen nicht palästinensische Panzer in Tel Aviv und Jerusalem, es stehen israelische in Palästina."


JEAN MOLIERE (1622-1673)

"Die meisten Menschen sterben an ihren Medikamenten und nicht an ihren Krankheiten".


ANDREAS MOLAU (geb. 1968)

"Stolz ist das Selbstbewusstsein der Freien. Wer stolz ist, ist sich seines eigenen Wertes bewusst. Wer sich seines eigenen Wertes bewusst ist, kann nur von dem geschätzt werden, der das auch kann. Der heutige Deutsche aber ist nicht stolz, sondern er kriecht im Staub. Nicht der Stolz verhindert Verständigung sondern die Abwesenheit von Stolz. Kriecher verachtet, stolze Menschen achtet man."


WJATSCHESLAW MOLOTOW (1890-1996)

"Die Furcht, ihre Vorherrschaft zu verlieren, diktierte der britischen und französischen Regierung ihre Politik der Aufhetzung zum Krieg gegen Deutschland. Die britische Regierung proklamiert, daß der Krieg gegen Deutschland nicht mehr und nicht weniger als die Vernichtung des Hitlerismus' zum Ziele habe. Ein solcher Krieg kann aber auf keine Weise gerechtfertigt werden." (31.10.1939)


HELMUTH KARL BERNHARD GRAF v. MOLTKE (1800-1891)

"Die Juden sind trotz ihrer Zersplitterung eng verbunden. Sie werden durch unbekannte Obere zu gemeinsamen Zwecken gelenkt. Dieses Oberhaupt haust in Asien. Es ist durch das Gesetz zum beständigen Umherirren von Ort zu Ort verpflichtet. Ihren eigenen Gesetzen gehorchend, wissen sie die des Landes zu umgehen. Alle Versuche, sie der Nation zu verschmelzen, weisen sie aus religiösem Glauben wie aus Eigennutz zurück. So – bilden sie einen Staat im Staate."

"Zu allen Zeiten hielten die Juden einen Eidschwur in bezug auf einen Christen nicht für bindend."


CHRISTIAN MATTHIAS THEODOR MOMMSEN (1817-1903)

"Auch in der alten Welt war das Judentum ein wirksames Ferment des Kosmopolitismus und der nationalen Dekomposition - Zersetzungsstoff der Weltbürgerei und des Volkstums." (in „Römische Geschichte“)


MOSES BARON MONTEFIORE (1784-1885)

„Worüber redet ihr? Solange wir nicht die Presse der ganzen Welt in unseren Händen haben, ist alles, was ihr tut, vergebens. Wir müssen die Zeitungen der ganzen Welt beherrschen oder beeinflussen, um die Völker zu blenden und zu täuschen."


CHARLES BARON de MONTESQUIEU (1689-1755)

"Bereits mit der Geburt geht man seinem Vaterlande gegenüber eine Schuld ein, von der man sich niemals ganz befreit"

"Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will."

"Achte darauf, ob es um eineinSturm in Glase Wassergehe..."




MICHEL EYQUEM de MONTAIGNE (1533-1592)

"Alle Widersprüche finden sich in mir, je nach Gesichtswinkel und Umständen: Schamhaft und unverschämt; keusch und geil; geschwätzig und schweigsam; tatkräftig und zimperlich; geistreich und blöde; mürrisch und leutselig; lügnerisch und wahrhaftig; kenntnisreich und unwissend, geizig und verschwenderisch, von alledem finde ich etwas in mir, je nachdem ich mich drehe; ... wir sind alle aus lauter Flicken und Fetzen so kunterbunt unförmlich zusammengestückt, daß jeder Lappen jeden Augenblick sein eigenes Spiel treibt."

"Alles, was auch beim Gerichtsverfahren, über den einfachen Tod hinausgeht, scheint mir bloße Grausamkeit. Wir sollten doch eigentlich so viel Respekt vor den Seelen haben, daß wir sie unversehrt ins jenseitige Leben schicken; aber das ist unmöglich, wenn wir sie durch unerträgliche Folterqualen außer sich gebracht und der Verzweiflung in die Arme getrieben haben."

„An dem, was ich an mir selbst erfahren habe, fände ich genug, ein Weiser zu werden, wenn ich nur ein guter Schüler wäre.“

"An den Tod zu denken heißt, sich die Freiheit zu bewahren. Auf den Tod sinnen heißt auf Freiheit sinnen. Wer sterben gelernt hat, versteht das Dienen nicht mehr."

"Auch auf dem höchsten Thron der Erde sitzt der Mensch auf seinem Hintern."

„Bei denjenigen, die ihren ganzen Verstand auf das Gedächtnis gründen und nichts wissen, als was im Buche steht, hasse ich die Gelehrsamkeit noch mehr als die brutale Dummheit."

"Bei Krankheiten des Volkes kann man anfangs noch die Gesunden von den Kranken unterscheiden; dauern sie aber an, so empfindet sie aber bald der ganze Körper; kein Teil bleibt frei vom Verderben; denn es gibt keine Luft, die sich so gierig einsaugt, so verbreitet und alles durchdringt, wie die der Zügellosigkeit."

"Bei uns machen die einen der Welt weis, sie glaubten, was sie nicht glauben; die anderen - und das ist die Mehrzahl - machen es sich selber weis."

"Da ich gegen außergewöhnliche Größen immer auf der Hut bin, habe ich gefunden, daß sie im ganzen, Menschen wie andere sind."

„Da wir uns miteinander nur durch das Wort zu verständigen vermögen, verrät, wer es fälscht, die menschliche Gemeinschaft. Es ist das einzige Mittel, durch das wir unsern Willen und unsere Gedanken austauschen, es ist der Mittler unserer Seele. Wenn wir es verlieren, so haben wir keinen Zusammenhang und keine Kenntnis mehr voneinander. Wenn es uns betrügt, so zerstört es allen unseren Umgang und zerreißt alle Bande unserer Gesellschaft.“

"Das Alter zieht noch mehr Runzeln in unseren Verstand als in unser Antlitz."

"Das eigentliche Lebensglück, das in geistiger Ruhe und Zufriedenheit und seelischer Geradheit und Sicherheit besteht, darf man nie einem Menschen zusprechen, ehe man nicht gesehen hat, wie er den letzten und zweifellos schwierigsten Akt im Schauspiel seines Lebens spielt."

"Das einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Furcht selbst."

"Das Gespräch ist, meiner Ansicht nach, die lohnendste und natürlichste Übung unseres Geistes: Keine andere Lebensbetätigung macht mir so viel Freude."

