Das Leben mit den 16 gestrichenen Jahren

Im Hintergrund hören Sie ein Lied vom Gerd Knesel (1946-1992), der das Lied EIN BRIEF AUS DEM GULAG vertönt und gesungen. Gerd Knesel wurde zu Opfer eines Antifa-Fanatikers in Coburg. Wir haben damals bei vielen Veranstaltungen zusammen gewesen. Seine Stimme ist vergesselich - klar und sehr überzeugend.

Ich bin am 22.11.1940 in Finnland (Vipori/Wyborg) geboren. Nach dem 2. sowjetischen Attacke auf Finnland (sog. "Winterkrieg") Moskau annektierte Südlappland und Ostkarelien, sowie Portkala-Uud, Insel in Finnischen Meerbusen, welche Nikita Chruschtschow 1962 an Finnland zurückgab.

Der Nachfolgestaat Russland, nach dem 1991 die "UdSSR" aufgehörte zu existieren, jedoch trotz der massiven Protesten und Klage Finnlands beim Europäischen Gerichtshof immer noch aus Angst, dass auch Karelien, die von Zaren 18. Jahrhundert erobert wurde, wird mit Finnland vereinigen und dadurch, so damaligen Präsident Jelzin bestehe "eine Gefahr für Russlands Norden".

Ich lebte in der "UdSSR" als Apatride mit dem sog. Nansen-Pass erst in Kohtla Järve (Estland), das auch seit 1944 zum 2. Mal durch die Sowjets besetzt wurde und dann in Kronstadt (finn. Insel Kootlin).

Meine Eltern, wie auch andere 60.000 finnische Bürger in die UdSSR verschleppt. Mein Vater stammte aus Königsberg, die Mutter gehörte zur bekannte Familie Vähäsalo. Beiden sind in dem GULAG, wie es später mir mitgeteilt wurde eines "natürlichen Todes" gestorben.

Im Februar 1963 wurde ich durch KGB in Königsberg verhaftet und wegen der sog. "Antisowjetische Propaganda und Agitation" in mehreren Inseln des Archipels Gulag 16 jahrelang als "besonders gefährlicher Staatsverbrecher" isoliert. Die Anklage bestand aus 44 Punkten. Es ging meistens um Gespräche mit Bürger, in denen ich sollte die sowjetische Regime als Tyrannei bezeichnete, dann um von mir "erstellten" Manuskripten mit Gedichten, Prosa und "pseudowissenschaftlichen" Aufsätze, wo ich angeblich nicht nur das kommunistische System verleumdet, sondern rief zur Beendigung der "jüdisch-bolschewistischen Jochs", "Befreiung der versklavten Völker der UdSSR" und damit versuchte die Sowjetische Macht zu "schwächen und untergraben".

Mir wurde auch vorgeworfen "Verbreitung der antisowjetischen Literatur" und "Herstellung der antisowjetischen Schriften", sowie antisowjetische Agitation bei den "nicht moralisch stabilen Mitbürger" und Kontakte mit den "reaktionären Nationalisten in Baltikum und in der Westukraine". Die Hauptbeweise waren die handgeschriebene und mit einer Schreibmaschine herstellte Kopien von Aufsätzen: u. a. "Die Affen, Kommunismus und Schmarotzer", "Gammelfleisch vom Mausoleum", "Reportage aus dem Finsternis", "Aus drei Stalins fünf Lenins", "GULAG-Reiseführer", "Untergang des jüdische-bolschewistischen Imperiums", "Deutschland hat Russland besiegt", "Sowjetisches Israel in Birobidshan", sowie Kontakte mit ausländischer Presse, Herstellung von Flugblätter, Karikaturen gegen "Herrschaft der Juden" und Verbreitung der verbotenen Werken von Warlam Schalamow, Milovan Djilas und zahlreichen antisowjetischen Publikationen und Bücher antikommunistischen Autoren des Westens und auch "Verrat an der Heimat".

Nachdem ich in litauischen Virbalis (an die Grenze zu Weißrussland) aus dem Zug nach Königsberg von KGB Leute zum Adolf-Hitler-Platz bei Südbahnhof in die Anstalt des KGB gebracht wurde, wurde ich nach Lubjanka-Zentrale in Moskau überstellt und dort zum 1. Mal bei der sog. "Serbski Institut" (also Institut für forensische Psychiatrie namens Prof. Serbski) eine Untersuchung bestand und Prof Daniil Lunz feststellte, dass ich "zurechnungsfähig" bin, wurde ich zurück nach Königsberg geschickt.

