OBAMA - OCKENFELS - ORWELL - OBERLECHNER - ORTEGA-Y-GASSET
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BARACK HUSSEIN OBAMA II (geb. 1961)

"Deutschland ist ein besetztes Land, und das wird es bleiben”(original Englisch:„Germany is an occupied country and it will stay that way…”


WOLFGANG OCKENFELS (geb. 1947)

"Als Moral noch religiös verankert war, trug sie erheblich zur Disziplinierung der Willkür und zur Sinnerfüllung der Freiheit bei. Jetzt, da sie ihre christliche Bodenhaftung weitgehend verloren hat, wird sie oft selber zur Willkür." (Kein Markt ohne Moral, 2011)




GEORGE ORWELL (1903-1950)

“Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.”

„Ich will nicht, daß der Glaube an das Leben nach dem Tod wiederkehrt, und auf jeden Fall ist das auch nicht sehr wahrscheinlich. Was ich jedoch klarmachen möchte, ist, daß sein Verschwinden ein großes Loch hinterlassen hat und daß wir dies zur Kenntnis nehmen sollten.

Tausende von Jahren mit der Vorstellung erzogen, daß der Einzelne weiterlebt, muß der Mensch eine erhebliche psychische Anstrengung unternehmen, um sich an die Vorstellung zu gewöhnen, dass der Einzelne zugrunde geht. Er wird die Zivilisation kaum retten können, wenn er nicht ein System von Gut und Böse entwickeln kann, das von Himmel und Hölle unabhängig ist." (Unsterblichkeit - 1935)

"Der Marxismus liefert tatsächlich ein solches System, doch ist es nie richtig popularisiert worden." (Unsterblichkeit - 1935)

„Die meisten Sozialisten begnügen sich mit dem Hinweis, daß wir, sobald der Sozialismus errichtet worden ist, materiell glücklicher sein werden, in der Annahme, daß alle Probleme verschwinden, wenn man einen vollen Bauch hat. Aber genau das Gegenteil trifft zu: Wenn man einen leeren Bauch hat, ist das einzige Problem der leere Bauch. Erst wenn wir uns von Plackerei und Ausbeutung losgemacht haben, fangen wir wirklich an, uns über das Schicksal des Menschen und den Grund seiner Existenz Gedanken zu machen." (Unsterblichkeit - 1935)

Man kann nicht ein lohnendes Bild von der Zukunft haben, solange man nicht einsieht, wie viel wir durch den Verfall des Christentums verloren haben. Wenige Sozialisten scheinen sich dessen bewußt zu sein. Und die katholischen Intellektuellen, die sich starr an den Buchstaben der Glaubensbekenntnisse halten und gleichzeitig Bedeutungen in sie hineinlesen, die ihnen nie zugedacht worden waren, und die über jeden kichern, der naiv genug ist anzunehmen, daß die Kirchenväter meinten, was sie sagten, wenden einfach Verschleierungstaktiken an, um ihren eigenen Unglauben vor sich selbst zu verbergen." (Unsterblichkeit - 1935)

„Das moderne mechanisierte Leben wird sehr öde, wenn man es zulässt. Die Knechtschaft des Geldes erfaßt jeden von uns, und es gibt nur drei offenkundige Auswege. Einer ist die Religion, eine andere unaufhörliche Arbeit, ein dritter ist eine Art liederlicher Gesetzlosigkeit – daß man bis vier Uhr im Bett liegt und Pernod trinkt." (Zukunft - 1936)

"Der dritte ist zweifellos der schlimmste, doch ist jedenfalls das Grundübel, daß wir uns überhaupt in Auswege flüchten. Wir haben uns daran festzuhalten – wie an einen Rettungsring-, daß es eben möglich ist, ein normaler anständiger Mensch zu sein und doch wirklich lebendig zu bleiben.“ (Zukunft - 1936)

„Wir erleben gegenwärtig, wie unsere Regierung bei dem verzweifelten Bemühen, die wirtschaftlichen Engpässe zu überwinden, gegen ihre eigene frühere Propaganda ankämpft. Jeder Mensch, der auch nur ein bißchen Verstand oder Anstand besitzt, wird zuinnerst wissen, daß er auf der sozialistischen Seite sein sollte. Aber er wird nicht unbedingt aus freien Stücken dorthin gelangen; es gibt zu viele uralte Vorurteile, die ihm im Weg stehen. Er wird überzeugt werden müssen, und zwar durch Methoden, die ein Verständnis seines Standpunktes beinhalten. " (Zukunft - 1936)