"Das heißt wirklich lieben: Jemand beleidigen und verwunden, um ihn zu bessern! Ich finde es hart, jemanden zu beurteilen, bei dem die schlechten Eigenschaften die guten überwiegen."

"Das Lügen ist wahrlich ein verdammtes Laster. Sind wir doch Menschen und gesellige Wesen nur durch die Sprache. Würden wir die Tragweite und Scheußlichkeit dieses Lasters recht einsehen, wir würden es mit Feuer und Schwert verfolgen mit mehr Recht als andere Verbrechen."

„Das Meisterstück eines Menschen, auf das er besonders stolz sein kann, ist, sinnvoll zu leben: Alles übrige – wie regieren, Schätze sammeln, Bauten errichten – sind Nebensachen.“

"Das menschliche Denken wird sinnlos, wenn es kein bestimmtes Ziel hat."

"Das Staunen ist die Grundlage aller Philosophie, das Forschen ist ihr Fortschritt, die Unwissenheit ihr Ende. Man kann mit gutem Grund sagen, daß es ABC-schülerhafte Unwissenheit gibt, die dem Wissen vorhergeht, die auf das Wissen folgt, ja die vom Wissen erzeugt und geboren wird."

„Der Brief, der mir am sauersten wird, taugt gerade am wenigsten. Wenn ich erst darüber nachdenken muß, so ist das ein Zeichen, daß ich nicht ganz dabei bin. Gewöhnlich fange ich an, ohne festen Plan und ein Satz fügt sich zum andern.“

"Der Eigendünkel ist unsere natürliche Erbkrankheit. Das jämmerlichste, gebrechlichste aller Geschöpfe ist der Mensch, und zugleich das hochmütigste. Da sieht er sich untergebracht im Schmutz und Dreck der Welt, im untersten Stockwerk des Gebäudes, das am weitesten weg vom Himmelsgewölbe, und er stellt sich in seinen Gedanken hoch über den wechselnden Mond und will den Himmel zum Schemel seiner Füße machen."

„Die Achtung, die ein Mensch verdient, und sein Wert hängen ab von seinem Mut und seinem Willen: Hierin liegt seine wahre Ehre.“

"Die Ehe ist wie ein Käfig: man sieht die Vögel draußen verzweifelt flattern, um reinzukommen, und die drinnen wollen mit der gleichen Verzweiflung raus."

"Die Dummheit ist eine böse Eigenschaft. Aber sie nicht ertragen können, sich darüber aufregen und ärgern, ist eine Krankheit anderer Art, die der Dummheit nichts nachgibt und die gerade so unleidlich ist."

"Die innere Größe besteht nicht darin, sich möglichst weit nach oben oder nach vorwärts zu recken, sondern darin, sich zu bescheiden und zu beschränken."

"Die Frauen haben nicht Unrecht, wenn sie sich den Vorschriften nicht fügen wollen, welche in der Welt eingeführt sind: weil die Männer sie verfaßt haben, ohne die Frauen zu fragen."

„Die Gewöhnung stumpft unsere Sinne ab.“

"Die Liebe will nicht, daß man sich anders als durch sie allein gebunden fühlt, sie hängt nur lose mit solchen Bindungen zusammen, die, wie die Ehe, unter anderen Gesichtspunkten geknüpft worden sind und zusammengehalten werden: Verwandtschaft und Besitz beanspruchen dabei ebenso viel Berücksichtigung wie Anmut und Schönheit."

"Die Lüge ist ein Winkelgang, von dem man durch eine Hintertreppe zur Wahrheit gelangen kann."

"Die Natur hat uns frei und ungebunden in die Welt gesetzt; wir kerkern uns ein in ein kleines Stück Land."

"Die Natur sollte sich damit begnügen, das Alter elend zu machen, ohne es auch noch lächerlich zu machen."

"Die Natur war nur gerecht, als sie jedem von uns seinen Anteil an Verstand zuteilte. Es finden sich wenige Menschen, die mit dem ihnen zugemessenen Anteil unzufrieden sind."

"Die Nützlichkeit des Lebens liegt nicht in seiner Länge, sondern in seiner Anwendung."

"Die oberste Aufgabe, zu der wir berufen sind, ist für jeden, sein eigenes Leben zu führen."

"Die Schriften der Alten, die guten Schriften von Kraft und Saft, können mich fast zu allem bewegen, wozu sie wollen, und diejenige Schrift, die ich gerade lese, scheint mir jedesmal die Überzeugendste. Ich finde, daß sie alle der Reihe nach Recht haben, mögen sie sich auch oft widersprechen."

"Ein Abschied verleitet immer dazu, etwas zu sagen, was man sonst nicht ausgesprochen hätte."

"Ein kluger Mann sieht so viel, wie er muß, nicht so viel wie er kann."

"Ein Verzicht auf das Wirken ist unter Umständen ebenso verdienstlich wie das Wirken selbst."

"Einsamkeit und Ehrgeiz vertragen sich schlecht. Ruhm und Ruhe sind Dinge, die nicht beisammen wohnen können."

„Es bedarf keiner Veranlassung, um unsern Geist zu beunruhigen, ein Traum ohne Beweggrund und ohne Stoff regiert und erschüttert ihn.“

"Es gehört doch immer ein gewisser Grad von Einsicht dazu, wahrzunehmen, daß man nichts wisse."

"Es ist leichter das Buch zu behalten, als das was drinnen steht."

"Es ist jetzt nicht die Zeit, von dem zu sprechen, was ich verstehe, und auf dasjenige, wozu es jetzt Zeit wäre, verstehe ich mich nicht."

"Es ist Torheit, von unserem Geist die Fähigkeit zu erwarten, daß er beurteilen kann, was wahr und was falsch ist."

„Es ist, wie man sagt, ein Gedanke des Demosthenes: der Anfang aller Tugend sei Überlegung und Nachdenken, ihr Ziel Vollkommenheit und Beharrlichkeit.“

"Es gibt eine gewisse Achtung und eine allgemeine Pflicht der Menschlichkeit, die uns verbindet nicht nur mit den Tieren, die Leben und Empfindung haben, sondern sogar mit Bäumen und Pflanzen. Dem Menschen sind wir Gerechtigkeit schuldig, Milde und Wohlwollen aber den anderen Geschöpfen, gegen die man milde und wohlwollend sein kann."

"Es gibt nur wenige Dinge, die wir ganz richtig zu beurteilen vermögen, weil wir an den meisten auf die eine oder andere Art allzu persönlich Anteil nehmen."