Da Untersuchungsrichter, Staatsanwalt, Richter und auch Verteidiger alle jüdischer Herkunft, sowie Mitglieder der KPdSU waren, forderte ich die Nichtjüdischen und parteilosen Besatzung des Gerichtes. Nur in einem Punkt wurde meine Forderung ausführt. Der jüdische Rechtsanwalt wurde entfernt und ich durfte mich selbst verteidigen. Die "Beweisaufnahme" wurde begrenzt nur mit meiner Bestätigung, dass alle 129 "antisowjetischen Dokumente" wurde von mir selbst erfasst. In meinem Plädoyer 6 Std. lang habe ich meine Betätigung als normale Meinungsäußerung erklärt und mich nicht als schuldig erklärt und damit Freispruch gefordert. Der jüdischer Richter Rabinowitsch hat nur gelacht und zeigte mit Finger am Stirn, dass ich verrückt sei.

Der Staatsanwalt Ruwim Harisch wollte aber nicht die jüdischen Zeugen, die mir anti-semitische Propaganda vorgeworfen haben, zuhören um meiner Selbstverteidigung befördern und merkte, dass die Partei (also KPdSU) tatsächlich "die jüdischen Verräter seiner Zeit wurden richtig behandelt" und konzentrierte sich auf meine ausländische Herkunft, "geheime Kontakte" mit Verwandten in Zürich, München, Wien und Paris und qualifizierte mich als "einen überzeugten Faschist", nur deswegen, dass ich manche Zitaten aus "Mein Kampf" über die Juden präsentierte. Er forderte 7 Jahre KZ und 5 Jahre Verbannung.

Der Richter Samil Rabinowitsch begründete mildes Urteil wegen meiner "offene Rede" und "sonstigen wahren Umständen" der Stalinspolitik gegenüber der reaktionären jüdischen Zionisten und sogar zitierte meinen Aufsatz: "Stalin und zionistische Verschwörung": 5 Jahre KZ und 3 Jahre Verbannung und beendete Prozess mit den Worten: "Ich hoffe, dass Sie haben die Zeit zu überlegen ob auch andere politische Entscheidungen unserer Partei richtig waren und sind. Versuchen Sie richtig verstehen was die Partei für Völker der UdSSR richtig gemacht und bereuen Sie Ihre falschen Einstellungen - wir sind bereit dann Sie vorzeitig zu entlassen." Der Prozess dauerte nur 8 Stunden, was für diese Zeit schon merkwürdig war. Normalerweise solche "Prozessen" dauerten damals nur höchsten 1-2 Stunden.

Eine vorzeitige Entlassung fand aber nicht statt. Ich wurde in eine KZ ("Konzentrationslager Zentrale") nach Temnajki (etwa 600 km östlich von Moskau) in die sog. Mordwinische ASSR geschickt, wo seit 1918 in einem Komplex aus 39 KZ waren über 2 Mio. Menschen gewesen. Das Ort "TEMNIKI" hat ja passende Bedeutung - in Russischem bedeutet FINSTERNIS. Dort 1964 waren 29 KZ für einheimischen 2 KL für Ausländer und weitere 8 für sog. "besonders gefährliche Staatsverbrecher und Rückfalltäter."

In wenigen Monaten wegen der Verweigerung der Sklavenarbeit wurde ich ins Zuchthaus Wladimir an der Kljasma überstellt und dort fast 2 Jahre in Einzelhaft verbracht. Dann wieder Temniki (übrigens schon wieder ein passende Name (In Russisch bedeutet das DUNKELHEIT). 1967 wurde ich nach Sibirien nach Pojmo-Tiny Dorf in Khakassien (Südost Sibiriens) verfrachte und sollte dort sog. Verbannung 5 Jahre genießen. Aber wegen meiner Kontakte und Fortsetzung der publizistischen Arbeit wurde ich in 6 Monaten erneut verhaftet. Just 2 Tage nach dem die sowjetischen Panzer über Prag rollten. Die neue Anklage war: "Fortsetzung der verbrecherischen Antisowjetischen Tätigkeit." (also Wiederbetätigung, wie das in Österreich auch heute heißt). Wie auch vor 5 Jahren wurde mir vorgeworfen die anti-sowjetischen Berichte nach Westen zu schmuggeln und insbesondere wegen meiner Tagebuch über meinen Aufenthalt in Anstalten von Lubjanka, Temnajki und Wladimir: "Die UdSSR kann nicht überleben: Berichte aus dem Gulag".