"Die Sozialisten können es sich nicht leisten, noch mehr Zeit damit zu verlieren, zu den bereits Bekehrten zu predigen. Ihre Aufgabe ist es jetzt, so schnell wie möglich Sozialisten zu machen; stattdessen machen sie nur allzu oft Faschisten. Sie haben es nie klar genug gemacht: das eigentliche Ziel des Sozialismus ist: Gerechtigkeit und Freiheit. Ihre Augen auf die wirtschaftlichen Fakten geheftet, sind sie davon ausgegangen, daß der Mensch keine Seele hat, und explizit oder implizit haben sie das Ziel einer materialistischen Utopie errichtet. Die Folge davon war, daß der Faschismus jeden Instinkt, der sich gegen den Hedonismus und eine billige Auffassung vom „Fortschritt“ sträubt, für sich nutzen konnte. Er konnte sich als der Hüter der europäischen Tradition ausgeben und an den christlichen Glauben, den Patriotismus, und an die militärischen Tugenden appellieren." (Sozialismus -1937)

"Der Faschismus ist heute eine internationale Bewegung, was nicht nur bedeutet, daß die faschistischen Nationen sich für Raubzwecke verbünden können, sondern auch, daß sie, bisher vielleicht nur halbbewußt, nach einem Weltsystem greifen. (Sozialismus -1937)

"Die Vision vom totalitären Staat wird durch die Vision von der totalitären Welt ersetzt. Es ist üblich, von dem faschistischen Ziel als dem „Bienenstaat“ zu reden, womit man den Bienen schwer unrecht tut. Eine Welt von Kaninchen, die von Wieseln regiert werden, würde eher zutreffen. Es ist diese abscheuliche Möglichkeit, gegen die wir uns verbünden müssen.“ (Kreavität und Lebensqualität)

“Alle Schriftsteller und Journalisten sind eitel, egozentrisch und faul, und der tiefste Grund ihres Schaffens liegt in geheimnisvollem Dunkel. Ein Buch oder eine Aufsatz zu schreiben ist ein grausamer, auftreibender Kampf, wie eine lange schmerzhafte Krankheit. Man würde es auch niemals tun, wenn man nicht von einem Dämon getrieben würde, der stärker ist als man selbst und einem unverständlich bleibt. Man weiß nur, dass dieser Dämon identisch ist mit dem Instinkt, eines Babys, das durch Schreien die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. “ (Leserbuch: Freiheit - 1938)

"Seit einigen Jahren habe ich die kapitalistische Klasse dazu bringen können, mir mehrere Pfund pro Woche dafür zu bezahlen, dass ich Bücher gegen den Kapitalismus schreibe. Aber ich gebe mich nicht der Illusion hin, dass diese Sachlage ewig dauern wird." (Leserbuch: Freiheit - 1938)

„Ich bin Schriftsteller. Jeder Schriftsteller hat den Impuls, „sich aus der Politik herauszuhalten“. Was er will, ist, in Ruhe gelassen zu werden, damit er ungestört fortfahren kann, Bücher zu schreiben. Aber leider wird es immer offensichtlicher, dass dieses Ideal nicht durchführbarer ist als das des kleinen Ladenbesitzers, der angesichts der Bedrohung durch Warenhäuser seine Selbständigkeit zu bewahren hofft. Erstens einmal geht die Ära der freien Meinungsäußerung zu Ende. Die Pressefreiheit in Großbritannien war schon immer so etwas wie ein Schwindel, weil letzten Endes das Geld die brenzliche Meinung beherrscht; und doch, solange das gesetzliche Recht existiert, zu sagen, was man will, gibt es immer ein Hintertürchen für einen unorthodoxen Schriftsteller." (Leserbuch: Freiheit - 1938)

"Wir haben gesehen, was mit der Pressefreiheit in Italien und Deutschland passiert ist, und das gleiche wird auch hier passieren. Die Zeit wird kommen – nicht nächstes Jahr, vielleicht erst in zehn oder zwanzig Jahren, aber sie wird kommen -, da jeder Schriftsteller die Wahl haben wird, entweder gänzlich zum Schweigen gebracht zu werden oder die Droge zu produzieren, die eine privilegierte Minderheit fordert. Ich muss dagegen kämpfen.“ (Lesebuch: Freiheit - 1938)