"Es gibt nur wenige Menschen, die es wagen dürften, ihre geheimen Bitten und Gebete zu Gott öffentlich hören zu lassen."

"Es hat freilich seine Bequemlichkeit, zu befehlen, und wäre es auch nur in einer Scheune, wenn man die Seinigen gehorchen sieht; aber es ist ein langweiliges und einförmiges Vergnügen. Außerdem hat man notwendigerweise viele verdrießliche Gedanken."

„Es ist keine Wendung zum Besseren möglich, solange die abendländischen Völker auf dem Kriegsfuß miteinander stehen, anstatt sich zu einem lebendigen Ganzen zu verbinden, indem ihre antagonistische Politik sich in eine kooperative Politik verwandelte.“

"Es ist lächerlich und ungerecht, daß der Müßiggang unserer Frauen mit unserem Schweiß bezahlt wird."

"Es ist schwer, dem Sparen ein festes Ziel zu setzen. Man sucht den Haufen stets zu vergrößern und ihn von Summe zu Summe zu erhöhen, bis man sich schließlich des Genusses seiner Güter kläglich beraubt und alles darum setzt, den Schatz zu hüten und nichts davon zu gebrauchen. – Alles in allem ist es mühseliger, das Geld zu hüten, als es zu erwerben."

"Es mag sein, daß wir durch das Wissen anderer gelehrter werden. Weiser werden wir nur durch und selbst."

"Es scheint, daß uns die Natur vorzugsweise zur Geselligkeit bestimmt habe. Es scheint wirklich, als ob die Natur, um uns über unseren elenden und erbärmlichen Zustand zu trösten, uns den Eigendünkel zum Erbteil gegeben habe."

"Fast alle unsere Ansichten fassen wir auf die Autorität anderer hin und auf Treu und Glauben."

"Feigheit, die Mutter aller Grausamkeit."

"Freundschaft ist ein Tier, das in Paaren und nicht in Rudeln lebt; es wird mir schwer, mich halb und immer mit Einschränkungen mitzuteilen. Ich kann diese knechtische und argwöhnische Vorsicht nicht aufbringen, die bei den üblichen unvollkommenen Freundschaften im Umgang von uns verlangt wird."

„Geschäftigkeit ist für eine gewisse Art Leute ein Zeichen von Bedeutung und Würde; ihr Geist sucht seine Ruhe in der Bewegung, wie die Kinder in der Wiege: Sie sind ihren Freunden ebenso zu Diensten wie sich selber zur Last.“

„Gesetze werden oft von Dummköpfen geschaffen; öfter noch von Menschen, denen gleichmäßiges Abwägen zuwider ist und die deshalb in dem, was recht und billig ist, versagen.“

"Glück und Unglück sind meiner Meinung nach zwei souveräne Mächte. Es ist Torheit, anzunehmen, daß menschliche Klugheit die Rolle des Glücks spielen könne."

"Halsstarrigkeit und Verbohrtheit ist der sicherste Beweis von Dummheit. Gibt es ein Geschöpf, das so sicher, entschieden sich selbst vertrauend, feierlich und ernsthaft wäre wie der Esel ?"

"Hat das Forschen, um das sich der Mensch jahrhundertelang bemüht, ihm wirklich eine neue Kraft und eine Wahrheit eingebracht, auf die er sich verlassen kann?"

"Ich bin der Auffassung, daß Freuden zu meiden sind, wenn sie größere Schmerzen zur Folge haben, und Schmerzen verheimlicht werden sollten, die in größerer Freude enden."

"Ich glaube bei den Menschen an alles mehr, wie an ihre Beständigkeit und an nichts williger, als an ihre Unbeständigkeit. Und doch ist das Leben nach einer sicheren und festen Richtschnur anzulegen, das vornehmste Ziel aller Weisheit."

"Ich glaube, daß unsere Seelen sich bereits mit zwanzig Jahren zu dem Grade entwickelt haben, auf dem sie sein sollen und wo sie alles das versprechen, was sie vermögen. Eine Seele, die in diesem Alter noch keine überzeugende Hoffnung von ihren Kräften blicken läßt, gibt auch später keine Beweise mehr davon."

"Ich habe auf dieser Welt kein ausgesprocheneres Ungeheuer und Wunder gesehen als mich selbst."

"Ich habe beobachtet, daß eigentlich nur solche Ehen in die Brüche gehen, die wegen der Schönheit und aus Liebessehnsucht zustande gekommen sind: Die Ehe braucht festere und dauerhaftere Grundlagen, große Behutsamkeit ist, wenn man sich zu ihr entschließt, vonnöten, kochende Liebesglut taugt dazu nicht."

"Ich kann mir Sokrates an der Stelle Alexanders des Großen vorstellen, aber nicht Alexander den Großen an der Stelle Sokrates."

"Ich schildere nicht das Sein, ich schildere das Unterwegssein; weniger von einem Lebensalter zum anderen als von Tag zu Tag, von Minute zu Minute."

"Ich suche nach keiner anderen Wissenschaft als der, welche von der Kenntnis meiner selbst handelt, welche mich lehrt, gut zu leben und gut zu sterben."

"Ich will dem Betruge seinen Rang nicht nehmen. Das hieße die Welt schlecht verstehen. Ich weiß, daß er sehr oft nützliche Dienste geleistet hat und daß er die meisten Stände der Menschen nährt und erhält."

„In den Äußerlichkeiten kann man Dichtung nach Kunstregeln bewerten, aber das Gute, das Höchste, das Gottbegnadete an ihr ist erhaben über Gesetz und Vernunft.“

"In der wahren Freundschaft schenke ich mich meinem Freunde mehr, als daß ich ihn an mich ziehe."

"Ich ziehe die Gesellschaft von Bauern vor, weil sie nicht genügend Bildung genossen haben, um falsche Schlußfolgerungen zu ziehen."

"Jedem kann passieren, daß er mal Unsinn redet, schlöimm wird erst, wenn er es feierlich tut."

"Jeder sinnige Ausspruch, jede treffende Bemerkung ist überall angebracht, gleichviel an welcher Stelle sie stehen. Beziehen sie sich auch nicht direkt auf das Vorhergehende oder auf das Folgende, so sind sie doch an und für sich wohlangebracht."

"Keine Lage ist so elend, über die man nicht durch tausend Beispiele trösten könnte. Aber es ist einmal unser Fehler, daß wir lieber auf das sehen, was über uns ist, als auf das, was unter uns ist."

" "Man braucht nicht immer alles zu sagen, das wäre Tölpelei. Aber was man sagt, soll so sein, wie man es denkt. Lieber will ich taktlos und unhöflich sein als schmeicheln und mich verstellen."