In der Provinz war es etwas locker, denn von Moskau das Ort fast 7000 Km. entfernt ist. Zwar in Krasnojarsk die KGB-Angehörige und Staatsanwälte waren alle Juden, aber der Richter von Abakan war ein Russe - er ließ mir 3 Tagen mein Letztes Wort sprechen in dem ich versuchte das Prinzip non bis in idem (nicht zweimal für dasselbe) verständlich machen. Das Gerichtsaal in Abakan war voll der jungen KGB-Kader von und ich habe sofort bemerkt: viele haben nicht so typisch hasarisch ausgesehen, wie in Moskau, Königsberg oder Wladimir. Auch dort in der Hauptstadt vom Khakassien (westlich der Baikalsee) der Richter hat entschlossen für ein mildes Urteil. Anstatt angeforderte von dem Staatsanwalt Katznelson 15 Jahren, wurde ich nur zu 7 Jahre KZ + 9 Jahre Verbannung verurteilt (also 4 Jahre Rest von Königsberger Urteil + 5 neue von Abakan). Ich wurde sofort nach Lubjanka abtransportiert und dann noch weitere 6 Monaten in Lefortowo Gefängnis gesperrt und zum 2. Mal in Serbski Institut auf Zurechnungkeitszustand geprüft. Dann wurde wieder in KZ von Temniki diesmal unter Namen Udarnyj als "besonders gefährlicher Staatsverbrecher und Rückfalltäter in gestreifte Lageruniform gebracht.

Zu den früheren Erfahrungen durch unzähligen sog. Transitanstalten zwischen Königsberg und Klutschi am Baikalsee und Zuchthäuser wie Wladimir und Saransk habe ich endlich streng bewachte und isolierten Zonen ganze Menge der "Konterrevolutionäre", "Verräter" und "Spione" kennengelernt. Von der 80-er Duma Abgeordneten von St. Petersburg Rostislav Gorelow, der seit 1929 inhaftiert wurde und weniger jungen japanischen Gen. Tanaka, Kardinäle von Litauen Petras Kasimiras Paulaitis und der Ukraine Josip Slipyj, der Sohn von Gen. Roman Schuchewitsch, der leitete OUN (Ukranische Befreiungs Armee), ebenfalls die Söhne von bekanntesten Bolschewiki wir Antonow-Ovseenko, Alexander Serow, Goga Swanidse (Neffe von Stalin) und alten Professoren aus Russischem Reich, wie Kurganow, Lebedew, Krasnow. Eine Besonderheit war die ausländischen Kommunisten wie Nijazi Dedebash, Jean-Pierre Dalmaunt, Richard Schweizer, Cecill Armand Power, Edward Smith aus der Türkei, "CSSR", Frankreich und Belgien, Großbritannien, Spanien, Italien, Polen, Ungarn und USA.

Das größte Kontingent der "Verräter" und "Spione" lieferte die "DDR" und BRD. Es waren auch viele Touristen aus europäischem Raum, insbesondere die Italiener, Franzosen und Deutsche. Es waren auch "Terroristen" aus Baltischen durch Sowjets besetzten Ländern wie Litauen, Lettland und Estland und auch Moldawien, es waren dort viele Spanische und Griechische Kinder, die nach der "Bürgerkriegen" in die "UdSSR" geholt wurden. Die Jungesten waren ich und ein braver Student aus Burkina Faso und auch ein Paar der Russischen "Faschisten" und noch dazu "Agent des Vatikans" Anatole Provotore, ein paar Australier, Kanadier, Argentinier und Südafrika. Diese Galerie will ich mit einem Graf Sigismund Potozky und Wladislaw Korsch - beiden waren eigentlich Polen der deutschen Herkunft und landeten im Gulag wegen Beihilfe zum Flucht der europäischer Ausländer aus der "UdSSR", sowie lieferte aus dem Westen Berge der verbotener Literatur, sowie Missionare von "Licht im Osten" und "Trans World Radio" in Monako.