„Ich gebe zu, dass man (angesichts des Kriegs in Spanien nicht objektiv sein kann. Und das Grauen, das wir über den Vorgängen spüren, hat zu dieser Folgerung geführt: Wenn jemand auf deine Mutter eine Bombe fallen läßt, dann geh hin und wirf zwei auf seine Mutter. "(Leserbuch: Krieg - 1938)

"Die einzigen sichtbaren Alternativen sind entweder, dass man Wohnhauser zermalmt, menschliche Eingeweide herausreißt und Löcher in die Kinder brennt – oder aber dass man zu Sklaven von Leuten wird, die eher bereit sind, all dies zu tun, als man selbst. Noch niemand hat einen gangbaren Ausweg gefunden.“ (Lesebuch: Krieg - 1938)

„Es ist durchaus denkbar, dass wir in eine Zeitalter hinabgestiegen, wo zwei und zwei fünf ergeben, wenn unsere Führer es so sagen. Bertrand Russell weist nach, daß das Riesensystem organisierter Lüge, auf das sich Diktatoren stützen, ihre Anhänger von den Fakten abschneidet und sie gegenüber denen benachteiligt, die diese Fakten kennen. Das ist soweit ganz richtig, nur bedeutet es nicht, daß die Sklavengesellschaft, auf die Diktaturen hintreiben, deswegen unbeständig sein muss."(Leserbuch: Macht - 1939) Man kann sich leicht einen Staat vorstellen, wo die regierende Kaste die Untertanen, nicht aber sich selbst täuscht. Kann jemand behaupten, daß etwas Derartiges nicht bereits schon im Entstehen ist? Man braucht nur an die unheimlichen Möglichkeiten von Rundfunk, staatlich verwalteter Erziehung und so weiter zu denken, um den Spruch „Die Wahrheit wird sich durchsetzen" als frommen Wunsch zu erkennen und nicht als Axiom.“ (Leserbuch: Macht - 1939)

„Hitler hat die Falschheit der hedonistischen Lebenseinstellung erfaßt. Beinahe das gesamte westliche Denken seit dem letzten Krieg, sicherlich das ganze »progressive« Denken, beruht auf der stillschweigenden Annahme, daß der Mensch nichts weiter wünscht als Bequemlichkeit. Sicherheit und die Vermeidung von Schmerz. In einer solchen Lebensauffassung ist beispielsweise kein Platz für Patriotismus und die militärischen Tugenden.“ (Leserbuch: Hedonismus - 1940)

„Das Erste, was wir von einem Schriftsteller verlangen, ist, daß er keine Lügen erzählen soll, daß er sagt, was er wirklich denkt, was er wirklich fühlt. Das Schlimmste, was wir von einem Kunstwerk sagen können, ist, daß es unaufrichtig ist. Und dies gilt sogar noch mehr für die Kritik als für die kreative Literatur, bei der ein gewisses Maß an Affektiertheit und Manierismus und sogar ein gewisses Maß an völligem Humbug keine Rolle spielt, solange der Schriftsteller von Grund auf ehrlich ist.“ (Gewalt - 1941)

"Die moderne Literatur ist im Wesentlichen eine individuelle Angelegenheit. Sie ist entweder der wahrhaftige Ausdruck dessen, was ein Mensch denkt und fühlt, oder sie ist gar nichts.“ (Gewalt - 1941)

„Leute, die durch Geld und Kanonen vor der Wirklichkeit geschützt sind, hassen die Gewalt zu Recht und wollen nicht einsehen, dass sie Bestandteil der modernen Gesellschaft ist und dass ihre eigenen zarten Gefühle und edlen Ansichten nur das Ergebnis sind von Ungerechtigkeit, gestützt durch Macht. Sie wollen gar nicht wissen, woher ihre Einkünfte stammen. Zugrunde liegt der unbequeme Umstand, der so schwer wahrzusagen ist, dass die Rettung des Einzelnen nicht möglich ist, dass wir gewöhnlich nicht zwischen Gut und Böse zu wählen haben, sondern zwischen zwei Übeln. “ (Gewalt - 1941)

"Man kann die Welt von den Nazis beherrschen lassen, das ist ein Übel; oder man kann sie durch Krieg überwältigen, und das ist auch ein Übel. Eine andere Wahl steht uns nicht offen, und was immer wir entscheiden, wir werden nicht mit sauberen Händen davonkommen.“ (Gewalt - 1941)

„Die Wahrheit ist sehr einfach. Um zu überleben, muß man oft kämpfen, und um zu kämpfen, muß man sich schmutzig machen." (Krieg - 1942)