„Man kann sich durch Gewohnheit und Erfahrung gegen Schmerz, Schande, Mangel und dergleichen zufälliges Unglück abhärten. Den Tod aber können wir nur einmal erdulden. Wir sind alle nur Lehrlinge in Ansehung seiner.“

"Man muß der Unehrlichkeit oder Unvorsichtigkeit seines Bedienten immer ein wenig Spielraum lassen."

"Man tut dem großen und allmächtigen Geber der Gaben unrecht, wenn man seine Gnaden ausschlägt, zunichte macht und herabsetzt. Er, der Allgute, hat alles gut gemacht."

"Mit allen Kräften müssen wir uns die Freuden des Lebens zu erhalten suchen, die uns die Jahre, eine nach der anderen entreißen."

"Mit den Ehen ist es wie mit den Vogelbauern; die Vögel, die nicht darin sind, wollen mit aller Gewalt hinein, und die, welche darin sind, wieder heraus."

"Mit den Landschaften ist es wie mit den Blumen: Jede fremde dünkt uns als die schönste."

"Möge Gott mich vor mir selbst beschützen."

"Nicht der Mangel, sondern vielmehr der Überfluß gebiert die Habsucht."

"Nicht der Tod, sondern das Sterben beunruhigt mich."

"Nicht einmal im ganzen Jahr fahre ich über die Fehler meiner Untergebenen auf, aber über ihre Ausflüchte, Entschuldigungen und Verteidigungen."

"Nichts ist so voll und ganz das Werk unseres freien Willens wie Zuneigung und Freundschaft."

"Nichts hält etwas intensiver in der Erinnerung fest, als der Wunsch es zu vergessen."

"Nicht weil es Sokrates gesagt hat, sondern weil es in Wahrheit meine Sinnesart ist, vielleicht nicht ganz ohne Schwärmerei, achte ich alle Menschen für meine Mitbürger und umarme einen Polen so innig wie einen Franzosen, indem ich dieses Nationalband dem großen und allgemeinen Bande der Menschheit nachsetze. Ich halte gar nicht meinen Himmel für den blauesten. Die Natur hat uns frei und ungebunden auf die Welt gesetzt: wir kerkern uns ein in ein kleines Stück Land."

"Nichts wird so fest geglaubt, wie das, was am wenigsten bekannt ist."

"Niemand ist so rechtschaffen, daß er, wenn er alle seine Handlungen und Gedanken dem Gesetz unterwürfe, nicht zehnmal hängen müßte."

"Ob eines Kaisers oder eines einfachen Mannes Leben, stets ist es allem ausgesetzt, was Menschen begegnen kann."

"Sein Geld verschleudert niemand an andere, jeder aber seine Zeit und sein Leben."

"So mancher wurde von der Welt bewundert, an dem seine Frau und sein Diener nichts besonderes fanden. Wenige Menschen sind noch von ihren Hausgenossen bewundert worden."

"Schwachköpfe kehren auch aus Niederlagen ruhmvoll heim."

"Sterben hat nichts mit Gesellschaft zu tun, sondern ist die Handlung eines Individuums. Unter Freunden laßt uns lachen und leben, unter Fremden laßt uns trauern und sterben."

"Treibt uns der Ehrgeiz zur Einsamkeit? Die Antwort muß lauten: Ja! Denn was ist ihm mehr zuwider als Gemeinsamkeit? Was ist ihm wichtiger als Bewegungsfreiheit?"

"Um seine Kinder braucht sich heutzutage niemand zu sorgen. Wenn sie zu nichts taugen, können sie noch immer in die Politik gehen."

"Uns etwas verbieten heißt uns danach lüstern machen."

"Unser großes und herrliches Meisterwerk ist: richtig leben."

"Unser Denken ist ein kühnes, riskantes Spiel, weil auch unser Denken, genau wie unser Schicksal, nicht erhaben ist über den unberechenbaren Zufall."

"Unser Geist ist ein Arbeitsgerät, unruhig, gefährlich und vermessen, ein gefährliches Schwert, gefährlich auch für den, der es trägt, wenn er die Waffen nicht ordentlich und vorsichtig zu gebrauchen versteht."

"Unser großes und ruhmreiches Meisterstück ist es, angemessen zu leben. Alles andere – zu herrschen, Schätze zu bewahren, aufzubauen – sind bestenfalls Anhängsel und Requisite."

"Unser Leid sitzt in der Seele, diese kann aber nicht von sich selber los; so muß man sie auf ihr Wesentliches zurückführen und darin zur Ruhe kommen lassen: Das ist die wahre Einsamkeit; sie kann auch mitten in der Stadt oder im Gedränge eines Königshofes genossen werden, aber abseits hat man mehr davon."

"Unser Suchen kann kein Ende finden. Unser Ziel ist in der anderen Welt."

"Unsere freie Entscheidung kann sich kein Ziel setzen, das ihr so wohl ansteht als Zuneigung und Freundschaft."

"Von einem Arzt kann man nicht erwarten, daß er Gesunde sympathisch findet."

"Von jeder Teilansicht, von jeder Tätigkeit aus kann man einen Menschen gleich gut beurteilen; in jeder drückt sich irgendwie sein Charakter aus."

"Was anmutig ist, bemerken wir nur, wenn es überspitzt, geschwollen, verkünstelt auftritt: Geht es im einfachen Kleid der Selbstverständlichkeit einher, so wird es von einem groben Blick, wie wir ihn haben, leicht übersehen."

"Was das Befehlen betrift, so muß man bedenken, wie unzulänglich menschliches Urteil und wie schwierig die Wahl in neuen und zweifelhaften Angelegenheiten ist. Ich bin daher der Meinung, daß es leichter und erfreulicher ist, zu folgen, als zu leiten."

"Wir lassen anderen gern den Vorrang im Mut, in Körperkraft, in Erfahrung, in Gewandtheit, in Schönheit; in der Urteilskraft wollen wir niemand nachstehen. Man sagt gewöhnlich, von allen ihren Gaben habe die Natur die Gabe des Verstandes am gerechtesten ausgeteilt; denn niemand beklagt sich über die ihm zugemessene Portion."

"Wenn ein Mann einer Frau verspricht, sie ewig zu lieben, dann setzt er voraus, daß sie immer liebenswert bleiben wird."

"Venus und Bacchus sind gerne beisammen, wie das Sprichwort sagt. Bei mir ist Venus munterer, wenn sie von der Nüchternheit begleitet ist."