Es ist unglaublich aber war: der Gulag war international, selbst die Israels "Spione" deutscher Herkunft nicht verschont wurden, einer davon sollte später den Solschenizyn überredet der Namen seines Lebenswerk von ursprünglichen Titel "Die Geschichte unserer Kanalisation" zum "Archipel GULAG" umzurennen.

Schließlich wurde ich doch nach Wladimir wieder geschickt. Eines Tages doch entlassen und wieder nach Temniki geschickt. 1972 wurde ich nach Lubjanka abtransportiert und dort wegen des Hochverrats nach dem § 64 StGB der UdSSR angeklagt. Mir drohte nun die Todesstrafe oder Minimum 15 Jahre Haft. Ich sollte geheime Instruktion aus Wladimir an Dissidenten geschmuggelt haben um eine Umstürz der Sowjetmacht zu vorbereiten. Als Beweis wurde das Buch von Jules Michelet "Le peuple" (1846) wo ich Notiz über Recht der Bürger auf Widerstand gegen den Tyrannen unterstrichen und mit Notiz verseht: "Dies wäre bei uns notwendig". "Die Instruktion" hat jedoch für eine Anklage nicht gereicht.

Zum 3. Mal wurde in nach Serbski Institut geschickt. Schon genannter Prof. Daniil Lunz zusammen mit Tochter von Felix Dzerschinski Prof. Margartete Talze haben mich als Unzurechnungsfähig erklärt. So landete ich in Smolensk Vorort Sytschowka ein "psychiatrischer Sonderhaftanstalt des KGB" für fristlosen Aufenthalt. Inzwischen das System hat schon die Kontrolle über den Bürger fast verloren. Die jüdischen Dissidenten wollten zwar den Kommunismus retten, aber ihn mindestens ein menschliches Gesicht anpassen. Das exklusiv jüdische Personal bei allen Anstalten und KGB selbst wurde nicht mehr dominiert.

In zwei Jahren auch in Sytschowka plötzlich fast alle jüdischen Ärzte sind langsam verschwunden. Die jungen Ärzte hielten mich für normal und sogar unterstützten. Mit ihrer Hilfe habe ich viele Angaben über die zeitlose Sperrung von Tausenden politischen Häftlingen nach Westen geschmuggelt. 1978 kam zum Skandal. In Honolulu die sowjetischen Psychiatrie Verband wurde wegen Missbrauch der Psychiatrie zu politische Zwecke aus dem internationalen Verband ausgeschlossen. Ukrainische General Petro Grigorenko, den Sohn 1921 ermordeten durch NKWD russischen Dichter Sergej Jesenin, Alexander und ich wurden als Beispiel dabei bekannt gemacht. Der Präsident des internationalen Verbandes für Psychatrie - Schweizer Prof. Dr. Charles Durand (Die Schweiz) forderte Entlassung aller politischen Gefangenen, die unter falsche Diagnose in sowjetischen Psychiatrischen Gefängnissen gesperrt worden waren. General Grigorenko wurde als erster entlassen und für Behandlung nach New York geschickt und nach einem Tag TASS informierte, dass er wegen seiner antisowjetischen Tätigkeit aus der "UdSSR" ausgewiesen und seine sowjetische Staatsbürgerschaft aberkannt wurde.

Ich wurde erst nach Smolensk Haftanstalt überstellt und dort musste mit 26 sog. Insulinschocks und Elektroschocks "behandelt". Dabei kam bei mir zum Herzstillstand - jedoch Moskau wollte nicht, dass ich im Gefängnis sterbe. Spezialisten aus Moskau zwar waren KGB jüdischen Ärzte, aber in eine Woche war ich wieder transportfähig und landete in Krasnojarsk, wo ich sollte noch sieben noch nicht verbüßten Strafe absitzen und danach auch 9 Jahren bis April 1989 in Verbannung bleiben. Aber Moskau war in Panik und sibirische Behörden haben mich aus Gefängnis entlassen und wieder nach Pojmo-Tiny geschickt, wo ich unter Aufsicht des KGB musste nur die Verbannungsstrafe abbüßen.