"Der Krieg ist ein Übel, und er ist manchmal das kleinere. Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen, und wer nicht zum Schwert greift, kommt durch stinkende Krankheiten um." (Krieg- 1942)

"Die Tatsache, daß man eine derartige Banalität niederschreiben muß, zeigt, was die Jahre des Rentier-Kapitalismus aus uns gemacht haben.“ (Krieg - 1942)

„Ich bemerke, mit welchem Erstaunen Leser zu entdecken scheinen, daß der Krieg kein Verbrechen ist. Hitler, so scheint es, hat nichts Strafbares getan. Er hat niemand vergewaltigt, auch nicht eigenhändig Beute davongetragen, noch hat er selber Gefangene ausgepeitscht, Lebendige begraben, Kinder in die Luft geworfen und auf dem Bajonett aufgespießt oder Nonnen mit Petrol getränkt und mit Kirchenkerzen in Brand gesetzt – all die Untaten, die man in Kriegszeiten dem Gegner gewöhnlich zutraut. Er hat lediglich einen Weltkrieg ausgelöst, der wahrscheinlich zwanzig Millionen Leben gekostet haben wird. Daran ist nichts Ungesetzliches. Wie könnte es auch, wenn Legalität eine Autorität voraussetzt und es eben keine Autorität gibt mit der Macht, über Grenzen hinaus zu wirken?“ (Krieg - 1943)

„Sämtliche Linksparteien in den hochentwickelten Industrieländern beruhen im Grunde auf einem Schwindel, weil ihre Tätigkeit darin besteht, gegen etwas zu kämpfen, das sie in Wahrheit gar nicht zerstören wollen. Ihre Ziele sind international, und gleichzeitig treten sie für die Aufrechterhaltung eines Lebensstandards ein, der mit diesen Zielen unvereinbar ist." (Sozialismus)

"Wir alle leben von der Ausplünderung asiatischer Kulis, wobei diejenigen, die “aufgeklärt” sind, die Befreiung aller Kulis fordern. Unser Lebensstandard jedoch und damit auch unsere “Aufgeklärtheit” hängen von einer fortgesetzten Ausplünderung ab. Human Gesinnte sind immer Heuchler." (Sozialismus)

„Die Geschichte von der moralischen Überlegenheit der Armen ist eine der verhängnisvollsten Formen des Eskapismus, die die herrschende Klasse entwickelt hat. Du magst zwar unterdrückt sein und beschwindelt werden, doch in den Augen Gottes bist du deinen Unterdrückern überlegen, und durch Filme und Zeitschriften kannst du ein Phantasie-Dasein genießen, in dem du über die Leute triumphierst, die dich im wirklichen Leben unten halten. In jeder Form von Kunst, die eine große Zahl von Leuten ansprechen soll, ist es beinahe noch nie da gewesen, daß ein Reicher einen Armen aussticht." (Armut -1944)

"Der Reiche ist gewöhnlich "böse, und seine Machenschaften werden beständig vereitelt. "Guter armer Mann besiegt bösen reichen Mann" ist eine allgemein anerkannte Formel, während wir, wenn es umgekehrt wäre, das Gefühl hätten, daß etwas nicht stimmt. Dies ist ebenso auffallend in Filmen wie in billigen Zeitschriften und vielleicht am auffallendsten in den alten Stummfilmen, die von Land zu Land reisten und ein sehr gemischtes Publikum ansprechen mussten. Die große Mehrheit der Leute, die einen Film sehen, ist arm, und also ist es lohnend, einen Armen zum Helden zu machen. Filmmagnaten, Pressekönige und dergleichen häufen ziemlich viel von ihrem Reichtum an, indem sie den Reichtum als sündhaft hinstellen." (Armut -1944)

"Die Formel 'guter armer Mann' besiegt bösen reichen Mann« ist einfach eine subtilere Version von der „Seligkeit im Himmel“. Sie ist eine Sublimierung des Klassenkampfes." (Armut -1944)

"Solange man von sich selbst als einem „starken, tüchtigen Garagisten“ träumen kann, der einem reichen Gauner einen Kinnhaken versetzt, braucht man sich um die wirklichen Fakten nicht zu kümmern. Das ist ein geschickterer Trick als die Reichtums-Phantasie.“ (Armut -1944)