"Wenn ich Freude daran hätte, mit Nüßchen und Kreiseln zu spielen, warum nicht? Der Genuß kennt keinen Ehrgeiz. Er dünkt sich reich genug und begehrt nicht den Zusatzwert des Ruhms; ihm ist's im Schatten wohler."

"Wenn ich mit meiner Katze spiele, bin ich nie ganz sicher, ob nicht ich ihr Zeitvertreib bin."

"Wenn ich mir vollkommen gut und weise vorkäme, ich würde es mit vollen Backen heraustrompeten. Weniger von sich sagen, als wirklich an einem ist, das ist Dummheit und nicht Bescheidenheit. Sich gefallen lassen, daß man für weniger gilt, als man wert ist, das ist bloß feige und kleinmütig. Keine Tugend stützt sich auf Falschheit, und die Wahrheit ist nie etwas, das man als Fehler anrechnen darf."

"Wer den Aufruhr angestiftet hat, hat später gewöhnlich nichts davon; er rührt nur das Wasser auf für andere, die dann im Trüben fischen können."

"Wer die Menschen sterben lehrt, lehrt sie leben."

"Wer gegen sein besseres Wissen für das Gedächtnis eines Fürsten, der kein Lob verdient, eintritt, weil er persönlich ihm zu Dank verpflichtet war, der urteilt parteiisch und nicht wirklich gerecht."

"Wer klug wäre, würde den wahren Wert jeder Sache daran messen, wie weit sie für sein Leben nützlich und verwertbar ist."

"Wenn man mich fragt, warum ich reise, antworte ich: Ich weiß wohl, wovor ich fliehe, aber nicht, wonach ich suche."

"Wie die Pflanzen bei zu viel Nässe eingehen und die Lampen bei zu reichlicher Olzufuhr ausgehen, so wird der Geist bei Überanstrengung und Überfütterung aktionsunfähig."

"Wir bringen unsere Dummheiten zu hohen Ehren, wenn wir sie in Druck geben."

"Wir Gebildeten sollten, wenn wir eine wichtige Sentenz hören, sogleich darauf achten, wie weit sie selbst auf uns selbst zutreffe; wenn das jeder täte, so würde er finden, daß es sich weniger um einen hübschen Ausspruch dabei handle, als um einen kräftigen Geißelhieb gegen die gewöhnliche Torheit seines Urteils. Aber man pflegt die Warnungen und Vorschriften der Wahrheit stets als an die große Menge gerichtet aufzufassen, und nie als an uns selbst."

"Wir haben das Recht, uns auf andere zu lehnen, aber nicht, uns mit unserer ganzen Last über sie herzuwerfen, oder uns so auf sie zu stürzen, daß sie darunter biegen und brechen."

"Wir haben geglaubt, das Band, das bei uns die Ehegatten aneinander bindet, fester zu knüpfen, indem wir jede Möglichkeit, es zu lösen, beseitigten; aber in demselben Maße, wie der Zwang sich gesteigert hat, hat sich die freiwillige Bindung durch die Zuneigung gelockert."

„Wir können sagen, was wir wollen: die Gewohnheit und das Beispiel reißen uns fort. Die Mehrzahl meiner Handlungen beruht auf Beispiel, nicht auf Überzeugung.“

"Wir leben immer in Beziehung auf unsere Mitmenschen; diese unsere Beschaffenheit, sie mag angelernt sein oder angeboren sein, bringt uns mehr Nachteil als Vorteile."

"Wir Menschen sind meist so veranlagt, daß wir an Fremdem mehr Gefallen finden als an Eigenem, und daß wir Bewegung und Änderung gern haben."

"Wir sind dazu geschaffen, die Wahrheit zu suchen, sie zu besitzen ist das Vorrecht einer höheren Macht."

"Wir wagen es nicht, unsere Glieder mit ihren eigentlichen Namen zu benennen, und benutzen sie ohne weiteres zu allerart nicht sehr anständigen Funktionen."

"Wir werden viel weniger durch das verletzt, was uns geschieht als durch unsere Meinung darüber."

"Zum Verirren gibt es in der Einsamkeit ebensogut Wege, wie in der Gesellschaft."

"Zugunsten der Wahrheit und der Freiheit muß man sich manchmal über die üblichen Regeln des guten Tons hinwegsetzen."


HENRY de MONTHERLANT (1896-1972)

"Die Menschen haben vor dem Tod zu viel Achtung, gemessen an der geringen Achtung, die sie vor dem Leben haben."


CHRISTIAN OTTO JOSEF WOLFGANG MORGENSTERN (1871-1914)

"Der moderne Jude - als Denker - wird selten glauben, das heißt ahnend ergreifen könne. Aller Gottesgedanke konnte nämlich, so fürchtet er, doch am Ende nur das feinste Blut einer großen Dummheit sein. Sich dem Hineinfalle auf eine Dummheit aber auch nur auszusetzen, dünkt seiner misstrauisch gewordenen Seele unerträglich. Er hat, wie Peer Gynt, nicht den Mut, durch das Anonyme hindurch zu stürmen."

[An Nietzsche]
       „Wen er nicht einmal zu Tode beschämt,
        wen er nicht einmal zu Tode gelähmt,
        hat nie auch nur im Traum geahnt,
        was für einen Geist da fragt und mahnt.
        Ja, gib der Welt nur Wein und Brot,
        doch sieh nicht hin, wen du gespeist.
        Bei dem und jenem wird's wohl Geist,
        doch bei zu vielen nichts als - Kot.“

[An Dostojewski]
      „Du tiefer Wegeweiser, warte mein.
        Das Buch, in dem ich einst mich selbst will schreiben,
        es ist schon heut, noch ungeboren, Dein.
        Hilf mir, bis es am Licht, am Leben bleiben.“

[An Rudolf Stein]
        Wir brauchen nicht sofort zu leben,
        wie wir gestern gelebt haben.
        Macht Euch nur von dieser Anschauung los,
        und tausend Möglichkeiten
        laden uns zu neuen Möglichkeiten ein."