Im November 1978 wurde ich plötzlich vom KGB abgeholt und nach mit Flugzeug nach Moskau gebracht. In Lubjanka wurde mir mitgeteilt, dass die falsche Diagnose "soziale Psychopathie" wurde aberkannt und die Herren von einer internationale Kommission wollen mir untersuchen. Tatsächlich Prof. Harry Low-Bier (London) und Prof. Friedrich Weinberger (München) waren schon da. Sie und die Gruppe jungen Assistenten auch aus der "UdSSR" haben keine psychischen Störungen bei mir gefunden. Ich wohnte im Hause von Gen. Grigorenko noch etwa drei Tagen. Da kam plötzlich die Polizei und erklärte mir, dass als "besonders gefährliche Staatsverbrecher" ich Moskau sofort verlassen muss. Ich wurde durch die Polizei nach Smolensk gebracht angeblich deswegen, dass Smolensk wurde als "mein letztes Domizil" zuerkannt. Ich durfte aber weiter reisen nach Roslawl, wo ich meine Freuden hatte und unter Polizei Kontrolle leben sollte.

Da ich aber die Verbote mißachtet und sofort nach Baltikum reiste, die KGB Agenten, wie damals typisch war, begleitete mich überall quasi "unauffällig" - ich konnte auch St. Petersburg, Kronstadt, Kochtla-Järve, Königsberg und Lemberg besuchen. Als ich zurück nach Roslawl bei Smolensk kehrte, in meinem Haus waren schon unerwartete Gäste von KGB, die versuchten mir zur sowjetische Staatsbürgerschaft erzwingen, ich blieb bei meiner Forderung den Nansen-Pass mir zurück zu geben, stattdessen habe ich eine Bescheinigung bekommen, in dem stand, dass ich "staatenlos" bin und damit kann einen Fremdenpass in der "UdSSR" beantragen.

Nach meiner zweiten Reise in die Ukraine und Nordkaukasus habe ich zum letzten Mal von KGB besucht. Sie haben mir ein Ultimatum gestellt: entweder ich verlasse die UdSSR oder werde zurück nach Krasnojarsk deportiert. Die Deutsche Botschaft in Moskau hat mir eine Einladung geschickt. Kurz vor Weihnacht 1979 wurde ich offiziell aus der "UdSSR" ausgewiesen und sollte nach Warschau reisen und von dort nach Deutschland. Deutsche Behörden haben nach meinem Treffen mit Franz-Josef Strauß (der vor einem Jahr sein Protest nach Moskau, mit der Bitte mich zu entlassen, geschickt) in München mich "übernommen". Seitdem lebe ich in Frankfurt am Main.

Erst 1991 wurde ich von Moskau offiziell rehabilitiert, die Justizbehörde der Russische Föderation hat mich informiert das alle Strafverfahren gegen mich eingestellt wurde und sogar angeboten mir eine Kompensation (Wiedergutmachung) 54.342 Rubel und 50 Kopeken (damals umgerechnet 4,96 DM) für 16 Jahre Haft, die ich doch nie bekommen habe.

Da ich seit 14 schrieb gern Gedichte und Aufsätze, nach Entlassung aus dem Gulag bin ich als freier Journalist tätig. Bis zu Ender der „UdSSR“ war ich aktiv bei der Internationalen Gesellschaft der Menschenrechte in Frankfurt und Hunderte Vorträge gehalten über die Lage der Menschenrechte in de damaligen „UdSSR“. Ich reise gern über die Welt herum und beobachte das Leben, aber noch nie bei einer Urlaubsreise gewesen.

Zwar habe ich in Deutschland Internationales Recht und Informatik studiert, der Schwerpunkt meiner Publikationen ist die Geschichte und insbesondere Geschichte des Sozialismus. Mich interessiert die Rechtlage in Deutschland (weil mein Land immer noch kein souveräner Staat ist. Außerdem beobachte ich seit Jahren die Entwicklung der Erpressung Deutschland durch jüdische Organisationen wegen der sog. "Holocaust". Noch in der "UdSSR" wurde ich schockiert mit der Meldung, dass die UNO erklärte Ausnahme für die Verjährungsfrist für "NS-Verbrecher" für unzulässig. Deutschland hat die Verjährungsfrist für Mord durch Bundestag mehrfach verlängern, mußte aber 1979 schließlich ganz aufgehoben. Diese Ausnahme hat mich schon damals zum Gedanken gebracht: die UNO hat damit die wichtigste christliche Ganden-Prinzip zugunsten der jüdische Religion, die keine Gnade kennt, damit geopfert. Interessant dabei ist, dass bei meinem ersten Prozess meinen Protestbrief an die UNO wurde zwar durch KGB konfisziert, aber während des Prozesses damals wurde behauptet, das ich damit ausnahmsweise Recht habe.