„Was mich bedrückt, ist, wie die Leute dazu gebracht werden, schon vom nächsten Krieg zu sprechen. Jedes Mal wenn eine V2-Rakete losgeht, höre ich düstere Hinweise auf “das nächste Mal” und die Überlegung: “Bis dann wird man die Dinger wohl über den Atlantik schießen können.” Wenn man fragt, wer dann wohl gegen wen kämpfen wird, kommt keine klare Antwort. Es ist einfach Krieg, abstrakt – die Vorstellung, daß sich menschliche Wesen auch einmal mit Vernunft aufführen könnten, ist offenbar im Gedächtnis vieler Leute verblichen.“ (Krieg - 1944)

„Wenn sich herausgestellt hätte, daß die Atombombe ebenso billig und leicht herzustellen wäre wie ein Fahrrad oder ein Wecker, dann hätte sie uns sehr wohl in den Barbarismus zurückversetzen können, doch hätte es andererseits das Ende der nationalen Souveränität und des hochzentralisierten Polizeistaates bedeuten können. Wenn sie, wie es der Fall zu sein scheint, ein seltener und kostspieliger Gegenstand ist, der ebenso schwierig herzustellen ist wie ein Schlachtschiff, ist es wahrscheinlicher, daß sie großangelegten Kriegen ein Ende setzen wird, doch um den Preis, auf unabsehbare Zeit einen „Frieden, der keiner ist“, zu verlängern.“(Krieg - 1945)

„…Das ganze Argument, dass man nicht offen sprechen darf, weil man damit dieser oder jener unheilvollen einflussreichen Persönlichkeit “in die Hände spielt”, ist insofern unehrlich, als die Leute es nur verwenden, wenn es ihnen passt. Hinter diesem Argument liegt immer die Absicht, Propaganda für irgendeine einzelne Interessengruppe zu betreiben und Kritiker so weit einzuschüchtern, daß sie schweigen, indem man ihnen sagt, daß sie »objektiv gesehen« reaktionär sind. Es ist ein verlockendes Manöver, und ich habe es selbst, mehr als einmal benutzt, aber es ist unehrlich. Ich glaube, man ist weniger dazu geneigt, wenn man sich daran erinnert, daß die Vorteile einer Lüge immer kurzlebig sind. Wie oft erscheint es einem eine ausdrückliche Pflicht, die Fakten zu verheimlichen oder zu färben! Und trotzdem kann ein echter Fortschritt nur durch vermehrte Aufklärung stattfinden, was so viel bedeutet wie die fortwährende Zerstörung von Mythen. Das Dumme ist, dass die Reaktion der Leute, wenn man sie belügt, dann umso heftiger ist, wenn die Wahrheit durchsickert, was die letztes Endes meistens tut.“ ( Die Veränderbarkeit der Menschlichen Natur -1945)

„Eine Menge Leute, die durchaus imstande sind, in Bezug etwa auf Seeigel oder die Quadratwurzel von 2 objektiv zu sein, werden schizophren, wenn sie an die Quellen ihres eigenen Einkommens denken müssen. Was beinahe alles ungültig macht, was über den Antisemitismus geschrieben wird, ist die Annahme im Geiste des Schriftstellers, daß er selbst immun dagegen sei… " (Lesebuch: Anti-Semitismus - 1945)

"Der modernen Zivilisation fehlt etwas, irgendein psychologisches Vitamin, und folglich unterliegen wir alle mehr oder weniger diesem Irrsinn, zu glauben, daß ganze Rassen oder Nationen auf mysteriöse Weise gut oder auf mysteriöse Weise schlecht sind. Ich möchte den modernen Intellektuellen sehen, der genau und ehrlich seine Seele erforscht, ohne auf nationalistische Treue- Lind Hassgefühle zu stoßen." (Leserbuch, Anti-Semitismus - 1945)

"Es ist die Tatsache, daß er die emotionale Zugkraft solcher Dinge spüren und sie dennoch nüchtern als das sehen kann, was sie sind, die ihm den Status eines Intellektuellen verleiht. Man wird daher einsehen, daß der Ausgangspunkt für jede Erforschung des Antisemitismus nicht sein sollte: „Warum spricht dieser offensichtlich irrationale Glaube andere Leute an?“, sondern: 'Warum spricht der Antisemitismus mich an? Was ist es an ihm, das ich als wahr empfinde?' Wenn man diese Frage stellt, entdeckt man zumindest seine eigenen Rationalisierungen, und es kann dann möglich sein, herauszufinden, was unter ihnen liegt. Der Antisemitismus sollte erforscht werden…“ (Leserbuch, Anti-Semitismus - 1945)