„Das macht den Deutschen von heute so unbeliebt: Er beruft sich bei jeder Gelegenheit auf seine »Geistesheroen«, die doch fast immer nur im Gegensatz zu ihm gelebt haben, und ist dabei genauso auf seinen Vorteil bedacht wie der Nachbar.“

„Gedanken wollen oft - wie Kinder und Hunde -, dass man mit ihnen im Freien spazieren geht.“

„Wer sich selbst treu bleiben will, kann nicht immer anderen treu bleiben.“


HENRY MORGENTHAU Jr. (1891-1967)

Wir müssen hart mit Deutschland umgehen, und ich meine die Deutschen, nicht nur die Nazis. Entweder müssen wir das deutsche Volk kastrieren oder ihm so eine Behandlung verpassen, daß es nicht weiter Nachwuchs zeugen kann, der dann immer so weitermachen will wie in der Vergangenheit.” (August 1944)


ADAM HEINRICH MÜLLER v. MITTERDORF (1779-1829)

„Das, was wir im gemeinen Leben Staats-Theorie, Rechts- und Ökonomie-Lehre nennen, ist nicht nach der Absicht seiner bornierten Urheber, wohl aber seinem innerlichsten Wesen nach die Lehre von der allmählichen radikalen Zersetzung, Auflösung und Dismenbration (Zerfall) des Staates und allen öffentlichen Lebens" (Die Elemente der Staatskunst, 1809)


HERTA MÜLLER (geb. 1953)

„Die Liquidierung politischer Gegner gehört heute wieder zum Instrumentarium des russischen Geheimdienstens im Inland und im Ausland.“

„Die Menschen in Osteuropa, die jahrzehntelang, die sowjetische Besatzung erlebt haben, wissen dass Diktatoren vom Schlage Putins nur auf Stärke reagieren. Vernunft und Dialog werden als Schwäche ausgelegt.“

„Wenn eine Diktatur zusammenbricht, dann entsteht nicht qua Naturgesetz eine Demokratie, sondern zuerst ein Zwischenstadium, aus dem wieder eine Diktatur oder eine Demokratie entstehen kann.“

„Diktaturen haben die Substanz der Bevölkerung geplündert, sie haben den Leuten das Leben gestohlen. Geblieben ist der Apparat, das alte Personal der Diktatur in neuen Funktionen in der Politik, in der Wirtschaft. Das zweite Leben der Nomenklatura. Das sieht man auch in Rußland.
Individualität? Sorge um das Wohlergehen der Bevölkerung?
Moral im Sinne der Berücksichtigung des Anderen – das hat man völlig verlernt. Denn in der Diktatur waren ja alle Werte auf dem Kopf gestellt worden und die Pervertierung der Werte wurde belohnt. All das hat die westliche Politik nicht verstanden.“

„Die Lügen haben doch nie aufgehört. Selbst unter Gorbatschow wurde nicht offen über die Millionen Opfer aus der Sowjetzeit gesprochen. Außerdem war die Perestroika eine Zeit in der sich die alte Diktatur zwar aufgelöst hat, aber die Auflösungskonvulsionen waren so stark, dass das Land in ein riesiges Chaos geschlittert ist. Un dann sagte man: Seht ihr das? Es war die Zeit der großen Verunsicherung. Die Freiheit wurde als Bedrohung dargestellt. Dazu gab es traurigen und absurden Auftritten des besoffenen Jelzin. Und es gab den großen Appetit der Funktionäre nach privatem Staatseigentum.

Putin musste die Ordnung im Land wiederherstellen und er hat von Anfang an nichts anderes im Sinn gehabt, als die alte Ordnung wiederherzustellen. In seinem Horizont hat eine liberale Gesellschaft gar keinen Platz. Aus den Resten der alten Diktatur wollte er eine neue aufbauen. Diese Restauration ist ihm gelungen.“

„Das wichtigste meinungsbildende Medium ist immer noch das staatliche Fernsehen. Und seine Aufgabe ist die totale Entmündigung durch Verzerrung der Wirklichkeit. Worum es auch geht, wird alles entstellt.“

„Seit dem Krieg in der Ukraine ist da ein Prozess im Gange, der immer gröbere Maschen verlangt. Und an der Infame der Propaganda kann man auch ablesen, dass Putin nicht im Sinn hat, nach dem letzten Waffenstillstand einzulenken. Denn nach Minsk 2 hat sich die Propaganda nicht geändert. Und mit gleicher Dreistigkeit betrügt er auch sein eigenes Volk. Die russischen Soldaten, die in der Ukraine für ihn sterben, darf es gar nicht geben. Ihre Angehörigen dürfen nicht einmal in der Öffentlichkeit trauern, denn die Toten werden versteckt, verleugnet. Es hat sie nie gegeben. Unmenschlich.“

„Für Putin liegt die Ukraine in der Vergangenheit, die er wieder nur Zukunft machen will. Mit der gleichen Taktik hat er schon Abchasien, Ossetien, Transnistrien gekapert. Aus dieser Umklammerung kommt sich auch die Ukraine nicht heraus. Er will die Ukraine ruinieren, das ist das Ziel. Mit Alltagsschikanen , Gasverweigerung, Zerstörung der Infrastruktur, mit dem Tod der Tausenden Ukrainern. Das ist die Strafe, weil die Ukraine es gewagt hat, in Richtung Westen zu schauen. Putin bestraft die Ukraine für all das, was sich in den osteuropäischen Ländern nach 1989 abgespielt hat.“

„Ich glaube, Schwäche oder Stärke sind hier kein Gegensatz. So ist auch der Personenkult Schwäche und Stärke. Es ist die Mischung aus grenzenlosem Misstrauen und grenzenloser Macht. Aus ihr entsteht die schreckliche Alleinherrschaft, die vermeintliche Allmacht. Ich kenne das aus Ceausescus Rumänien. Niemand mehr widerspricht im seinem Umfeld. Alle Entscheidungen werden von ihm getroffen. Man schart nur noch vertraute Personen um sich, alte Freunde, einer inkompetenter als der andere…“

„Putin ist für alle, die Angst haben vor einer offenen Gesellschaft, in der es die Gewaltenteilung der modernen Demokratie gibt, Menschenrechte und Meinungsfreiheit. Und er zieht alle altbackenen Nationalisten an, begibt sich im Weihrauch der orthodoxen Kirche in eine panslawische Bigotterie…“

„Ja, seine Politik macht mich krank. Er verursacht ein Gefühl der persönlichen Entwürdigung. Er beleidigt meinen Verstand. Es beleidigt jeden Tag unser aller Verstand, und zwar mit der immer gleichen Dreistigkeit. Er wurde schon 100 Mal bei Lügen erwischt, er wird nach jeder Lüge entlarvt, und er lügt trotzdem weiter. Er tritt mir damit zu nahe. Als wurde er einem wirklich bedrängen und für schwachsinnig halten. Und man kann dem nicht entgegensetzen.“

„Einen Teil der Gleichgültigkeit hat die russische Propaganda erzeugt mit ihren Verleumdungen, die Ukraine sei kein richtiger Staat, Ukrainisch keine zivilisierte Sprache. Und in Osten Deutschlands hat sich eine Russengläubigkeit erhalten. Für manche gehört die Ukraine – wenn auch unabhängig – immer noch ein bisschen zu Rußland.“