Ich bin röm. katholisch, parteilos. Meine Gesinnung ist christlich-freiheitlich. Ich betrachte die Welt aus meiner Sicht und gern präsentiere die Bürger, die immer noch nicht souverän sind und leiden unter seit mehr als 60 Jahren dauerte Erpressung der Sozialisten und die sog. "organisierten Juden", die sich nicht als deutschen Bürger benehmen, sondern treiben Holocaust-Doktrin, die sie als Maß aller Dinge verstehen.

RANDNOTIZ

Mich wundert die Holocaustliteratur, bei der die Holocaust Überlebenden immer wieder reden von den schrecklichen Erinnerungen in KL, die sie lebenslang verfolgen. Sie berichten über Schlafstörungen und sogar dass sie bis heute leiden an Albträume, wenn es selbst nicht ihrer eigenen Erlebnisse ginge.

Das habe ich nie erlebt. Ich bin einfach froh, dass ich 11 Jahre „früher“ entlassen wurde. Ich würde nicht den Gulag als „Paradies“ oder „Kurort“ bezeichnen, aber von den anderen Menschen, die viel länger als ich 30, 42 wie Rechtsanwalt aus Lemberg Lewko Lukjanenko und sogar 44 Jahre da gewesen, wie Kardinal von Litauen Petras Kasimiras Paulaitis. Auch in Literatur über Solowki, 1. Sowjetischen KZ am Weißen Meer oder Workuta, Narym, Kolyma in Norden von Ost Sibirien. Ein jüdischer Überlebender in Frankfurt an der Uni in Frankfurt, der selbst ein Nervenarzt Psychologe ist nach meiner Schilderungen an der Uni Frankfurt vermutete, dass ich an Parkinson leide oder bereits senil geworden. Später dieser Überlebender mußte doch zugeben, dass er doch selbst nie in einem KL gewesen.

Prof. N. Finkelstein schrieb: „Ein beträchtlicher Teil der Literatur zu Hitlers „Endlösung“ ist, soweit darin die entscheidenden Holocaust-Dogmen zum Ausdruck kommen, wissenschaftlich gesehen wertlos. Auf dem Feld der Studien zum Holocaust findet sich in der Tat eine Menge Unsinn, wenn nicht schierer Schwindel. Besonders entlarvend ist das kulturelle Umfeld, das diese Holocaust-Literatur nährt“ („Holocaust-Industrie“, Kapitel 2 Holocaust-Schwindel, Pieper Verlag, 2000)

Fast alle Menschen, die meine Berichte lesen, stellen mir folgenden FRAGEN:

1. Warum ich mit dem "Holocaust" bzw. "jüdischen Bolschewismus" so intensiv beschäftige? Ist dass eine Nachwirkung einer Haft?

Da seit 1979 in Deutschland Politik und Alltag mit dem besonderen "Holocaust" der Juden das ganzes Leben in Deutschland beeinflusst, es ist wirklich eine noble Aufgabe aller sog. Holocaust-Leugner über den anderen "Holocäuste" zu berichten. Das ist eine würdigen Aufgabe die Lügen der Holocaust-Manager zu entlarven. Der "imaginiere Holocaust" (so Rosenthal) ist nicht der "einzigartige Ereignis der Weltgeschichte" (wie Elie Wiesel meint), sondern von den Juden organisierten Kriege, Revolutionen und sonstige Genozide, wie "Holodomor" in der Ukraine, Gulag in Russland, "Kulturrevolution" in China usw. sollten nicht den Holocaust-Dogma beugen. Die Hekatombe des 20. Jahrhundert soll nicht verdrängt werden, denn jüdischer Bolschewismus mit ihren real existierenden „Sozialismus“ und "Kommunismus" der immer als Spuk bleibt - ist der Schlüssel zum Verstehen der manipulierten Geschichte, die durch Holocaustungeist uns überfahren hat.