„Wo kein Platz mehr für spontane Ideen ist, wird literarisches Schaffen zur Unmöglichkeit, ja die Sprache selbst verdorrt. Einmal, in Zukunft, wenn der menschliche Geist zu etwas völlig anderem geworden ist, als wir bisher darunter verstanden haben, wird man vielleicht lernen, literarisches Schaffen und geistige Wahrheit voneinander zu trennen. Heute wissen wir nur, dass die Phantasie sich wie bestimmte Tierarten in der Gefangenschaft nicht fortpflanzt.“ (Freiheit - 1946)

„Die Idee der intellektuellen Freiheit ist in unserm Zeitalter einem Angriff aus zwei Richtungen ausgesetzt. Auf der einen Seite sind es die Totalitarismus; auf der andern ihre unmittelbaren, praktischen, die Monopole und die Bürokratie." (Freiheit - 1946)

"Jeder Schriftsteller oder Journalist, der sich seine geistige Integrität bewahren möchte, wird daran mehr durch den allgemeinen Trend der Gesellschaft als durch tatsächliche Verfolgung gehindert. " (Freiheit - 1946)

"Was sich ihm in den Weg stellt, ist die Konzentration der Presse in den Händen einiger- weniger reicher Männer, die Monopolherrschaft bei Radio und Film, die geringe Neigung des Publikums, Geld für Bücher auszugehen, was fast jeden Schriftsteller zwingt, sich seinen Unterhalt durch unschöpferische Kleinarbeit zu verdienen; es ist die Bevormundung durch Behörden wie das Informationsministerium und den Britisch Council, die dem Schriftsteller helfen, am Leben zu bleiben, gleichzeitig aber seine Zeit vergeuden und ihm ihre Ansichten aufzwingen; und schließlich die seit zehn Jahren andauernde Kriegsatmosphäre, deren zermürbender Einwirkung sich keiner hat entziehen können." (Freiheit - 1946)

"Alles in unserer Zeit hat sich verschworen, aus dem Schriftsteller wie dem Künstler so etwas wie einen subalternen Beamten zu machen, der Themen behandelt, die von oben bestellt werden, wobei er nie das ausdrücken kann, was er für wahr hält.“ (Freiheit - 1946)

„Totalitarismus benötigt eine unausgesetzte Abänderung der Vergangenheit und führt auf die Dauer zur Skepsis an einer objektiven Wahrheit. Freunde des Totalitarismus in diesem Lande benutzen gern das Argument, daß absolute Wahrheit doch unerreichbar und eine große Lüge dabei - nicht ärger sei als eine kleine. "Falls Freiheit überhaupt irgendetwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen." (Totalitarismus - 1946)

"Weiter heißt es, daß alle Geschichtsschreibung unklar und ungenau sei, und die moderne Physik habe bewiesen, daß, was uns als reale Welt erscheine, eine Illusion und also das Vertrauen auf unsere sinnlichen Wahrnehmungen nichts als gewöhnliches Philistertum sei." (Totalitarismus - 1946)

"Eine totalitäre Gesellschaft, die sich lange Zeit behaupten könnte, würde vermutlich in geistiger Schizophrenie enden, bei der die Gesetze des gesunden 'Menschenverstandes' im praktischen Leben und in bestimmten exakten Wissenschaften ihre Gültigkeit behalten, vom Politiker, Historiker, Soziologen aber mißachtet werden dürften." (Totalitarismus - 1946)

"Heute schon gibt es viele Leute, die die Verfälschung eines wissenschaftlichen Werkes für einen Skandal halten würden, in der Verfälschung einer historischen Tatsache dagegen nichts Böses sehen.“ (Totalitarismus - 1946)

„Der Unterschied, auf den es wirklich ankommt, ist nicht der zwischen Gewalt und Gewaltlosigkeit, sondern zwischen der Neigung zur Machtausübung und der Abneigung dagegen. (Gewalt -1947)

"Es gibt Leute, die von der Verwerflichkeit der Armee wie der Polizei überzeugt und dabei viel intoleranter und inquisitorischer in ihren Anschauungen sind als Normalmenschen, die glauben, dass es unter bestimmten Umständen notwendig ist, Gewalt anzuwenden. Sie werden nie zu jemandem sagen: „Tu dies und das oder du kommst ins Gefängnis“, aber sie werden sich, wenn sie können, seines Gehirns bemächtigen und ihm bis in die letzten Einzelheiten vorschreiben, wie er zu denken hat.“ (Gewalt -1947)