„Aber Putin zerstört in Donbass das Herz der Ukraine. Was würden unsere Ostdeutschen denn sagen, wenn er nach Leipzig, oder Dresden vorrücken würde! Die DDR gehörte auch mal zum Imperium. Gerade viele Ostdeutsche wollen nicht begreifen, was für ein Glück sie hatten. Für sie ist es normal, daß sie zum Westen gehören. Aber die Ukrainer sollen sich das nicht erlauben.“

„Mir scheint, Rußland wirkt auf andere Osteuropäer viel bedrohlicher als auf Ostdeutsche...“ (aus Intrview in "Die Welt" v. 05.03.215)


HEINER MÜLLER (1929-1995)

"NACH-DENKEN:Hier ist seltsame Auswahl von A bis Z einigen Müller-Stichworte zum Nach-Denken, natürlich von mir sehr subjektiv ausgewählt:

ARBEITERKLASSE
"Der Nationalsozialismus war eigentlich die größte historische Leistung der deutschen Arbeiterklasse. Denn der Zweite Weltkrieg war der erste wirklich technologische Krieg, Krieg auf der Basis der leistungsfähigen Industrie, auf der Basis von Geschwindigkeit, Motor und Maschine - und das ist Arbeiterklasse."

BAUTZEN
"Was die Vereinigung für Deutschland bedeutete? Vierzig Jahre Bautzen verdrängen vier Jahre Auschwitz. Ich wußte schon 1945 alles über die DDR."

COMPUTER
"Am Computer vorbei gibt es wohl keine Utopie mehr. Nur hat das auf einem so engen Raum wie Japan natürlich andere Folgen als in der Sowjetunion mit ihrer riesigen Landmasse. Da verändert sich eher der Computer und fängt an, Wodka zu trinken oder zu versteppen."

DEUTSCHE EINHEIT
"Für das Ende des soeben vergehenden Jahrtausends wurde übrigens schon von Nostradamus prophezeit, daß der Islam Europa besetzt. Das hätte den Vorteil, daß nicht mehr alle in diesen blöden Anzügen und mit Krawatte herumlaufen, sondern im nordafrikanischen Burnus - das ist viel bequemer. Jeder darf zehn Frauen haben oder zwanzig, so er sich's leisten kann. Dann könnte man sagen: Das Ergebnis der deutschen Einheit war der Harem."

EINSAMKEIT
"Das Boot ist voll. Auf der Tagesordnung steht der Krieg um Schwimmwesten und Plätze in den Rettungsbooten, von denen niemand weiß, wo sie noch landen können, außer an kannibalischen Küsten. Mit der Frage, wie man diese Lage seinem Kind erklärt, ist jeder allein. Und vielleicht ist diese Einsamkeit eine Hoffnung."

FEINDSCHAFT
"Es gibt eine These, die ich ganz gut finde: Es geht darum, alle Feinde des Kapitalismus zu liquidieren, alles, was ihm hinderlich ist - damit er mit sich ganz allein ist. Und dann kann er seine Widersprüche voll entwickeln - dann ist der Kapitalismus nämlich sein eigener Feind. Das ist wahrscheinlich die Chance für eine Implosion."

GENUSS
"Ich neige heute noch, zum Beispiel in der Fußgängerzone, zu Haßanfällen gegen das Geschmeiß, das seine Scheiße in die Dritte Welt karrt im Tausch gegen ihre Produkte. Das ist unausrottbar. Aber auch der Stachel, wenn ich mich dem Genuß anschließe und es schmeckt mir ... Wenn man durch eine Einkaufspassage in Düsseldorf spaziert, stößt man auf massenhaften Lebensersatz. Da wird Kunst plötzlich Terror und bekommt die Aufgabe, dieses Leben auszulöschen, denn das Leben in Düsseldorf ist nicht lebenswert. Fünftausend rosa Slips bejahen nicht das Leben. Das schreit vielmehr nach Tod und Vernichtung, wie die Postkartenhäuser am Chiemsee. Jedes Haus ist so zu Ende geputzt, daß Umweltverschmutzung zur letzten Hoffnung wird."

HAMBURGER
"Die an die neue Welt gewöhnten Kinder brauchen weder Kunst noch Literatur oder Theater. Die werden nie im Leben auf die Idee kommen, daß ein Gedanke interessant sei, der sich nicht in Hamburger umsetzen läßt."

IDEE DES KOMMUNISMUS
"Von Ernst Bloch gibt es die schöne Definition: Die moralische Überlegenheit des Kommunismus besteht darin, daß er für den einzelnen keine Hoffnung hat. Also, wenn die sozialen, ökonomischen Probleme gelöst sind, dann beginnt die Tragödie des Menschen: die Tragödie seiner Einsamkeit. Der einzelne wird auf seine eigentliche Existenz reduziert ... Die Angebote des Kapitalismus zielen auf Kollektive. Aber sie sind so formuliert, daß sie die Kollektive sprengen. McDonald's ist das absolute Angebot von Kollektivität. Man sitzt überall auf der Welt in derselben Kneipe, frisst die gleiche Scheiße, und alle sind glücklich. Der Kapitalismus kann einem immer nur was geben, indem er die Leute von sich selbst wegbringt."

JAHRTAUSEND
"Wenn ein Mensch in seiner Höhle den Mund aufmacht nach tausendjährigem Schweigen und zu seiner Frau sagt: »Ich kann dich nicht mehr sehen« - genau in dem Moment beginnt Geschichte ... Wenn man eine attraktive Frau sieht und den spontanen oder natürlichen Impuls verspürt, sich ihr zu nähern, kann man das aus dem Stand nur, wenn man betrunken oder verrückt ist. Dazwischen liegend dreitausend Jahre Geschichte - Moral und Geschlechterkampf. Also schafft die Geschichte Verstümmelung."

KZ
Brodsky erzählt in seinen Leningrader Erinnerungen eine Episode mit seinem Vater, der als Jude nicht Offizier werden konnte und wehmütig die Militärkapellen betrachtete, zu denen er gern gehört hätte. Und dann fragte der Junge: 'Welche KZs sind schlimmer, deutsche oder sowjetische?' Der Vater ohne Zögern: 'Die sowjetischen." Der Junge fragt: 'Warum?' - In den deutschen wirst du getötet, in den russischen wirst du gezwungen, darin einen Sinn zu sehen."