2. Wie konnte ich den Gulag "überleben"?

Ich habe den Gulag NICHT ÜBERLEBT, sondern ERLEBT, indem ich habe nie jüdisch-bolschewistische Realität ernst genommen habe. Die Realität, die ich in Rußland erlebte war zwar grausam genug, aber in der Tat, für einen Menschen, der denkfähig ist einfach lächerlich. Deswegen jüdischen Bolschewiki als alle erste die Logik als Disziplin in der von ihnen sowjetisierten Hochschulen abschafften. Deswegen für mich doch die Praxis des jüdischen Bolschewismus war doch, mehr lächerlich, als grausam gewesen. Ich bin kein "Opfer", sondern ein Mensch, der von der Ideologie nichts hält, sondern nach Logik alles prüft. Die Todesangst habe ich nie gehabt, weil für mich ist viel wichtiger WIE und nicht WIE LANGE man lebt: schließlich wir sind alle zum "Tode verurteilt": früher oder später das auch geschiet.

3. Ob ich diese Periode als "verlorenen Jahren" bezeichne und nie die Bolschewiki verzeien darf ?

Es gibt tatsächlich viele Menschen, die von den "verlorenen Jahren", wie Lew Kopelew, oder von den "Leere Jahren", wie Andreas Schmidt reden. Bei mir das ist nicht der Fall. Denn ich gerade durch diesen Erfahrungen ganze Menge von Menschen aus ganzer Welt begegenet habe: aus Europa, USA, Australien, Afrika und Asien und viel über die Natur der Menschen gelernt habe. Warum sollte ich politischbetäubten Menschen in Rußland hassen? Sie waren viel mehr versklavt als ich, denn ich habe mich selbst erlaubt: was ich denke und was ich sage. Also ich bin kein Opfer, sondern ein "Täter", wie die Bolschewiki in Rußland und auch politisch Korrekten in Deutschland mich bezeichnen. Ich verzeihe mir nicht, dass ich im GULag nichts anderes leisten könnte, als beobachten, aber wie die Juden - "nie verzeihen", ist gegen meiner Natur als Christ und Mensch.

4. Ob meine Kritik des jüdischen Bolschewismus eine Rache für 16 Jahren für Foltern und Sklavenarbeit im Gulag ist?

Nein, eine Rache ist das nicht. Schließlich niemand hat mich dazu gezwungen kritisch gegen die totalitären Diktatur zu sein. Sehen Sie: ob in Rußland, Deutschland und sonstwo Millionen der Menschen ohne großer Mühe alles was von oben kommt, hinnehmen. Noch dazu ich wußte schon mit 16: das ist gefährlich und auch tödlich sein könne. Ich muss auch dazu sagen, die "Vergeltung der Geschichte" ist kein schönen philosophischen Begriff, sondern eine Realität in der "UdSSR" gewesen: stalinsche Dialektik, die über 3,5 Mio. jüdischen Bolschewiki 1936-1952 "liquidiert", wurde doch nicht etwas anders als diese "Vergeltung der Geschichte"- wie Leo Tolstoj meinte: "Der Gott alles sieht, aber nicht so schnell reagiergt". Man brauchte in Rußland gar nicht eine Rache zu üben - die Gerschichte hat diese Aufgabe erledigt.

5. Man fragt mir oft: wie ich die Zukunft Deutschlands ansehe?

Daß das Deutschland trotz der immer fehlender Souveränität und andauerte Besetzung West und Ostpreußen, Pommern, Schlesien, Böhmen und weiteren Ostgebiete als Herz Europas nach wie vor bleibt, ist für mich keine Frage. Seit 70 Jahren Deutschland leidet an Zerstörung ihrer Kultur und Traditionen durch Entfremdung. Noch dazu wird Deutschland stets wegen der Vergangenheit erpresst: nicht nur durch Holocaust-Industrie, sondern die sog. Globalisierung mit ihrer politischen Korrektheit. Viel schlimmer ist der Verlust der nationalen Identität des Deutschen Volkes durch Anpassung zur Tyrannei der Finanz- und Wirtschaft Mogulen. Trotzdem glaube ich dass dieser Zustand nicht solange dauert. Enziges was kann dieser Zustand beenden ist Entwicklung in Rußland. Nach 70 Jahren der totalitären Diktatur das Volk dieses Landes leidet unter Putins Demokratur. Sobald die letzten Kommunisten, zu denen auch Putin gehört, dort aussterben - man kann von Allianz Deutschland und Rußland sprechen und damit über Ende des Krieges. Die beiden Ländern brauchen vor allem eine enge Zusammenarbeit in Sachen der Wiederherstellung ihrer Nationen. In etwa 15-20 Jahren die beiden Länder werden endlich frei. Ein anderen Weg sehe ich nicht.


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Jurij Below, Frankurt 2012 - E-Mail: jurijbelow73@gmail.com