„Eine Ideologie annehmen heißt immer ein Erbe an ungelösten Widersprüchen übernehmen. Man braucht zum Beispiel nur daran zu denken, dass jeder vernünftige Mensch von der Industrialisierung und ihren Produkten angewidert ist und gleichzeitig weiß, dass die Überwindung der Armut und die Befreiung der Arbeiterklasse nicht weniger, sondern immer mehr Industrialisierung erfordern. Oder die Tatsache, dass bestimmte Arbeiten absolut notwendig sind und doch nie getan werden würden, es sei denn unter einem gewissen Zwang. Oder die Notwendigkeit einer starken Militärmacht, um eine wirksame Außenpolitik treiben zu können." (Ideologien - 1948)

"Aus all diesen Fällen ergibt sich eine Schlussfolgerung, die klar auf der Hand liegt, die man aber nur ziehen kann, wenn man als Individuum von der offiziellen Ideologie abweicht. Die normale Reaktion besteht darin, die Frage unbeantwortet in den letzten Winkel des Gehirns zu schieben und die alten Schlagworte mit all ihren Widersprüchen herzubeten.“ (Ideologien - 1948)

„Politische Sprache dient dazu, dass Lügen wahr klingen und Mord respektabel und um dem reinen Wind einen Anschein von Festigkeit zu geben."(Ideologien - 1948)

"Freiheit ist die Freiheit zu sagen, daß zwei und zwei gleich vier ist. Sobald das gewährleistet ist, ergibt sich alles andere von selbst." (Menschsein - 1949)

"Leute die durch Geld und Kanonen vor der Wirklichkeit geschützt sind, hassen die Gewalt zu Recht und wollen nicht einsehen, dass sie Bestandteil der modernen Gesellschaft ist und das ihre eigenen zarten Gefühle und edlen Ansichten nur das Ergebnis sind von Ungerechtigkeit, gestützt durch Macht."(Menschsein - 1949)

"Wir leben in einem Alptraum, gerade weil wir uns das irdische Paradies einrichten wollten." (Menschsein - 1949)

"Aus all diesen Fällen ergibt sich eine Schlussfolgerung, die klar auf der Hand liegt, die man aber nur ziehen kann, wenn man als Individuum von der offiziellen Ideologie abweicht. Die normale Reaktion besteht darin, die Frage unbeantwortet in den letzten Winkel des Gehirns zu schieben und die alten Schlagworte mit all ihren Widersprüchen herzubeten.“ (Ideologien - 1948)

„Politische Sprache dient dazu, dass Lügen wahr klingen und Mord respektabel und um dem reinen Wind einen Anschein von Festigkeit zu geben." "Freiheit ist die Freiheit zu sagen, daß zwei und zwei gleich vier ist. Sobald das gewährleistet ist, ergibt sich alles andere von selbst." (Menschsein - 1949)

"Leute die durch Geld und Kanonen vor der Wirklichkeit geschützt sind, hassen die Gewalt zu Recht und wollen nicht einsehen, dass sie Bestandteil der modernen Gesellschaft ist und das ihre eigenen zarten Gefühle und edlen Ansichten nur das Ergebnis sind von Ungerechtigkeit, gestützt durch Macht."(Menschsein - 1949)

"Wir leben in einem Alptraum, gerade weil wir uns das irdische Paradies einrichten wollten." (Menschsein - 1949)

„Das Wesentliche des Menschseins liegt darin, nicht Vollkommenheit anzustreben, sondern bereit zu sein, um der Treue zu einem Menschen willen auch eine Sünde zu begehen, das Asketentum nicht so weit zu treiben, dass jede freundschaftliche Verbundenheit unmöglich wird, und sich darauf gefasst zu machen, am Ende besiegt und mit leeren Händen dazu stehen, der unvermeidliche Preis dafür, seine Liebe auf andere menschliche Einzelwesen fixiert zu haben.“ (Menschsein - 1949)

„Und dieser Saal mit seinen rund fünfzig Angestellten war nur eine Untersektion, eine einzelne Zelle sozusagen, in dem gewaltigen Komplex der Dokumentation-Abteilung. Neben, über und unter ihnen waren andere Scharen von Angestellten mit einer unvorstellbaren Vielfalt von Jobs beschäftigt.
Da gab es die riesigen Druckereien mit ihren Redakteuren, Typographen und raffiniert ausgestatteten Studios. In denen Fotos getürkt wurden.
Da gab es Tele-Programm-Sektion mit ihren Technikern, Produzenten und Teams von Schauspielern, die speziell im Hinblick auf ihr Stimmenimitationstalent ausgewählt worden waren.
Da gab es die Heerscharen von Bibliothekaren, deren Aufgabe lediglich darin bestand, Listen von Büchern und Zeitschriften aufzustellen, die eingezogen werden sollten.
Da gab es die gewaltigen Magazine, wo die korrigierten Dokumente aufbewahrt, und die verborgenen Feuerungsanlagen, wo die Originalausgaben vernichtet wurden.
Und irgendwo saß, ganz anonym, der Gehirntrust, der das alles koordinierte und die politische Grundlinien festlegte, die es erforderlich machten, daß dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht und wieder ein anders ausgelöscht wurde.“ (Romanwerk 1984)