LENIN
"Historisch gesehen, beginnt die Tragödie des deutschen Kommunismus mit der Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, die zur totalen Abhängigkeit von Lenin beziehungsweise der KP der Sowjetunion führte. Die deutschen Kommunisten haben sich von dieser Enthauptung nie wieder erholt, von dieser zunehmenden Enthirnung der deutschen kommunistischen Partei ... Es gab einen Versuch, Marx zu widerlegen. Der Initiator des Versuchs war Lenin. Dieser Versuch ist mit dem Ende der Sowjetunion gescheitert."

MÄNNERWANDERUNG
"Dies ist die deutsche Männerwanderung des 20. Jahrhunderts - aus den Schrecken der Inflation auf der Ketten- und Bombenspur in die Bordelle von Bangkok.

NOVEMBER 1989
"Am 4. November 1989, auf dem Alexanderplatz, da habe ich die Unmöglichkeit, mit 500 000 Menschen zu reden, sehr stark empfunden. Man erschrickt erstmals, wenn von 500 000 vielleicht 20 000 'Buh' rufen, aber dann macht es auch plötzlich Spaß, dann wird es wieder Krieg, dann ist es gut. Das Kriegerische ist eine Grundfrage in allen gesellschaftlichen Begegnungen und Verhältnissen."

OZONLOCH
"Vor der Festung stehen zig Millionen der Elenden und wollen herein. Es ist eine Illusion zu glauben, daß Europa in der Defensive zu halten ist. Der Sieg des Kapitalismus leitet sein Ende ein, denn man kann nicht erobern, was sich einem an den Hals schmeißt. Daran kann man sich nur verschlucken. Der Kapitalismus, der traditionelle Aggressor Europa, ist jetzt plötzlich von Asien und Afrika umzingelt und steht mit dem Rücken zum Ozonloch."

PARTISANEN
"Es geht heute um die Wiedergeburt des Revolutionärs aus dem Geist des Partisanen: Mag der Partisan in einer Industriegesellschaft ein Hund auf der Autobahn sein. Es kommt darauf an, wie viele Hunde sich auf der Autobahn versammeln."

QUALITÄT DER DDR
"Die DDR war ein Geschenk für eine Generation von besiegten Kommunisten, Emigranten, Zuchthäuslern, KZlern, die hier einen schönen Lebensabend verbringen durften. Die einzige Legitimation der DDR kam aus dem Antifaschismus, aus den Toten, aus den Opfern. Deshalb war der Sozialismus auch ein Hort der Langsamkeit, denn die Toten haben unendlich Zeit. Ab einem gewissen Punkt fing es an, zu Lasten der Lebenden zu gehen. Es kam zu einer Diktatur der Toten über die Lebenden - mit allen ökonomischen Konsequenzen. Denn die Toten brauchen keine Jeans, keine Kiwis, keinen Walkman."

REUE
"Ich bereue grundsätzlich nichts. Das ist eine völlig unproduktive Haltung. Ich hab auch gar kein Recht, rein zu sein in einer schmutzigen Welt."

SED
"Ich kann der SED nicht sehr dankbar sein: Sie hat mir verboten, kleine sozialistische Geschichten aus der Produktion zu machen und mich also dazu verdammt, Weltliteratur zu schreiben."

TERROR
"Man muß die Mauer in der DDR auch mal historisch sehen. Die erste Maßnahme der Französischen Revolution, über die im Konvent beraten wurde, war die Schließung der Grenzen. Damit hat diese sogenannte freie Gesellschaft begonnen. Die Begründung der freien Marktwirtschaft geschah durch Terror."

UNTERSCHIEDE
"Programm und Realität stimmten bei den Nationalsozialisten überein. Im Stalinismus war die Differenz zwischen Programm und Realität entscheidend. Diese Differenz ist der Grund, weshalb die stalinistischen Strukturen solche Anziehungskraft für Intellektuelle hatten. Sie schafft einen Leerraum, der Phantasie ermöglicht."

VORSPRÜNGE
"Der Vorteil der DDR-Erfahrung ist, daß da keiner die Illusion hat, unschuldig zu sein. Zu dieser Erfahrung gehört das Gefühl von Komplizenschaft, von irgendeinem Anteil an allem, was in der Welt so schiefläuft. Und das ist ein großer moralischer Vorsprung. Im Westen wiederum gibt es, gegenüber dem Osten, vor allem einen Vorsprung an Verblödung."

WIRTSCHAFTSWUNDER
"Das Ergebnis des Zweiten Weltkrieges war die Gesundschrumpfung des deutschen Territoriums auf den ökonomisch potenten Kern: Bundesrepublik. Das Wirtschaftswunder ist eine Leistung von Hitler, nicht von Erhard."

ZUKUNFT
"Vielleicht gibt es irgendwann eine humane Gesellschaft - eine Gesellschaft also, in der man keine Kunst braucht."


HELMUT MUELLER (geb. 1959)

"Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir widerstandslos hinnehmen!"


JOHANNES v. MÜLLER (1752-1809)

„Das gewöhnliche Verhalten der Menschen ist eigentlich ein fortgesetztes Verbrechen gegen das keimende Leben ihrer Seele, ein fortwährendes Abtreiben.“

„Durch längeres Zusammenleben können wir einen Freund verlieren, durch Trennung nie.“

„Es gibt kein schlechtes Wetter; es gibt nur ungeeignete Kleidung.“

„Es ist nicht groß oder klein, was auf der Landkarte so scheint. Es kommt auf den Geist an.“

„Man soll niemandem etwas nachtragen. Wir haben alle schon genug zu schleppen.“

„Mein bewährtes Rezept gegen Trübsinn: Diät, Beschäftigung, Einschränkung der Begierden“

„Verloren ist ein kleiner Staat, sobald er der Übermacht in seinem Recht um ein Haar breit nachgibt.“

„Zwecklose Arbeitsamkeit ist nicht weniger töricht als zügelloser Genuß.“


ROBERT MUSIL (1880-1942)

"Deutschland ist nicht an seinen unmoralischen, sondern an seinen moralischen Bürgern zugrunde gegangen. Die Moral wurde nicht unterminiert, sondern sie hat sich als hohl erwiesen.

"Ich bin nicht nur überzeugt, dass das, was ich sage, falsch ist, sondern auch das, was man dagegen sagen wird. Trotzdem muss man anfangen, davon zu reden. Die Wahrheit liegt bei einem solchen Gegenstand nicht in der Mitte, sondern rundherum wie ein Sack, der mit jeder neuen Meinung, die man hineinstopft, seine Form ändert, aber immer fester wird!"


EDWARD ALOYSIUS MURPHY (1918-1990)

"Alles. was schiegehen kann, wird auch schiefgehen."


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