(Was der Mitte 20. Jahrundert wie eine Utopie vom Orwell aussah, obwohl hat er doch die Utopie "1984" nicht selbst völlig ausgedacht habe, sondern die Elemente des praktischen jüdisch-Bolschwistischen Sozialismus ohne darauf zu hinweisen in seinem Werk aus der Erfahrungen der Emigranten und Fluchlingen aus der "UdSSR" als Grundlage für seinem Werk "1984" benutzte. Orwell hat diese logische Perspektive nach 30 Jahren "ausgedacht" und etwas schon über die Fälschungen des 2. Weltkrieges bereits 1947 wußte. Damals in New York und Moskau tatsächlich wurden zwei große Geschichtfälschungs Behörden entstanden um mit künftigen "Holocaust"-Doktrin die Menschheit zu erschütteln und dreiste Lüge als "historische Tatsache" zu präsentieren. - Anm. JB)


REINHOLD OBERLECHNER (2006)

"Kunde, die vorgeschrieben ist und deren Bezweiflung mit Strafen bedroht wird, kann offenkundig keine Offenkundigkeit sein, sondern nur ein gesetzlich geschütztes Dogma"




JOSÉ ORTEGA-Y-GASSET (1883-1955)

„Alles, was heute auf dem Erdball geschieht, wird mit dem Scheitern des Anspruchs der Massen auf Führung des europäischen Lebens enden."

"Das Heil der Demokratie hängt von einer geringfügigen technischen Einzelheit ab: vom Wahlrecht. Alles andere ist sekundär."

"Der Wunsch nach etwas ist letzten Endes ein Streben danach, es zu besitzen; wobei Besitz auf eine oder andere Weise bedeutet, dass der Gegenstand in unseren Lebenskreis eintreten und gleichsam einen Teil von uns bilden soll. Der Wunsch hat einen passiven Charakter. Ich bin das Gravitationszentrum und erwarte von den Dingen, dass sie mir zufallen. Umgekehrt ist in der Liebe alles Aktivität. Der Liebende geht aus sich heraus zu dem Objekt und ist in ihm."

"Die Juden sind allerorten ein Ingrediens der Unruhe, und ein heilsames nach meiner Überzeugung; denn sie sind viel auf dem Planeten gewandert und fühlen kosmopolitischer als irgendein anderes Volk. Ihr Horizont fallt nie mit dem des Landes zusammen, das sie beherbergt."

„Die Liebe ist vielleicht der höchste Versuch, den die Natur unternimmt, um das Individuum aus sich heraus und zu dem anderen hinzuführen. Im Wunsch suche ich, den anderen zu mir zu ziehen, in der Liebe werde ich zu ihm hingezogen."

„Ihrem eigenen Trieb überlassen, neigt die Masse, sie sei, wie die sei, plebejisch oder „aristokratisch“, immer dazu, aus Lebensbegierde die Grundlagen ihres Lebens zu zerstören.“

"Manche Menschen richten ihr Leben so ein, daß sie von Vorspeisen und Beilagen leben. Das Hauptgericht lernen sie nie kennen."

„Masse und Kollektiv können in der Tat ohne Wahrheit leben. Sie sind ihrer weder bedürftig nach fähig.“

“Normen, Höflichkeit, Rücksüchten, Gerechtigkeit, Vernunft! Warum erfand man das alles? Wozu der ganze Umstand? All das läßt sich in dem Wort Zivilisation zusammenfassen, das durch den Begriff des Civis, des Bürgers, hindurch seinen Ursprung enthüllt. Diese Hilfsmittel der Zivilisation bekunden den ursprünglichen und fortwirkenden Wunsch jedes Individuums, mit allen anderen zu rechnen. Zivilisation ist in erster Linie Wille zur Gemeinschaft.”

"Rom repräsentirt in der Geschichte den Geist des Rechtes."


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